AVR Bastelei: Der Klempner kommt ...

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fogg
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AVR Bastelei: Der Klempner kommt ...

Beitrag von fogg » Di 14. Feb 2017, 22:01

Einen hab ich noch: Wein & Spiele III: Der Klempner kommt :D

Ich habe mit einem befreundeten geocachenden Schreiner (norddeutsch: Tischler) zusammen eine kleine Serie in unseren Weinberg gelegt: Wein & Spiele. Die Idee bei allen Caches ist, dass man ein Videospiel aus der Frühzeit des Computers spielen und dann noch eine Aufgabe in der realen Welt erledigen muss, bevor man den Code fürs Logbuch erfährt. Die Cacheutensilien sind dabei in einer Weinschautafel versteckt.
wein+spiele - 1.jpg
wein+spiele - 1.jpg (204.9 KiB) 430 mal betrachtet
Alle Schautafeln haben verschiedene Öffnungstricks und auch verschiedenen Inhalt. Hier die Rückseite für den "Klempner"-Cache:
wein+spiele - 2.jpg
wein+spiele - 2.jpg (81.75 KiB) 430 mal betrachtet
Das interessante dabei ist, dass mittlerweile mehr Anfragen von Winzern da sind, die auch so eine Tafel haben wollen, als wir in der Lage sind, Caches zu produzieren :lachtot:

Nun zum "Klempner": Hierbei handelt es sich natürlich um den berühmten italienischen Klempner Mario, der durch die Gegend hopst, um Prinzessin Peach zu retten. Natürlich nur in Schwarzweiß auf einem 84x48 Pixel-Display. Aber das macht ja den Reiz aus. Es gibt auch nur einen Level und es ist etwas abgespeckt -- aber dafür ist alles selbst programmiert.
klempner-cache - 1.jpg
klempner-cache - 1.jpg (327.52 KiB) 430 mal betrachtet
Es gibt auch eine paar kleine Fallen und Tricks. Aber die Leute waren bisher alle erfolgreich (oder haben keinen DNF geloggt).

Nachdem man das virtuelle Abenteuer erfolgreich erledigt hat, muss man jetzt auch in der Realität herum rennen. Es gibt drei RFID-Karten, die man mit dem Gerät nacheinander berühren muss (eine Schildkröte, einen Pilz und Prinzessin Peach), bevor man den Code fürs Logbuch erfährt. Dazu muss man dann eine kleine Laufstrecke mit ein paar Höhenmetern in 2 Minuten absolvieren (was aber jeder dicke Programmierer locker hinbekommt :D ). Hinterher wird man dann belobigt: Man war schneller als 91% der Vergleichsgruppe :gott:
(egal wie schnell man war).

Insgesamt braucht das Programm 41 KiB, was jetzt deutlich mehr ist, als was der Arduino Uno bzw. der ATMega328 unterstützt. Deshalb habe ich hier dann das erste Mal einen ATMega1284P eingesetzt, der hier zwar leicht überdimensioniert wirkt, aber doch bei Guloshop billiger ist als an anderen Stellen der ATMega644 Chip.

Die Nummer IV ist schon in Arbeit und hat Mine-Sweeper als Thema. Ihr könnt euch schon denken, wie die Aufgabe in der Realwelt aussieht, oder? :trage:

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Riedleweg
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Re: AVR Bastelei: Der Klempner kommt ...

Beitrag von Riedleweg » Di 14. Feb 2017, 22:58

Hightech in Vollendung.

Hut ab

Wie machst du das mit den Transpondern dass die nicht wegkommen? An die Stöpselkette legen?

Stromversorgung?

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fogg
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Re: AVR Bastelei: Der Klempner kommt ...

Beitrag von fogg » Mi 15. Feb 2017, 09:52

Die RFID-Karten haben die Abmaße von Kreditkarten und sind in der Start-/Final-Station hinter Plexiglas befestigt.
klempner-klein - 2.jpg
klempner-klein - 2.jpg (282.88 KiB) 359 mal betrachtet
Bei der externen Station, die am Wegrand im Weinberg steht, muss man das Schild hochklappen:
wein+spiele - 3.jpg
wein+spiele - 3.jpg (207.19 KiB) 359 mal betrachtet
Wegnehmen geht nur, wenn man mit einer Brechstange oder einem Bitschraubenzieher kommt. Und anfangen kann man mit diesen RFID-Karten ja nun gar nichts - was Leute natürlich nicht aufhalten würde. Übrigens: Ich lege jetzt seit 5 Jahren elektronische Stationen aus und habe mittlerweile rund 20 in freier Wildbahn. Angekettet ist davon keine. Bisher sind 2 gestohlen worden und bei einer musste ich die Batterie wechseln.

Stromversorgung ist wieder meine Lieblingsstromversorgung: Lithium-Thionyl-Chlorid Zelle in AA-Form, d.h. 3,6 V bei 2400 mAh und 10 Jahre Lebenszeit. Die Station schluckt etwa 10mA im Normalbetrieb, wobei ich von einer Spieldauer von 30 Minuten ausgehe. Ruhestrom liegt bei 0µA, Selbstentladung bei < 1%. D.h. auch nach 10 Jahren sollten > 2000 mAh vorhanden sein, falls niemand vorbeikommt. Ansonsten sollte die Station so 300-400 Besuche verkraften, bevor eine neue Batterie fällig ist.

Ein kritischer Punkt ist allerdings der Strombedarf des RFID-Moduls RC522 (bei ebay für einen Fünfer zu bekommen). Das braucht 15mA (on top). Da man den "Gameboy" senkrecht halten muss, um die Karte zu berühren, werkelt ein Lagesensor in dem Gameboy, der das RFID-Modul nur anschaltet, wenn der Gameboy in dieser speziellen Lage ist.

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