"GC vs. Naturschutz", oder "Geht´s noch?"

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Zappo
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Re: "GC vs. Naturschutz", oder "Geht´s noch?"

Beitrag von Zappo » So 4. Jan 2015, 14:32

eifriger Leser hat geschrieben:....Hm, eine individuelle Würdigung der Begebenheiten eines einzelnen Caches ist bei rund 300 zusammenhängenden Caches entlang eines Fernwanderweges auch etwas schwierig, oder? Hätte der Owner anstatt der vielen Caches 12 Multis (von mir aus mit Superdupper Bonuscache) mit QTA und geschickt plazierten Finales ausgearbeitet würde sich die Winterpausenthematik schlußendlich gar nicht stellen. ...... Aus meiner Sicht hat sich der Owner für Masse entschieden - aus welchen Gründen auch immer - und kämpft nun mit den Fallstricken der Guidelines.
Da ist was dran.

Allerdings wäre auch bei 300 Caches eine situationsbedingte Pause (die ich für vernünftig und legitim halte) durchzuführen. Man muß dann eben eventuell seinen Job aufgeben, alle 2 Wochen den Westweg abwandern oder entsprechendes Personal einstellen. Geht alles. :D

Daß nicht viele Leute 300 Caches "besitzen" hat wohl damit zu tun, daß sie genau DIESEN Aufwand nicht leisten wollen oder können - verständlicherweise.

Das EINE zu wollen, das ANDERE aber nicht leisten zu können, finde ich aber den falschen Weg. Wie bei vielen anderen Runden, bei denen die Owner schon im voraus um Verständnis bitten, daß sie keine gescheite Dose, kein individuelles Listing und oft auch faktisch keine vernünftige Wartung gewährleisten können "wegen der hohen Anzahl".

Wenn beim Fußball der Stürmer ohne Not barfuss zu spielt, ist das seine Entscheidung - er wird trotzdem an seinen Toren bzw. seiner Leistung gemessen werden.

Aber eigentlich ist mir das Problem nicht völlig klar: Ist GC jetzt gegen jegliche witterungs-/naturschutz-/absprachebedingte Pausierung oder gehts darum, daß das pauschale zeitliche Disablen nicht zulässig ist? Vielleicht sollte dann die "Parkverwaltung" einfach bestimmen, daß in den Wintermonaten kein Geocaching gestattet ist? Der Fledermausschutz ist ja auch genau zeitlich eingegrenzt.

Gruß Zappo
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"GC vs. Naturschutz", oder "Geht´s noch?"

Beitrag von BenOw » Di 6. Jan 2015, 21:37

JackSkysegel hat geschrieben:
BenOw hat geschrieben: Wieso soll ein mitdenkender und gut ausgerüsteter Cacher die Herausforderung nicht annehmen dürfen? Man sollte da nicht immer von seinen eigenen Wünschen/Möglichkeiten auf andere schließen.
Weil es mein Cache ist und ich entscheide was ich für richtig halte.
Ob es aber auch das richtige ist? Das bezweifle ich eben in vielen Fällen der Cache-Disablerei. Bitte tu nicht so, als wäre "Naturschutz" wirklich der hehre Grund für diese Sperren. Meist ist das vorgeschoben (weil der Owner keinen Bock auf Wartung im Winter hat), irgendwie falsch verstandenes Gutmenschentum (z.B. wenn trotz Cache-Sperre täglich zig Wanderer den Weg durchlatschen und auch sonst kein Offizieller was dagegen hat, dass sich dort Leute aufhalten) oder - wie im Falle Deines Zitates meiner Aussage - eine Art Bevormundung von Cachern, denen der angstvolle Owner nicht zutraut mit adäquater, lageangepasster Ausrüstung/Fähigkeit (z.B. Winterstiefel) einen aufgrund 1cm Neuschnee "gefährlicheren" Cache anzugehen und dabei Leib & Leben eigenverantwortlich zu riskieren...
JackSkysegel hat geschrieben:Ist dir schon einmal aufgefallen das deine Argumentation genau dahin führt das mitdenkende und verantwortungsvolle Owner ihre Caches sperren?
Der Punkt ist: ich hoffe, dass das dahin führt, dass wirklich mitdenkende und verantwortungsvolle Owner eine irgendwie auch nur temporär gefährdete Location gar nicht erst bedosen.

Warum gehst Du auf meine differenzierten Argumente eigentlich nicht ein? Aber das hatten wir ja schonmal, diese Vereinfachungsstrategie in Diskussionen führt halt einfach zu nix.
JackSkysegel hat geschrieben:Warum solltest du, nur weil du tolle Fähigkeiten und eine tolle Ausrüstung hast
Jetzt werd' bitte nicht persönlich...Winterreifen kann jeder aufziehen. :)

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Re: "GC vs. Naturschutz", oder "Geht´s noch?"

Beitrag von JackSkysegel » Di 6. Jan 2015, 22:14

...und du wirfst mir Vereinfachung der Diskussion vor!? Sorry, aber wenn das so ist dann nur weil ich sicher sein möchte das du mich verstehst .
Hat anscheinend wieder nicht funktioniert.
Unechter Cacher (Tm)

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Re: "GC vs. Naturschutz", oder "Geht´s noch?"

Beitrag von 8812 » Di 6. Jan 2015, 23:08

Die neueste Provinzposse:
Merkbefreit.

Hans

NB: Wer COs für einen minimalen handwerklichen Fehler in die kriminelle Ecke stellt (»illegaler Cache«) hat meines Erachtung das Recht, Teil der Gemeinschaft der Geocacher zu sein, verwirkt.

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Re: "GC vs. Naturschutz", oder "Geht´s noch?"

Beitrag von BenOw » Fr 9. Jan 2015, 03:39

Naja, wer sich nicht an die Listingbedingungen der Listingplattform hält, die er beim Veröffentlichen als "gelesen" anklicken muss, braucht sich nicht wundern, wenn er da nicht auf Dauer gelistet wird. Das gilt für "illegale" Caches genauso wie für "längere Deaktivierung".

Was ist daran eigentlich so schwer zu verstehen?

Die Diskussion über Sinn und Unsinn dieser Regeln mag ja ganz nett sein, führt hier aber zu nix. Das müsste man direkt bei Groundspeak anbringen. Oder auf eine andere Listingplattform wechseln, die dem Owner mehr "Freiheit" zugesteht, falls es sowas gibt.

Wenn man wirklich 100% Herr über seinen Cache sein will, dann muss man ihn eben auf seiner eigenen Webseite veröffentlichen. Mit allen Vor- und Nachteilen, aber da kann einem wenigstens kein Reviewer oder Guideline-Jünger reinpfuschen. Höchstens die Staatsanwaltschaft. Oder die Geschäftsbedingungen des Webhosters...oder...oder...

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Re: "GC vs. Naturschutz", oder "Geht´s noch?"

Beitrag von Kalleson » Fr 9. Jan 2015, 07:55

Das Problem ist doch, dass Schrauben und Nägel immer wieder ohne Genehmigung in Bäume geschraubt werden.

Und Rumgeschreie, dass aber ausgerechnet dieser Baum doch gar nicht zur Verwertung gedacht war, ist Blödsinn.

In der verlinkten "Provinzposse" berufen sich die plötzlich überall auftauchenden "Fachleute" darauf, dass:

1.) Nägel / Schrauben keine Bäume schädigten.

2.) der Baum nicht zur Verwertung gedacht sei, weil er auf städtischem Brachland stünde.

Zu 1.):
Stimmt. Nägel und Schrauben (selbst aus Kupfer) schädigen Bäume nur minimal. Aber sie können im Sägewerk zu Schäden führen. Daher nutzen viele Förster Aluminiumnägel. Die sind zwar nicht besser für den Baum, aber später für die Säge.

Zu 2.):
Was glauben die Kommentierenden denn, was mit städtischen Bäumen irgendwann passiert?
Nein, sie fliegen nicht raketengleich gen Himmel, sondern werden genau so wirtschaftlich genutzt, wie Bäume im Forst. Heißt: Ausreichend dicke oder gerade Exemplare wandern ins Sägewerk, andere werden gehackt und wandern in Biomasseheizkraftwerke oder zum kleinen Teil Blumenbeete.
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