kommerzielle Caches der Touristinformation Altensteig

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Re: kommerzielle Caches der Touristinformation Altensteig

Beitrag von Fadenkreuz » So 15. Feb 2015, 11:54

Ich glaube, 50 % stammen aus Fördermitteln des Landes und der EU.
Die "Firma" ist übrigens ein Geocacher. Naja, ein Geocacher mit Firma. Also ein Geocacher mit Cachefabrik, in der Caches im Auftrag von Gemeinden verwurstelt werden, um damit Geld zu verdienen. Komisch, dass sich niemand über den Kommerz dieses Cachefabrik-Besitzers aufregt.

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Re: kommerzielle Caches der Touristinformation Altensteig

Beitrag von Starglider » So 15. Feb 2015, 12:43

Fadenkreuz hat geschrieben:Komisch, dass sich niemand über den Kommerz dieses Cachefabrik-Besitzers aufregt.
Hätte ich das wirklich noch ausdrücklich dazu schreiben sollen? Ich dachte das käme auch so rüber.
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Re: kommerzielle Caches der Touristinformation Altensteig

Beitrag von badnerland » So 15. Feb 2015, 16:19

Fadenkreuz hat geschrieben:
baer hat geschrieben: Ob die Caches von Altensteig unter das Verbot von kommerziellen Caches bei Groundspeak fallen, ist möglicherweise eine andere Frage ...
Das ist nicht eine andere Frage, das ist DIE Frage. Es ging ja darum, ob die NA-Logs mit der Begründung "kommerzieller Cache" berechtigt waren.
DIE Frage ist hier doch wohl eher die Vorgeschichte des konkreten Falls in Verbindung mit Nichtkommunikation seitens Kommune, beauftragtem Cacherunternehmen und nicht zuletzt auch Groundspeak. Zumindest habe ich nirgends im Netz eine Stellungnahme entdeckt und selbst das Archivierungslog ist inhaltslos.

Mich würde sehr ärgern, wenn der Fall nicht noch "offiziell" dargelegt wird. Das Groundspeaksche Kommerzverbot ist eine Sache, die mit Genehmigungen und flächigen Cacheverboten eine andere. Altensteig ist ja in dem Punkt kein Einzelfall.

Und wo bleiben eigentlich die entrüsteten Archivierungsforderungen für die vielen Touristinformations-Caches bei OC? Die müßten ja für echte Kommerzallergiker genauso reizend sein wie wenn sie bei GC gelistet sind.

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Re: kommerzielle Caches der Touristinformation Altensteig

Beitrag von Zappo » So 15. Feb 2015, 17:17

Grundsätzlich sind mir gute Caches lieb, schlechte nicht - egal, ob die jetzt von der Tourismusinitiative "besucht uns doch endlich und laßt Euer Geld hier" oder vom Cacher Müller gelegt werden.

Ich hab auch kein Problem damit, daß ne Gemeinde bzw. ein Grundbesitzer auf seinem Grund sinnvolle Caches duldet bzw. bejaht, aber Auswüchsen eher negativ gegenübersteht*. Von mir aus auch, daß er nur eigene Caches oder Caches, die in seinem Auftrag gelegt wurden, zulässt.

Als Bürger ist es mir selbstverständlich auch nicht egal, ob mein Geld zum Fenster rausgeschmissen wird oder nicht - und ob man was kaufen muß, was man auch umsonst kriegen würde. Das mit dem "umsonst" hatte sich allerdings im Vorfeld wohl erledigt :D :D :D

Ich weiß aber auch nicht, für was der Dosenleger Geld bekommt und ob die Leistung 1:1 die Ownerleistung eines "Normalowners" abbildet, wage ich auch zu bezweifeln. Ne Auftragsarbeit incl. Wartung und Lebensdauergarantie würde wohl auch niemand für umme annehmen.

Aber das mit GC und dem Kommerziellen interpretiere ich denn doch eher so, daß GC keine Caches (ohne Absprache) duldet, die für den Nutzer Geld kosten bzw. wo jemand anders was dran verdient. Ob jetzt der Cacheleger bezahlt wird, ist m.E. wieder ne andere Frage.

Wie überhaupt das ganze Geschehen zig Fragen in zig Ebenen einschließt. Mit überall ca 10 % Fragezeichen - aber den Riesen-Aufreger seh ich jetzt darin weniger - und auch keinen direkten Grund für nen NA.

Gruß Zappo

*Tatsächlich hat diese Vorstellung was für sich….
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Re: kommerzielle Caches der Touristinformation Altensteig

Beitrag von Fadenkreuz » So 15. Feb 2015, 18:19

badnerland hat geschrieben:DIE Frage ist hier doch wohl eher die Vorgeschichte des konkreten Falls ...
Für den Reviewer und für GS? Das kann ich nicht erkennen. Die Vorgeschichte ist doch nichts Guideline-Relevantes. Die ist natürlich ein Aufregerthema und man kann Verständnis dafür haben, dass die Cacher verärgert sind und diese Caches boykottieren wollten, aber sie ist kein Grund, dass die Caches nicht hätten veröffentlicht werden dürfen.

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Re: kommerzielle Caches der Touristinformation Altensteig

Beitrag von eifriger Leser » So 15. Feb 2015, 20:06

Könnte es vielleicht sein, Gemeinden ihre Caches als "Geotour" listen (und entsprechend löhnen) sollen? ;)
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Re: kommerzielle Caches der Touristinformation Altensteig

Beitrag von Starglider » So 15. Feb 2015, 21:21

Nicht vergessen das diese Caches nicht vom Reviewer archiviert wurden sondern von der Firma die sie gelegt hat.
Ob Guideline-konform oder nicht ist da gar nicht mehr die Frage.
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Beitrag von J_682 » Mo 16. Feb 2015, 13:19

Fadenkreuz hat geschrieben:Warum wurde denn jetzt die Betreffzeile dieses Threads derart unpassend geändert? [...] Die Betreffzeile des Threads ist manipulativ und inhaltlich schlichtweg falsch.
Mich würde auch interessieren, wie es zu der Änderung des Betreffs kam. Ich jedenfalls war es nicht und hätte es auch nie so formuliert.

Alleine die Tatsache, dass ein Dienstleister mit dem Legen von Caches beauftrag wurde, macht diese Cache nicht “kommerziell". “Kommerziell” wäre in meinen Augen, wenn die Gemeinde die Caches nur deshalb legt, um den Tourismus und damit die Einnahmen der Gemeinde zu erhöhen. Dieser Vorwurf ist aber geradezu lächerlich, wenn es sich dabei tatsächlich nur um die drei wenig spektakulären (das ist meine Vermutung aufgrund der Beschreibungen) Multis handelt. Die drei jetzt archivierten Caches hätten sicherlich keine Völkerwandung nach Altensteig ausgelöst.

Generell scheint mir im Gemeinderat von Altensteig wenig Sachverstand für GC-Fragen zu sitzen. Ganz abgesehen vom deutlich gezeigten Unvermögen mit der Community in Dialog zu treten und darüber ein kostenloses Cache-Angebot für die eigenen Gemeinde zu bekommen, mangelt es bereits an grundlegendem Verständnis für Zusammenhängen. Es ist doch relativ einfach vorauszusagen, was man braucht, um einen Gewinn für den lokalen Tourismus zu schaffen. Das kann man einerseits (leider) über pure Masse schaffen, indem man möglichst lange/viele PTs legt und so die Punktegeier der Republik ins Dorf lockt, oder indem man auf außergewöhnliche Qualität setzt (meine Vermutung wäre beispielsweise, dass Wachtendonk, Bürstadt und Bad Liebenzell enorm von den - für die Gemeinden kostenlosen - Angeboten der Owner Hotbina, die Helden und dgumg profitieren). Beide Strategien müssen aber so angelegt sein, dass man den vollen Genuss nicht innerhalb eines Tages bekommen kann, sondern in der Gegend übernachten und essen muss. Die “GC-Forever”-Dosen haben das wohl früher geschafft (ohne Urteil von mir, da ich sie nicht kenne); bei den drei TI-Mulits sehe ich das Potential nicht.

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Re: kommerzielle Caches der Touristinformation Altensteig

Beitrag von badnerland » Di 17. Feb 2015, 11:18

Fadenkreuz hat geschrieben:Die Vorgeschichte ist doch nichts Guideline-Relevantes.
Das ist es ja gerade: So wie es jetzt (nach außen erkennbar) gelaufen ist, lassen sich genau gar keine Erkenntnisse aus dem Fall ziehen. Jetzt sind nicht nur die Cacher immer noch verärgert wegen des Verbotes von 2012, sondern auch die Kommune incl. Steuerzahlern wegen des verpulverten Geldes.

Groundspeak und die Reviewer machen es sich immer einfach. Zu einfach, wenn Probleme, die einzelne Caches machen, mit der Archivierung immer als erledigt angesehen werden.

Die Cachergemeinde (Teile davon) sollte sich aber auch mal fragen, ob es sinnvoll ist, Hobbykollegen, die sich um Dialog mit Außenstehenden bemühen, ständig die Legitimation abzusprechen.


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