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Wegegebot im NSG

Cache oder nicht Cache, das ist hier die Frage!

Moderator: nightjar

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ElliPirelli
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Re: Wegegebot im NSG

Beitrag von ElliPirelli » Mi 27. Jan 2010, 12:34

Zappo hat geschrieben: Die größere Frage bleibt aber für mich, was ein Weg ist. Bei uns gibt es einige Naturschutzgebiete, in denen die Sportfischerei erlaubt ist. Ergo führen um die Altrheinarme Wege - und da die meisten Angler gehbehindert sind oder aus anderen Gründen nicht mal 30 m laufen können, sind die Wege natürlich breit und zwar mindestens GEfestigt, wenn nicht gar BEfestigt. Sind aber in den Karten nicht eingezeichnet. Gibts da ein kartenwerk mit "lizensierten" Wegen? Auf was beruft man sich da?
Ich wurde von einem Jäger gehindert einen Weg, der auf meiner Topo II eingzeichnet war, zu nutzen, mit dem Argument, es sei kein Weg, sondern eine Rückestraße. So sah die auch aus, zwei tiefe Fahrrillen den Hang hoch...

Mit dem Jäger unterhielt ich mich ne Weile und sein Argument, daß an dem Rückeweg die Rehe im Unterholz ständen, fand ich einleuchtend.
Zumal ich ja nur mit Hund und Sohn "im Wald spazieren ging"....

Gut, das war auch kein NSG, davon gibts bei uns nicht so besonders viele...
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adorfer
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Re: Wegegebot im NSG

Beitrag von adorfer » Mi 27. Jan 2010, 16:25

ElliPirelli hat geschrieben: Ich wurde von einem Jäger gehindert einen Weg, der auf meiner Topo II eingzeichnet war, zu nutzen, mit dem Argument, es sei kein Weg, sondern eine Rückestraße. So sah die auch aus, zwei tiefe Fahrrillen den Hang hoch...
Wenn's den "Hang hoch" war, dann ist's eine Rückegasse gewesen. Wenn's parallel Hang war und das Gelände schon recht steil, dann wars ein Rückeweg.

Und wenn's wirklich einer war, dann sollte es in 30-50m den nächsten parallel gegeben haben von identischer Beschaffenheit.
Wenn nicht, dann war Deines ein normaler, unbefestigter Forstweg oder die Zufahrt zu einem Hochsitz.

Und solange es keine Zweige an den Bäumen "unterhalb von 2m Höhe" gibt, ist es auch keine Dickung.

(Hat jetzt aber mit NSG weniger zu tun als mit allgemeinem Waldbetretungsrecht)
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ElliPirelli
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Re: Wegegebot im NSG

Beitrag von ElliPirelli » Mi 27. Jan 2010, 17:32

-jha- hat geschrieben:
ElliPirelli hat geschrieben: Ich wurde von einem Jäger gehindert einen Weg, der auf meiner Topo II eingzeichnet war, zu nutzen, mit dem Argument, es sei kein Weg, sondern eine Rückestraße. So sah die auch aus, zwei tiefe Fahrrillen den Hang hoch...
Wenn's den "Hang hoch" war, dann ist's eine Rückegasse gewesen. Wenn's parallel Hang war und das Gelände schon recht steil, dann wars ein Rückeweg.

Und wenn's wirklich einer war, dann sollte es in 30-50m den nächsten parallel gegeben haben von identischer Beschaffenheit.
Wenn nicht, dann war Deines ein normaler, unbefestigter Forstweg oder die Zufahrt zu einem Hochsitz.

Und solange es keine Zweige an den Bäumen "unterhalb von 2m Höhe" gibt, ist es auch keine Dickung.

(Hat jetzt aber mit NSG weniger zu tun als mit allgemeinem Waldbetretungsrecht)
Also es standen vereinzelte Büsche zwischen ausgelichteten großen Bäumen.
Und es gab mehrer parallel hochführende Wege, die oben auf eine Schotterstraße führten, die relativ parallel zum Waldrand weiter unten verlief.

Ich bin halt nen Umweg gelaufen, was soll ich mich mit dem Jäger anlegen, der mit seinem G Wagen Felder auf Wildverbiss kontrollierte.

Wie gesagt, bei uns gibts kaum NSGs...

Aber auch in einem "normalen" Wald sollte man auf den Wegen bleiben und die meisten Caches weichen ja auch erst die letzten Meter vorm Final vom Weg ab.
Jedenfalls brauchte ich bisher selten durch Dickichte... ;)
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Re: Wegegebot im NSG

Beitrag von Team Lotte » Mi 27. Jan 2010, 18:47

Zappo hat geschrieben:Also vor Ort richte ich mich nach den Schildern - mehr kann man eigentlich auch nicht verlangen.
Seh ich auch so....und nicht nur beim Cachen. Zwar ist wie schon angemerkt die Ausschilderung bei NSG meist eher sparsam und oft auch nicht exakt genug, aber die Schilder sind nun mal der einzig sichtbare Hinweis.
Zappo hat geschrieben:Die größere Frage bleibt aber für mich, was ein Weg ist. Bei uns gibt es einige Naturschutzgebiete, in denen die Sportfischerei erlaubt ist. Ergo führen um die Altrheinarme Wege - und da die meisten Angler gehbehindert sind oder aus anderen Gründen nicht mal 30 m laufen können, sind die Wege natürlich breit und zwar mindestens GEfestigt, wenn nicht gar BEfestigt. Sind aber in den Karten nicht eingezeichnet. Gibts da ein kartenwerk mit "lizensierten" Wegen? Auf was beruft man sich da?
M.E. kann man sich eigentlich nur auf das berufen, was in einem offiziellen Kartenwerk eingezeichnet ist. Hier in Hessen (Zumindest für den hiesigen Bereich) gibts online verfügbare und recht genaue Karten der NSG und die dort eingezeichneten Wege sind im Prinzip auch die, die bei der Zuweisung des Geländes vorhanden waren. Kann mir eher nicht vorstellen, dass in NSG nachträglich weitere Wege offiziell eingerichtet werden, es sei denn die dienen z.B. als "Publikumspfade" und dann sollten die wiederum auch eingezeichnet sein. Alles andere sind nach meiner Auffassung illegale Trampelpfade und die Benutzung derselben dürfte im Falle des Erwischens Geld kosten.
cu Uwe

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Re: Wegegebot im NSG

Beitrag von hustelinchen » Do 28. Jan 2010, 22:13

Zappo hat geschrieben:Viehhaltung im NSG ? :D
Das ist bei uns schon fast üblich. Da werden in neuen riesigen Gehegen Heckrinder gehalten.
Herzliche Grüße
Michaela

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Re: Wegegebot im NSG

Beitrag von Zappo » Do 28. Jan 2010, 22:29

hustelinchen hat geschrieben:
Zappo hat geschrieben:Viehhaltung im NSG ? :D
Das ist bei uns schon fast üblich. Da werden in neuen riesigen Gehegen Heckrinder gehalten.
War ja eher ein Scherz wegen "Bullen". Aber richtige Heckrinder - keine Galloways? Wo?

Z.
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Re: Wegegebot im NSG

Beitrag von hustelinchen » Fr 29. Jan 2010, 00:41

Zappo hat geschrieben:[ Wo?.
In dem Naturschutzgebiet Kiebitzwiese das zu meinem Wohnort gehört. http://www.geocaching.com/seek/cache_de ... ad416d1489

und drei Orte weiter, aber kein NSG http://www.geocaching.com/seek/cache_de ... 7bcc31d121
Herzliche Grüße
Michaela

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Re: Wegegebot im NSG

Beitrag von UF aus LD » Fr 29. Jan 2010, 06:13

Bei dem Cache gibt es Taurusrinder zu bewundern. Wohle eine Weiterführung der Arbeit der Brüder Heck......
Gruß aus der Pfalz
Uwe

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Re: Wegegebot im NSG

Beitrag von argus1972 » Fr 29. Jan 2010, 07:04

Alles andere sind nach meiner Auffassung illegale Trampelpfade und die Benutzung derselben dürfte im Falle des Erwischens Geld kosten.
Oder eine freundliche aber bestimmte Ermahnung.

In der Wahner Heide gibt es haufenweise solche Trampelpfade, die an schönen Wochenenden auch nachdrücklich von Herden aus den umliegenden Großstädten genutzt werden.
Kontrolle fast unmöglich, da beschränkt man sich darauf, gegen freilaufende Waldis vorzugehen und Betreter der militärischen Sperrgebiete finanziell abzustrafen.
Bitte prüfen Sie der Umwelt zuliebe, ob dieser Beitrag wirklich ausgedruckt werden muss!

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Re: Wegegebot im NSG

Beitrag von eigengott » Sa 30. Jan 2010, 15:18

Zappo hat geschrieben:vor Ort richte ich mich nach den Schildern - mehr kann man eigentlich auch nicht verlangen.
So sehr ich deine Beiträge sonst schätze - das ist eher Mist. Von einem Geocacher kann man schon verlangen, dass er sich vorher anhand einer Karte informiert, ob sein neuer Cache in einem NSG liegt oder nicht. Die Beschilderung vor Ort ist völlig unzuverlässig und stellt insbesondere auch keine Grenzmarkierung dar.

Ich als Steuerzahler würde den Kommunen auch was husten, wenn sie ihr Geld damit verschwenden, NSG-Grenzen flächendeckend mit Schildern zu markieren. Der typische Waldbesucher braucht das nicht, weil er ohnehin auf den Wegen bleibt - da reichen Schilder an den Waldzugängen und Parkplätzen. Und alle anderen (Land-/Forstwirte, Bauplaner, Geocacher, ...) können auf Kartenmaterial zugreifen. Z.B. hier: http://www.bfn.de/geoinfo/fachdaten/ oder sogar im GPS-Gerät (zumindest die Garmin-Topo ab v2 enthält die Grenzen der meisten NSGs).

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