Bwana Tucke-Tucke - ein früher Geocacher

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

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jennergruhle
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Bwana Tucke-Tucke - ein früher Geocacher

Beitrag von jennergruhle » Fr 8. Sep 2006, 09:51

Kennt ihr schon Bwana Tucke-Tucke, den ersten Afrika-mit-dem-Auto-Durchquerer? Der hat als einer der ersten schon 1907 eine Menge "Caches" finden müssen, um regelmäßig Nachschub an Benzin, Ersatzteilen und Proviant zu haben. Den Namen haben ihm die Einheimischen verpasst - "Bwana" heißt auf Swahili "Herr" und "Tucke-Tucke" sind die Geräusche des Motors.

Heutzutage hätte der vergrabene Cache mit dem Grabkreuz wohl kaum den Reviewer passiert...

Kennt ihr auch Beispiele für ähnliche Unternehmungen - abgesehen vielleicht von militärischen Einsätzen, wo das wohl sehr früh schon üblich war.
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Re: Bwana Tucke-Tucke - ein früher Geocacher

Beitrag von pom » Fr 8. Sep 2006, 10:00

jennergruhle hat geschrieben:Kennt ihr auch Beispiele für ähnliche Unternehmungen

Ja. der hier hat bereits mehrmals Lappland mit dem Auto durchquert. Die benötigten Ersatzteile waren meisten unter diesen Zeichen versteckt:
Bild
Sprit war unter diesen Wegmarkierungen zu finden:
Bild

Und die hier hat das südliche Afrika durchquert.
:lol:
Geht Ihr ruhig weiter Schnitzel jagen oder Schätze suchen!
Ich gehe derweil cachen.

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Sir Hugo
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Re: Bwana Tucke-Tucke - ein früher Geocacher

Beitrag von Sir Hugo » Mo 11. Sep 2006, 17:26

jennergruhle hat geschrieben:Kennt ihr auch Beispiele für ähnliche Unternehmungen - abgesehen vielleicht von militärischen Einsätzen, wo das wohl sehr früh schon üblich war.


Im Bereich der militärische Operationen wurden die "field depots" der britischen Long Range Desert Group (der Vorgänger der noch heute existierenden Elitetruppe SAS) bekannt: Diese zunächst aus Commonwealth-Soldaten bestehende Einheit war ab 1940 in Nordafrika im Einsatz, und musste ihre gesamte Ausrüstung, Wasser und Proviant stets verbuddeln, da sie meist zu Fuss unterwegs waren. Die Depots wurden nicht in Karten eingezeichnet, um zu verhindern, dass sie gemuggelt werden: Jeder Soldat musste sich die Standorte merken, und per Magnetkompass wiederfinden.
Unsere geocaching Eckpunkte:
Norden: Reykjavik, Island N 64°07.832 W 021°55.117
Süden: Kapstadt, Südafrika S 33°53.998 E 018°25.510
(Nord-)Osten: St. Petersburg, Russland N 59°55.209 E 030°22.958
Westen: Key West, Florida N 24°33.664 W 081°48.104

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Beitrag von arbalo » Di 12. Sep 2006, 13:21

ein buchtip mit einer ähnlichen story: wenn es krieg gibt gehen wir in die wüste - autor henno martin. spielt auch in namibia.
absolut geniales buch ( kein roman ).
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Beitrag von jennergruhle » Di 12. Sep 2006, 13:52

Danke für den Tipp, ich lese auch gerade ein Buch über die Gegend: "Traumland Südwest" von Hans-Otto Meissner. Das ist eine Art Reisebericht aus dem Jahre 1967, als Südwestafrika noch durch die Republik Südafrika widerrechtlich weiter verwaltet war, also weit vor der Staatsgründung von Namibia. Einiges mag aber durchaus heute noch zutreffen.
Ein Kapitel hat der Autor auch Paul Grätz, dem Afrikadurchquerer von 1907-1909, gewidmet.
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Beitrag von arbalo » Di 12. Sep 2006, 15:04

wenn auch ot, aber zurück zum thema ( versteckte depots ). ich bin vor ein paar jahren mal auf einer us-militär-gps-internetseite gewesen, dort waren koords alle orte der welt verzeichnet aber in der nähe meiner heimatstadt "steinheim" war ein wp namens "loge" verzeichnet, da dies kein mir bekannter flurname war habe ich die koords aufgesucht und "nichts" vorgefunden, ausser einen bach, einer brücke, einer wiese.........strange was für wp´s die ami´s für "wichtig erachten"
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Beitrag von jennergruhle » Di 12. Sep 2006, 17:49

Vielleicht musst Du da erst graben, um herauszufinden warum der Punkt so wichtig ist :-)

Hast Du den Link zu der Seite noch?
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