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Wegegebot im NSG

Cache oder nicht Cache, das ist hier die Frage!

Moderator: nightjar

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radioscout
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Wegegebot im NSG

Beitrag von radioscout » Di 26. Jan 2010, 22:43

Die Öcher Cacher wurden kürzlich in aller Deutlichkeit auf die unbedingte Einhaltung des Wegegebots in den NSG hingewiesen.
Jetzt lese ich, daß Cacher in Krefeld ein Bußgeld zahlen mußten, weil sie im NSG den Weg verlassen haben.

Sehen die Reviewer eine Möglichkeit (Zeit, erforderliche Daten, Auftrag?), vor der Freigabe sicherzustellen, daß zum finden eines Caches kein Weg im NSG verlassen werden muß?

Evtl. auch einfach nur, sofern irgendeine Koordinate im NSG liegt, vom Owner versichern lassen, daß kein Weg verlassen werden muß und ankündigen, daß, sofern das nicht zutrifft, mit entsprechenden Konsequenzen zu rechnen ist?

Wie man sieht, wird momentan überall "hart durchgegriffen" und ein völliges Geocachingverbot will sicherlich keiner haben.
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Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

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adorfer
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Re: Wegegebot im NSG

Beitrag von adorfer » Di 26. Jan 2010, 23:09

radioscout hat geschrieben:Evtl. auch einfach nur, sofern irgendeine Koordinate im NSG liegt,
Allein das ist schon ein Problem:
Die Shapefiles ("Umriss-Daten") wo NSG ist und wo nicht, sind nicht frei erhältlich. Dafür will die entsprechende Behörde zumindest bei kommerzieller Nutzung richtig viel Geld sehen.
Und da Groundspeak nunmal kein eV ist, werden die -so das in einem wie auch immer gearteten Reviewer-Tool eingebaut würde- bezahlen müssen.
Man könnte die natürlich von Opencaching kopieren und hoffen, dass kein Reviewer seinen "Nicht-Brötchengeber" beim Bundesamt für Naturschutz verpfeift...
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Re: Wegegebot im NSG

Beitrag von eigengott » Di 26. Jan 2010, 23:15

radioscout hat geschrieben:Sehen die Reviewer eine Möglichkeit (Zeit, erforderliche Daten, Auftrag?), vor der Freigabe sicherzustellen, daß zum finden eines Caches kein Weg im NSG verlassen werden muß?
Es wird bereits seit einiger Zeit so verfahren, dass Caches im NSG nur mit einem Hinweis im Listing veröffentlicht werden: "Der Cache führt durch ein Naturschutzgebiet, die offiziellen Wege müssen zu keinem Zeitpunkt verlassen werden." (bzw. sinngemäße andere Formulierung).

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Re: Wegegebot im NSG

Beitrag von buddeldaddy » Mi 27. Jan 2010, 02:14

Es kommt auch auf die Region/Förster an.

Meinem (alter Schule) ist es schnuppe ob 20cm, oder 2m, oder 20m im NSG. Für ihn ist das "NoGo"-Area. Hier geht es um´s Prinzip. Außerhalb hat er kein Problem.

Einem Förster in einem anderen Revier ist das schnuppe, solange man nicht den Wald umpflügt. Für den sind auch 5m o.k. u.U. allerdings auch nicht mehr...

Sehr situativ und ortsabhängig würde ich sagen. Wenn die jeden WauWau-Scheucher mit 10.000 EUR Strafe belegen würden, wie es auf den Schilder steht. Hätte der Forst keine Finanzmittelprobleme mehr. Aber wird es gemacht ?
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KoenigDickBauch
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Re: Wegegebot im NSG

Beitrag von KoenigDickBauch » Mi 27. Jan 2010, 08:41

-jha- hat geschrieben:
radioscout hat geschrieben:Evtl. auch einfach nur, sofern irgendeine Koordinate im NSG liegt,
Allein das ist schon ein Problem:
Die Shapefiles ("Umriss-Daten") wo NSG ist und wo nicht, sind nicht frei erhältlich. Dafür will die entsprechende Behörde zumindest bei kommerzieller Nutzung richtig viel Geld sehen.
Die Frage innerhalb oder Außerhalb eines NSG lässt sich manchmal auch nicht vor Ort mit den Schildern klären, da diese oft missverständlich sind. Sogar die Karten sind falsch. In diesem Thread kann man das gut sehen.

Mit dem Beauftragen für die NETGIS Server hatte ich damals telefoniert. Er meinte die Daten Shape-Dateien wären frei zugänglich und dürften mit Nennung der Quelle frei verwendet werden. Es wäre zumindest mal eine Ansatz wenn groundspeak da anrufen würde.

Ansonsten kann jeder Owner die LIKAR + Luftbilder anschauen und sehen ob alles im Rechten ist. Traurig ist nur, wenn ein Reviewer bei den Caches der eigenen Familie sich dann noch immer blind stellt.
.
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Re: Wegegebot im NSG

Beitrag von argus1972 » Mi 27. Jan 2010, 08:43

Shapefiles ("Umriss-Daten") wo NSG ist und wo nicht, sind nicht frei erhältlich.
Man könnte sie aber selbst erzeugen, wenn man unbedingt will, denn die NSG selbst sind ja nun kein Geheimnis.
Die Frage ist aber, ob das überhaupt notwendig ist.
Ich denke, die Reviewer arbeiten auf der Vertrauensbasis, dass der Cache eben bei vorbildlichem Verhalten der Sucher machbar ist, denn das versichert der Owner schließlich beim Scharfschalten des Caches.
Für meine Begriffe ist verstärkte Überwachung jeder einzelnen Stage durch die Reviewer daher nicht nötig und mit vertretbarem Aufwand auch nicht machbar.
Irgendwo muss nach dem Satz im Listing auch das Vertrauen in den Owner greifen, der und nur der für den Cache schließlich selbst verantwortlich ist.

Das Problem in dem hier geschilderten Beispiel war ja wohl auch ein etwas sorgloser Sucher.
Auch in ahnungsresistentesten Kreisen müsste sich inzwischen herumgesprochen haben, dass in NSG Wegegebot herrscht.
Wer es dann fertig bringt, sich vor Publikum in die Botanik zu schlagen und sich offenbar von jemandem mit Verfügungsgewalt erwischen zu lassen, hat es sich selbst zuzuschreiben, wenn es teuer wird. :irre: :kopfwand:
Da habe ich keinerlei Mitleid und kann nur sagen "dumm gelaufen" :roll:, was hier wörtlich zu nehmen ist.
Bitte prüfen Sie der Umwelt zuliebe, ob dieser Beitrag wirklich ausgedruckt werden muss!

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Re: Wegegebot im NSG

Beitrag von UF aus LD » Mi 27. Jan 2010, 09:30

Ich hatte bei einem meiner Caches ein ähnliches Problem. Beim Legen der Dose hatte ich sogar Kontakt mit dem Landschaftspfleger vor Ort, der mir klar sagte, dass das NSG bis zum Weg gehe, die andere Seite nicht mehr dazu gehöre. Entsprechend war auch die Beschilderung vor Ort.
Erst nach einigen Funden schrieb mich ein aufmerksamer Cacher an und meinte, dass er doch im NSG liegt (zwar nur 2 Meter vom Weg, aber mitten im Dickicht).
Nach Ansicht mehrerer Karten letztendlich durch die Darstellung "LIKAR + Luftbilder" brachte eindeutige Ergebnisse, sodass ich den Multi umgestellt und das Finale verlegt habe.
Ich habe in meiner näheren Umgebung die NSGs mittlerweile im Garmin, sodass mir das hoffentlich nicht mehr passiert. Und ich schaue nun immer vor dem legen nach den NSGs in der Umgebung.
Link zur damaligen Diskussion
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Re: Wegegebot im NSG

Beitrag von KoenigDickBauch » Mi 27. Jan 2010, 10:05

UF aus LD hat geschrieben:..., dass er doch im NSG liegt (zwar nur 2 Meter vom Weg, aber mitten im Dickicht).
Und es liegt nicht an uns über die Sinnhaftigkeit eines NSG zu diskutieren oder einfach zu ingnorieren, sei es nur eine Ecke Dickicht oder die Bullen stehen 10m daneben.
.
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Re: Wegegebot im NSG

Beitrag von UF aus LD » Mi 27. Jan 2010, 10:46

KoenigDickBauch hat geschrieben:
UF aus LD hat geschrieben:..., dass er doch im NSG liegt (zwar nur 2 Meter vom Weg, aber mitten im Dickicht).
Und es liegt nicht an uns über die Sinnhaftigkeit eines NSG zu diskutieren oder einfach zu ingnorieren, sei es nur eine Ecke Dickicht oder die Bullen stehen 10m daneben.
Volle Zustimmung und daher habe ich ihn auch sofort verlegt.
Ich wollte damit sagen, auch wenn nur geringfügig im NSG oder ab vom Weg hat er dort nix verloren.
Gruß aus der Pfalz
Uwe

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Re: Wegegebot im NSG

Beitrag von Zappo » Mi 27. Jan 2010, 10:53

KoenigDickBauch hat geschrieben:......oder die Bullen stehen 10m daneben.
Viehhaltung im NSG ? :D
nöh, im Ernst:
Also vor Ort richte ich mich nach den Schildern - mehr kann man eigentlich auch nicht verlangen.
Die größere Frage bleibt aber für mich, was ein Weg ist. Bei uns gibt es einige Naturschutzgebiete, in denen die Sportfischerei erlaubt ist. Ergo führen um die Altrheinarme Wege - und da die meisten Angler gehbehindert sind oder aus anderen Gründen nicht mal 30 m laufen können, sind die Wege natürlich breit und zwar mindestens GEfestigt, wenn nicht gar BEfestigt. Sind aber in den Karten nicht eingezeichnet. Gibts da ein kartenwerk mit "lizensierten" Wegen? Auf was beruft man sich da?

Zappo
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