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Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

DocW
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Beitrag von DocW » Di 22. Aug 2006, 11:41

alex3000 hat geschrieben:
Windi hat geschrieben:Sei froh, ich hatte Latein. Tolle Sprache wenn man Medizin oder Jura studiert. Aber als E-Techniker absolut sinnbefreit.


Latein bringt aber auch Vorteile, wie z.B. man tut sich leichter bei anderen romanischen Sprachen und kann unbekannte Fremdwörter leichter verstehen.

jaja, das haben meine Eltern auch immer gesagt. Nichts davon stimmt. Zumal wenn im Lateinunterricht vor lauter sturer Vokabelpaukerei und blöder stupider Textübersetzerei es vermieden wird, den Kindern die Mechanik einer Sprache zu vermitteln.
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Beitrag von .......... » Di 22. Aug 2006, 11:45

alex3000 hat geschrieben:Latein bringt aber auch Vorteile, wie z.B. man tut sich leichter bei anderen romanischen Sprachen und kann unbekannte Fremdwörter leichter verstehen.


Jo klar und fürs Autofahren lernen beginnst du natürlich mit dem Reiten.

Diesen Vorteil hast du auch wenn due Franzözisch, Italienisch, Spanisch oder Portugisisch gelernt hast.

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Schnüffelstück
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Beitrag von Schnüffelstück » Di 22. Aug 2006, 12:00

mein Lateinlehrer hat geschrieben:Latein... bla... Familie der romanischen Sprachen... bla... später alles leichter.. sülz... Latinum für das Studium... seier... Training für logisches Denken... schwall...

Ist von vorne bis hinten erlogen und nicht mehr als der verzweifelte Versuch, eine absolut tote und nutzlose Sprache am Leben zu erhalten.
Wir wurden damals vor die Wahl gestellt, entweder Englisch-Latein-Französisch oder Latein-Englisch-Französisch zu lernen. Selbstverständlich habe ich mich für "Englisch sofort" entschieden. Die schlauen Lateiner haben uns damals abschätzig erklärt, dass man mit Latein ja quasi alle romanischen Sprachen gleichzeitig lernt.
Ergebnis: Nach zwei Jahren konnte ich mich auf einem internationalen Zeltlager mit Pfadfindern aus der ganzen Welt unterhalten. Da haben die Lateiner aber sauber dumm geschaut. Inzwischen führe ich manchmal für meinen Chef die Verhandlungen mit der Zentrale in London, weil ich einfach den Jungs die Sachlage erklären kann. Was bringt Latein?
Nach drei Jahren wurde ich dann auch mit Latein gefoltert und habe noch nie eine nutzlosere Verschwendung von Zeit und Geld gesehen. Wegen Latein wäre ich fast durchgefallen - wenn ich mir meine Abi- und Studiumsnoten so anschaue, dann bestätigt mich das darin, dass viele Menschen durch Latein ihrer Zukunft beraubt werden, auch bei mir wäre es fast so gewesen. Denn ob man Latein lernt oder nicht, das entscheidet nicht das Kind, sondern die Eltern.
Nach sechs Jahren kam Französisch dazu. Und, was hat mir Latein gebracht? Einen Sch*ißdr*ck! Da hat mir Englisch und Asterix lesen deutlich mehr gebracht als Latein.
Frag mal einen Mediziner, was er öfter braucht: Lateinische Sprache (ich rede nicht von auswendig gelernten festen Fachbegriffen) oder englische Sprache?
Und dann frage sonst jemanden, der das (zu meiner Zeit noch "große") Latinum hat, wann er es wirklich braucht außer zum Angeben auf dem Elternabend und zur Rechtfertigung der Folter von Kindern. Nie.

Nun kann man sagen: Was regst Dich so auf, soll doch jeder machen was er will.
Problem 1: Kinder als Betroffene können es nicht entscheiden, was sie lernen. Das machen die Eltern und Latein klingt halt besser auf der Schrebergartenbesitzerversammlung.
Problem 2: Es wurden wegen dieser Sprache so viele Menschen der Laufbahn beraubt, die sie wollten und die für sie gut gewesen wäre. Ich habe selbst so einige Schulkinder gesehen, die supergut waren, aber wegen Latein das Abi nicht bekommen haben. Auch mich hätte es fast erwischt.
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Beitrag von DocW » Di 22. Aug 2006, 12:03

Und selbst fürs Medizinstudium ist Latein keine Voraussetzung mehr.
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Beitrag von Lakritz » Di 22. Aug 2006, 12:12

Hm. Ich finde es eigentlich völlig egal, welche Sprachen man in der Schule lernt. Hauptsache, man lernt irgendeine, um überhaupt mal zu sehen, wie so was geht. Wenn man "groß" ist, kann man schließlich immer noch jede Sprache lernen, die man möchte.

(Ich habe weder Französisch noch Latein gemocht - trotzdem haben mir diese Sprachen nicht wirklich geschadet.)
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Beitrag von Schnüffelstück » Di 22. Aug 2006, 12:16

Lakritz hat geschrieben:Hm. Ich finde es eigentlich völlig egal, welche Sprachen man in der Schule lernt.

Klingonisch und Elbisch sind mindestens genauso hip wie Latein und deutlich öfter einsetzbar.
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Beitrag von Lakritz » Di 22. Aug 2006, 12:18

Dann mal los und ein paar Schulbücher geschrieben!
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Beitrag von Schnüffelstück » Di 22. Aug 2006, 12:20

Lakritz hat geschrieben:Dann mal los und ein paar Schulbücher geschrieben!

Jibbet alles online, einfach ausdrucken und schon hat man das Anno-1900 Gefühl wieder.
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Beitrag von .......... » Di 22. Aug 2006, 12:26

Schnüffelstück hat geschrieben:
Lakritz hat geschrieben:Dann mal los und ein paar Schulbücher geschrieben!

Jibbet alles online, einfach ausdrucken und schon hat man das Anno-1900 Gefühl wieder.


Die Chancen sich mit Elbisch und Klingonisch zu unterhalten sind bei weitem größer als bei Latein. Warum lehren wir in der Schule nicht auch Alt-Griechisch?
Archimedes konnte Alt-Griechisch und ihm hat es ja bekanntlich nicht geschadet...

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Beitrag von Windi » Di 22. Aug 2006, 13:15

Das wär mal was. Klingonisch als Pflichtfach.
Mich hat es bei Latein leider 2 mal zerbröselt. Ehrenrunde gedreht.
Fürs Abi hab ich es glücklicherweise nicht gebraucht und habe es in der Kollegstufe abgewählt.
Wie Stefan schon schrieb. Eine absolute Zeit- und Geldverschwendung.
Wenn ich bedenke was ich in den 2 Wiederholungsjahren Geld hätte verdienen können.
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