GPS Koordinaten & Höhe

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

Christian und die Wutze
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Beitrag von Christian und die Wutze » Di 22. Aug 2006, 10:53

Albsucher hat geschrieben:Nachdem GPS ein Satellitengestütztes ERD-Navigationssystem ist bringt es im Weltal recht wenig.
Wer sich ein wenig mit Astronomie beschäftigt stösst dort schnell auf Rekazension, Ekliptik und Deklination. Die sind zwar angelehnt an Längen- und Breitengrade aber nur damit lassen sich Himmelsobjekte exakt ausmachen.
Und die GPS-Satelliten sind logischerweise auf die Erde ausgerichtet, sonst macht das ja auch keinen Sinn.
Die grünen Männchen finden sich schon zurecht :lol:


Rektanzension und Deklination sind auch nichts anderes als Winkelangaben, wobei nur der Bezugspunkt ein anderer ist(, damit die Uhrzeit keine Rolle spielt).
Mittels GPS bestimmst Du deine Position im Raum. Ob Du das Ergebnis nun in Alpha, Delta, Abstand oder Länge, Breite, Höhe angibst ist nur Definitionssache. Strecken kannst du auch in Meilen, Kilometern oder Angström angeben, die Aussage ist die Selbe! Es gibt halt für jede Messung ein Koordinatensystem, welches PRAKTISCH ist und daher Anwendung findet.
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Beitrag von geometer42 » Di 22. Aug 2006, 11:00

Albsucher hat geschrieben:Nachdem GPS ein Satellitengestütztes ERD-Navigationssystem ist bringt es im Weltal recht wenig.
Wer sich ein wenig mit Astronomie beschäftigt stösst dort schnell auf Rekazension, Ekliptik und Deklination. Die sind zwar angelehnt an Längen- und Breitengrade aber nur damit lassen sich Himmelsobjekte exakt ausmachen.
Und die GPS-Satelliten sind logischerweise auf die Erde ausgerichtet, sonst macht das ja auch keinen Sinn.
Die grünen Männchen finden sich schon zurecht :lol:


Falls jemand einen Cache da oben installieren möchte, sollte er auf jeden Fall eine geostationäre Umlaufbahn wählen, sonst wird's ein Moving Cache bezüglich des GPS-Koordinatensystems und die werden wohl nicht mehr akzeptiert.

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Beitrag von geometer42 » Di 22. Aug 2006, 11:06

Christian und die Wutze hat geschrieben:Ich habe (auch nüchtern) noch keinen Widerspruch zu meiner Aussage gefunden. :roll:


Ich schon. Bei der Lösung mit 4 Satelliten wird nämlich überhaupt nichts angenommen, sondern es werden einfach 4 Unbekannte (3 Koordinaten + Stand der Empfängeruhr) aus 4 Gleichungen berechnet.

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Beitrag von Christian und die Wutze » Di 22. Aug 2006, 11:17

geometer42 hat geschrieben:
Christian und die Wutze hat geschrieben:Ich habe (auch nüchtern) noch keinen Widerspruch zu meiner Aussage gefunden. :roll:


Ich schon. Bei der Lösung mit 4 Satelliten wird nämlich überhaupt nichts angenommen, sondern es werden einfach 4 Unbekannte (3 Koordinaten + Stand der Empfängeruhr) aus 4 Gleichungen berechnet.


Liegen aber diese 4 Satelliten nah bei einander (was vorkommt), nimmt der Algorithmus die wahrscheinliche Lösung "Innerhalb" an. Du hast deine 4 Gleichungen, 4 Unbekannte, aber die Lösung kann trotzdem falsch sein (mal unterstellt, das Signal ist auf der Rückseite der Satelliten zu empfangen).
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Beitrag von DocW » Di 22. Aug 2006, 11:24

Christian und die Wutze hat geschrieben:Ist zwar nur eine Illustration, aber die Antennen sehen schon so aus, als seien sie auf eine Vorzugsrichtung ausgelegt.

Empfang (nicht Empfängnis) hatte ich schon in 10300m Höhe. Höher war ich leider noch nicht und kann daher keine Messwerte zur Verfügung stellen.

Jetzt weiss ich warum der Empfang so schwer manchmal ist!

Die Antennen gucken in die falsche Richtung, die blasen in den Weltenraum!!!!

Auch wenns nur eine Illustration ist - soviel Zeit muss sein - die Antennen für die Bestrahlung der Erde sind auf der nicht sichtbaren Seite des Satelliten, sonst strahlen sie nicht die Erde an.
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Beitrag von DocW » Di 22. Aug 2006, 11:25

Christian und die Wutze hat geschrieben:
geometer42 hat geschrieben:
Christian und die Wutze hat geschrieben:Ich habe (auch nüchtern) noch keinen Widerspruch zu meiner Aussage gefunden. :roll:


Ich schon. Bei der Lösung mit 4 Satelliten wird nämlich überhaupt nichts angenommen, sondern es werden einfach 4 Unbekannte (3 Koordinaten + Stand der Empfängeruhr) aus 4 Gleichungen berechnet.


Liegen aber diese 4 Satelliten nah bei einander (was vorkommt), nimmt der Algorithmus die wahrscheinliche Lösung "Innerhalb" an. Du hast deine 4 Gleichungen, 4 Unbekannte, aber die Lösung kann trotzdem falsch sein (mal unterstellt, das Signal ist auf der Rückseite der Satelliten zu empfangen).


Lösung ist nicht falsch. Es gibt einfach zwei Lösungen! Eine sinnvolle und eine weniger sinnvolle
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Beitrag von Christian und die Wutze » Di 22. Aug 2006, 11:37

Wenn Du ausserhalb der Satellitenbahn bist und dein GPSr meldet dich auf der Erdoberfläche, dann ist die Lösung falsch. (Faktisch, nicht mathematisch)
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Beitrag von geometer42 » Di 22. Aug 2006, 11:41

Einverstanden. Aber sobald ein fünfter Satellit dazu kommt, wird es eindeutig.

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Beitrag von Christian und die Wutze » Di 22. Aug 2006, 11:43

Ja, und wenn die Verteilung der Satelliten stimmt auch schon mit 4:
Kein Widerspruch zu meiner Aussage.
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Beitrag von geometer42 » Di 22. Aug 2006, 12:20

Jetzt machst du mich aber doch neugierig. Wenn man die Uhren mal weglässt und es als reine Streckenmessung interpretiert, dann ist das ein Schnitt von 3 Kugeln und der liefert im allgemeinen 2 Lösungen (oder keine).

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