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Ideen gesucht: Wir machen Geodaten unsere Mobilität sicherer?

Datenverarbeitung von Vektor- oder Rasterdaten raumbezogener Objekte.

Moderator: moenk

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Fadenkreuz
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Re: Ideen gesucht: Wir machen Geodaten unsere Mobilität sicherer?

Beitrag von Fadenkreuz » Do 5. Okt 2017, 08:14

Die Masse der Fahrzeuge macht's, dazu die bald verfügbare GPS-Genauigkeit von ca. 0,5 m, dazu die schon jetzt verfügbaren zusätzlichen Techniken der Standortbestimmung wie WLAN.

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Re: Ideen gesucht: Wir machen Geodaten unsere Mobilität sicherer?

Beitrag von Zappo » Do 5. Okt 2017, 08:19

Fadenkreuz hat geschrieben:
Do 5. Okt 2017, 07:55
.....Derzeit bleiben die Fahrzeuge weit hinter dem zurück, was technisch machbar wäre.....
Nun ja, das haben die Fahrzeuge mit den Fahrern gemeinsam :)

Und mit so vielem anderen, an das sich die professionellen Verkomplizierer glücklicherweise noch nicht in der Mangel hatten.

Im Ernst: Vieles (z.B. Geisterfahrer) könnte auch die Straße bzw. die Installationen daran regeln. Das braucht nicht ins Fahrzeug. Oder wenn doch, dann ist das keine Frage von Geodaten. Sondern evtl, wann und ob man Fahrzeuge fern-ausschalten oder beeinflussen kann.

Aber für mich gilt eben "keep it simple". Ich rechne nicht damit, daß ich verunfalle, weil mein Auto 30 Jahre alt ist. Wenn, dann aus anderen Gründen. Die Verkehrsprobleme stecken vielleicht eher genau DA - an den falschen Autos, die gebaut werden. Meines bescheidenen Erachtens.

Gruß Zappo
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Re: Ideen gesucht: Wir machen Geodaten unsere Mobilität sicherer?

Beitrag von cachepohl » Do 5. Okt 2017, 08:25

Prinzipielle Verfügbarkeit heißt nicht effektive Verfügbarkeit. Beispiel: wenn ich an einer bestimmten Stadt auf die Ausfahrspur schwenke und deutlich >10m von der Hauptfahrbahn entfernt bin, geht mein Auto-Navi (built-in) davon aus, dass ich noch auf der Autobahn bin und ich die nächste Abfahrt in 7km nehmen soll... während ich schon abfahre. Das bei einer derzeit verfügbaren Genauigkeit von rd. 5m... Das wäre mir zu ungenau, um eine Sicherheitstechnik damit zu verbinden, die bei einer solchen Fehleinschätzung eher zu Unfällen als deren Vermeidung führt. GPS ist nicht alles. Eine herbe Wahrheit in der grünen Hölle, ich weiß :D
Gruß,
Micha

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Re: Ideen gesucht: Wir machen Geodaten unsere Mobilität sicherer?

Beitrag von Fadenkreuz » Do 5. Okt 2017, 08:29

Ich habe ja deswegen die bald verfügbare größere Genauigkeit erwähnt, die solche Fehler vermeidet. Außerdem ist eine Positionsbestimmung auch ohne GPS denkbar. Ein simpler QR-Code am Straßenrand und ein simpler QR-Reader im Auto, und schon weiß das Auto mit der Präzision der Straßenbaubehörde, wo es ist.

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Re: Ideen gesucht: Wir machen Geodaten unsere Mobilität sicherer?

Beitrag von Zappo » Do 5. Okt 2017, 08:50

Fadenkreuz hat geschrieben:
Do 5. Okt 2017, 08:29
Ich habe ja deswegen die bald verfügbare größere Genauigkeit erwähnt, die solche Fehler vermeidet. Außerdem ist eine Positionsbestimmung auch ohne GPS denkbar. Ein simpler QR-Code am Straßenrand und ein simpler QR-Reader im Auto, und schon weiß das Auto mit der Präzision der Straßenbaubehörde, wo es ist.
Genau DAS meinte ich - die Straße könnte da - ohne irgendwelche Vernetzungen oder Geodaten usw. - durchaus mehr "bringen".

Aber ist das nicht ne Problemlösung für ein Problem, das es quasi nicht gibt? Schon mit Papierkarte und ein wenig Vorbereitung hat man sich eher nicht verfahren, mit navi oder GPS ist es noch deutlich schwieriger.

Und DIE Vorbereitung ist in jedem Falle weniger zeitaufwendig als das Auto-Handbuch zu lesen, sich ins Menue einzuarbeiten und den ganzen Schnulli zu beherrschen, der da auf einen zukommt. Und das Ganze* nur, damit man sich in einem jetzt schon hochgradig organisierten Verkehrsumfeld zurechtfindet und die zu vermeidende Panne im übelsten Falle darin besteht, ne Ausfahrt zu spät rauszufahren?

nöh, ich finde das alles das Äquivalent zum Kauf und Betrieb einer CNC-Fräse, wenn man einmal im Leben an nem Schließblech was nachfeilen will. Overdosed.

Gruß Zappo

*incl. Arbeitsstunden, um sich den Kruscht zu kaufen, incl. der Energie, den herzustellen, zu vertreiben, zu entsorgen - gerne auch noch mit Afrikas Schäden an Umwelt und Bevölkerung, wo der Schrott dann noch landet?
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Re: Ideen gesucht: Wir machen Geodaten unsere Mobilität sicherer?

Beitrag von Fadenkreuz » Do 5. Okt 2017, 09:15

Zappo hat geschrieben:
Do 5. Okt 2017, 08:50
Genau DAS meinte ich - die Straße könnte da - ohne irgendwelche Vernetzungen oder Geodaten usw. - durchaus mehr "bringen".
Die Vernetzung ist aber notwendig, damit das eine Auto dem anderen sagen kann: "Ich stehe im Stau und du kommst gerade mit 200 km/h angeschossen und bist nur noch wenige Sekunden hinter mir. Es ist Nebel und der Fahrer sieht mich nicht. Brems jetzt!"

Eine solche Technik ist für autonomes Fahren notwendig, und das wird auf jeden Fall kommen, wenn auch in kleinen Schritten. Dann wird auch irgendwann der Fahrer nicht mehr permanent auf einen ausreichenden Sicherheitsabstand achten müssen, sondern wird in der platzsparenden Platooning-Kolonne mitschwimmen (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Platooning).

Ich weiß, du propagierst gerne das Altmodische, aber der Fortschritt ist nicht aufzuhalten und das ist in der Regel auch gut so.

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Re: Ideen gesucht: Wir machen Geodaten unsere Mobilität sicherer?

Beitrag von Zappo » Do 5. Okt 2017, 10:25

Fadenkreuz hat geschrieben:
Do 5. Okt 2017, 09:15
Zappo hat geschrieben:
Do 5. Okt 2017, 08:50
Genau DAS meinte ich - die Straße könnte da - ohne irgendwelche Vernetzungen oder Geodaten usw. - durchaus mehr "bringen".
Die Vernetzung ist aber notwendig, damit das eine Auto dem anderen sagen kann: "Ich stehe im Stau und du kommst gerade mit 200 km/h angeschossen und bist nur noch wenige Sekunden hinter mir. Es ist Nebel und der Fahrer sieht mich nicht. Brems jetzt!"

Eine solche Technik ist für autonomes Fahren notwendig, und das wird auf jeden Fall kommen, wenn auch in kleinen Schritten. Dann wird auch irgendwann der Fahrer nicht mehr permanent auf einen ausreichenden Sicherheitsabstand achten müssen, sondern wird in der platzsparenden Platooning-Kolonne mitschwimmen (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Platooning).

Ich weiß, du propagierst gerne das Altmodische, aber der Fortschritt ist nicht aufzuhalten und das ist in der Regel auch gut so.
Nun, das eine schließt ja das andere nicht aus : autonomes Fahren und mehr Struktur IN der Straße.

Und klar, das autonome Fahren wird kommen. Irgendwann. Nur vielleicht nicht in DER Form, wie es manchmal propagiert wird. Bis wir uns wie im Zukunftsblättchen aus den 50ern im Auto dem Kartenspiel -oder eher dem Smartphone- widmen können, wirds noch ein Weilchen dauern. Und bis dahin wird der Verkehr vielleicht auch anders aussehen. Und vielleicht werden wir uns diese Dinge ja auch garnichtmehr leisten können. Oder manche nicht. Wie heute auch schon.

Dein Nebel-Beispiel in Ehren - aber an die Witterung angepasstes Fahren ist zur Zeit eben Fahrersache - ein Nebelwarnsystem müssten eigentlich nur Id+oten installieren. Bei anderen Sachen (Notbremssysteme usw ) siehts sicher anders aus - aber auch das ist IM Fahrzeug und unabhängig von Datenübertragung und Vernetzung. Denn die Vernetzung sieht eben dann auch, daß Du gerade unterwegs bist, obwohl Du nen Krankenschein hast. Und in nem Gebiet, wo Du nix zu suchen hast, weil irgendwelche Menschen das im Katastrophenfall so beschließen. Auch DAS ist nicht aufzuhalten - würde ich aber nicht Fortschritt* nennen.

Aber altmodisch - ich weiß nicht. Grundsätzlich eigentlich nicht. Schließlich habe ich irgendwann ja auch mal ein modernes GPS-Gerät gekauft :)

Ich stelle eben ab und an die Sinnfrage - und habe Spaß an der Beschränkung aufs unmittelbar Nützliche und Direkte. Daß darunter nicht viel Aktuelles fällt, daran bin ich jetzt nicht unmittelbar schuld. Aber im Gegensatz zum fernsteuerbaren Lichtschalter und Kühlschrank im Internet würde ich es eher Fortschritt nennen, wenn mir irgendetwas automatisch den Müll rausträgt :)

Gruß Zappo

*mit dem Begriff Fortschritt wird eh Schindluder getrieben. Ein mittlerweile quasi jährlicher Modellwechsel beim Golf bei nur marginalen Veränderungen ist z.B. kein Fortschritt. Sondern Rückschritt.
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Re: Ideen gesucht: Wir machen Geodaten unsere Mobilität sicherer?

Beitrag von machmalhalblang » Do 5. Okt 2017, 14:54

Zappo hat geschrieben:
Do 5. Okt 2017, 10:25
ein Nebelwarnsystem müssten eigentlich nur Id+oten installieren.
Oder Fahranfänger. Als ich in meine erste Nebelbank gefahren bin, hat mich das auch überrascht, da ich aus einer Gegend komme, wo es sowas nicht gibt.

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Re: Ideen gesucht: Wir machen Geodaten unsere Mobilität sicherer?

Beitrag von Fadenkreuz » Do 5. Okt 2017, 17:57

Zappo hat geschrieben:
Do 5. Okt 2017, 10:25
Dein Nebel-Beispiel in Ehren - aber an die Witterung angepasstes Fahren ist zur Zeit eben Fahrersache - ein Nebelwarnsystem müssten eigentlich nur Id+oten installieren.
Eine Technik, die dichtes Kolonnenfahren bei Nebel ermöglicht, wäre gerade nicht den Idioten vorbehalten. Sie würde es ermöglichen, dass auch bei Nebel mit höheren Geschwindigkeiten und geringen Abständen gefahren wird. So wird es beispielsweise bei der Bahn gemacht. Fahren auf Sicht ist dort die Ausnahme.
Zappo hat geschrieben:
Do 5. Okt 2017, 10:25
Ich stelle eben ab und an die Sinnfrage - und habe Spaß an der Beschränkung aufs unmittelbar Nützliche und Direkte.
Vor 40 Jahren hat niemand ein Internet vermisst, obwohl die Technik damals grundsätzlich schon verfügbar war. Smartphones hat in den 70er Jahren auch niemand vermisst. Und Geocaching, das so gut wie keine Nützlichkeit hat, hat niemand gewollt. Manchmal wächst der Bedarf eben erst mit der Verfügbarkeit. Und an einem sicheren und zügigen Straßenverkehr besteht ja ein Bedarf.
Zappo hat geschrieben:
Do 5. Okt 2017, 10:25
... würde ich es eher Fortschritt nennen, wenn mir irgendetwas automatisch den Müll rausträgt :)
Ein paar Jahre noch, dann wird es das geben. Nicht mit viel "künstlicher Intelligenz", sondern nur als Arbeitsgehilfe. Und leider bestimmt auch als militärischer Kampf-Roboter.
Für den Haushalt:
https://youtu.be/tf7IEVTDjng?t=62
Für kommerzielle Zwecke:
https://youtu.be/rVlhMGQgDkY?t=61

Übrigens taugt der Golf nicht als Beispiel für kurze Modellzyklen. Der hatte bisher Bauzeiten von ca. 7 bis 9 Jahren, auch das aktuelle Modell wird voraussichtl. 7 Jahre lang gebaut.

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Re: Ideen gesucht: Wir machen Geodaten unsere Mobilität sicherer?

Beitrag von feinsinnige » Do 5. Okt 2017, 22:40

Fadenkreuz hat geschrieben:
Do 5. Okt 2017, 17:57
Dein Nebel-Beispiel in Ehren - aber an die Witterung angepasstes Fahren ist zur Zeit eben Fahrersache - ein Nebelwarnsystem müssten eigentlich nur Id+oten installieren.
Eine Technik, die dichtes Kolonnenfahren bei Nebel ermöglicht, wäre gerade nicht den Idioten vorbehalten. Sie würde es ermöglichen, dass auch bei Nebel mit höheren Geschwindigkeiten und geringen Abständen gefahren wird. So wird es beispielsweise bei der Bahn gemacht. Fahren auf Sicht ist dort die Ausnahme.
Dein Auto-Eisenbahn-Vergleich in Ehren, aber Du vergleichst gerade Holzapfel mit Williamsbirne. Bei der Bahn darf ein Zug erst dann in einen Blockabschnitt einfahren, wenn dieser zweifelsfrei geräumt ist und nicht, weil der Lokführer des vorhergehenden Zuges via Betriebsfunk mitteilt, dass es zwar mächtig nebelig sei, er aber bereits Kilometer xy passiert habe. Anders gesagt: Nur weil kein vorausfahrendes Auto funkt, dass es nebelig sei, heißt das noch lange nicht, dass es nicht doch nebelig ist und ein Auto auf der Fahrbahn quer steht.
Bei aller Technikverliebtheit - Sicherungstechnik bei der Eisenbahn ist vom Konzept uralt und beinahe paranoid, das läßt sich mit motorisiertem Individualverkehr nicht vergleichen.
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