Leiterplattenhersteller - Tests und Empfehlungen

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chrysophylax
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Re: Leiterplattenhersteller - Tests und Empfehlungen

Beitrag von chrysophylax » Di 20. Dez 2011, 11:23

Bescheid: Ich habe bilex, den billigen bulgaren jetzt auch mal in seinen kleinstmöglichen Strukturbreiten getestet, das Ergebnis war zwar wie zu erwarten nicht unbedingt germanischer Standard, aber durchaus ok - bisher keinerlei Ausfälle.

Das war ein "Sammel-Projekt" mit einem Bekannten zusammen, bei dem ich ein paar meiner Magnetbaken mit auf seinen Nutzen geschmissen habe, um wenigstens ein bisschen Fläche zusammenzubekommen - und der Bekannte wollte leider unbedingt Bestückungsdruck haben. Wenn ich das nächste Mal wieder selbst bestelle dann definitiv wieder ohne Bestückungsdruck, der grobmotorische Farbsiff versaut mir die ganze schöne Kupfer-Optik mit der ich mir so viel Mühe gegeben habe ;) .

Das Einzige, was den bilex in seinen Anforderungen an die Strukturbreiten jetzt noch von Standard-Pool-Lieferanten unterscheidet ist sein kleinstmöglicher Bohrdurchmesser von 0,4mm (für Vias) - da sind ansonsten 0,3mm üblich. Darauf ließ sich das Layout aber mit erträglich wenig Arbeit umstellen.

Wie man sieht fräst Herr bilex übrigens auf Wunsch und gegen geringen Aufpreis auch gleich die komplette Kontur (statt Ritzen, war bei dem Nutzen aus geometrischen Gründen nicht möglich). Ich weiß gar nicht mehr, was es gekostet hat - es war aber tendentiell ein eher alberner Aufpreis.

Von daher: Weiterhin uneingeschränkte Empfehlung für Preis und Service, das Ergebnis ist zwar jetzt nicht ganz so hübsch wie es aus Germanien käme, erfüllt aber durchaus alle technischen Anforderungen.

chrysophylax.
Bilex_Magnetbake.JPG
Magnetbake mit Bauteilen nur noch auf einer Platinenseite - gefertigt von bilex.
Bilex_Magnetbake.JPG (84.89 KiB) 3667 mal betrachtet

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Re: Leiterplattenhersteller - Tests und Empfehlungen

Beitrag von chrysophylax » Sa 17. Mär 2012, 12:24

Zum Vergleich: Die gleiche Platine von einem deutschen Pool-Fertiger (es war noch Platz in einem Dienstprojekt, um die Mindestauftragsfläche vollzukriegen).
Man sieht: Ohne Bestückungsdruck ist in den Strukturgrößen eh viel hübscher, aber auch wenn hier erheblich weniger Siff im Stopplack miteinlackiert ist und erheblich weniger Bohrlochversatz zu sehen ist, so ist das Teil zwar allesinallem hübscher und teurer, aber elektrisch gleichwertig.

P.S.: Diese Platinen waren von MVPCB, falls jemand da auch mal kaufen will. Bin mit dem Laden dienstlich seit Jahren recht zufrieden. Die nehmen inzwischen von den Hobbyisten auch direkt die Quelldaten des CAD-Systems (Target, Eagle, wasauchimmer), man muss sich nicht mehr die Mühe einer expliziten Ausgabe in CAM-Daten in einem Layout-Format wie Gerber oder CWK machen. Man tut auch da was man kann um sich neue Märkte zu erschließen...
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Re: Leiterplattenhersteller - Tests und Empfehlungen

Beitrag von hihatzz » Fr 6. Jul 2012, 20:15

Kennt jemand von euch Platinendesign?

Hört sich sehr günstig an:
z.B.
Epoxydplatine einseitig
1,5mm stark 35µm 100x160mm für 8,99 €

Lötlack pro Seite 1,40 €
(ist wohl Lötstopplack gemeint?)
Ich sag' nur ein Wort: "Vielen Dank!"

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chrysophylax
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Re: Leiterplattenhersteller - Tests und Empfehlungen

Beitrag von chrysophylax » Sa 7. Jul 2012, 10:34

Hat irgendwann schonmal wer ausgegraben - ist in der Tat unglaublich billig, allerdings knirschts bei meinen Projekten da gleich an mehreren Ecken...

Wenn man mal was einseitiges in SMD hat, könnte man drüber nachdenken, aber ansonsten stoß ich immer gleich mehrfach an Grenzen...
- keine Durchkontaktierung ist ein unglaubliches Gefuddel - hab ich ja so grad gar keinen Spaß dran,
- Min. Leiterbahnbreite/Aura 0,25mm ist ok, aber jetzt nicht der Oberbrüller
- Aufpreis ab dem 32ten Loch pro Eurokarte macht die Sache für THT-Projekte gleich wieder eher uninteressant
- Das Bild zu den Restringen ist irgendwo geklaut geklaut (wenn ich mich nicht irre, exakt die Farben und Variablenbezeichnung hab ich irgendwo bei den üblichen Verdächtigen schonmal gesehen), 0,3mm ist üblich, aber er schreibt dafür keinen minimalen Bohrlochdurchmesser dazu. Ich erahne 0,5mm - das wäre dann aber auch wieder relativ viel (in Germanien sind 0,3mm üblich, der Lieblingsbulgare will 0,4mm).
- 3mm "Pflichtrand" umlaufend machen die Eurokarte gleich 10% nutzbare Fläche kleiner, ist auch nicht hochgradig elegant.

Kann für den durchschnittlichen Hobby-Bastler vielleicht ganz spannend sein (große Strukturen, wenige THT-Teile, schreckt nicht davor zurück DuKos selbst zu verbinden) - aber ich zumindest bin da glaub ich keine Zielgruppe. Bei mir ist alles 2lagig und relativ dicht gepackt, ich würde wahnsinnig werden wenn ich da noch DuKos selbst herstellen müsste...

MIt 17,50€ pro Platine für ne einseitige Eurokarte mit Stoplack und chemisch Zinn ist er zwar noch billiger als mein Lieblings-Bulgare, aber dafür muss ich mir bei letzterem keine Gedanken machen ob und an welche Einschränkung ich jetzt wieder anstoße.

Von daher Fazit: Mein Lieblingslieferant wird der bestimmt nicht, aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass er Kunden findet. Aber ich merk ihn mir mal, falls ich mal ein grobstrukturiertes einseitiges SMD-Projekt habe, bei dem nur die Anschlüsse/Steckverbinder THT sind. Da schlägt er definitiv auch den Bulgaren.

Wenn da mal jemand kauft wäre ich durchaus interessiert an dem einen oder anderen Makro-Photo der Ergebnisse, da das alles nach Handarbeit riecht wäre ich echt mal neugierig wie es da mit Bohrlochversatz (bei z.B. einem DIL-IC) und Stoplackversatz aussieht.

chrysophylax.

Ach ja: Lötlack ist nicht gleich Lötstoplack. Ersteres verhindert Oxidation der Pads und Lötflächen, letzteres verhindert, dass das Zinn weiter läuft als die gewünschten freigestellten Flächen. Lötlack ist im Prinzip das Kolophonium, welches auch als Flußmittel im Zinn ist als Lack aufgetragen und getrocknet, Lötstoplack ist eine weitere per Belichtung hergestellte Isolationsschicht oben auf den Leiterbahnen. Ich würde Pads ohne Beschichtung gar nicht kaufen (lagert sich ganz bescheiden und ist nach kürzester Zeit nicht mehr lötbar) und der Sauerei beim Löten wegen Chemisch Zinn dem Lötlack definitiv vorziehen.

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Re: Leiterplattenhersteller - Tests und Empfehlungen

Beitrag von hihatzz » Sa 7. Jul 2012, 15:38

Ganz kapier ich noch nicht den Unterschied zwischen Lötstopplack und Lötlack.
Also Lötstopplack dient laut Wiki zum Schutz der Leiterplatte vor Korrosion, mechanischer Beschädigung und verhindert beim Löten das Benetzen der mit ihm überzogenen Flächen auf der Leiterplatte.
Für was ist jetzt Lötlack?
Wenn es dasselbe ist wie im Lötzinn dann macht es doch nur auf den Lötaugen Sinn und wenn man Lötzinn verwendet benötigt man es eh nicht, oder?
Ich sag' nur ein Wort: "Vielen Dank!"

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Re: Leiterplattenhersteller - Tests und Empfehlungen

Beitrag von chrysophylax » Sa 7. Jul 2012, 23:03

Lötlack ist die selbe Substanz wie das Flussmittel, dass im Zinn enthalten ist. Üblicherweise Kolophonium in einem Lösungsmittel gelöst, das dann verdunstet und das Kolophonium wieder fest werden lässt. Brauchen bzw. nutzen tut man das üblicherweise wirklich nur auf den Lötaugen bzw. Pads bei SMD-Bauteilen.

Wenn es getrocknet auf den Augen ist verhindert es als Schutzüberzug Oxidation, und durch die Wärme des Lötkolbens wird das Zeug wieder flüssig und verbessert die Löteigenschaften des Zinns erheblich.

Lötstoplack hat man als Schutzschicht per Siebdruck auf die gesamte Leiterplatte aufgetragen - bis auf die Stellen, die nachher Augen oder Pads sind. Mechanische und elektrische Isolation. Der Stoplack gibt der Platine auch die charakteristische Farbe (üblicherweise grün), das eigentliche Trägermaterial ist milchig-weiß. Stoplack ist temperaturfest, d.h. er lässt sich auch nicht durch den Lötkolben beeindrucken. Das ist wirklich eine echte Lackschicht auf der gesamten Platine bis auf die Stellen, an denen nacher gelötet werden soll - die gucken durch "Löcher" in der Lackschicht durch damit man mit dem Lötkolben drankommt.

Als selbstätzender Hobbybastler kann man sich den Stoplack sparen (ist halt ein weiterer fototechnischer Arbeitsschritt) und stattdessen die gesamte Platine mit Lötlack aus der Sprühdose überziehen. Erleichtert das Löten auf den Augen und schützt die Platine an den Stellen, an denen nicht gelötet wird, das geht aber nur bei Platinen, die von Hand gelötet werden.

Lötlack (seit 40 Jahren SK10 von Kontakt Chemie ;) ) ist halt ein echtes natürliches Baumharz und fühlt sich entsprechend auch selbst im angetrockneten Zustand schonmal etas klebrig an, wenn man zu lange mit warmen Fingern drauf rumdrückt. So eine gewisse Restklebrigkeit ist halt irgendwie immer da, das macht die Verarbeitung immer irgendwie... sutschig.

So sieht eine selbstgeätzte Platine aus, die mit Lötlack überzogen wurde gegen Oxidation und für leichteres Löten:

Bild

und so die gleiche Platine mit Lötstoplack (ausnahmsweise mal rot) und vergoldeten Lötaugen (statt chemisch Zinn) gegen Oxidation auf den Lötflächen:

Bild

Alle Bilder vom ewigen Blinker nach Kainka auf meiner Heimatseite.

chrysophylax.

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Re: Leiterplattenhersteller - Tests und Empfehlungen

Beitrag von hihatzz » So 8. Jul 2012, 08:31

Vielen Dank für die Info!
Gruß, hihatzz
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Re: Leiterplattenhersteller - Tests und Empfehlungen

Beitrag von chrysophylax » So 8. Jul 2012, 09:40

Hintendran noch ein "Haushaltstip aus der Leiterplattenküche": Lötlack (SK10) immer nur in den kleinen 200ml-Gebinden kaufen und nicht in den großen 400ml-Dosen, auch wenn diese natürlich pro ml deutlich billiger sind.

Der Verbrauch von dem Zeug ist minimal, selbst wenn man regelmässig Platinen selbst ätzt, und selbst die kleine Dose hält Jahre. Und irgendwie haben nur die SK10-Dosen immer das Problem, dass sie nach ein paar Jahren anfangen undicht zu werden und auszulaufen, und dann hat man zähklebrige Kolophonium-Klümpchen (Farbe und Konsistenz wie Karamell), die die Dose mit der Schublade verbinden, in der sie liegt.

Wenn man nicht selbst ätzt dann schadet es trotzdem nicht, immer eine kleine Dose SK10 im Haus zu haben - meine Hauptanwendung für das Zeug ist inzwischen (und das ist der eigentliche Haushaltstip) durch Überlagerung oxidierte Lutschlitze wieder benutzbar zu machen, indem man sie abwickelt, einsprüht (oder durch ein Bad zieht), trocknen lässt und wieder aufwickelt.

Ich hab vor 5 Jahren (mal wieder) den Fehler gemacht eine große 400ml-Dose zu kaufen, und letztens mal wieder die Schublade, in der die Kontakt-Chemie-Dosen gelagert werden von dem ausgelaufenen klebrigen Zeugs putzen müssen.... Die Dose wäre ohne Auslaufen noch erheblich mehr als halbvoll trotz regelmässiger Benutzung.

chrysophylax.

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Re: Leiterplattenhersteller - Tests und Empfehlungen

Beitrag von Bussard » Do 4. Okt 2012, 20:32

So, nun noch mein Senf dazu.
Die Bastelzeit beginnt, und ich habe schon so manches Mal damit geliebäugelt, mir eine Leiterplatte industriell herstellen zu lassen, aber letztlich wegen des Preises meist doch selber geätzt (Bungard- und auch Tonertransfer), gebohrt und beschnitten. Nun hab ich das erste Mal einen industriellen Hersteller ausprobiert. Das Layout ist sicher diskussionwürdig, soll aber hier nicht Thema sein, da es ja um Hersteller und hobbygerechte Preisgestaltung geht.
Die Leiterplatten habe ich beim fernöstlichen Hersteller Seeedstudio fertigen lassen, bei dem Preis kann man auch schmerzfrei mal testen :^^:
Eckdaten:
- Leiterplatte Epoxy grün 1.6mm dick, von < 50x50mm (bis 200x200mm)
- 2-seitig mit Durchkontaktierungen, 2-seitiger Bedruckung und verzinnten Lötaugen
- 50% der Platinen elektrisch getestet
- Lieferzeit bei mir 3 1/2 Wochen incl. Eischreibeversand
- Preis 13.68$ = heute 10.60 € für 10 Stück Leiterplatten entspricht 1.06€ pro Leiterplatte

Bei mir waren sie so nett, eine elfte Platine beizulegen :p

Andere Größen, Leiterplattendicken, Farben, 100%-Test, Stückzahlen, usw. kann man gegen Aufpreis bestellen. Manch interessante Elektronikkomponente gibt es dort ebenfalls.

Schauts Euch an,
Gruß Bussard
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Re: Leiterplattenhersteller - Tests und Empfehlungen

Beitrag von chrysophylax » Fr 5. Okt 2012, 08:21

Och joh... Och doch... ziemlich beeindruckend. Vor allen Dingen für den Preis.

Dafür würd ich mich glaub ich auch hinsetzen und mal wieder Nutzen zusammenbauen, um auf deren Wunschmaße zu kommen.

Einzige Kritikpunkte meinerseits, die aber für den Preis und für den Zielmarkt Hobbybastler VÖLLIG zu vernachlässigen sind:

- Das Ding ist nicht heißverzinnt, sondern heißertränkt. Also SMDs auf der Unterseite löten ohne vorher die Zinngebirge mit Lutschlitze von den Pads zu entfernen wird eine kippelige Angelegenheit. Aber für überwiegend-THT-Projekte... Warum nicht.
- Der Stoplackversatz ist sehr angenehm gering, dafür ist der Versatz im Bestückungsdruck oben mindestens ein halber, gefühlt eher ein ganzer Millimeter. Aber wenn man wie ich da pienzig ist, kann man auf Bestückungsdruck ja auch einfach verzichten.

Wie sieht es denn in Fernost mit Verzollung und brauchbaren Rechnungen aus, falls man mal etwas mehr macht ? Ich bin ja mit China-Versendern bisher nur auf die Nase gefallen...

Ansonsten Tip für diese Bestückung bzw. das nächste eigene Layout:
- Bei Elkos die Polaritätsmarkierung so anlegen, dass man sie auch bei bestücktem Bauteil noch sieht. Also entweder eine unsymmetrische Außenkontur oder das Plus-Zeichen ausserhalb des Kreises schieben, so dass man es auch bei bestücktem Bauteil noch sieht.
- Du solltest deine Quarze nur mit Isolierscheiben drunter bestücken, sonst bekommst du zwischen den nicht abgedeckten Vias unterm Quarz und dessen Metallgehäuse eventuell lustige nicht reproduzierbare Kurzschlüsse. Oder beim setzen von Vias jedesmal bewusst entscheiden, ob man sie mit Stoplack bedecken will oder nicht.
- Für Korinthendefäkierer: Die Design-Anforderungen aller (auch dieses) Hersteller(s) wünschen sich, dass man keinen Bestückungsdruck auf Lötflächen hat. Weil sich Kunden da eh nie dran halten, haben viele Fertiger Automatismen, die nochmal über die Daten rübergehen und Bestückunsdruck direkt auf den Pads löschen (bei dir z.B. die Zahlen an den Pins vom AtMega und noch ein paar andere). Die fertig verzinnten Pads mit den Zinnhügeln drauf ruinieren einem nämlich schonmal das Sieb.... Der Chinese hier hat wohl so einen Automatismus (reiner Selbstschutz - verringert Siebkosten), mein Bulgare hat sowas z.B. nicht. Abgesehen davon, dass es unhöflich dem Lieferanten gegenüber ist, der Mehrverschleiß mit seinem Materialien hat druckt dieser dann auch schonmal gnadenlos Bestückungsdruck auf Lötflächen. Und der stinkt dann ziemlich, wenn du die Lötfläche irgendwann mal benutzt... Aber das ist natürlich Arbeit. Ich kenn nur sehr wenige Leute, die sich diese Arbeit machen, der größte Teil hofft auf den Löschautomatismus beim Platinenfertiger oder nimmt die Mehrkosten für erhöhten Siebverschleiß in Kauf, zahlt ja schließlich der Scheff.

Aber so vom Gesamteindruck der Fertigungsqualität.... könnte ich mir durchaus überlegen, für bestimmte Projekte meinem Lieblingsbulgaren gelegentlich mal untreu zu werden. Dafür kann ich bestimmt auch manchmal damit leben, für jede Bestellung eigene Gerberdaten zu machen und irgendwo im Bestückungsdruck diverse komische Zahlenschmierereien des Lieferanten zu haben.

Danke für den Tip !

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