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FAQ - Tipps für Klamotten

Was nehm ich zur Geocache-Suche mit und was zieh ich an?

Moderator: Team Eifelyeti

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º
Geoguru
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FAQ - Tipps für Klamotten

Beitrag von º » Do 2. Sep 2004, 10:45

Schon öfter wurde ich als Bergsteiger gefragt welche Klamotten jetzt was taugen und welche nicht.
Zuerst einmal solltest Du Dich fragen, ob das betreffende Kleidungsstück wirklich vom feinsten sein muss. Ein Fleecepulli muss eben nicht soviel aushalten wie eine Jacke oder eine Hose. Mützen z.B. müssen auch keine hunderte von Euros kosten.

Jacken:

Daune?
Finger weg von Daune!!! Das ist nur was für ganz kalte Gebiete wo es trocken ist und nie über Null.

Marken:
richtig gute zu einem verdammt heftigen Preis bekommt man von TNF, Mountain Hardware und Marmot. Die halten dann aber auch mehr als 10 Jahre (wenn man nicht zu fett wird)
In der 2. Liga haben wir so bekannte Namen wie Vaude, Jack Wolfskin und z.B. Salewa (Wobei es von denen mittlerweile auch richtig teure und gute Klamotten gibt). Diese Sachen sind deutlich günstiger, haben auch atmungsaktive Membranen und sind für den Alltagsgebrauch völlig ausreichend - der durchschnittliche Geocacher sollte hiermit glücklich werden. Ein einigermaßen gute Jacke kostet allerdings mindestens 200 EUR.

Schnäppchen:
Es lohnt sich in den großen Bekleidungsgeschäften, die eigentlich als Apotheke verschrien sind, nach Auslaufmodellen zu schauen (z.B. Englhorn in Mannheim oder Sport Scheck in München) - machmal findet man richtig günstige Angebote

Hosen:
Ein oft vernachlässigtes Bekleidungsstück. Gute Trekkinghosen haben bereits stolze Preise, allerdings kann man hier auch zu günstigen Varianten greifen. Man hat die Wahl zwischen Gore-Tex, Synthetik und Naturfaser (im Gegensatz zu den Jacken, wo alles ausser modernen Membranen nicht in Frage kommt).

Gore-Tex ist teuer und neigt dazu schnell kaputt zu gehen - falls die Hose eine Outer Shell hat, dann kann das Ding auch etwas schwerer sein. Bei hoher Luftfeuchtigkeit steht man auch schon mal schnell im eigenen Saft. Fazit: Für nasskalt sehr zu empfehlen.

Synthetik ist nicht nur günstig, sondern man bekommt die Dinger teilweise auch in einer gefütterten Version - schön kuschelig! Diese Hosen trocknen schnell, falls man mal in einen Bach steigt, aber wenn es wirklich Hunde und Katzen regnet dann hat man nasse Beine (was nicht unbedingt schlimm sein muss). Fazit: günstiger Allrounder.

Die bekannteste Naturfaser Hose ist die Jeans: Da brauch ich kein Wort drüber zu verlieren. Die alten Bundeswehrhosen sind zwar ganz stylisch, aber für Trekking oder zum Geocachen nicht besser als eine Jeans: schwer und wenn sie mal nass/feucht werden, dann bleiben sie es auch. Die neuen Flecktarnsachen sind schon etwas besser und vor allem günstig. Die mit dem grünen Muster haben meist einen etwas schwereren Stoff als die beigen Wüstentarnhosen (ausser man gerät an eine grüne Dschungelversion). Fazit: nicht das gelbe vom Ei aber ok


Schuhe
Wanderstiefel? Bergschuhe? Laufschuhe? Zum Geocachen bieten sich zuerst einmal die ganze Palette des Outdoorschuhwerks an. Die beste Marke sind zweifelsohne Meindl, Lowa (beliefert die Bundeswehr) und Hanwag (beliefert amerikanische Special Forces). Das bringt uns bei der Schuhwahl aber nur bedingt weiter, denn auch hier haben wir die Qual der Wahl.

Ich habe es zuerst mit Bergstiefeln probiert, aber da ich beim Geocachen nicht immer Angst haben muss gleich umzuknicken, weil ich auf der Flucht bin und so zwei Betonklötze schon etwas wiegen, habe ich dass dann sein lassen.

Leichte Stiefel wie sie bei der Bundeswehr getragen werden (ja das sind leichte Stiefel!) sind eigentlich ganz gut für längere Touren oder wenn es ins Unterholz geht ... solange man keine echten Bundeswehrstiefel trägt, denn die sind Schrott.

Laufschuhe oder auch Light Trekking genannt: Zum Cache eigentlich Ideal, denn das Gelände wird selten so schwer, dass man zu Stiefeln greifen müsste. Mit Gore-Tex geht es auch problemlos durch nasse Wiesen kleinere Bäche usw. denn nicht's ist wichtiger als trockene Füsse!

Allgemein sollte man die Schuhe beim EInkauf ausprobieren - gute Schuhgeschäfte bieten dazu eine Teststrecke mit verschiedenen Untergründen. Wenn man weiss das man Probleme mit Blasen hat, dann kann es sinnvoll sein den Schuhkauf an den Anfang des Besuches zu stellen - so kann man die Schuhe dann noch anbehalten während man andere Sachen aussucht und am Ende weiss man wo es eventuelle Druckstellen geben könnte. Ein guter Outdoorladen sollte zu sowas nicht nein sagen.
Extratipp: Compeed Blasenpflaster wirken Wunder.

So - Ich hoffe das hilft und ich muss mich nicht immer wiederholen :wink:
Zuletzt geändert von º am Do 23. Sep 2004, 08:58, insgesamt 2-mal geändert.
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Vater und Sohn
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Beitrag von Vater und Sohn » Do 2. Sep 2004, 11:03

:!: Super Beitrag und danke dafür :!:

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Loazzolo
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Beitrag von Loazzolo » Do 7. Okt 2004, 19:54

Klasse Beitrag vom temguzbachorg!!!
Preiswert gibt´s oft allerfeinste Klamotten bei Globetrotter-hot-offers (vor allem beim Katalogwechsel!), s. http://www.globetrotter.de/de/shop/hot_ ... 6593666c35
Warum die allerdings soviel Jack-Wolfskin Kram haben, verstehen wir nicht, das Zeug ist für d´runter (Pullis etc.) schon o.k., aber der Rest taugt wohl nur für den "urban jungle"!
bei Internetbestellung sind die Klamotten meist in 1-2 Tagen da!
Gore-Tex Jacke mit auszippbarer Fleece-Innenjacke deckt das ganze Jahr ab und ist ne Anschaffung für ein Jahrzehnt (TNF!!!!), die Kapuze sollte groß genug sein (jahrelanger Ärger mit einer zu kleinen Kapuze zermürbt, ich spreche aus Erfahrung!)!
Unsere teuren Bergsteigerhosen von Mammut (Eigentlich gar nicht zum cachen gedacht!) trocknen zwar super, wenn sie mal nass wurden, aber die cache-typischen Brombeeren lassen sie mittlerweile total zerrupft aussehen. Da haben wir uns letztens im Vorbeifahren auf einen Cache-Tour im fränkischen zwei Bundeswehrhosen für Stück 6,-€ gekauft, da wurde gerade ´ne Kaserne und wohl auch die Ausrüstung "abgewickelt" :wink: ! Die Tarnfarbe ist ebenfalls "hausfrauenfreundlich" :wink: .Fjällräven G100 wird bestimmt auch nicht schlecht sein!
Unsere nächsten Wanderschuhe kommen wieder von LOWA oder HANWAG, z.Zt. haben wir beide MEINDL´s, aber bei beiden unterschiedlichen Modellen lösen sich die Nähte auf :cry: !
Im Winter ist auch Funktions-Unterwäsche (gibt´s mittlerweile auch schon bei Aldi und Lidl in ausreichender Qualität, genauso wie brauchbare Treckinghemden!) nicht verkehrt, durch den Feuchtigkeitstransport bei entsprechend logisch aufgebauten weiteren Bekleidungs-Zwiebelschalen von innen nach aussen friert man nicht gleich so, wie wenn einem das vollgeschwitzte T-Shirt am Leibe klebt.

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hheng
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Beitrag von hheng » Fr 8. Okt 2004, 09:07

Hier noch einige Ergänzungen zum FAQ, aus nicht-bergsteiger Sicht:

Schuhe
Eine interessante Alternative sind Aussi Boots (z.B. Redback) siehe hier: http://www.australiana.de/redback/redback_boots.htm

Sie halten alles was sie versprechen, und sind, da mit Fett getränkt, weitgehend wasserdicht.

Hosen:
Lederjeans. Vorteile: robust, wassefest, Dreck interessiert nicht, wird abgebürstet. Nachteil: idR relativ steif, klimatisch nicht jedermanns Sache.

Hüte
Ich hasse Kaputzen. Wem es ähnlich geht, solche mal ein Auge auf diese oder ähnliche Hüte (vor allem Jacaru) werfen:
http://www.australiana.de/barmah_hats/barmah.htm

Lederhut, wasserdicht, mit breiter Krempe, so daß kein Wasser in den Kragen läuft. Die aus Känguruleder sind auch Rucksack kompatibel (Leicht und knautschbar)

Horst

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Beitrag von DocW » Mi 13. Okt 2004, 05:24

Kurz meinen Senf dazu:
Bei Feinkost Albrecht gabs letztens Jogging-klamotten, habe mir zwei (Was sind das eigentlich?) Pullover/Langarmshirts geholt, die sind echt klasse: morgens noch ein Hemd und die Gore-Tex Jacke drueber, spaeter am Tag nur noch das Langarmshirt, es transportiert die Naesse wirklich 1A nach draussen und trocknet schnell ab.
Habe vorher immer 2-3 Tshirts oder Hemden dabei gehabt, habe die dann unterwegs ueber den Tag gewechselt, es schlaucht nix mehr als nassegeschwitzter Oberkoerper.

Muetze, Kappe: Zur Zeit habe ich eine einfache Baseballkappe auf, sehe damit zwar bestimmt Scheisse aus, aber die schuetzt Brille und Augen gegen Aeste beim Bushwhacken. Und sie ist Orange, das schuetzt gegen Jaeger. (Gestern bin ich durchs Unterholz gebrochen und stand direkt vor einem Jaeger mit Bogen <- Ja sowas gibts hier!) Leider ist die Kappe aber nachmittags zur Haelfte nass. Sah hier (USA) in den Sportlaeden Gore-Tex-Kappen, denke ich werde mir fuer 19 Dollar noch eine zulegen.

Und die Gore-Tex Stiefel sind nach knapp 2 Jahren auch nicht mehr wasserdicht.
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Beitrag von º » Mi 13. Okt 2004, 10:12

Es wird langsam kalt draussen und da stellt sich folgende Frage:

Was drunter ziehen?
Die Frage hab ich noch nicht beantwortet: Jeder Bergsteiger lacht sich über die Klamotten der Bundeswehr tot, denn die sind nicht nur schwer sondern auch extrem unpraktisch. Also was ziehe ich jetzt unter meine Jacke drunter?
Ganz einfach: Das Zwiebelprinziep kennt jeder (lieber mehrere dünne Schichten, als eine Dicke), aber aus welchem Stoff sollen die bestehen?
Unterste Schicht ist die Unterwäsche - da darf es schon einmal das Lieblings-t-shirt sein, aber besser ist gute Funktionsunterwäsche, die den Schweiss schnell vom Körper bringt. Namhafte Marken sind Odlo, Lowa und Halley Hansen (teuer aber gut). An dieser Stelle darf man übrigens auch ein Netzhemd tragen - sieht zwar furchtbar schwul aus, aber ist genauso praktisch.
Die mittlere Schicht kann bei großer Kälte auch schon einmal zweilagig sein und ist eben aus Fleece. Von welchem Hersteller der Pulli ist, ist dabei zweitrangig allerdings sollte man darauf achten, dass man einen guten Fleece kauft: Polartec ist hierbei erste Sahne. Nochmal zum mitschreiben: Polartec ist sozusagen der Stoff der dann von TNF, Jack Wolfskin usw. zu einem Pulli verarbeitet wird.
Die oberste Schicht hab ich oben schon angesprochen und besteht eben aus einer guten Jacke.

Grundsätzlich gilt dass ALLE Schichten aufeinander abgestimmt sein müssen, damit der Schweiss vom Körper weggetragen wird. Habe ich auch nur eine Schicht aus Naturfaser, Leder oder nicht atmungsaktiv dabei, dann ist mein ganzer Feuchtigkeitstransport dahin und mir wird unnötig kalt! Wer also eine gewachste Jacke trägt sollte sich nicht wundern, dass er irgendwann im eigenen Saft schwimmt und ihm dann kalt wird.
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Beitrag von die-piraten » Mi 13. Okt 2004, 10:23

Ich trag, wenn überhaupt, nur zartrosa Netzunterwäsche....

Spaß beiseite, ich hab immer das Problem, daß ich während des Marschierens mit Gepäck furchtbar schwitze und dann beim rumstehen (Reflektor suchen) wieder friere....
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Ich brauch einen Uhrenbeweger!

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Beitrag von Neuromancer2K4 » Mi 13. Okt 2004, 10:30

Danke für die Tips zur Unterwäsche.

Mir fällt noch ein, dass Baumwollunterwäsche mitunter eher unpraktisch sein kann, da die - einmal nass - auch nass bleibt und somit schön brav den Körper abkühlt. Synthetik-Fasern sind da besser geeignet, da die die Nässe besser abtransportieren können.

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Beitrag von Schnüffelstück » Mi 13. Okt 2004, 14:22

DocW hat geschrieben:Jaeger mit Bogen <- Ja sowas gibts hier!
Ist meines Wissens nach in DE nicht erlaubt. Außerdem ist Jagdbogenschießen (immer noch auf Scheiben, aber eben tierförmige 2D- oder 3D-Scheiben) hier absolut nicht verbreitet. insbesondere im Vergleich mit Österreich. Hier wird nur FITA (wie man es z.B. von den Olympischen Spielen kennt) geschossen, aber das ist den Amis garantiert zu öde.

Jagen mit dem Bogen macht tierisch (im wahrsten Sinne des Wortes) Spaß und es ist nicht ganz so von oben herab wie das Flintenschießen nach Gutsherrenart.

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Beitrag von kapege.de » Mi 13. Okt 2004, 17:38

Schnüffelstück hat geschrieben: Jagen mit dem Bogen macht tierisch (im wahrsten Sinne des Wortes) Spaß und es ist nicht ganz so von oben herab wie das Flintenschießen nach Gutsherrenart.
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Geil! Und lautlos! Wilderei olé! :D :D :D
Peter

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