Cachesuche, wenn das GPS-Gerät nicht mehr weiterhilft...

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

familysearch
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Beitrag von familysearch » Di 18. Jul 2006, 22:29

Lakritz hat geschrieben:
wallace&gromit hat geschrieben:Ich stehe auch nicht so auf Cachesuche im Wildschweinmodus. Das führt oft dazu, daß das Areal deutliche Schäden abkriegt.

Deshalb plädiere ich ja dafür, dass man einen Cacherschein erwerben muss, bevor man D>2 Caches angehen darf. :lol: Motto: "Erst die Augen, dann die Finger." ;)


Vielleicht wäre ein Cacherschein für Verstecker schwieriger caches eher vonnöten...
Zudem stellt sich die Frage, wodurch die Difficulty steigt.
Oftmals ist ein Versteck schwierig, weil es hundert gleichartige Möglichkeiten gibt, - und eine davon ist es halt. Irgendwie nicht so raffiniert.
Im Einzelfall ist das (auch für cacher) schwierige Versteck überaus raffiniert. Und im Hint auch noch ein interpretationsbedürftiger Hinweis gegeben. Wildschweinmodus wird explizit ausgeschlossen, hilft nicht weiter... So sollte ein Versteck mit hoher Difficulty sein. Prima.
Wer dazu keine Lust, Kraft, Idee hat, (wie meistens ich auch nicht), sollte sich vielleicht mit caches niedrigerer Difficulty begnügen, und versuchen eine gewisse cache-Qualität durch andere Dinge zu erreichen, z.B. durch das Zeigen einer besonderen Location.
Eine hohe Difficulty kann im übrigen auch dadurch erreicht werden, dass eine Koordinate nur schwierig erreicht werden kann, weil der naheliegende Weg nicht geht. Dazu braucht es nicht unbedingt eine hohe Terrain-Wertung. Diese Idee wird leider nur selten realisiert.
Happy discussing
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Beitrag von Lakritz » Di 18. Jul 2006, 22:29

familysearch hat geschrieben:Wo bleiben die Stimmen der Such-freaks?

Hier. :)

Aber was soll ich schreiben? Wollt ihr eine Erklärung dafür, dass Menschen eben unterschiedlich sind? Eine Anleitung zu mehr Gelassenheit beim Cachen? Eine in den Guidelines verankerte Findegarantie?

Ach nein, ich weiß schon:
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;)
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Starglider
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Beitrag von Starglider » Di 18. Jul 2006, 22:40

familysearch hat geschrieben:Bei so viel Zustimmung fragt man sich, wo die kritischen Stimmen zum Ausgangsposting bleiben.

Ich nicht. Die Frage beeinflusst wie immer die Antworten.

In deinem Ausgangsposting hast du eine Situation beschrieben, in der die Suche ziemlich aussichtslos erscheint. Sowas mag natürlich nur eine sehr kleine Gruppe.
"Suchen" nach einem Stöckchengrab, das man sofort nach Erreichen der Zielkoordinaten erkennt, ist mir definitiv zu langweilig.
Stundenlanges erfolgloses Wühlen im Laub oder Stochern in Felshaufen finde ich ätzend.
Irgendwo wischen diesen beiden Extremen macht mir Cachen Spaß.
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Beitrag von Lakritz » Di 18. Jul 2006, 23:07

Ja, ich hab da auch meine Grenzen, aber die liegen (natürlich situationsabhängig) nicht bei einer Viertelstunde, sondern beim Drei- bis Achtfachen.
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Beitrag von Geomane » Sa 22. Jul 2006, 09:14

mtblui hat geschrieben:Sorry du kannst dir noch so viel mühe geben mit dem ausmessen wie du willst, wenn du in einem wald bist der dicht bewachsen ist geht dem net besonders gut selbst mit zich hundert mitlungen.


Ich habe ja auch nur geschrieben:

Deshalb gebe ich mir bei meinen eigenen Caches entsprechend viel Mühe mit dem Ausmessen.


Natürlich gehört dazu auch, die Position am Cache über einen bestimmten Zeitraum zu bestimmen. Aber ich mache noch mehr:

- Mit der Trimble Planning Software suche ich mir geeignete Zeiten und messe zu diesen Zeiten

- Bei schechtem Empfang suche ich mir in der Nähe des Caches Stellen mit gutem Empfang (möglichst mit EGNOS) und berechne die Cacheposition daraus.

- Im Gebüsch (aber nicht unbedingt im Wald) befestige ich eine externe GPS-Antenne an einem längeren Stock und versuche, aus der Abschattung herauszukommen.

- Die Messungen mache ich an mehreren Tagen jeweils über ca. eine Stunde. Die Koordinaten werden aber nicht einfach gemittelt, sondern als xy-Plot angezeigt, um Ausreißer zu erkennen. (Gerade diese Plot-Darstellung zeigt, wie wenig eine HEPE-Angabe wirklich taugt)

Ich möchte einfach nur die zufälligen Fehler so klein wie möglich halten, an die systematischen Fehler komme ich ohnehin nicht ran (außer durch gutes Equipment).

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Beitrag von familysearch » So 23. Jul 2006, 21:18

Geomane hat geschrieben:
Deshalb gebe ich mir bei meinen eigenen Caches entsprechend viel Mühe mit dem Ausmessen.


Natürlich gehört dazu auch, die Position am Cache über einen bestimmten Zeitraum zu bestimmen. Aber ich mache noch mehr:

- Mit der Trimble Planning Software suche ich mir geeignete Zeiten und messe zu diesen Zeiten

- Bei schechtem Empfang suche ich mir in der Nähe des Caches Stellen mit gutem Empfang (möglichst mit EGNOS) und berechne die Cacheposition daraus.

- Im Gebüsch (aber nicht unbedingt im Wald) befestige ich eine externe GPS-Antenne an einem längeren Stock und versuche, aus der Abschattung herauszukommen.

- Die Messungen mache ich an mehreren Tagen jeweils über ca. eine Stunde. Die Koordinaten werden aber nicht einfach gemittelt, sondern als xy-Plot angezeigt, um Ausreißer zu erkennen. (Gerade diese Plot-Darstellung zeigt, wie wenig eine HEPE-Angabe wirklich taugt)

Ich möchte einfach nur die zufälligen Fehler so klein wie möglich halten, an die systematischen Fehler komme ich ohnehin nicht ran (außer durch gutes Equipment).


Nachdem beim Lesen dieses Postings mein überscharf eingestellter Ironiedetektor zunächst kurz ausgeschlagen hatte, gehe ich nach nochmaligen Lesen davon aus, dass das posting ernst gemeint ist.
Meine Hochachtung! Soviel Mühe mache ich mir mit meinen Koordinaten nicht. Allerdings sind auch fast alle meine Caches durch Hints oder Foto trotz vielleicht nicht ganz genauer Koordinaten leicht auffindbar.
Aber im Prinzip stimme ich dir zu. Wenn beabsichtigt ist, dass ein Cache, oder insbesondere eine Stage-Hinweis !, nicht leicht auffindbar ist, sollten die Koordinaten exakt stimmen. Gerade bei Multis wird es zunehmend Usus, - statt Zaunpfosten zählen zu lassen - ein winziges laminiertes Zettelchen mit Folgekoordinaten zu verstecken. So sehr das vielleicht im Prinzip zu begrüßen ist wird verkannt, dass diese Stage-Koordinaten-Zettelchen mitunter ganz besonders schwer zu entdecken sind. Wenn man so ein Zettelchen einfach nicht finden will, weiß man, was man an dem vielleicht phantasielosen Zählen und Ablesen von "Vorhandenem" hatte.
Je schwieriger etwas zu finden ist, um so mehr sollten ungenaue Koordinaten kritisiert werden.
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Beitrag von radioscout » So 23. Jul 2006, 23:43

familysearch hat geschrieben:So sehr das vielleicht im Prinzip zu begrüßen ist wird verkannt, dass diese Stage-Koordinaten-Zettelchen mitunter ganz besonders schwer zu entdecken sind. Wenn man so ein Zettelchen einfach nicht finden will, weiß man, was man an dem vielleicht phantasielosen Zählen und Ablesen von "Vorhandenem" hatte.
Je schwieriger etwas zu finden ist, um so mehr sollten ungenaue Koordinaten kritisiert werden.
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Deshalb gibt es auch bei einigen Multis löblicherweise gleich mehrere dieser Zettelchen, so daß man auch dann eins findet, wenn schon welche weg sind. Und für alle Fälle eine gewisse Redundanz oder eine Schilderablese- oder Zählalternative.
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Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

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Beitrag von nebelung » Do 27. Jul 2006, 17:44

Tja, was schreib ich nun?

Erst einmal zum Posting von Geomane: Hochachtung vor soviel Einsatz beim Verstecken! ABer mal ganz ehrlich, wie viele Cacheverstecker haben das Geld für diese Ausrüstung?

Ok, eigentlich darf ich nicht mitreden, meine Dosen liegen fast alle recht offen in der Gegend rum, selbst wenn ich da Abweichungen in den Koordinaten habe findet man die.

Aber ist nicht die Suche das Ziel? Also auch die Suche nach dem Final? Ich finde raffinierte Cacheverstecke klasse und suche auch schon mal was länger als ne halbe Stunde. Was solls? Dafür bin ich doch losgegangen, zum Suchen.

Ok, wenn der Hint "Am Fuße einer Buche lautet" und ich in nem Wald voller Buchen stehe, die auch noch ein entsprechendes Blätterdach haben, was automatisch zu Abweichungen führt, dann ärgere ich mich schon über den Hint. Aber wieso soll denn der Hint "es ist nicht nötig Laub vom Boden aufzuheben" nicht ausreichen, wenn der Cache nicht am Boden ist?

Grüße

Nebelung
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Beitrag von Geomane » Fr 28. Jul 2006, 12:06

nebelung hat geschrieben:ABer mal ganz ehrlich, wie viele Cacheverstecker haben das Geld für diese Ausrüstung?

Welche Ausrüstung meinst Du? Das einzige, was diese Ausrüstung vom üblichen "Cacherbesteck" (GPSr, Kompass) unterscheidet, ist ein Metermaß und eine Zusatzantenne - die hat um die 30 Euro gekostet.

nebelung hat geschrieben:Aber ist nicht die Suche das Ziel? Also auch die Suche nach dem Final? Ich finde raffinierte Cacheverstecke klasse und suche auch schon mal was länger als ne halbe Stunde.

Im Prinzip stimme ich Dir zu, aber gerade im Wald sind genau angegebene Koordinaten wichtig, weil 1) die zu durchsuchende Fläche wegen der ungünstigen Empfangslage größer ist, und 2) relativ viele Versteckmöglichkeiten bestehen. Die Suche nach dem Final sollte den Cacher nicht soweit frustrieren, dass er schließlich nach der Wildschweinmethode vorgeht. Ich bevorzuge sauber ausgemessene Koordinaten in Verbindung mit einem Versteck, bei dem für jeden Cacher die Alarmglocken schrillen, an denen aber jeder Muggel achtlos vorbei geht.

nebelung hat geschrieben:Was solls? Dafür bin ich doch losgegangen, zum Suchen.

Ich nicht, ich gehe zum Finden los :wink:

Nein, natürlich kommt die Suche vor dem Finden, aber ich möchte ja, dass die Cacher meine Caches auch wirklich finden können, und das möchte ich denen nicht durch ungenaue Koordinaten schwerer machen - dann eher durch schwierige Aufgaben oder so.

Die Sucherei hat zwei Phasen: zuerst mit dem GPSr in der Hand, dann im Zielgebiet mit den Augen in der Umgebung. Die zweite Phase habe ich daheim auch, wenn ich wieder mal was verlegt habe - das brauche ich eigentlich beim Cachen nicht.

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Beitrag von nebelung » Fr 28. Jul 2006, 22:26

Tja, es soll GPSr geben, an die man nicht mal ne Zusatzantenne anschließen kann.

Natürlich sind - wenn das "Versteck" nicht eindeutig ist gute Koordinaten wichtig. Und wie ich schon bemerkt habe: Hints wie: Am Fuße einer Buche in einem Buchenwald ist mehr als flüssig - überflüssig.

Das Problem ist doch folgendes: Ich lege einen Cahe im Herbst/Winter, das Laubdach der Bäume ist schön licht und die Gegend kaum bewachsen. Im Sommer kommen dann die Probleme: Abweichungen wegen des Laubdaches, dichter Bewuchs im Unterholz, etc. Was soll man da machen?

Ja, recht hast Du, ich gehe auch zum finden los, wobei das Suchen das Interessante ist und das Finden die Belohnung.

Oder hab ich das ganze Spiel - denn was anderes ist es für mich nicht - falsch verstanden?

Viele Grüße

Nebelung
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