Fragen zu Programmiergeräten und zur Programmierung der uC

Basteleien analog und digital mit Strom und Spannung.

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Bahaoth
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Re: Fragen zu Programmiergeräten und zur Programmierung der

Beitrag von Bahaoth » Mo 26. Nov 2012, 08:13

Hallo ich suche ein Programmiergerät welches folgende Anforderungen erfüllen sollte:

- USB Schnittstelle
- Verschiedene Microcontroller programmierbar
- Einfache bedienbarkeit
- Naja die Kosten sollten nicht ins unermäßliche steigen

Ziel ist es Reaktivlichter zu programmieren, evtuell einfache Schaltungen ähnlich dem Farbmemory etc.

Vielen Dank schonmal ^^

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chrysophylax
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Re: Fragen zu Programmiergeräten und zur Programmierung der

Beitrag von chrysophylax » Mo 26. Nov 2012, 09:04

Atmel AVR ISP MK2. Besser das Original. Die 15-20 Öcken mehr, die es kostet im Vergleich zu schwindligen Billich-Lösungen ohne Gehäuse haben sich schnell amortisiert, wenn man sieht wie häufig und mit welch enormer Zeitverpuffung hier schon Mehl-Beratungen hin und her gingen warum irgendein Programmieren nicht klappte oder obskure Fehlermeldungen auftauchten oder ein Programmiertakt nicht weit genug runterteilbar ist oder wasauchimmer.

Disclaimer: Dieser Rat gilt nur, wenn
Bahaoth hat geschrieben: - Verschiedene Microcontroller programmierbar
meint "Verschiedene Microcontroller des Herstellers Atmel programmierbar".

Ansonsten ist eine Empfehlung erheblich schwieriger und vom Geldbeutel abhängig.

chrysophylax.

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Bahaoth
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Re: Fragen zu Programmiergeräten und zur Programmierung der

Beitrag von Bahaoth » Mo 26. Nov 2012, 10:36

ISP-Programmiergerät heißt für mich nun, dass ich zusätzlich auf einem Steckbrett mit einen ISP Anschluss für den Controller aufbauen muss oder sehe ich das falsch?

(Bin Anfänger)

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Re: Fragen zu Programmiergeräten und zur Programmierung der

Beitrag von upigors » Mo 26. Nov 2012, 10:42

MyAVR mk2 mit MyMultiProg ist meine Lösung..... Gruß Uwe
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Re: Fragen zu Programmiergeräten und zur Programmierung der

Beitrag von chrysophylax » Mo 26. Nov 2012, 12:17

Bahaoth hat geschrieben:ISP-Programmiergerät heißt für mich nun, dass ich zusätzlich auf einem Steckbrett mit einen ISP Anschluss für den Controller aufbauen muss oder sehe ich das falsch?
Jepp. Programmiergerät mit Sockel sind in der Atmel-Welt relativ selten, insbesondere auch weil viele Programmiergeräte erwarten, vom Zielprozessor mit Spannung mitversorgt zu werden.

Wobei ich mir für einzelne Prozessortypen einfach selbst Programmiersockel zusammengelötet habe, die einfach nur die Drahtverbindungen vom entsprechenden Prozessorpin zum Programmiersteckerpin und zwei Lötnägel für die Spannungsversorgung sind.

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Tiny13Prog.JPG
Programmiersockel für AtTiny13 auf 10poligen ISP-Stecker (aus praktischen und historischen Gründen hat bei mir im Haus alles den "alten" 10poligen ISP-Stecker und nicht den "neuen" 6poligen)
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Re: Fragen zu Programmiergeräten und zur Programmierung der

Beitrag von Bussard » Fr 7. Dez 2012, 23:25

Ver-"fuse"-te AVRs wiederbeleben

Wem in diesem Forenteil ist es nicht schon so gegangen, den AVR-Programmer angeschlossen, mal schnell ein Programm auf den Chip schieben wollen, irgendwann passiert es jedem: die Fuses sind verstellt, falscher Takt, Reset "abgeklemmt", auf externen Quarz umprogrammiert, beim Programmieren das Netzteil abgestellt, ... Es gibt viele Möglichkeiten, sich den Chip zu verfusen und nicht mehr darauf zugreifen zu können.
Wenn es sich um Tiny13 handelt, ist der Schaden ja recht gering, macht man das öfter mit einem Mega168 oder größeren, tut es schon weh. Mit der Zeit sammeln sich ein paar der Teile an. Manch einer hier hat ein gutes und teures HV-Programmiergerät, mit dem er die AVRs resetten kann, der braucht hier nicht weiterlesen ;-) , ich hatte hingegen schon vor einem Jahr mal ein Auge auf ein tolles Projekt eines FuseBit-Doctors geworfen und nun, da dort die Leiterplatten nicht mehr bestellbar waren, die Schaltung auf das 5cm-Raster "meines" Lieferanten umgestrickt. Da dieser keine 1 Stück-Fertigungen macht, sind noch ein paar Sätze übrig (Wer einen braucht, bitte bei mir melden).

Ein paar technische Eckdaten:
Zweck des Gerätes ist die Rücksetzung der Fuses auf Werksauslieferzustand (1 MHz, int. Oszillator ein),
mit Setzen einer Brücke auch das Löschen des Chips. Danach sind sie wieder mit jedem ISP-Programmer programmierbar.
- derzeit unterstützte AVR-Chips: 145
- unterstützt HochVolt-Seriell und HV-parallel programmierbare AVRs
- falls einer so stark verfust ist, daß das Gerät die Kennung nicht mehr auslesen kann, ist es möglich, über eine serielle Schnittstelle manuell auf den Chip zuzugreifen und dem Programmer den Chip-Typ vorzugeben.
- Platinenmaße Grundplatine 50x100mm, Adapter für weitere Sockel 50x50mm

Das ist alles ausführlich auf der oben verlinkten polnischen Website beschrieben, in der Wirklichkeit ist es jedoch viel einfacher: den AVR in den richtigen Sockel stecken (auf der Hauptplatine 3 Sockelgrößen, auf der Aufsteckplatine 4 Größen), 12V an die Platine geben, einige Sekunden warten, bis die rote LED aus- und die grüne LED angeht, fertig.
Mit allen meinen gerade verfügbaren AVR-Typen habe ich das getestet (Tiny 13, 26, 2313, Mega8, 48, 168) und nachdem die unverfusten erkannt wurden, alle unbrauchbar gemacht und anschließend problemlos repariert.

Es ist einfach schön, ohne Streß ein Progrämmchen zu entwickeln, denn nun stellt das Umstellen der Fuses keine Gefahr mehr dar.

Gruß, Bussard


@Admin: wenn du der Meinung bist, daß dieser Beitrag nicht richtig in diesem Unterforum ist, schiebe ihn bitte an die passende Stelle
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fusebit-doctor-kpl_a.jpg
Mein Aufbau - lief auf Anhieb.
fusebit-doctor-kpl_a.jpg (59.73 KiB) 3798 mal betrachtet
fusebit-doctor-pcb_a.jpg
Dei beiden Leiterplatten, die Originalschaltung in andere Maße gepresst. Die beiden Zusatzplatinen mit je 2 Sockeln hab ich zur kleinen Aufsteckplatine zusammengefaßt.
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Re: Fragen zu Programmiergeräten und zur Programmierung der

Beitrag von TeamAdolzfurt » Sa 8. Dez 2012, 06:44

Sicher ein interessantes Gerät. Wenn ich mir den Haufen Bauteile betrachte, frage ich mich natürlich, ob man nicht besser 50€ in einen Dragon angelegt hätte, der kann auch Parallel- und HV Programmierung (und nebenher noch OneWire-Debugging...).

MaJa

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Re: Fragen zu Programmiergeräten und zur Programmierung der

Beitrag von Bussard » Sa 8. Dez 2012, 08:31

TeamAdolzfurt hat geschrieben: ob man nicht besser 50€ in einen Dragon angelegt hätte, der kann auch Parallel- und HV Programmierung (und nebenher noch OneWire-Debugging...)
Der Haufen Bauteile relativiert sich, da die Schaltung nur 1/3 der Fläche belegt, der größere Teil sind Sockel, die man ja sonst auch noch braucht (siehe 1 Beitrag weiter oben).
Letztlich stellt sich immer die Frage, warum man Baugruppen selbst aufbaut, wo es doch z.B. ein Reaktivlicht für 15€ fertig zu kaufen gibt. Dieser Programmer/Debugger hat noch mehr Features, aber was nutze ich wirklich?

Gruß Bussard
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Re: Fragen zu Programmiergeräten und zur Programmierung der

Beitrag von peter51d » So 9. Dez 2012, 11:55

@Bussard
Du hast das Teil ja schon aufgebaut.und wenn ich deinen Post richtig verstehe, hast du noch unbestückte Platinen über, die du verkaufen möchtest.

Was soll die Platine den kosten?
Und was müsste man so ca. noch für die Bauteile rechnen?
Grüße aus dem Norden

peter51d

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Re: Fragen zu Programmiergeräten und zur Programmierung der

Beitrag von Bussard » So 9. Dez 2012, 15:25

peter51d hat geschrieben:hast du noch unbestückte Platinen über, die du verkaufen möchtest. Was soll die Platine denn kosten?
Für ein Platinenset (2 Platinen, die beiden DIL-Aufsteckplatinen des Originals zusammengefaßt, wie auf dem unteren Foto zu sehen) möchte ich 5€ haben incl. Verpackung, dazu Versand wie von Dir z.B. gewünscht (DHL unversichert <50g, 5mm dicker Brief 0.90€, als Einwurfeinschreiben 2.50€ und als Übergabeeinschreiben 2.95€. Die nötigen Unterlagen als pdf-Datei per Mail.
Wenn Du grad keinen Mega8 da hast, kann ich auch einen fertig programmierten mitschicken, kostet 2€ und sicher auch mehr Porto, da der nicht in 5mm Höhe incl. Verpackung unterzubringen ist.
peter51d hat geschrieben:Und was müsste man so ca. noch für die Bauteile rechnen?
Bin echt zu faul zum zusammenrechnen, hab bis auf die vielen 1kOhm-Widerstände aus der Kiste bestückt (2.5ct/Stck)
An Sockeln braucht man ja auch nur bestücken, was man gerade benötigt.

Gruß Bussard
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