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Vorstellung - Mazilla

In einem lieblichen, freundlichen Tal von waldigen Bergen umgeben.

Moderator: Cornix

Mazilla
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Re: Vorstellung

Beitrag von Mazilla » Mi 26. Jan 2011, 17:32

Hallo,

oft stammen die Schädel tatsächlich von Fallwild(Wild, das verendet ist)..aber wo ist der Rest??? Wir haben im Wald eine sehr gute und effiziente "Müllabfuhr", unsere Schwarzkittel, dass sind nämlich Allesfresser und so ein Handelsüblicher Knochen ist für die kein Problem...aber der Schädel ist halt etwas unhandlich und passt nicht ins Gebrech(Maul), deswegen liegt dann meist nur noch die Oberschale des Schädels da...und ich muß Hainz "leider" auch recht geben, manchmal handelt es sich dabei um einen unfachgerecht angelegten Luderplatz für Raubwild...ein richtiger Luderplatz ist eine zur Hälfte eingelassene ca. 1m lange Röhre in die dann tatsächlich Aufbrüche kommen(aber wirklich nur Teile von Wild, Hausabfälle sind verboten, es wird aber auch gemacht...dann beginnt das ganze zu stinken und schon hat man die Füchse da stehen...halb eingelassen deswegen, damit keine Hunde oder sonstiges Wild dort fressen können...wie man zur Fuchsjagd steht ist jedermans Sache...ich habe keinen Luderplatz und auch noch keinen Fuchs erlegt..und solange sie unsere Hasen, die bei uns im übrigen nicht bejagt werden weil es nur sehr wenige gibt, nicht allzusehr schädigen haben sie von mir nichts zu befürchten.

Und Hainz, so leicht kann mich nix schocken, Du weißt doch, ich bin ein total abgebrühter Mörder, der auch kleine Kinder frisst. ;)

Und das mit den aufgegeben Sitzen stört mich auch, bei uns gibt es so was nicht. Mehr kann ich dazu leider auch nicht sagen.

Weidmannsheil
Carlo

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Mazilla
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Re: Vorstellung

Beitrag von Mazilla » Mi 26. Jan 2011, 17:47

Noch was, ihr habts ja bestimmt schon gemerkt, ich lasse bewußt Weidmänische Ausdrücke in meine Antworten mit einfließen, versuch sie aber verständlich ins Deutsche zu übersetzten um euch die Jägersprache ein bißchen näherzubringen...ihr müßt mir bei Gelegenheit mal die Cachersprache ein bißchen näherbringe, denn manches kilngt für mich wie böhmische Dörfer..FTF, MOC... :???:

Weidmannsheil

Carlo

Die Geocräsher
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Re: Vorstellung

Beitrag von Die Geocräsher » Mi 26. Jan 2011, 18:01

Vielen Dank für die Anworten !
Die Sache mit den Tierschädeln habe ich mich auch schon ewig gefragt !
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5plus
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Re: Vorstellung

Beitrag von 5plus » Mi 26. Jan 2011, 18:23

Mazilla hat geschrieben:...denn manches kilngt für mich wie böhmische Dörfer..FTF, MOC... :???:
nicht nur für dich, auch "alte Hasen" haben Probleme mit so mancher Abkürzung.
Die meisten der Abkürzungen bekommst du wohl hier erklärt.
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Was mich einmal interessieren würde, wie stehst du zu Nachtcaches?
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Mazilla
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Re: Vorstellung

Beitrag von Mazilla » Mi 26. Jan 2011, 18:59

Danke für den Link, werde mich mal reinlesen.

Wie stehe ich zu Nachtcaches??? Gespalten...wenn ich mir, wie in letzter Zeit oft, eine kalte Nacht um die Ohren schlagen muß(Ja, muß, den bei uns ist im Revier im Moment viel los was den Schaden anbelangt, den das Schwarzwild anrichtet und die Bauern laufen Sturm) und mir dann zur besten Zeit jemand über die Kirrung läuft wäre ich auch erst mal bedient, denn dann kannst Du einpacken...aber ich würde versuchen vor Ort eine Einigung zu finden...evtl.kann man die Strecke ja umplanen...die meisten Jäger kennen die Wechsel (Wege des Wilds) in ihrem Revier ziemlich gut...meiden sollte man die hellen Nächte, den das ist die einzige Möglichkeit für einen Jäger das Wild vernünftig anzusprechen und zu erlegen...der Mensch hat es halt geschafft aus einer Tagaktiven Wildart eine Nachtaktive zu machen(und das liegt nicht nur an der Jagd, da spielen viele Faktoren mit wie Straßenverkehr, Besiedlungsdichte etc.)..problematisch ist auch die Störung der anderen Wildarten in ihren Einständen(quasi ihr Schlafzimmer)...wir versuchen unser Schwarzwild dahingehend zu erziehen, dass sie lernen: Nachts Wiese=Gefahr, Wald = Sicherheit, d.h. die Sitze stehen am Waldrand mit Schußrichtung Feld...und wenn sie dann auch noch dort gestört werden...aaber trotz allem, wenn man ein Gespräch mit dem, hoffentlich vernünftigen, Jäger sucht, sollte sich eine Lösung finden lassen mit der beide Parteien leben können...

Weidmannsheil

Carlo

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Re: Vorstellung

Beitrag von dob » Mi 26. Jan 2011, 20:51

Mazilla hat geschrieben:.aaber trotz allem, wenn man ein Gespräch mit dem, hoffentlich vernünftigen, Jäger sucht, sollte sich eine Lösung finden lassen mit der beide Parteien leben können...
ich hatte bisher keine negativen Erfahrungen mit Jägern gemacht. Wir waren mal in der Kante von Konz auf dem Weg zur ersten Station eines Nachtcaches und wurden dann von einem Jäger aufgegriffen. Der hat uns in nem anständigen Ton erklärt, dass wir doch bitte wieder kommen sollen wenn es bewölkt ist und kein Vollmond, da ist er nämlich zu Hause und wir können in Ruhe den Nachtcache machen ohne ihm vors Korn zu rennen.
Im Gegensatz dazu war der italienische Pizzeriabesitzer der uns dann ne Stunde später bei unserem Alternativcache auf seinem Parkplatz angebrüllt und in den Senkel gestellt hat wesentlich unangenehmer.....

Dann auch ma noch Willkommen in der "grünen Hölle" und nicht wundern wenns ab und zu etwas rauher vom Umgangston sein sollte, das ist hier normal ;)
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Re: Vorstellung

Beitrag von dieSulzer » Mi 26. Jan 2011, 20:52

Mazilla hat geschrieben:... Wir haben im Wald eine sehr gute und effiziente "Müllabfuhr", unsere Schwarzkittel, dass sind nämlich Allesfresser und so ein Handelsüblicher Knochen ist für die kein Problem...
Du meinst, die Wildschweine fressen ihre verendeten Familienmitglieder auf? :shocked:
Ich war bisher immer der Ansicht Kannibalismus unter Schweinen käme nur in der Massentierhaltung vor und sei dort ein Zeichen einer nicht-artgerechten Tierhaltung. Da bin ich jetzt aber echt verblüfft, dass die wilden Vorfahren in freier Natur das auch machen...

Also "Weidmannsdank" ;) für deine Erläuterungen! :)


wegen der Nachtcaches:
Mazilla hat geschrieben:...aber ich würde versuchen vor Ort eine Einigung zu finden...evtl.kann man die Strecke ja umplanen...die meisten Jäger kennen die Wechsel (Wege des Wilds) in ihrem Revier ziemlich gut...meiden sollte man die hellen Nächte, den das ist die einzige Möglichkeit für einen Jäger das Wild vernünftig anzusprechen und zu erlegen...
Wir hatten hier im Forum früher das Thema "Nachtcaches und Jäger" schonmal, da ging es aber eher um die eigene Sicherheit der Cacher, also das Problem, wie man vermeiden kann, versehentlich unter eine Flinte zu geraten. :/
Ich denke, besser, als der Kompromiss über die Strecke und die Örtlichkeit, ist der zeitliche Kompromiss auf jeden Fall. Wenn doch die Jäger eh nur in Vollmondnächten unterwegs sind... dann ist das doch kein Problem, wenn man als Geocacher auf die andere Zeit ausweicht... und schon kämen sich die beiden Parteien gar nicht erst in die Quere. :)
Oder stell ich mir das jetzt etwas zu naiv vor? :ops:
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kayzersose
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Re: Vorstellung

Beitrag von kayzersose » Do 27. Jan 2011, 01:35

Damit diese Aussage von finalharvest nicht als die Meinung eines Einzelnen stehenbleibt, möchte ich mich der Aussage
finalharvest hat geschrieben:Jagd ist Mord!
anschließen, die drei Worte treffen den Sachverhalt meiner Meinung nach sehr gut. Sicherlich gibt es irgendwo auf der Welt Menschen, die zum Überleben auf die Jagd angewiesen sind, das gilt aber ganz sicher nicht für Europa!
Hainz hat geschrieben:
kukus hat geschrieben: Und einem leckeren Wildgericht können auch nur die wenigsten Geocacher widerstehen.
Na ja, dass ich zu dieser Minderheit gehöre, muss ich ja nicht verheimlichen, warum auch?
Naja, so klein scheint die Minderheit nicht zu sein, ich oute mich auch als ein Mitglied dieser Minderheit :roll:
o-helios hat geschrieben:Grübel...
Wurde das Schwein, dessen Schnitzel man im Supermarkt kaufen kann, dann auch ermordet?
Ja. Und nicht nur das, sondern in der Regel auch unter lebensunwürdigen Zuständen gezüchtet.
Psycho906 hat geschrieben: Und hast du schon mal darüber nachgedacht, wie viele Tiere wir Cacher gefährden (oder sogar "ermorden"), wenn wir so des Tags oder in der Nacht abseits der Wege durch die Wälder (und somit die Wohn- und Rückzugsräume der Tiere) streifen?
Sorry Psycho, der Vergleich hinkt aber ganz schön!

Was mich ansonsten konkret an Jägern bzw. der Jagd stört ist:

- dass das Töten der Tiere mit fadenscheinigen Argumenten wie "Der Bestand muss eine gewisse Größe haben und darf diese nicht übersteigen" begründet wird, dies aber der Jäger entscheidet, also derjenige, der das Todesurteil fällt, davon selbst materiell (Verzehr/Verkauf) profitiert. Wenn es schon notwendig ist, dass Tiere erlegt werden müssen, müsste hier zumindest mal eine juristische Gewaltenteilung zwischen demjenigen, der den Abschuß erlaubt und demjenigen, der davon profitiert, her! Meiner Meinung nach ist eine Bestandsminderung durch erschießen nie notwendig, das regelt sich entweder von selbst oder es gäbe andere Lösungen (zum Beispiel Umsiedlung in Wildparks oder Betäubung und Sterilisation).

- dass (vielleicht nicht alle aber doch viele) Jäger ihr Revier als ihr Eigentum ansehen, und fremde Haustiere, zum Beispiel Katzen, die man als Hauskatzen am Halsband erkennt, erschießen - und das offenbar sogar juristisch dürfen! (Ein solcher Fall ist mir persönlich bekannt, auch wenn das schon 15-20 Jahre her ist.) Das Ansägen von Hochsitzen etc. halte ich auch für keine Lösung, ich kann es aber gut verstehen, dass ein Jäger sich den Hass eines (Haus-)Tierbesitzers auf sich zieht, wenn er die Schmusekatze erschießt, und dass es in einem solchen Fall dann zu Racheakten kommen kann, hat sich der Schütze dann selbst zuzuschreiben. Auf den "Wald-Eigentumsanspruch" bezüglich Nachtcaches, die zerstört werden, möchte ich dabei noch nicht einmal eingehen, da ich nicht einordnen kann, ob das Einzelfälle sind oder ob es die Regel ist.

- dass Menschen, die mit Taschenlampen im Wald spazieren gehen, angeblich das Wild unruhig machen, ein großer Geländewagen eines Jägers mit Fernlicht im selben Wald aber keine Unruhe für die Tiere darstellen soll :???: Jeder macht sich die Regeln eben so, wie er sie braucht ...

Konkret noch zwei Fragen an Mazilla:

Mazilla hat geschrieben: ... zum Beispiel am Sonntag von 16:00 - 19:00 Uhr am Ansitz und hatte 3 Stück Rehwild vor mir, die friedlich auf einer Wiese am äsen waren...ich habe sie angesprochen und es wäre ein Stück dabeigewesen das ich hätte erlegen können...aber es war mir etwas zu weit weg (120m)

[...]

2 Nutze Deine Überlegenheit gegenüber dem Tier nicht aus und lasse ihm stets eine Chance.
erste Frage: Also eine Entfernung von weniger als 100 Metern wäre Dir recht, obwohl das dann ein Widerspruch zu Punkt 2 der Jagdethik wäre? Wo wäre da die Chance für das Tier?

zweite Frage: Nach deiner persönlichen Einschätzung halten sich etwa wie viel Prozent der Jäger an diese Jagdethik (insbesondere Punkt 1, 2, 5 und 8)?
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Hainz
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Re: Vorstellung

Beitrag von Hainz » Do 27. Jan 2011, 05:35

Mazilla hat geschrieben: ... zum Beispiel am Sonntag von 16:00 - 19:00 Uhr am Ansitz und hatte 3 Stück Rehwild vor mir, die friedlich auf einer Wiese am äsen waren...ich habe sie angesprochen und es wäre ein Stück dabeigewesen das ich hätte erlegen können...aber es war mir etwas zu weit weg (120m)

[...]

2 Nutze Deine Überlegenheit gegenüber dem Tier nicht aus und lasse ihm stets eine Chance.
kayzersose hat geschrieben: erste Frage: Also eine Entfernung von weniger als 100 Metern wäre Dir recht, obwohl das dann ein Widerspruch zu Punkt 2 der Jagdethik wäre? Wo wäre da die Chance für das Tier?

zweite Frage: Nach deiner persönlichen Einschätzung halten sich etwa wie viel Prozent der Jäger an diese Jagdethik (insbesondere Punkt 1, 2, 5 und 8)?
Das ist doch recht simpel. Das Tier hat die Chance soweit von Mazilla weg zu bleiben, dass ihm sein Gewissen einen ethisch-moralischen Abschuss untersagt. Das ist schon relativ fair, wenn man solche Kategorien anwenden möchte.
Im Saarland gibt es bekanntermaßen zwei Gruppen organisierter Jäger. Die kleinere, m.E. nach offenere Gruppe wird derzeit politisch unterstützt. Bei der größeren Gruppe ist zumindest aus meiner Sicht Hopfen und Malz verloren.
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o-helios
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Re: Vorstellung

Beitrag von o-helios » Do 27. Jan 2011, 08:12

kayzersose hat geschrieben:möchte ich mich der Aussage
finalharvest hat geschrieben:Jagd ist Mord!
anschließen, die drei Worte treffen den Sachverhalt meiner Meinung nach sehr gut. Sicherlich gibt es irgendwo auf der Welt Menschen, die zum Überleben auf die Jagd angewiesen sind, das gilt aber ganz sicher nicht für Europa!
kayzersose hat geschrieben:
o-helios hat geschrieben:Grübel...
Wurde das Schwein, dessen Schnitzel man im Supermarkt kaufen kann, dann auch ermordet?
Ja. Und nicht nur das, sondern in der Regel auch unter lebensunwürdigen Zuständen gezüchtet.
Das heißt dann, daß in Europa ganz überwiegend Mörder und Mord-Auftraggeber leben.
Die im Schnitt 83kg Fleisch, die jeder vertilgt, wird man wohl kaum "artgerecht" in der eigenen Bude halten können.
Kann man sich vom Mordvorwurf nur befreien, indem man Vegetarier wird?
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