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DoItYourself OpenSource-GPS

GPS Empfänger anderer Hersteller wie Alan und Lowrance.

Moderator: Teleskopix

ka-long
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DoItYourself OpenSource-GPS

Beitrag von ka-long » Di 20. Mai 2014, 20:16

Hi Folks,

Ich habe über drei Generationen Garmin GPS Geräte benutzt (eTrex Legend HCX, Oregon 450, Oregon 600).
Im 600ter Forum bei Garmin lese ich auch bei Bugs und bei Feature Requests mit und da geht einiges ab.
Auch die Geocaching "Features" und anderes sind eher schlecht implementiert. Trennung Wegpunkte/Geocache, Projektion, Tastatur um mal einges zu nennen.

Ich denke darüber nach, ein Projekt zu starten: Ein offenes GPS.

Ein paar Vorüberlegungen hätte ich da schon mal gemacht:
* Prozessor TI AM335x + PMIC und GPS Modul
* normale AA Akkus
* Touch Display
* Gehäuse auch mit 3D Drucker druckbar (soweit möglich)
* unterschiedliche GPS Module möglich durch Anbindung per I2C/SPI/UART
* USB Port für WLAN oder Bluethooth Dongle verbindet das GPS via Smartphone mit dem Internet
* uSD Karte
* Design ähnlich wie die normalen GPS Geräte von Garmin&Co aber halt eigene Software

Damit man das Rad nicht neu programmieren muss :
* Linux als Betriebssystem (von TI unterstützt)
* QT als UI, speziell auf Geocaching zurecht gemünzt / Evt. auch für OpenStreetMap-Mapper
* gpsd
* Bluetooth stack (bluez z.B.)
* WLAN wpa_supplicant
* Routing / Kartenfunktion aus navit ausleihen falls zulässig / Online / Offline
* Online Funktionen evt. bei cgeo abschauen falls zulässig (Andindung an geocaching.com)
* Live Karte / Download aller sichtbarer Caches etc.

Gibt natürlich noch 1000 andere Sachen, über die man diskutieren kann.
Macht Spracheingabe für die Koordinaten Sinn ?
Überhaupt einen Beeper oder sogar ein Lautsprecher, der sogar was sagen kann ?

Macht sowas Sinn im Zuge von Smartphones und Co ?

Gibt es hier Elektroniker / Mechaniker / Programmierer/Sonstige die an sowas Lust hätten ?
Vielleicht würde sich daraus ja auch ein Kickstarter Projekt entwickeln können, keine Ahnung, welche Resonanz sowas hätte...

Gruß

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Teleskopix
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Re: AW: DoItYourself OpenSource-GPS

Beitrag von Teleskopix » Di 20. Mai 2014, 20:34

:):) Bei mir rennst du da offene Türen ein.
Hardware, Software passt soweit.
Was kann ich beitragen, KnowHow in Landkarten. Wobei eine Sprachführung, gehe noch 10 Meter halb links wäre nice.
Schau dir bei Landkarten mal Mapsforge an, bzw für Routing Osmand. Imho Osmand als Forc dürfte ganz brauchbar sein, natürlich um alles was GC braucht modifiziert.
Grüße Teleskopix

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Eastpak1984
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Re: DoItYourself OpenSource-GPS

Beitrag von Eastpak1984 » Di 20. Mai 2014, 20:37

Mapsforge wäre ein Traum. Das Prinzip, eine einzige (kostenlose) Datei für einen kompletten Kartensatz auszutauschen / nachzuladen, ist sehr bequem.
Garmin Oregon 650 + FW v5.00 + 32GB µSDHC SanDisc Class 4,
TOPO Deutschland V7 und CN Europa NT 2018.10
Backup: Oregon 550, Dakota 20

kiozen
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Re: DoItYourself OpenSource-GPS

Beitrag von kiozen » Do 22. Mai 2014, 16:22

Ich glaube das macht wenig Sinn.

Warum?

Irgendeine Hardware zusammen zukloppen ist bestimmt einfach. Für ein gutes, stromsparendes Design braucht es etwas mehr. Wie schwer sich professionelle Hersteller damit tun, haben wir doch die letzten Jahre gesehen. So schön man auch über Garmin lästern kann, Lowrance, Hollux, Magellan/Falk oder die Smartphonehersteller haben es nicht besser gemacht. Das würde mir zu denken geben. Und wer sich über Tastenabrieb, auflösenden Gummi, Knarzen, fehlende robuste Halterungen und Sollbruchstellen am Gehäuse die letzten Jahre geärgert hat, der wird sicherlich nicht mit einem Gehäuse aus dem 3D Drucker glücklich.

Software selber schreiben ist immer gut. Meiner Erfahrung nach gibt es Leute die darüber reden und welche, die es machen. Locus, Orux, cgeo und viele andere haben nicht lange gefragt, sondern gemacht. Es gibt folglich schon eine große Menge an Software, die auf allerlei Geräten läuft. Braucht es wirklich noch mehr?

Mal die Sinnfrage beiseite geschoben, schließlich erweitert selber machen den Horizont. Aber wenn etwas Besseres als Garmin dabei herauskommen soll, dann braucht es mehr als nur einen kurzen Motivationsschub. Da fließen Jahre ins Land und man muss sehr resistent gegen Frust sein. Das fängt an mit netten Kollegen, die eine Menge Code beisteuern, die Lust verlieren und eine riesige Baustelle hinterlassen. Das geht weiter mit Nutzern die unverschämt fordern, fordern, fordern. Als ob sie bezahlen. Und wenn man selber um etwas bittet, wie zum Beispiel etwas Doku schreibe, dann haben sie gerade keine Zeit, haben zur Zeit ein schlechtes Chi, oder komplett vergessen, wie man schreibt.

Aber gehen wir mal davon aus, wir haben eine schöne Hardware, sehr viel Zeit und Motivation. Können uns folglich mal den technischen Details widmen. Linux wurde erwähnt. Linux ist toll. Ich liebe Linux. Aber auch wenn Linux irgendwie überall läuft, muss es zuvor an die jeweilige Hardware angepasst werden. Das gilt vor allem, wenn es sich nicht um eine Hardware von der Stange wie z.B. dem Raspberry Pi oder einem BeagleBone handelt. Und da wir ein Outdoor Gerät mit einer langen Laufzeit, einem Batteriestatus, 2.4V Betriebspannung und was weiß ich noch haben wollen, wird es wohl kein System von der Stange.

Als nächstes wurde Qt genannt. Auch Qt ist toll. Qt direkt auf dem Framebuffer, ohne Window Manager, ist sehr schön, wenn Qt schon dafür angepasst ist. Hängt also schon wieder von der Hardware ab.

Merkt ihr es? Wir drehen uns schon im Kreis. Die Frage ist folglich weniger, ob man etwas besseres als Garmin schreiben kann (das geht bestimmt), sondern ob man zu einem vernünftigen Preis ein Vehikel für die Software bekommt, das über einen akademischen Nährwert hinaus auch praktisch anwendbar ist. Nur so bekommt man auch Benutzer.

Meine Hoffnung war das Monterra. Ist zwar ein rechter Klotz und mit 550.- € garantiert kein Schnäppchen, dafür aber wirklich robust und von der technischen Spezifikation durchaus sehr interessant. Die Realität lehrt uns: Das Teil läuft nicht stabil und auch nicht besonders lange. Ganz zu schweigen vom eher mauen GPS Empfang. An diesem Debakel ist sicherlich Garmin wie auch Android schuld. Und können wir das wirklich besser? Ich habe da meine berechtigten Zweifel.

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Börkumer
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Re: DoItYourself OpenSource-GPS

Beitrag von Börkumer » Do 22. Mai 2014, 16:46

kiozen hat geschrieben:
Meine Hoffnung war das Monterra. Ist zwar ein rechter Klotz und mit 550.- € garantiert kein Schnäppchen, dafür aber wirklich robust und von der technischen Spezifikation durchaus sehr interessant. Die Realität lehrt uns: Das Teil läuft nicht stabil und auch nicht besonders lange. Ganz zu schweigen vom eher mauen GPS Empfang. An diesem Debakel ist sicherlich Garmin wie auch Android schuld. Und können wir das wirklich besser? Ich habe da meine berechtigten Zweifel.
wie wäre es z.B. sich mit den Entwicklern von XDA zusammen zu tun und für das Monterra eine angepasste Android Distribution zu erstellen?
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kiozen
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Re: DoItYourself OpenSource-GPS

Beitrag von kiozen » Do 22. Mai 2014, 17:08

Auch die haben keine Lust sich auf Anfrage in irgendein lausiges Spartengerät zu bohren, wenn sie selber keinen persönlichen Nutzen davon haben. Da kann man viel fragen, machen musst Du selber. Und danach hast Du einen Hack, den kaum jemand mit seinem Gerät nachvollziehen will. Weil schon zu kompliziert, weil die Garantie erlischt und und und. Und wehe Garmin hat da irgendeine komische Hardware verbaut, die nicht bekannt ist. Dann heißt es richtig Hardware hacken. Ober auf Funktion verzichten.

Ich habe das vor Jahren mit einem Loox 560 und Linux exerziert. An Hilfe seitens XDA/HTC Linux hat es nicht gemangelt. Die Hardware konnte trotzdem nie wirklich stromsparend eingesetzt werden.

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Re: DoItYourself OpenSource-GPS

Beitrag von kohlenpott » Do 22. Mai 2014, 17:10

Wozu eigentlich stromsparend solange man normale AA-Akkus verwenden kann? :???:

kerberos187
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Re: DoItYourself OpenSource-GPS

Beitrag von kerberos187 » Do 22. Mai 2014, 17:27

kohlenpott hat geschrieben:Wozu eigentlich stromsparend solange man normale AA-Akkus verwenden kann? :???:
[] weil das Tauschen der Akkus alle 5 Minuten gerade etwas aus der Mode ist
[] weil man auch nicht unbedingt Tonnen an Ersatzakkus mitschleppen möchst
[] weil das Gerät ein GPS-Gerät und keine Heizung ist
[] weil hohe (Verlust-)leistung oft auch mit schnellerem Verschleiß einhergeht
[] weil eine gute Ökobilanz im Betrieb grundsätzlich nicht schaden kann

Such Dir einfach eins oder mehrere aus :D

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Re: DoItYourself OpenSource-GPS

Beitrag von kohlenpott » Do 22. Mai 2014, 18:12

Also, davon gehen mir alle Möglichkeiten dezent woran vorbei...

ka-long
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Re: DoItYourself OpenSource-GPS

Beitrag von ka-long » Do 22. Mai 2014, 21:44

Hi,

Es ist ja nicht so, dass ich mir da noch nix überlegt habe. Niemand will das Rand neu erfinden.

Zum Thema Linux, QT, ein Teil der Hardware: Alles vorhanden:
Die Platform wäre TI 335X, dort gibt es Sitara Linux + Qt direkt von TI.
Der PMIC für Batteriebetrieb kommt passend oh Wunder von TI und kommt mit Batterien zurecht.
Ein Entwicklungskit zum Testen gibts auch : TMDSSK3358 (leider wie üblich teuer)
D.h. das OS kommt alles aus einer Hand. Der Prozessor ist für mobile Devices geeignet. Auch GPS wird in den App Notes gelistet. Wenn die in Ihrem Linux keinen Bockmist gebaut haben, sollte sowas wie bei Rasberry Pi nicht passieren (fehlende Sleep Modes).

Ich will auch nix von Grund auf neu schreiben.
cgeo, navit, gpsd, OSM, ... sind alles Sachen, auf denen man aufbauen kann.

Ich bin kein Mechaniker, ein Testgehäuse würde ich drucken. Wenn es den etwas fliegt, muss man mal schauen, wie es hier weiter geht...kenne keine Preise für sowas.

Mein erster Schritt wird sein, dass Entwicklungskit zu kaufen + GPS Modul, cgeo+gpsd drauf laufen zu lassen und mal den Strom messen...
Wenn alles glatt geht, bau ich das auf Batteriebetrieb um und druck nen Gehäuse und teste mal im Feld.

Wenn nicht, hab ich trotzdem ne schöne Entwicklungsplatform :-) Also nicht rausgeschmissen das Geld.


Gruß

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