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(Zwangs-)Archivierung von "gefährlichen" Caches??

Cache oder nicht Cache, das ist hier die Frage!

Moderator: nightjar

nimue
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Re: (Zwangs-)Archivierung von "gefährlichen" Caches??

Beitrag von nimue » Di 2. Dez 2008, 13:26

Die Schatzjäger hat geschrieben:@nimue:
Das heißt dann also jemand anderes entscheidet für mich, ob ich eine potentiell gefährliche Tätigkeit machen darf, bevor ich es selber entscheide, was passiert, und dann ein Gesetz erlassen wird, welches allen anderen verbitetet diese Tätigkeit auszuüben ?

Irgendwie ein bisschen Krude...
Habe ich behauptet, dass das logisch ist? Es gibt ja auch die (für mich völlig unlogischen) "Kampfhunde"-Verordnungen, Du kriegst ein Bußgeld, wenn Du nackt autofährst, im Hessischen Landesgesetz ist die Todesstrafe noch verankert, in Deutschland ist es verboten, mit einer Pappnase, einem falschen Bart oder einem bemalten Gesicht an einer öffentlichen Versammlung teilzunehmen. In den USA ist es den amerikanischen Bürgern gesetzlich verboten, mit außerirdischen Lebensformen (und deren Fortbewegungsmitteln) Kontakt zu haben. :irre:

Es entscheiden immer erst mal andere für einen selbst, weil man meistens zur Selbstüberschätzung neigt. Das beginnt im Kindesalter, wenn Mama oder Papa sagen, wo es lang geht (oder wo nicht).

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huzzel
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Re: (Zwangs-)Archivierung von "gefährlichen" Caches??

Beitrag von huzzel » Di 2. Dez 2008, 14:07

Zu diesem besagten Cache:
- es steht eindeutig im Listing, was einen erwartet
- es gibt anscheinend keine Absperrung
- es gibt anscheinend kein Verbotsschild
- wer sagt, dass der Schacht akut einsturzgefährdet ist und worauf bezieht derjenige sich?

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ElliPirelli
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Re: (Zwangs-)Archivierung von "gefährlichen" Caches??

Beitrag von ElliPirelli » Di 2. Dez 2008, 14:50

huzzel hat geschrieben:Zu diesem besagten Cache:
- es steht eindeutig im Listing, was einen erwartet
- es gibt anscheinend keine Absperrung
- es gibt anscheinend kein Verbotsschild
- wer sagt, dass der Schacht akut einsturzgefährdet ist und worauf bezieht derjenige sich?
Ich sags ja, GutMensch am Werk. :roll:

Schade nur, daß ApproV nicht mal genauer nachprüft, bevor er ins Archiv schiebt... :kopfwand:
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Die Schatzjäger
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Re: (Zwangs-)Archivierung von "gefährlichen" Caches??

Beitrag von Die Schatzjäger » Di 2. Dez 2008, 14:54

@nimue
"Kampfhunde"-Verordnungen, Du kriegst ein Bußgeld, wenn Du nackt autofährst, im Hessischen Landesgesetz ist die Todesstrafe noch verankert, in Deutschland ist es verboten, mit einer Pappnase, einem falschen Bart oder einem bemalten Gesicht an einer öffentlichen Versammlung teilzunehmen. In den USA ist es den amerikanischen Bürgern gesetzlich verboten, mit außerirdischen Lebensformen (und deren Fortbewegungsmitteln) Kontakt zu haben.
Ich kann ehrlich gesagt nicht soviel sinnfreies da entdecken.
Kampfhundeverordnungen, ich weiß nicht was daran sinnfrei ist - es gibt Leute die können Ihre Hunde nicht kontrollieren, und dadurch werden ANDERE verletzt. Das muss man halt verbieten - bei unserem Fall geht es aber darum das NIEMAND ANDERES verletzt oder eingeschränkt wird.

Nackt autofahren gehört auch verboten, weil es andere eventuell ablenkt und Unfälle provoziert (wieder werden ANDERE verletzt !).

Pappnase, falscher Bart oder sonstiges auf Demonstrationen.
Klar, Vermumungsgesetz, man muss auf Demos identifiziert werden können - schließlich werden auf Demos Straftaten begangen (wieder andere verletzt).

Was die auserirdischen Lebensformen in den USA betrifft, naja, der Staat möchte sichergehen dass er die Kontrolle über die Kommunikation mir auserirdischen Lebensformen behält, damit man nichts falsches sagt.
Wenn Heinz Müller denen blöd kommt vernichten die ja vielleicht die Erde. (Wieder wird jemand anderes verletzt !)
Es entscheiden immer erst mal andere für einen selbst, weil man meistens zur Selbstüberschätzung neigt. Das beginnt im Kindesalter, wenn Mama oder Papa sagen, wo es lang geht (oder wo nicht).
Irgendwann ist man aber ERWACHSEN, und will sich nichts vorschreiben lassen.
Das Gesetz schreibt einem wahrlich schon genug vor - warum muss es überall Gutmenschen geben, die wissen was besser für mich ist ?
Und dann auch noch anonym, ohne wirklichen Nachweis der Qualifikation.
Das kannst du doch nicht ernst meinen, oder ?

Sicherlich gehört das Recht des einen dort begrenzt, wo das Recht des anderen anfängt, aber solange ich keine Rechte von anderen verletze, kann es denen doch egal sein.

Ich bin mir sicher es gibt eine Tätigkeit die du ausübst, die ich für Gefährlich halte.
Bergwandern zum Beispiel. Statistisch viel gefährlicher als klettern.
Und jetzt nenn mir einen Grund, warum ich die Bergwanderwege für dich sperren soll ?

Sicherlich macht das Sinn wenn die Wege ein Gefahrenpotential beinhalten, welches du nicht einschätzen kannst, ich aber schon. Aber das ist bei einem anonymen SBA ja wohl nicht der Fall.

Wenn ich recht nachdenke ist das vermutlich mit einer der Gründe warum viele Leute die 'Freiheit' der Berge so lieben - da kann ich mich noch bedenkenlos von nem Felsen stürzen, ohne dass ein Gutmensch mich daran hindern kann...
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Re: (Zwangs-)Archivierung von "gefährlichen" Caches??

Beitrag von nimue » Di 2. Dez 2008, 15:05

Die Schatzjäger hat geschrieben:Ich kann ehrlich gesagt nicht soviel sinnfreies da entdecken.
Kampfhundeverordnungen, ich weiß nicht was daran sinnfrei ist - es gibt Leute die können Ihre Hunde nicht kontrollieren, und dadurch werden ANDERE verletzt. Das muss man halt verbieten - bei unserem Fall geht es aber darum das NIEMAND ANDERES verletzt oder eingeschränkt wird.
Naja, Du kennst die Kampfhundeverordnung wohl nicht, denn es geht hier um Hunderassen auf einer Liste - nicht um Menschen, die Hunde nicht kontrollieren können (Schäferhunde stehen z.b. nicht auf der Liste, verursachen aber die meisten Beissvorfälle). Aber darum geht es hier nicht. Die Beispiele sollten nur aufzeigen, dass es viele Gesetze und Verordnungen gibt, die erst dann geschaffen wurden, als was passiert ist. Und dann trifft es alle und nicht nur die Leichtsinnigen oder Verursacher.
Die Schatzjäger hat geschrieben:Und dann auch noch anonym, ohne wirklichen Nachweis der Qualifikation.
Das kannst du doch nicht ernst meinen, oder ?
Anonym so etwas einzuleiten ist immer feige. Aber: Ich nehme hier vieles deutlich weniger ernst als manche andere. Mein Seelenheil und Glück hängt nicht von einem archivierten Cache mehr oder weniger ab. Wer mag, kann ja immer noch den Schacht betreten - meines Wissens darf man das auch ganz ohne Geocache. Wenn dann was passiert, heißt es zumindest nicht gleich "Die leichtsinnigen, verrückten Geocacher mal wieder".
Die Schatzjäger hat geschrieben:Und jetzt nenn mir einen Grund, warum ich die Bergwanderwege für dich sperren soll ?
Lawinengefahr z.B.? Wissensmängel und unbedachtes Betreten von einigen Leichtsinnigen hat schon manche Gerölllawine oder Schneelawine ausgelöst (und andere verletzt). Da ich übrigens nicht Bergwandere, war mir z.B. der folgende Punkt auch neu: "Doch gerade beim Bergwandern ist besondere Vorsicht geboten, weil die Bergwanderwege grundsätzlich nicht auf Lawinengefahr überwacht werden können. " Auch keine Schilder oder Warnhinweise, ergo Betreten erlaubt, weils Spaß macht und es jeder selbst wissen muss?

Achja... Vorschreiben will man sich als Kind auch nie was - für mich zeugt es vom Erwachsensein, wenn man auch einfach mal akzeptiert, dass es nicht nach dem eigenen Kopf geht ;)

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huzzel
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Re: (Zwangs-)Archivierung von "gefährlichen" Caches??

Beitrag von huzzel » Di 2. Dez 2008, 15:16

nimue:

gehen wir mal davon aus, dass der Schacht nicht einsturzgefärdet ist.
Was spricht aus Deiner Sicht gegen diesen Cache?

Die gute Meinung der Bevölkerung übers Geocachen??

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Re: (Zwangs-)Archivierung von "gefährlichen" Caches??

Beitrag von nimue » Di 2. Dez 2008, 15:30

huzzel hat geschrieben:nimue:

gehen wir mal davon aus, dass der Schacht nicht einsturzgefärdet ist.
Was spricht aus Deiner Sicht gegen diesen Cache?

Die gute Meinung der Bevölkerung übers Geocachen??
Nein. Dann spricht aus meiner Sicht gar nichts dagegen. Nur sollte man dann auch einen Experten prüfen lassen und den Cache danach wieder freigeben. Ein Laie kann so etwas meiner Meinung nach nicht beurteilen und solange die Einsturzgefahr umstritten ist, bin ich fürs Archivieren.

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Re: (Zwangs-)Archivierung von "gefährlichen" Caches??

Beitrag von huzzel » Di 2. Dez 2008, 15:35

Ok, wir haben also einen Schacht, bei dem die Gemeinde (oder sonstige Eigentümer), die in der Sicherungpflicht sind, keine Sicherungen für nötig halten (die Schlussfolgerung überlasse ich jedem selbst).
Und auf der anderen Seite haben wir eine Behauptung von Anonymus.

(die Schlussfolgerung überlasse ich jedem wieder selbst)

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Re: (Zwangs-)Archivierung von "gefährlichen" Caches??

Beitrag von nimue » Di 2. Dez 2008, 15:58

Hat die Gemeinde Sicherungspflicht? Tatsächlich? Ich meine, dass es keine Sicherungspflicht in der Hinsicht gibt und dass selbst bei Anbringen eines "Betreten Verboten" Schildes der Besitzer bei Schäden haften muss. Vielleicht geht die Gemeinde bewusst das Risiko ein oder sie ist sich des Risikos gar nicht bewusst? Ich würde mir nicht erlauben, das zu entscheiden, denn ich kenne die Örtlichkeit nicht - und deshalb sage ich: Solange darüber Ungewissheit besteht: Archivieren.

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Re: (Zwangs-)Archivierung von "gefährlichen" Caches??

Beitrag von ElliPirelli » Di 2. Dez 2008, 16:00

nimue hat geschrieben:Naja, Du kennst die Kampfhundeverordnung wohl nicht, denn es geht hier um Hunderassen auf einer Liste - nicht um Menschen, die Hunde nicht kontrollieren können (Schäferhunde stehen z.b. nicht auf der Liste, verursachen aber die meisten Beissvorfälle).
Schäferhunde verursachen deshalb so "viele" Unfälle, weil es verhältnismäßig viele davon gibt.

1.000.000 Schäferhunde zu etwa 4000 Boxern. Ist ja klar, daß da eher was über Schäferhunde berichtet wird...


Abgesehen davon, daß ich Deine anderen Meinungen in diesem Fred nicht teile, die Kampfhundeverordnung find ich auch bescheuert, es liegt an der Erziehung, nicht an der Rasse, wie "gefährlich" ein Hund ist.... :roll:
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