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Vorstellung - Mazilla

In einem lieblichen, freundlichen Tal von waldigen Bergen umgeben.

Moderator: Cornix

5plus
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Re: Vorstellung

Beitrag von 5plus » Do 27. Jan 2011, 10:41

dieSulzer hat geschrieben:Wer die Parole "Jagd ist Mord" ausgibt, braucht mir jedenfalls nicht zu erzählen, dass er damit keinen Streit provozieren wollte!
Ich sehe das leider genauso, eine vernünftige Diskussion, bzw. Meinungsaustausch kann auch anders erfolgen. Das Thema wird nie einen "richtigen" und von allen Seiten vertretbaren Standpunkt heraus bringen.

@Carlo: eine Antwort auf deine Frage würde mich nach wie vor interessieren. Du kannst mir auch gerne per PN antworten.
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Cornix
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Re: Vorstellung

Beitrag von Cornix » Do 27. Jan 2011, 10:47

Tatsache ist: es gibt Jäger und es gibt Geocacher, ob man das nun gut findet oder nicht.

Über die Sinnhaftigkeit des Geocaching kann hier gerne philosophiert werden, aber wenn ihr über Speziesismus oder carnivore menschliche Ernährung streiten wollt, tut das bitte woanders.

Themen, die speziell das Spannungsfeld zwischen Jagd und Geocaching betreffen, können natürlich weiterhin angesprochen werden.

Mazilla
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Re: Vorstellung

Beitrag von Mazilla » Do 27. Jan 2011, 10:52

Uii, viele Fragen und Meinungen. Dann fangen wir mal an.

Zum Sulzer bezügl. Kannibalismus:
Es ist in der Tat so, dass es in der Massentierhaltung, die ich übrigens verabscheue, zu Kanibalismus kommt. Das liegt an dem hohen Streß, dem sie Tiere dort ausgesetzt sind. Bei unseren Schwarzkitteln, die sehr sozial leben, kommt es nicht dazu, die würden nie einen lebenden Artgenossen anknabbern. Aber wenn ein Stück verendet ist, dann ist das für die einfach nur noch ein Stück Fleisch, man kann da keine menschlichen Maßstäbe anlegen, denn so was wie Trauer oder Mitgefühl kennen die nicht, also wirds gefressen. Ein Beispile von einer anderen Tierart, unseren Hunden. Ich hatte zeitweise 3 Hunde im Haus und als meine geliebte Nelly mit 18 Jahren zu Hause gestorben ist, sind die anderen beiden zu dem Toten Hund nud haben kurz geschnuppert und sich zu meinem damals eigenen Erstaunen ohne irgendeine Regung abgewandt, es war für sie nur noch ein Ding.

Nun zu Kayzersose:
Es ist, leider, nun mal so, dass wir hier in Deutschland keine großen Räuber mehr in freier Wildbahn haben(Ausnahmen gibt es in der Lausitz), die die Bestände auf natürliche Art und Weise regulieren. Erschwerend kommt hinzu das sich das Schwarzwild in den letzten Jahren geradezu explosionsartig vermehrt hat.

Woran liegt das???
Zum eine an der Umweltverschmutzung. Früher gab es so ca. alle 5-6 Jahr ein gutes Mastjahr im Wald(Mast=Frücht des Waldes wie Eicheln und Bucheckern), heute ist es jedoch so, dass die Bäume durch die Umweltbelastung unter erhöhtem Streß stehen, vereinfacht gesagt, sie haben Angst zu sterben. Deswegen versuchen sie so oft wie möglich sich zu reproduzieren und werfen fast jedes Jahr Unmengen an Mast ab. Das ist für die Schwarzkittel natürlich ein Paradies, den dieses Futter ist, wie der Name schon sagt, sehr Nährstoffreich. Und es ist erwiesen, dass die Bachen bei sehr guten Futterbedingungen wesentlich mehr Eier zur Befruchtung bringen und dann auch kräftige Frischlinge bekommen. Dann kommen die viel zu milden Winter hinzu, selbst der letzte Dezember war für Schwarzwild ein Witz. Früher, in strengen Wintern mit langen Frostperioden, war die Frischlingssterblichkeit sehr hoch. Bis jetzt waren wir nur im Wald. Jetzt gehen wir auf Feld und Flur. Auch dort ist Tisch für die Schwarzkittel heute so gut gedeckt wie nie zuvor, ich sage nur Biomais, also auch dort ideale Bedingungen für sie.

In Deutschland werden seit 1936 Aufzeichnungen über die Strecken geführt(Strecke=Anzahl der erlegten Tiere). Im Jagdjahr 1936 wurden in ganz Deutschland insgesamt 10121 Stück Schwarzwild erlegt. Im Jahre 2001 waren es 309274 Stück, das entspricht einer Steigerung von 2056%.

Weiterhin wurde und wird auch bis heute noch falsch bejagdt. Beim Schwarzwild ist es so, dass die Leitbache(Der Chef der Rotte, die Keiler leben ab dem 2. Lebensjahr alleine) die Rausche(Fortpflanzungszeit) auslöst. In der Regel geschieht dies im Dezember, d.h. die Leitbache wird rauschig und alle anderen Bachen ziehen mit. Wenn ich jetzt im Sommer die Leitbache wegschieße(ist ja das stärkste Stück), dann kommt es zu einem sogenannten Rauschchaos und alle werden rauschig, auch Frischklinge mit ca. 6-7 Monaten. Den Keilern ist es egal ob sie die Bachen im Sommer oder im Winter beschlagen, und schon haben wir wieder einen Haufen Nachwuchs.

Somit müssen wir Jäger versuchen durch Abschuß die Bestände halbwegs in den Griff zu bekommen, was man aber in etwa mit Don Quichote und den Windmühlen vergleichen kann, denn die Bauern laufen Sturm wegen der enormen Wildschäden.

Du sagst, man braucht nicht zu jagen sondern es gäbe Anderweitige Lösungen.
Zum Beispiel Wildgatter: Also mir ist es lieber ich esse ein Tier, das sein ganzes Leben in Freiheit verbracht hat, als ein Tier das in Gefangenschaft gelebt hat.
Medikament oder Sterilisation: Alleine im Stadtgebiet von Berlin wurden im Jahr 2008 ca. 5000 Stück Schwarzwild erlegt, wohlgemerkt in einer Stadt. Wenn Du jetzt dies Zahl mit 10 multiplizierst kommst Du auf den ungefähren Bestand allein in Berlin. Wer soll das bewerkstelligen geschweige denn bezahlen?

Und nun zur Vermarktung des Wildbrets:
Ja, es wird Wildbret vermarktet. Aber wenn Du siehst, das ein Pächter einen Haufen Geld für die Pacht hinlegt und auch noch den Wildschaden tragen muß(bei uns im Revier letztes Jahr ca. 3000,-EURO), siehst Du mit Sicherheit ein, das damit keiner reich wird. Selbst ich muß mein Wildbret, dass ich erlege beim Pächter zahlen, obwohl ich viel meiner Freizeit im Revier verbringe(Wildzäune an dieFelder stellen und warten, Löcher in Wiesen zumachen etc.)

Genug dazu, gehen wir weiter:
Ich weiß das es Jäger gibt, die auf alles schießen was da kreucht und fleucht. Ich persönlich schieße keine Katzen, denn ich denke da an das Kind oder die Omi die zu Hause auf ihr geliebtes Tier warten. Aber ich verscheuche sie, denn wenn Du mal ein Vogelnest gesehen hast, dass von so einem Stubentiger besucht wurde, na dann Mahlzeit. Und die machen auch keinen Unterschied ob es sich um eine geschützte Vogelart handelt oder nicht. Und genau aus dem Grund hat der Gesetzgeber das abschießen erlaubt.

Und ich weiß, es hört sich blöd an wenn ein Jäger sagt, man soll dem Wild seine Chance lassen. Es ist klar, dass das Wild so gesehen keine Chance gegen ein Gewehr mit Zielfernrohr hat, aber man sollte sie zumindestens in ihren Einständen und Rückzugsgebieten in Ruhe lassen und nicht wie z.b. in den USA wild ballernd durch die Gegend rennen. Und teilweise hat Hainz auch recht mit dem was er dazu schrieb.

Und ich schätze mal, das sich 90 % meiner Mitweidmänner und Frauen an die Jagdethik halten, aber der Rest reicht aus, um alle in Veruf zu bringen.

Ich möchte hier keine Lance für die Jagd schlagen, jeder kann dazu stehen wie er möcht, aber man sollte immer beide Seiten hören.

Alleine wenn ich hier im Saarland unsere sogenannten Waldschutzjagden sehe, die von einer Gewissen Partei stark forciert werden, das ist ein Witz. Ich war selbst einmal dabei und sage nie wieder. Da werden Tiere in der Schonzeit zu Abschuss freigegeben und es wird wirklich auf alles geballert was sich zeigt. Ich persönlich hatte auf meinem Stand auch Anblick(Wild gesehen), aber nicht geschossen weil das mir echt zu billig war.

So, Finger wund :roll: , bis später.

Bin aber froh, das die Diskussion hier ja doch einigermaßen sachlich bleibt.

Weidmannsheil

Carlo

P.S. @5plus

@Carlo: eine Antwort auf deine Frage würde mich nach wie vor interessieren. Du kannst mir auch gerne per PN antworten.

:???: welche Frage meinst du denn???

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Re: Vorstellung

Beitrag von 5plus » Do 27. Jan 2011, 11:36

Mazilla hat geschrieben: :???: welche Frage meinst du denn???
Dachte wir hätten dich verkrault. Mich würde interessieren, was du übers Nachtcachen denkst. Also mit der Taschenlampe im Wald/ Feld Reflektoren suchen usw.
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Hainz
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Re: Vorstellung

Beitrag von Hainz » Do 27. Jan 2011, 14:33

@5plus: hat er doch schon gegeben !!? :nasty:
Mazilla hat geschrieben:
Wie stehe ich zu Nachtcaches??? Gespalten...wenn ich mir, wie in letzter Zeit oft, eine kalte Nacht um die Ohren schlagen muß(Ja, muß, den bei uns ist im Revier im Moment viel los was den Schaden anbelangt, den das Schwarzwild anrichtet und die Bauern laufen Sturm) und mir dann zur besten Zeit jemand über die Kirrung läuft wäre ich auch erst mal bedient, denn dann kannst Du einpacken...aber ich würde versuchen vor Ort eine Einigung zu finden...evtl.kann man die Strecke ja umplanen...die meisten Jäger kennen die Wechsel (Wege des Wilds) in ihrem Revier ziemlich gut...meiden sollte man die hellen Nächte, den das ist die einzige Möglichkeit für einen Jäger das Wild vernünftig anzusprechen und zu erlegen...der Mensch hat es halt geschafft aus einer Tagaktiven Wildart eine Nachtaktive zu machen(und das liegt nicht nur an der Jagd, da spielen viele Faktoren mit wie Straßenverkehr, Besiedlungsdichte etc.)..problematisch ist auch die Störung der anderen Wildarten in ihren Einständen(quasi ihr Schlafzimmer)...wir versuchen unser Schwarzwild dahingehend zu erziehen, dass sie lernen: Nachts Wiese=Gefahr, Wald = Sicherheit, d.h. die Sitze stehen am Waldrand mit Schußrichtung Feld...und wenn sie dann auch noch dort gestört werden...aaber trotz allem, wenn man ein Gespräch mit dem, hoffentlich vernünftigen, Jäger sucht, sollte sich eine Lösung finden lassen mit der beide Parteien leben können...

Weidmannsheil

Carlo
Cornix hat geschrieben:Tatsache ist: es gibt Jäger und es gibt Geocacher, ob man das nun gut findet oder nicht.

Über die Sinnhaftigkeit des Geocaching kann hier gerne philosophiert werden, aber wenn ihr über Speziesismus oder carnivore menschliche Ernährung streiten wollt, tut das bitte woanders.

Themen, die speziell das Spannungsfeld zwischen Jagd und Geocaching betreffen, können natürlich weiterhin angesprochen werden.
Tatsache ist, dass wir hier in einem geocaching-Froum sind und die Themenfelder Saarland und/oder Jagd angerissen wurden.
Dass es Jäger und geocacher gibt ist als solches keine Tatsache, da es sich dabei nicht um monolithische Blöcke handelt, es gibt Jäger, denen ich noch nicht einmal im hellen begegnen möchte, es gibt Jäger, mit denen man durchaus eine vernünftige Diskussion führen kann und die für andere Jäger und deren Tun nicht verantwortlich sind, es gibt geocacher, die zu allem fähig und für alles zu gebrauchen sind und es gibt welche, denen ich noch nicht einmal beim Nachtcachen begegnen möchte. Man kann das sicher noch differenzierter betrachten und falscher würde es dadurch sicherlich nicht, denn pauschale Betrachtungen sind bei spannungsgeladenen Themenbereichen eher nicht förderlich.
o-helios hat geschrieben: Kann man sich vom Mordvorwurf nur befreien, indem man Vegetarier wird?
Man kann auch Veganer oder Fruiterian werden oder in den Hungerstreik treten.
:rip:
Ansonsten muss ich kayzersose insofern beipflichten, dass nicht alles, was moralisch-ethisch betrachtet werden kann, sich in Gesetzesform gießen läßt, noch , dass dies sinnvoll ist.
Dachte eigentlich, dass der Stand der Wissenschaft sei, dass es sich bei Menschen, um eine omnivore (allesfressende) Lebensform handle, also ähnlich den Schweinen/Wildschweinen, um hier eine Überschneidung mit dem Thema Jagd vorzutäuschen.
Ansonsten ringt mir finalharvests Haltung jede Menge Respekt ab und Cornix Haltung werde ich natürlich zukünftig in Gänze respektieren und nicht nur zur Kenntnis nehmen, sorry!
Zuletzt geändert von Hainz am Do 27. Jan 2011, 16:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Vorstellung

Beitrag von Mazilla » Do 27. Jan 2011, 15:27

Wie schon geschrieben, ich will euch hier nicht alle zu Jagdfreunden erziehen, mein Grund mich hier bei euch anzumelden war und ist Mißverständnisse auf beiden Seiten auszuräumen und euch auch ein bißchen bezügl. der Jagd zu sensibilisieren.

Aber jetzt mal was anderes, mich würde ja schon interessieren wie das Cachen funktioniert. Wäre jemand aus dem Raum Merzig mal bereit mich als Unwissenden mal mit auf eine Suche zu nehmen, weil ich stells mir schon interessant vor, im Gegenzug würde ich dann auf dem Weg gerne auch Tips geben wie man Konflikte mit anderen Weidmännern/frauen vermeiden kann.

Es gibt nun mal beide Arten der Freizeitbeschäftigung, und ich denke mal mit einem Vernünftigen Miteinander machts beiden wieder mehr Spaß.

Weidmannsheil

Carlo

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Re: Vorstellung

Beitrag von Psycho906 » Do 27. Jan 2011, 15:50

kayzersose hat geschrieben:
Psycho906 hat geschrieben: Und hast du schon mal darüber nachgedacht, wie viele Tiere wir Cacher gefährden (oder sogar "ermorden"), wenn wir so des Tags oder in der Nacht abseits der Wege durch die Wälder (und somit die Wohn- und Rückzugsräume der Tiere) streifen?
Sorry Psycho, der Vergleich hinkt aber ganz schön!
Ja, stimmt. Die Jäger verwerten ihre Beute immerhin noch, wir stören die Tiere einfach nur so :roll: .
kayzersose hat geschrieben: - dass Menschen, die mit Taschenlampen im Wald spazieren gehen, angeblich das Wild unruhig machen, ein großer Geländewagen eines Jägers mit Fernlicht im selben Wald aber keine Unruhe für die Tiere darstellen soll :???:
Das ist das berühmte "die Anderen verhalten sich nicht korrekt, und damit entschuldige ich, dass ich mich auch nicht korrekt verhalte"-Argument, das mag ich nicht so gerne...

Ich bin ja, wie gesagt, selbst kein Freund der Jagd. Aber genau deshalb will ich doch hier nicht "scharf schießen", sondern wollte nur darauf hinweisen, dass es bei beiden Seiten diskussionswürdige Verhaltensweisen gibt. Und ich denke, verändern kann man nur was, wenn man miteinander in Kontakt (d. h. hier: Diskussion) ist.

Ach ja, und ich unterstütze den Vorschlag, die Sulzer zu unseren Pressespechern zu machen, auch :D !
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Hainz
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Re: Vorstellung

Beitrag von Hainz » Do 27. Jan 2011, 16:10

Psycho906 hat geschrieben:
kayzersose hat geschrieben:
Psycho906 hat geschrieben: Und hast du schon mal darüber nachgedacht, wie viele Tiere wir Cacher gefährden (oder sogar "ermorden"), wenn wir so des Tags oder in der Nacht abseits der Wege durch die Wälder (und somit die Wohn- und Rückzugsräume der Tiere) streifen?
Sorry Psycho, der Vergleich hinkt aber ganz schön!
Ja, stimmt. Die Jäger verwerten ihre Beute immerhin noch, wir stören die Tiere einfach nur so :roll: .
kayzersose hat geschrieben: - dass Menschen, die mit Taschenlampen im Wald spazieren gehen, angeblich das Wild unruhig machen, ein großer Geländewagen eines Jägers mit Fernlicht im selben Wald aber keine Unruhe für die Tiere darstellen soll :???:
Das ist das berühmte "die Anderen verhalten sich nicht korrekt, und damit entschuldige ich, dass ich mich auch nicht korrekt verhalte"-Argument, das mag ich nicht so gerne...

Ich bin ja, wie gesagt, selbst kein Freund der Jagd. Aber genau deshalb will ich doch hier nicht "scharf schießen", sondern wollte nur darauf hinweisen, dass es bei beiden Seiten diskussionswürdige Verhaltensweisen gibt. Und ich denke, verändern kann man nur was, wenn man miteinander in Kontakt (d. h. hier: Diskussion) ist.

Ach ja, und ich unterstütze den Vorschlag, die Sulzer zu unseren Pressespechern zu machen, auch :D !
Nicht zu vergessen, dass es auch geocacher mit großen Geländewagen und Menschen, die auch ohne eigene Beleuchtung nachts im Wald spazieren gehen, gibt.
Dank der Umweltverschmutzung durch überbeleuchtete Industriegebiete und sonstige Gebäude braucht es in manchen Wäldern ja gar kein Vollmond, um mit ausreichend Licht nachts spazieren zu gehen.
Wenn man das Thema weiterhin moralisch-ethisch beurteilen will, sind wir wieder beim Verkehrsmittel. Dem ist es egal, ob da ein geocacher oder Jäger am Steuer sitzt, aber als fullcyclecacher bleibt die Umweltbilanz sehenswert. Ab und an halbiert das Vorderrad mal eine Nacktschnecke oder es verendet ein Insekt mal im Auge oder Gaumen des fullcyclecachers, also kaum mehr als einem Wanderer an Fehltritten unterlaufen kann. Der Kühlergrill eines PKW spricht da schon Bände, ganz zu Schweigen davon, wenn es dann mal ein Säugetier erwischt.
Übrigens auch interessant, gibt es einen Diskurs innerhalb der ökologischen Jägerschaft über die Ökobilanz des Fortbewegungsmittels? Ich gehe ja nicht davon aus, dass man seine Jagdtrophäen mittels Rad, Anhänger und Muskelkraft aus dem Wald transportieren möchte, aber allein die Frage, ob eine Sensibilisierung innerhalb der Jägerschaft für ihre Mitwelt über die Faszination für die potentielle Beute hinaus stattfindet würde mich schon interessieren.
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Re: Vorstellung

Beitrag von dieSulzer » Do 27. Jan 2011, 16:21

Mazilla hat geschrieben:Wäre jemand aus dem Raum Merzig mal bereit mich als Unwissenden mal mit auf eine Suche zu nehmen...
Generell sehr gerne, aber wir wohnen in St. Ingbert, da liegt Merzig nun nicht gerade um die Ecke... Ich werd mal mit meinen Teamkollegen reden, ob sich da was machen lässt. Also wenn's bei dir nicht unbedingt in den nächsten Tagen schon sein muss, wird sich sicherlich ein Wochenende finden! ;)

In Merzig liegt ein sehr schöner Nachtcache, rund ums Wolfsgehege. Der wär doch was, oder? :)
(Den haben wir nämlich selber ebenfalls noch nicht gefunden...) ;)
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Re: Vorstellung

Beitrag von Wichteline » Do 27. Jan 2011, 17:21

Ich bin auch leider weit weg von Merzig, aber zu dieser Wildzaungeschichte hab ich dann doch ne Frage.............

Sind das diese winzigen Dinger die auf unter Kniehöhe ums Maisfeld rumgehen? Wieviel Ampere haben denn die Drecksdinger? Muss man die nicht auch mit diesen netten "Achtung Spannung" Schildchen kennzeichnen?
Und wenn dem nicht so ist: soll ich dann den Bauer oder den Jägersmann händisch die Spannung prüfen lassen?
(du entnimmst es meiner Formulierung: ja ich hatte eine unheimliche Begegnung damit)

Und nein: leider nix mit Merzig :-( Falls du aber mal in der südlichen Ecke des Saarlands cachen magst: gerne :-)

Liebe Grüße
Tina
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