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Bunkercache und Fledermäuse

In einem lieblichen, freundlichen Tal von waldigen Bergen umgeben.

Moderator: Cornix

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Zappo
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Re: Bunkercache und Fledermäuse

Beitrag von Zappo »

...lt dem letzten Naturschutzvortrag verkriechen sich die Fledermäuse in Spalten des gesprengten Betons - 3 bis 4 cm Breite reichen da wohl - in der (oft vergeblichen) Hoffnung, da wirds nicht sooo kalt. Viel Frost halten die nämlich auch nicht aus.
Zum Überwintern sind eher Räume ideal, wo es nicht so kalt wird - also INTAKTE Bunker, Höhlen, Dachstühle. Und da hängen die sich an kleine Vorsprünge, Träger, Dachgebälk. Mit den Krallen am Flügel können die garnichtmal so schlecht klettern und sich halten.
Alles andere - einschließlich Nistkästen - sind eher Sommer- und Aufzuchtsquartiere. Und da gibts wohl eher weniger Defizit - tagsüber hocken die auch mal unter dem zusammengeklappten Sonnenschirm der Gaststätte.

Die Problematik bleibt, daß der Quartierschwund wenig mit dem Besuch von Geocachern in Bunkern zu tun hat, sondern eher mit dem unseligen Treiben von Behörden, die im Wald keine Totholzbestände dulden, im Interesse der Waldwirtschaft jede Erdfalte und Höhlung beseitigen und am liebsten die unliebsamen Bunker weggesprengt oder übererdet sehen.

Und allerdings auch mit dem Wegfall von nichtausgebauten Dachräumen, Scheunen, Naturkellern.


Zappo
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imprinzip
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Re: Bunkercache und Fledermäuse

Beitrag von imprinzip »

Zappo hat geschrieben:
Die Problematik bleibt, daß der Quartierschwund wenig mit dem Besuch von Geocachern in Bunkern zu tun hat, sondern eher mit dem unseligen Treiben von Behörden, die im Wald keine Totholzbestände dulden,....


Zappo
Obwohl es örtlich Bestrebungen gibt, aus ausgewählten Waldgebieten Bannwaldflächen zu "machen".
Also gibt es wohl Hoffnung für neuen Lebensraum.
Sandburgenbauen ist bei weitem nicht der dümmste Weg, sich einen Tag am Meer zu versauen (The Glue)
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Zappo
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Re: Bunkercache und Fledermäuse

Beitrag von Zappo »

imprinzip hat geschrieben:......Also gibt es wohl Hoffnung für neuen Lebensraum.
Hoffnung ist gut. Was anderes bleibt leider auch nicht. Wie jedes Jahr wird bei uns wieder das nächste fußballfeldgroße Pappelfeld mit Altbestand im Landschaftsschutzgebiet abgeholzt und mit schweren Raupenmaschinen der empfindliche Überschwemmungsboden befahren und zerpflügt. Lustig ist das nicht, wenn die Heimat ausgerechnet von denen zerstört wird, die andererseits den Bürger am liebsten als Störer aus dem Wald hätten.

Zappo
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COMiSAAR
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Re: Bunkercache und Fledermäuse

Beitrag von COMiSAAR »

tomcat_nrw hat geschrieben:Leute ... lasst die Kirche im Dorf!

... ( ???)

Viele Grüße
Sagt mal, geht´s nur mir so?
Irgendwie vermisse ich den Punkt in diesem Beitrag.

Für welche Seite beziehst Du jetzt Stellung? Bzw. was wolltest Du mit dem Text?
Generalzurechtweisung aller Diskutanten von einer allwissenden höheren Stelle?

Ich krieg´s nicht sortiert.
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COMiSAAR
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Re: Bunkercache und Fledermäuse

Beitrag von COMiSAAR »

Die Geocräsher hat geschrieben:
Ich kann mir das gerade nicht vorstellen, zumal in gut erhaltenen Bunkern noch recht viel glatter Beton die Wände / Decken ziert
Die Bunkerdecken bestehen aus etwas hervorspringenden Trägern und dazwischen eingelegten Blechen, blanker Beton ist da nicht.
Die Fledermaus, die ich letztes Jahr fotografiert hab hängt genau an einer von diesen Trägern, aber in dem Bunker sind auch noch genug von den Betthaken in den Decken, dürfte in den meisten anderen auch noch so sein.
Manchmal sind die Fledermäuse auch im Sommer in Bunkern, da schwirren die schon einigermaßen Zielgenau drin rum, die können also schon recht gut fliegen.
Aber wenn ich mir die Fledermauskästen mit den engen Zugängen so anschaue, dann stimmt wohl das Gerücht, dass die Fledermäuse große Öffnungen für ihre Quartiere brauchen schonmal nicht. Dabei stand das auch auf einer von den Fledermausschutzseiten...
Zwischen Brauchen und Bevorzugen ist wohl ein Unterschied.

Es kommt sicher auch auf die Art des Quartiers und die Größe der Population an.
Wenn sich im Sommer Hunderte von Tieren durch ein meisengroßes Loch zwängen, dann kommen die letzten raus, wenn die ersten schon satt wieder rein wollen. Für die Überwinterung (gerade der eng zusammenlebenden Arten) ist ein kleiner Zugang besser, da weniger karte Luft hindurchzirkulieren kann (Baumhöhlen).

Ich denke, so unanpassungsfähig sind die Tiere nicht, aber sie vermehren sich vielleicht besser, wenn die Bedingungen optimal sind.
Aber das ist doch bei allen Tieren so, oder?

Wenn man manchmal sieht, wo die Tiere sich hinhängen (Sommers wie Winters) , finde ich das schon eine erstaunliche Leistung. Sie benötigen mit ihren spitzen dünnen optimierten Krallen wirklich nur winzige Ritzen, um dort vollkommen ohne Muskelanspannung haften zu bleiben.

Ich sehe übrigens nicht, dass Fledermäuse keine gute Flieger sind. Sie sind extrem wendige und schnelle Jäger. Kurz vorm Andocken reißen Sie ihre Beine nach oben und geben mit ihren kräftigen Flughäuten nochmal Schwung, schon hängen sie. Ist doch ganz einfach.... ;-)

Aber das war ja schon wieder sowas von OT. Schließlich geht es bei diesem Fred nicht um Fledermäuse, sondern ums "Prinzip". ;-)
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COMiSAAR
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Re: Bunkercache und Fledermäuse

Beitrag von COMiSAAR »

imprinzip hat geschrieben:
Zappo hat geschrieben:
Die Problematik bleibt, daß der Quartierschwund wenig mit dem Besuch von Geocachern in Bunkern zu tun hat, sondern eher mit dem unseligen Treiben von Behörden, die im Wald keine Totholzbestände dulden,....


Zappo
Obwohl es örtlich Bestrebungen gibt, aus ausgewählten Waldgebieten Bannwaldflächen zu "machen".
Also gibt es wohl Hoffnung für neuen Lebensraum.
Beispielhaft ist hier das ausgedehnte "Urwald vor der Stadt" Gebiet vor den Toren von Saarbrücken zu nennen. Auch wenn man sagen könnte, dass diese "Urwaldpolitik" evtl. von ganz anderen Beweggründen geleitet ist (Einsparung von Forstmitarbeitern usw.) so hat es doch den Effekt, dass zumindest das Gerontopublikum und die lauthals steckeschlurpsenden powerWALKER durch auf den Wegen liegenden Bruch am Durchqueren gehindert sind.
Vielleicht müsste man noch effektiver gegen das Freilaufenlassen von Hunden mit wirklich schmerzhaften Strafen vorgehen. (Ich suche gerade nach Alternativschuldigen, habt ihr`s gemerkt?)
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Maacher
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Re: Bunkercache und Fledermäuse

Beitrag von Maacher »

Das Ganze ist ein Abwägen zwischen Erlebnis auf der einen Seite und Naturschutz auf der anderen. Ich für meinen Teil lerne dazu oder bemühe mich zumindest. Als ich mit Geocaching anfing wußte ich auch noch nicht viel von Fledermausschutz und Brutgebieten als andere Muggel. Aber ich habe mich bald eingehend informiert und Konsequenzen gezogen bzgl meinen Caches und bemühe mich weiterhin das Bestmögliche zu tun. Konstruktive Kritik in diesem Sinne nehme ich gerne an. Ich möchte weiterhin Erlebnis, und das auf eine verantwortungsvolle Art. Ich möchte nicht, daß Tiere durch meine Aktivitäten gefährdet oder gar getötet werden. Unabhängig davon, wie andere sich verhalten. Ob Fledermäuse oder Ameisen. Kann ich das immer vermeiden? Nein, denn das ist nun mal mit Teil des Lebens. Aber ich kann mich bemühen zumindest mein Bestmöglichstes zu tun, und nebenbei auch mein Hobby nicht weiter in Verruf geraten zu lassen durch Ignoranz und Beratungsresistenz. Dafür reicht mir alleine die starke Vermutung, daß ich Fledermäuse gefährden könnte aus. Andere brauchen es leider nochmal einen Schritt "konkreter", doch auch dafür gibt es schon zuviele Beispiele im Netz, ich frage mich also, was noch alles passieren muß, bis manche es verstehen, daß es ein sehr geringer Preis und Aufwand ist so zu handeln.

Interessant fand ich den Post von Zappo. Das ist in der Tat ein größeres Problem als ich bisher annahm. Natürlich kann uns so etwas aber nicht als faule Ausrede dienen. Einfach keine Caches zu legen ist meines Erachtens aus zwei Gründen keine Lösung. Einmal sind es oft genau diese Caches, die das Erlebnis ausmachen. Und nicht die Leitplanken. Andererseits ist es mir lieber, daß jemand, der sich um solche Dinge sorgt eine solche Dose ownt und wartet als jemand, der sich ignorant verhält.
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Wichteline
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Re: Bunkercache und Fledermäuse

Beitrag von Wichteline »

COMiSAAR hat geschrieben: Vielleicht müsste man noch effektiver gegen das Freilaufenlassen von Hunden mit wirklich schmerzhaften Strafen vorgehen.
Warum?
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mamb1996
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Re: Bunkercache und Fledermäuse

Beitrag von mamb1996 »

Die Geocräsher hat geschrieben:
Ich gehe mal davon aus, dass dieses Jahr auch welche drin sind, beweisen kann ichs nicht!.
Also im Moment definitiv nicht....
Ich war heute in allen drin.....
Nicht ein Flattertier war da
Wer Rechtschreibfehler findet, darf Sie behalten !
Rheinfranke
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Re: Bunkercache und Fledermäuse

Beitrag von Rheinfranke »

Mh, also sind unsere kleinen Freunde doch nicht so blöd.

Wenns zu kalt war, lieber ein neuer Platz.
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