„Tue Gutes und rede darüber.“

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Captain Sam
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„Tue Gutes und rede darüber.“

Beitrag von Captain Sam » So 1. Mai 2011, 14:16

Geocaching lässt sich am besten als eine Art moderner Schatzsuche und Schnitzeljagd beschreiben. Kurz und generalisiert gefasst: Es gibt Leute, die verstecken irgendwo Dosen voller kleiner netter Dinge sowie einem Notizbüchlein, dem Logbuch. Und veröffentlichen das Versteck in Form von Koordinaten im Internet. Bei den vielen Beiträgen um Jagd, Forst und Naturschützer ist das "fingerpointing" Richtung Geocacher jedoch leider weit verbreitet.

Als Positivbeispiel für den gemeinsamen Nutzen von Hobby und Freizeitgestaltung möchte ich an dieser Stelle ein Beitrag dieser Region zeigen. Besonders bemerkenswert ist die Zusammenarbeit mit dem Naturschutz und die Untersützung durch den Nationalpark. Großes Kompliment an die Veranstalter.

6. Walpurgis-Event - Geocacher räumen auf und der Bericht im NDR

Die Liste darf gerne um positive Beiträge in den Medien aus dieser Region erweitert werden. Wünschenwert wäre ein weiteres Umdenken zu einem Miteinander statt Gegeneinander. An vielen Stellen ist das bereits Realität - Danke für euren Einsatz.

Gruß Captain Sam

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fabibr
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Re: „Tue Gutes und rede darüber.“

Beitrag von fabibr » So 1. Mai 2011, 14:32

Naja, dem Thema Medien stehe ich selber eher nicht so gut gesinnt gegenüber. Geocaching, seien die Meldungen gut oder schlecht, sind schon genügend vertreten und der Massensport, der daraus resultiert, ist nicht mehr das Hobby, welches man vor einigen Jahren angefangen hat.
Ich sage mal um so etwas kommt man nicht drum herum mit gewissen anderen Gruppen zusammen zu arbeiten.
So haben wir ja auch schon unsere Teamseite mit dem Bereich Jagd & Forst erweitert, in Zusammenarbeit mit einem Jäger um uns Geocacher ein wenig für dieses Thema zu sensibeln, aber auch um eine gewisse Aufklärung für die andere Seite zu machen. Wenn ich in unsere Statistik schaue, mit welchen Suchbegriffen unsere Seite gesucht wird, dann ist dieses Thema schon ganz schön weit oben.

Ebenso wurden wir von der Wirtschafts und Tourismusförderung in Peine angesprochen zum Thema Geocaching. Werde mich auf jeden Fall mit denen Treffen und mal schauen, was die so vor haben und wie wir uns da einbringen können. Ich sehe solch eine Arbeit heute eher als Schadensbegrenzung. Denn nur wenn wir aktiv mitarbeiten kommen wir eher auf einen guten Stand.

Aber wie gesagt, die Medien muss man nicht immer mit einbeziehen, wichtiger ist es, dass wir Geocacher uns einig sind, zusammen arbeiten und so gewissen Einfluss auf das Geschehen nehmen.
http://www.uhlencacher.de
Nur wer seine ehrliche Meinung im Log schreibt, kann dafür sorgen, dass die Dosenqualität besser wird.

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adorfer
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Re: „Tue Gutes und rede darüber.“

Beitrag von adorfer » So 1. Mai 2011, 14:38

Captain Sam hat geschrieben:Als Positivbeispiel für den gemeinsamen Nutzen von Hobby und Freizeitgestaltung möchte ich an dieser Stelle ein Beitrag dieser Region zeigen.


Das ist doch nur ein weiterer Sargnagel für's Geocaching.
Noch ein Schritt in Richtung Massenbespassung.

Nunja, gibt halt Leute, die merken gar nicht, wenn es eines Tages nur noch Leitplankenmicros gibt, weil alle anderen Caches verschwunden sind.
Sei es, weil es Naturschutzprobleme mit dem Massenauflauf der Cacher gibt. Sei es, weil die Cachermassen die Rabatten zertrampeln und die Gegenzumüllen.
Oder weil die Behörden Angst vor den Waldbrandstiftern unter den Cachern haben, wenn der Einweggrill inzwischen zur Standard-Rucksackbeladung gehört, der -egal wo- auch angezündet wird am Final.

Aber gut, irgendwelche Leute haben es wieder mit grandioser Rücksichtlosigkeit ins Fernsehen geschafft. Und die restlichen Cacher freuen sich darauf, wenn es nächstes Jahr doppelt so viele Geocacher gibt wie heute. Wird bestimmt alles viel Schöner.
Vielen Dank auch.

Ja, man kann auch gutes Tun, ohne darüber die Reklametrommel zu rühren. Aber so eine Bescheidenheit steht natürlich nicht jedem.
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Re: „Tue Gutes und rede darüber.“

Beitrag von TrekkingBaer » Mi 4. Mai 2011, 23:50

Den Walpurgis-Event würde ich hinsichtlich Außenwirkung zweigeteilt betrachten. Als Teilnehmer war ich auf der Brockenstraße dabei und habe Müll gesammelt. Als Geocacher war ich nur bedingt zu erkennen (ok, das Garmin am Rucksack, aber das haben andere Wanderer auch dabei), daher wurde ich nur als Freiwilliger wahrgenommen, der mithilft, seine Umwelt sauberzuhalten. Völlig unabhängig davon, ob es nun die Geocachergemeinschaft oder die Freiwillige Feuerwehr Schierke oder der Musikzug Elend ist, der den Müll einsammelt, andere Wanderer sehen, dass die Umwelt gewürdigt wird und gehen dann vielleicht mit dem Thema "Taschentuch nach dem Schneuzen wegwerfen" anders um als vorher. Das hat mir am CITO auch deutlich am besten gefallen.
Der andere Aspekt ist die damit zusammenhängende Pressearbeit. Ich sehe Pressearbeit für's Geocaching auch problematisch. Unser Hobby muss nicht auf Teufel komm raus in die Öffentlichkeit getragen werden. In diesem Fall finde ich es aber gut, da hier nicht primär unser Hobby (Dosen verstecken, Dosen suchen, etc.) im Vordergrund stand, sondern der gemeinsame Einsatz für die gute Sache. Vor allem aber ist es eine Würdigung all der Cacher, die am 30.April teilweise sehr ekligen Müll eingesammelt haben.

Viele Grüße,
TrekkingBaer

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Re: „Tue Gutes und rede darüber.“

Beitrag von adorfer » Do 5. Mai 2011, 00:33

Dass man bei den teilnehmenden Geocachern vielleicht auch etwas am Bewusstsein verändert: Kein Zweifel.
Aber dafür braucht es keine Presse.
Nur weil einen halben Tag ein paar Geocacher mal Dreck einsammeln, wo ihre Mitcacher das ganze Jahr über leider zu nicht geringen Teilen den Gegend zumüllen: Nunja, das gleicht es vielleicht ein wenig wieder aus.
Aber ein Ruhmesblatt wird daraus nicht.

Nur weil ein Flughafenbetreiber im Tausch gegen eine neue Startbahn ein paar Grünanlagen einrichtet in den anliegendne Gemeinden und noch einen Wald neu pflanzt:
Ist nicht verkehrt. Aber damit brüsten sollte er sich trotzdem nicht.
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Re: „Tue Gutes und rede darüber.“

Beitrag von coronar » Do 5. Mai 2011, 09:32

Erst wenn der letzte Multi archiviert wurde,
Der letzte Lost Place geschlossen wurde,
Die letzte Dose aus dem Baum geschossen wurde,
Die letzten 161 m mit einem Leitplankenmikro bedost wurden,
Der letzte Regular von einem Bombemräumkommando beseitigt wurde,
Werdet ihr feststellen, dass man Zeitungsberichte gar nicht loggen kann.
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Re: „Tue Gutes und rede darüber.“

Beitrag von kastenfrosch » Do 5. Mai 2011, 12:30

Ich glaube es geht nicht darum bei den teilnehmenden Geöcachern das Bewußtsein für die Umwelt zu verändern (bis auf ein paar schwarze Schafe, haben die meisten Geocacher ein Bewußtsein für Natur und Umwelt), sondern generell das Bewußtsein für Umwelt und Natur zu ändern, unabhängig davon ob Geocacher oder Muggel und genau dafür sollte man jede Möglichkeit nutzen.
In meinen Augen haben die Teilnehmer bei diesem Event eine Vorbildfunktion ausgeübt, die vielleicht andere Gruppen (Nicht-Geocacher) dazu animiert selbiges vielleicht auch mal zu veranstalten.

Gruß
Kastenfrosch

"Es soll natürlich auch Leute geben die ausser Forumsbeiträgen nichts weiter sammeln."

-jha- hat geschrieben:Dass man bei den teilnehmenden Geocachern vielleicht auch etwas am Bewusstsein verändert: Kein Zweifel.
Aber dafür braucht es keine Presse.
Nur weil einen halben Tag ein paar Geocacher mal Dreck einsammeln, wo ihre Mitcacher das ganze Jahr über leider zu nicht geringen Teilen den Gegend zumüllen: Nunja, das gleicht es vielleicht ein wenig wieder aus.
Aber ein Ruhmesblatt wird daraus nicht.

Nur weil ein Flughafenbetreiber im Tausch gegen eine neue Startbahn ein paar Grünanlagen einrichtet in den anliegendne Gemeinden und noch einen Wald neu pflanzt:
Ist nicht verkehrt. Aber damit brüsten sollte er sich trotzdem nicht.

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Re: „Tue Gutes und rede darüber.“

Beitrag von adorfer » Do 5. Mai 2011, 13:01

kastenfrosch hat geschrieben:Ich glaube es geht nicht darum bei den teilnehmenden Geöcachern das Bewußtsein für die Umwelt zu verändern (bis auf ein paar schwarze Schafe, haben die meisten Geocacher ein Bewußtsein für Natur und Umwelt),

Wenn ich in meinen heimischen Batteriesammelbehält (ein alter dafür umgenutzter Treteimer) zum Leeren wegbringe, dann habe ich dort idR mehr "in der Natur geklaute" Batterien als selbst "leergeleuchtete".
Klar, ich verwende ja meist Akkus, trotzdem fallen trotzdem Primärzellen an. (Ein paar Ledlenser-Lampen habe ich ja auch in Nutzung).

Will sagen: Diese Batteriemengen können nicht von "ein paar schwarzen Schafen" stammen. Das müssen schon ein paar mehr sein.
(Oder aber ich bin wirklich ziemlich allein dabei, die beim Cachen einzusammeln.)

Warum man sich unbedingt als Geocacher in der Presse profilieren muss, weil man etwas getan hat: Mir immernoch schleierhaft.

BTW: Könntest Du bitte den TOFU einstellen?
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