Leiterplattenhersteller - Tests und Empfehlungen

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Moderator: radioscout

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Re: Leiterplattenhersteller - Tests und Empfehlungen

Beitrag von Bussard » Fr 5. Okt 2012, 08:34

Als ich die Platinen gestern in der Hand hielt, sind mir gleich ein Dutzend Stellen aufgefallen, bei den ich mir sage, sooo nicht wieder, das wird lustig beim verlöten (Vias unter ICs und zwischen Steckerbeinchen, Via neben einer Befestigungsbohrung, nicht mittige Leiterzugheranführung, der Quarz, ...), aber dazu war das auch gedacht, um es beim nächsten Mal etwas besser zu gestalten ;) .
Learning by doing eben.
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Re: Leiterplattenhersteller - Tests und Empfehlungen

Beitrag von chrysophylax » Fr 5. Okt 2012, 08:39

P.S.: Je nach verwendetem Elkodurchmesser wird vermutlich die 6pol Buchsenleiste des Programmierkabels beim Programmieren mit dem Elko des Reaktivlichts kollidieren, ebenso die 2 Testpunkte (wenn Stifte drin bestückt sind) mit dem 10poligen ISP-Verbinder.

Ich musste mir mit den Pfostenleisten auch erst die Nase blutig bremsen, bis ich gelernt hatte entweder wenn Platz ist gleich die Wannenstiftleisten zu nehmen oder mir wenigstens in einer Hilfslinien-Ebene im CAD-System die Aussenkontur der Quetsch-Pfostenbuchsenleiste über die Stiftleiste zu legen, um nicht mit Nachbarbauteilen zu kollidieren ;)

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Re: Leiterplattenhersteller - Tests und Empfehlungen

Beitrag von chrysophylax » Fr 5. Okt 2012, 08:43

Bussard hat geschrieben:Als ich die Platinen gestern in der Hand hielt, sind mir gleich ein Dutzend Stellen aufgefallen, bei den ich mir sage, sooo nicht wieder, ...
Völlig normal. Passiert mir auch jedesmal wieder, üblicherweise etwa ne halbe Stunde nachdem die Mail mit den Daten raus an den Platinenfertiger ist. Jedesmal wieder einzelne technische Punkte und ein Sack voll optischer Punkte. Da kannst du Stunden drüber gehen bevor du es abgibst, irgendwas ist immer.

Ein Layout-Review mit einem Unbeteiligten vor Abgabe macht es zwar besser, aber irgendwelche Details gehen dir immer durch die Lappen. Und spätestens beim Bestücken fallen dir noch 5 Dinge auf. Ich schieb dafür immer eine ToDo.txt in meinem Projektordner vor mir her, in der ich alle Auffälligkeiten beim Bestücken für die nächste Platinenrevision aufschreibe, die gehen nämlich auch ganz schnell wieder vergessen.

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Re: Leiterplattenhersteller - Tests und Empfehlungen

Beitrag von Bussard » Fr 5. Okt 2012, 15:10

chrysophylax hat geschrieben:Wie sieht es denn in Fernost mit Verzollung und brauchbaren Rechnungen aus, falls man mal etwas mehr macht ? Ich bin ja mit China-Versendern bisher nur auf die Nase gefallen...
Im ersten Satz schreiben die Jungs/Mädels ja, daß sie selbst Hobbyisten seien, da ist es mit einer "ordentlichen" Rechnung nicht weit her. Generell ist alles unter ~23 Euro (so um diesen Wert herum) zollfrei, darüber hinaus muß man halt Einfuhrzoll und MwSt als Privatmensch zahlen, ist aber nicht weiter kompliziert, kann aber schon 1-2 Wochen länger dauern. Da die Kategorie, in welche die Sendung eingeordnet wird, vom Zollbeamten festgelegt wird, können die Zölle für die gleiche Sache schon mal unterschiedlich ausfallen. Es geht meist schneller, wenn eine Rechnungskopie außen an der Sendung angebracht wird, dann konnte ich auch schon mal den Betrag überweisen und bekam die Sendung über den Zoll per Post ins Haus. Wenn die Sendung verzollt wird, muß ja sowieso die angehängte "Rechnung" und der Zahlungsnachweis beim Zoll vorgelegt werden, die Dir dann ausgestellte, tw. 5 Seiten umfassende Zollerklärung sollte für gewerbliche Nutzung beim FA anerkannt werden. Besser vorher abklären, alles ohne Garantie.
chrysophylax hat geschrieben:Ich schieb dafür immer eine ToDo.txt in meinem Projektordner vor mir her, in der ich alle Auffälligkeiten beim Bestücken für die nächste Platinenrevision aufschreibe,
Gute Idee, werd ich gleich mal anfangen, ehe Herr Alzheimer zuschlägt
chrysophylax hat geschrieben:wird vermutlich die 6pol Buchsenleiste des Programmierkabels beim Programmieren mit dem Elko des Reaktivlichts kollidieren, ebenso die 2 Testpunkte
Das wird wohl (leider) pasieren, alllerdings will ich gar nicht alles bestücken, sondern nur immer den für das Projekt genutzten Teil der Leiterplatte, und da ich nicht gern auf den IC-Pins rumbrutzle, habe ich die meisten halt ein Stück weg herausgeführt.

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Re: Leiterplattenhersteller - Tests und Empfehlungen

Beitrag von chrysophylax » Mi 10. Okt 2012, 19:25

So, ich hatte gerade diverses privates und dienstliches in überwiegend THT und hab mir dann auch mal für die Samen-Firma einen Nutzen zusammengebaut. Damit es sich lohnt auch gleich 10x10 und noch ein bißchen anderen Spielkram mitgeordert, so dass ich dann bei knapp 400 Gramm (da ist das Porto auch gleich teurer) und 40€ Warenwert bin.

Bin mal gespannt und werde berichten, ob und wann das Geraffel kommt. Mal schaun, was der Zoll sagt. Das dienstliche "Muss-unbedingt-mit"-Platinchen war so groß, dass sowieso keine kleinere Fläche in Frage kam, da hab ich gleich den Rest noch mit ein wenig Spielkram aufgefüllt.

Erstaunlicherweise hat dann doch alleine das Nutzen-Setzen und kontrollieren "mal eben" zweieinhalb Stunden gedauert. OK, wenn man immer nur die selbe Platine einfach mehrfach nebeneinander tackert, geht das erheblich schneller, aber 4 unterschiedliche Platinen mit Sägeschlitzen und Aussenkontur-Markierungen dauerten dann doch etwas länger. Bin ich gar nicht mehr gewöhnt, bei meinen sonstigen Lieferanten überlass ich das dekadenterweise immer dem Lieferanten ;)

Mein Lieblingslieferant wird es bestimmt nicht, aber wenn man mal reine THT-Projekte mit viel Fläche und freier Lieferzeit hat, kann man da echt drüber nachdenken. Beim Eintüten nach deren Anleitung fiel mir dann auch auf, dass der Laden keine NPTs (nicht durchkontaktierte Bohrungen, üblicherweise zur Befestigung) kann - Gnampf, die auch noch rasch in den Gerberdaten von Hand rumeditiert und in durchkontaktierte verwandelt. Das bisschen Beschichtung an der Wand wird hoffentlich niemanden stören....

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Re: Leiterplattenhersteller - Tests und Empfehlungen

Beitrag von Bussard » Mi 10. Okt 2012, 19:46

Sieht schick aus, da hast Du doch aber sicher auch eine kleine Tischkreissäge zum Trennen im Zugriff?
... und die von Dir ungeliebte Nummer auch gleich ausgelagert.
Bin gepannt, wie lange es mit "Zollbehandlung" dauert.

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Re: Leiterplattenhersteller - Tests und Empfehlungen

Beitrag von chrysophylax » Mi 10. Okt 2012, 22:38

Bussard hat geschrieben:Sieht schick aus, da hast Du doch aber sicher auch eine kleine Tischkreissäge zum Trennen im Zugriff?
Schön wärs... Leider nein. Ein Bekannter hat sowas mal probiert, aber das ist echt undankbar. Das FR4-Glasfaser-Zeugs ruiniert in kürzester Zeit jede Trennscheibe. "Damals", als Platinen noch aus Pertinax waren, ging das recht gut - aber FR4 macht da echt so grad gar keinen Spaß.

Das ist auch einer der Gründe, warum ich mir "eigentlich" abgewöhnt habe, Nutzen zum Selbst-Trennen zu bestellen. Ein höchst undankbarer Job. Andererseits will man die große Platine dieses Nutzens in den üblichen Prototypen-Stückzahlen nicht bezahlen - selbst, wenn sie aus Bulgarien kommt. Da nimmt man auch schonmal die Säge zur Hand.

Die Gräben zwischen den Platinen sind bewusst auf genau 2mm angelegt - das sind die anderthalb Millimeter Schnittbreite, die ein übliches Metallsägeblatt einer großen Hand-Bügelsäge frisst, und dann bleibt rechts und links noch etwas Rest stehen für die Ungenauigkeit durch die Handführung. Nach dem Trennen kann man die Platinen dann nochmal über ein Stück Schleifpapier ziehen, das auf ner glatten Tischoberfläche liegt, dann ist dieser Materialrest auch weg und die Kanten sind wieder sauber und gerade. "Erfahrungswert" aus ein paar Jahren Probieren mit diversen Nutzengeometrien. Lange nicht mehr gemacht - bin mal gespannt, ob ich das noch halbwegs hübsch hinkriege.

Die Sägeblätter halten auch nicht wirklich lange, kosten aber im Gegensatz zu den Trennscheiben nicht ganz so viel. Ich vermute mal bis ich alle 10 Nutzen sauber in die jeweiligen Einzelteile zerlegt habe, gehen mindestens zwei, eher drei Metallsägeblätter drauf.

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Re: Leiterplattenhersteller - Tests und Empfehlungen

Beitrag von radioscout » Mi 10. Okt 2012, 22:58

Eine Reihe Löcher und einfach brechen ist zu unprofessionell bzw. zu riskant?
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Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

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Re: Leiterplattenhersteller - Tests und Empfehlungen

Beitrag von Bussard » Mi 10. Okt 2012, 23:21

Habe in bewährter Weise bei Epoxyplattenmaterial die brutale Ritzmethode angewendet, beidseitig an Metalllinealkante mit Cuttermesser 2-3 mal eingeritzt und dann im Schraubstock einmal hin und her, schon bricht es. Dann die Bruchkanten mit dem guten, alten Schleifklotz geglättet.
Bei Pertinax ist mir dabei jedoch schon mal die Platte quer geplatzt - Ausschuß!

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Re: Leiterplattenhersteller - Tests und Empfehlungen

Beitrag von chrysophylax » Do 11. Okt 2012, 08:29

radioscout hat geschrieben:Eine Reihe Löcher und einfach brechen ist zu unprofessionell bzw. zu riskant?
Der Samen-Laden verbittet sich das explizit mit einem "untersteht euch, Kinder", und zum Selbst-Bohren hab ich keinen Nerv - da kann ich auch gleich sägen. Ansonsten ist das eine durchaus übliche Methode, an der Soll-Bruchkante eine lange Reiche Löcher als briefmarkenähnliche Perforation mit einzubauen. Die meisten Leiterplattenfertiger akzeptieren es zähneknirschend (weil es unglaublich Bohrer verschleißt und Zeit frisst) - aber sie wissen genau, dass echte Frässchlitze, die sie gerne von ihren Kunden hätten, die Kunden wieder nicht bezahlen wollen.

Ich denk mal über das Brechen nach, aber da ich meine Platinen gerne bis zum Rand vollmache (zumindest mit Leiterbahnen - bei Bauteilen kriegen Bestückungsautomaten schonmal Probleme) hab ich da etwas Angst, dass sich dann doch die diversen Schichten des FR4 voneinander lösen und ausfransen und Haarrisse in meinen Leiterbahnen in Randnähe entstehen.

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