Vermutlich Hundephobie

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

arbalo
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Beitrag von arbalo » Fr 15. Sep 2006, 07:19

radioscout hat geschrieben:
Ilsebilse hat geschrieben:1. Das Problem sieht von Seiten der Hundehalter aber leider so aus, dass manche Menschen sich allein dadurch belästigt fühlen, dass ein Hund ohne Leine laufen darf...
2. Trotzdem gibt es fast keine Cachetour, bei der nicht ein schlecht erzogener Hund an mir hochspringt. Die verantwortungslosen Halter stört das natürlich überhaupt nicht.
.


zu 1: und genau diese leute nutzen hier momentan das forum um eine entsprechende negativ-stimmung zu verbreiten..........

zu2. tut mir leid halte ich für ein "gerücht"..........

@rc: übrigens deine hundebegegnung in belgien kannst du bei nc loggen!

@family: diese tierhalterhaftpflicht ist schon seit zig jahren pflicht, wiese forderst du etwas, was es schon gibt?

@ doc mega: diese 3-4 fälle die du ansprichst, könnte es sein, daß da auch fälle bei sind wo die kinder von ihren eigenen hunden gebissen wurden. nicht, daß ich das gutheissen will, es soll nur darstellen, daß die gefahr vom hund gebissen zu werden her absolut dramatisiert wird!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

ich behaupte die möglichkeit im lotto zu gewinnen ist x-mal höher und keiner käme auf die idee, daß arbeiten einzustellen und und hier über 14 seiten zu diskutieren was er tut wenn er millionär ist............

und wenn wir hier schon über unrelevante lebensgefahren spekulieren:
zum thema hundebiss: die hier anwesenden doktoren werden mit sicherheit gerne bestätigen, daß ein menschenbiss x-mal gefährlicher ist als ein hundebiss. so ist es mir zumindest nach einem hundebissen vom behandelnden arzt erzählt worden.
smilodon überlebender.

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jmsanta
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Beitrag von jmsanta » Fr 15. Sep 2006, 07:46

arbalo hat geschrieben:ich behaupte die möglichkeit im lotto zu gewinnen ist x-mal höher und keiner käme auf die idee, daß arbeiten einzustellen und und hier über 14 seiten zu diskutieren was er tut wenn er millionär ist............


Für einen 6er mit Superzahl beträgt bei einem Tipp die Wahrscheinlichkeit 1:139.838.160 und ein kurzer Überschlag bestätigt deine Aussage nur für die tödlichen "Beißvorfälle". Die Wahrscheinlichkeit im Lotto für 6 Richtige mit Superzahl steigt bei 52 Tipps im Jahr auf 1:286.921. Damit deine Aussage tatsächlich stimmt dürften bei diesem Vergleich nicht mehr als 297 Hunde in Deutschland im Jahr zubeißen (Bevölkerung mit 80.000.000 angenommen).

Glaube keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast. Sir Winston Churchill

Also lassen wir das unsinnige herumwerfen mit irgendwelchen absurden Zahlen. Ich lese nun die Beiträge zu diesem Thema von Anfang an, aber ich findes es schade, dass einigen wenigen :!: schwer zufallen scheint Ängste und Abneigungen gegenüber Hunden zu akzeptieren.

Es geht ja nicht nur um die Gefährlichkeit von Bissen, die in dem von Arbalo erwähnten Zusammenhang etwas mit einer unterschiedlich starken Infektionsgefahr zu tun hat, sondern um eine oft diffuse "Angst" aufgrund eines äußerst unangenehmen Erlebnisses. Es liegt nunmal auch in der menschlichen Natur, daß vom negativen Verhalten der Minderheit einer größeren Gruppe auf die Mehrheit geschlossen wird, was in der Menschehitsgeschichte schon zu vielen tragischen Missverständnissen geführt hat. Noch als "harmlosestes" Phänomen fallen mir da spontan die Polenwitze ein.

Mir sind Hunde sch*** egal. Solange sie mich in Ruhe lassen lass ich sie auch in Ruhe.
Mt 5,3-11 (Lut. '84)

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Beitrag von jennergruhle » Fr 15. Sep 2006, 08:30

arbalo hat geschrieben:... absolut dramatisiert wird!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Du wolltest sicher noch !!!eins!1!1!!!elf schreiben.
Feierabend- und Urlaubscacher und bekennender DNF-Logger

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Beitrag von Ilsebilse » Fr 15. Sep 2006, 08:38

familysearch hat geschrieben:Hi Ilsebilse,
ich weiss, dass die Tierärzteschaft nicht dafür sein wird...
Ich hielte aber schon eine verbindliche Hundehaftpflichtversicherung für alle Hunde/Hundehalter für einen Schritt in die richtige Richtung.


Warum sollten Tierärzte irgendwas gegen eine Hundehaftpflicht haben? Ich kenne zumindest keinen Tierarzt/In, der/die nicht ausdrücklich dafür wäre. Die Kleintierpraxen, die ich kenne, weisen zudem Hundehalter, wenn sie das erste Mal in die Praxis kommen, darauf hin, das es so etwas gibt, und dass es sehr sinnvoll ist, eine Versicherung abzuschliessen. Wenn ich mich recht erinnere, hat sich auch der Bundesverband Praktischer Tierärzte (BPT) eindeutig positiv zu Hundehaftpflichtversicherungen geäußert. Schade nur, dass manche Versicherungen bestimmte Hunderassen von vornherein ausschliessen (Leserbrief in den letzten VetMed-Impulsen, falls da irgendwer Zugriff drauf hat).

Der BPT hat übrigens auch einen Wesenstestfür Halter beissender Hunde gefordert und fordert seit längerem einen Sachkundenachweis für Hundehalter. Für die, die es interessiert: Eine schöne Zusammenstellung von (tierärztlichen) Pressemeldungen zum Thema Hund und Mensch findet sich hier.

Edit: Versicherungspflicht besteht übrigens seit dem 01.07.04 für gefährliche Hunde
Leitplankenmicros? Sinnlose Filmdosen im Wald? Frustriert? Besucht die Brigade Eisenberg in Thüringen! Hier gibt es noch Caches, für die man ZU FUSS auf Berge steigen muß.

DocW
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Beitrag von DocW » Fr 15. Sep 2006, 09:33

jmsanta hat geschrieben:
Glaube keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast. Sir Winston Churchill


Diese "Zitat" stammt zwar nicht von Churchill, sondern wurde ihm mehr oder weniger von Joseph Goebbels in den Mund geschoben:
http://www.statistik.baden-wuerttemberg.de/Veroeffentl/Monatshefte/essay.asp?xYear=2004&xMonth=11&eNr=11
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Beitrag von jmsanta » Fr 15. Sep 2006, 09:40

DocW hat geschrieben:
jmsanta hat geschrieben:
Glaube keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast. Sir Winston Churchill


Diese "Zitat" stammt zwar nicht von Churchill, sondern wurde ihm mehr oder weniger von Joseph Goebbels in den Mund geschoben:
http://www.statistik.baden-wuerttemberg.de/Veroeffentl/Monatshefte/essay.asp?xYear=2004&xMonth=11&eNr=11


oh, vielen Dank für den Hinweis. da scheine ich wohl einer alten Urban Legend aufgesessen zu sein. Bild
Obwohl ich für den eigentlichen Autor nur blanke Verachtung übrig habe gefiel mir diese Aussage - zumindest bisher... Bild
Mt 5,3-11 (Lut. '84)

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Beitrag von wutzebear » Fr 15. Sep 2006, 16:02

arbalo hat geschrieben:@family: diese tierhalterhaftpflicht ist schon seit zig jahren pflicht, wiese forderst du etwas, was es schon gibt?

Nicht überall, da das in die Ländergesetzgebung fällt. Hier in Hessen gilt die Pflicht nur für gefährliche Hunde (im Sinne der Gefahrenabwehrverordnung).

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Beitrag von radioscout » Fr 15. Sep 2006, 17:12

jennergruhle hat geschrieben:!!!eins!1!1!!!elf

Was bedeutet das? Mit Google finde ich nichts darüber.
Bild
Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

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Beitrag von dr_megavolt » Fr 15. Sep 2006, 17:29

@ doc mega: diese 3-4 fälle die du ansprichst, könnte es sein, daß da auch fälle bei sind wo die kinder von ihren eigenen hunden gebissen wurden. nicht, daß ich das gutheissen will, es soll nur darstellen, daß die gefahr vom hund gebissen zu werden her absolut dramatisiert wird!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


Stimmt, da sind auch die Fälle dabei, wo die Kinder von Hunden angefallen werden, die ihnen ihre Eltern zur Freizeitbelustigung gekauft haben. Nach meiner bescheidenen persönlichen Erfahrung sind es etwas häufiger Hunde von Bekannten, also der sonst so liebe Golden Retriever des Nachbarn der plötzlich einen Ausraster bekam aus irgendeinem Grund...

"Dramatisieren" ist relativ.

zum thema hundebiss: die hier anwesenden doktoren werden mit sicherheit gerne bestätigen, daß ein menschenbiss x-mal gefährlicher ist als ein hundebiss. so ist es mir zumindest nach einem hundebissen vom behandelnden arzt erzählt worden.


Ich hätte weniger Angst, daß sich die Wunde höllisch infiziert und nicht mehr mit Antibiotika oder Wundchirurgie zu sanieren ist. Das könnte für Menschenbisse tatsächlich gefährlicher sein. Aber große Defekte reißen, die man plastisch nicht mehr schön gedeckt bekommt, können Hunde gebißbedingt besser, und das wären für mich die schlimmeren, weil kosmetische Spätfolgen. Menschenbisse kenn ich eigentlich nur aus dem Zusammenhang "Polizisten-versuchen-Junkie-festzunehmen" oder "Kindergartenkind-beißt-Kindergartenkind". Hab in 7 Jahren (Kinder)Klinik max. 2x Menschenbisse gesehen, waren harmlos. Hundebisse weitaus mehr. Die waren nicht harmlos. Aber eine super Statistik über 10 Jahre und alle Bundesländer kann ich nicht bieten.

Verstehe aber auch nicht, was Du mit dem Menschenbißvergleich überhaupt sagen wolltest. Hand hoch: ist von den hier Lesenden irgendjemand beim Cachen von einem Menschen angefallen und gebissen worden? Werwölfe lassen wir mal außen vor. Oder hat jemand schon einmal gehört, daß ein Mensch jemanden anderen totgebissen hat, von Fritz Haarmann in den 20er Jahren vielleicht abgesehen?

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Starglider
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Beitrag von Starglider » Fr 15. Sep 2006, 17:55

Gestern war ich in einem richtig schönen Ort im Odenwald cachen. Freilaufende Kühe, die sich auch mal knuddeln lassen, ebenso freilaufende Esel, Gänse und Hunde.
Und selbst die Tatsache, dass die Kühe ab und zu die Blumen in fremden Gärten anknabbern führt nicht zu Streit mit den Nachbarn.
Irgendwas machen die Leute da falsch, denn das kann ja gar nicht sein.
Die müssten doch längst alle verunstaltet durch die Gegend laufen oder tot unter einer Kuh liegen :roll:
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