Vermutlich Hundephobie

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

Catfriend38
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Re: Vermutlich Hundephobie

Beitrag von Catfriend38 » Mo 11. Sep 2006, 07:02

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DocW
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Beitrag von DocW » Mo 11. Sep 2006, 09:46

Beim Geocachen hatte ich noch nie Ärger mit Hunden, schliesslich bewegt man sich ja im Schritttempo.
Ganz im Gegenteil beim Laufen, da kann man echt zum Hundehasser werden; irgendwann bekommt so eine Scheisstöle einen Tritt. Oder besser der Hundehalter. Es gibt nur wenige vorausschauende Hundehalter, die ihren Kläffer beim Herannahen eines Läufers an die Leine nehmen oder diese kürzer halten.
Drecksviecher. Und stinken tut die Scheisse
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jennergruhle
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Beitrag von jennergruhle » Mo 11. Sep 2006, 09:56

Ich war früher auch bekennender Hundehasser, aber nachdem sich meine Freundin einen Hund zugelegt hat, gab sich das recht schnell. Freilaufende Hunde stören mich gar nicht, ich würde auch nicht wollen, das unserer dauernd an der Leine gehen muss. Wie soll er sich denn dann zum Kacken ins tiefste Gebüsch verkrümeln?
Richtig missratene Biester hab ich noch nicht viele getroffen, und wenn doch, dann wussten die Halter das und hatten die Tiere ohnehin an der Leine oder haben sie mit Befehlen in der Nähe gehalten. Das war dann vor allem bei Begegungen zwischen unserem Hund und diesen anderen Hunden hilfreich.
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Ilsebilse
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Beitrag von Ilsebilse » Mo 11. Sep 2006, 10:12

DocW hat geschrieben: Es gibt nur wenige vorausschauende Hundehalter, die ihren Kläffer beim Herannahen eines Läufers an die Leine nehmen oder diese kürzer halten.


Ich rufe meine Gastcacherhunde grundsätzlich zunächst bei Fuß, wenn Leute vorbeikommen. Da sie wohlerzogen sind, geht das problemlos, und es reicht aus, um zu verhindern, dass sie dem Jogger/Radfahrer im Weg rumstehen. Da sie meist Kniekontakt halten oder nur wenige Zentimeter davon entfernt sind, hab' ich sie mit einem Griff am Schlafittchen und Anleinen geht dann auch in Sekundenschnelle. Ich nehme sie allerdings meistens nicht sofort an die Leine, weil es mir einfach zu umständlich ist. Außerdem muß ich ehrlich zugeben, dass ich mir nicht sicher wäre, ob ich 30 kg + 35/40 kg Hund tatsächlich halten könnte - die sind zusammen schwerer als ich und haben 6 Beine mehr. :oops: Entscheidend ist, dass die Hunde davon überzeugt sind, dass ich das Sagen habe.
Angenehmer Nebeneffekt beim Bei-Fuß-Rufen: Die Leute sehen, das die Hunde parieren und sind gleich viel entspannter.

Ich stimme aber vollkommen zu, dass Hunde, die einem in den Weg springen oder (noch viel schlimmer) sogar anspringen, absolut unmöglich sind. Erstens weil es gefährlich ist, zweitens, weil ich auch als Mensch ein Recht auf meinen Individualabstand habe. Genausowenig wie ich ungefragt einfach fremde Hund anfasse, möchte ich von fremden Hunden besprungen werden.

P.S. @ catfriend und familysearch: Auch ich habe eine einzigartige Katze, die unglaublich gut darin ist, mich so konsequent zu nerven, dass ich sie vor die Tür setzen will - um dann in der nächsten Sekunde wieder so lieb und süß und toll zu sein, dass ich ihm alles verzeihe. Missen möchte ich das Biest nicht - aber diabolisch passt besser als göttlich! :wink:
Leitplankenmicros? Sinnlose Filmdosen im Wald? Frustriert? Besucht die Brigade Eisenberg in Thüringen! Hier gibt es noch Caches, für die man ZU FUSS auf Berge steigen muß.

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Beitrag von Haselmaus » Mo 11. Sep 2006, 10:57

Ilsebilse hat geschrieben:... Ich stimme aber vollkommen zu, dass Hunde, die einem in den Weg springen oder (noch viel schlimmer) sogar anspringen, absolut unmöglich sind. Erstens weil es gefährlich ist, zweitens, weil ich auch als Mensch ein Recht auf meinen Individualabstand habe. Genausowenig wie ich ungefragt einfach fremde Hund anfasse, möchte ich von fremden Hunden besprungen werden. ...


Volle Zustimmung, absolut unsere Meinung :!:

Ich glaube aber auch das das Verhalten der Hunde auch sehr stark etwas mit dem unbewußtem Verhalten der sich bedroht fühlenden Person zu tun hat.
Vermutlich spürt der Hund dass sein Gegenüber ängstlich ist. Ich hatte 16 Jahre einen Labrador und so lernt man vielleicht auch im Unterbewußtsein ein wenig über die Hundesprache. Frau Haselmaus hat keine Erfahrung mit Hunden, nur dass sie von ihnen regelmäßig angeknurrt wird, als wenn sie gleich den Angriff starten wollen. So ist sie schon immer ängstlich vor Hunden. Bei meinem Arbeitskollegen ist es genauso, der wird regelmäßig von Hunden bedroht so auch vom Hund des Chefs, der ihn und nur ihn von allen anderen Kollegen regelmäßig anknurrt oder sogar nach ihm schnappt (das ist übrigens echt zum totlachen). Ich hatte noch nie eine unangenehme Begegnung mit fremden Hunden. Das lief immer so ab, der Hund kam und beachtete mich kurz ich ihn auch nur kurz und dann ignorierten wir uns, während Frau Haselmaus den Hund genau mustert, ihn in die Augen schaut was er wohl tun wird bzw. ob er was tun wird und ihn somit provoziert. Könnte natürlich auch alles Quatsch sein, aber so empfinde ich das halt.

Übrigens einer unserer Caches Schwarzmüller wird von einem sehr netten, verspielten Hund bewacht. Also keine Angst beim chen. :wink:

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alex3000
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Beitrag von alex3000 » Mo 11. Sep 2006, 11:04

Ja, Hunde riechen die Angst. Und wenn dann ein Hund auch noch seine Rangordnung überprüfen möchte kann es schon sein, dass er auf diesen ängstlichen Menschen zugeht und schaut, was geht.
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1. Fanta 4 - Coburg 2008
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Beitrag von Starglider » Mo 11. Sep 2006, 11:05

DocW hat geschrieben:Ganz im Gegenteil beim Laufen, da kann man echt zum Hundehasser werden; irgendwann bekommt so eine Scheisstöle einen Tritt. Oder besser der Hundehalter.

Und solche Leute glauben tatsächlich, jedermann müsste auf sie Rücksicht nehmen. Muss man ein übersteigertes Ego nachweisen, um Joggen zu dürfen?

Wie jeder andere Verkehrsteilnehmer sind auch Jogger und Radfahrer verpflichtet, ihr Tempo der Situation anzupassen. Laut BGH-Urteil ist es dabei auch zumutbar, wegen einem Hund langsamer zu machen und ggf. auszuweichen.
Du hast als Jogger keinerlei Vorrang vor anderen Passanten.
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Beitrag von Ilsebilse » Mo 11. Sep 2006, 11:09

Haselmaus hat geschrieben:Ich glaube aber auch das das Verhalten der Hunde auch sehr stark etwas mit dem unbewußtem Verhalten der sich bedroht fühlenden Person zu tun hat.


Das ist ganz sicher so! Hunde sind sehr viel besser darin, unbewußte gesendete Signale aufzufangen, als wir Menschen.
Aber ich kann doch nicht von jedem erwarten, sich im Umgang mit Hunden zu schulen, um von diesen nicht dominiert zu werden, oder? (von Aggression mal ganz zu schweigen) Da sind für mich ganz klar die Hundebesitzer gefragt. Ich selber habe absolut kein Problem mit Hunden und wurde nur selten von Hunden "bedroht" - aber vorgekommen ist es, vor allem beim Joggen. Wenn ich mich dann "dominant" verhalten habe (ignorieren, im Notfall anbrüllen, Besitzer war ja nie in Sichtweite...), hat er sich bislang immer verzogen. Aber es gibt ganz klar Hunde, die (aufgrund falscher Erziehung) den Menschen nicht automatisch als ranghöher erkennen, und mit einem 30 kg-Hund möchte ich keinen Kampf um die Rangordnung austragen!

Erziehung kann bei Hunden viel bewirken, nicht nur in Punkto "Gehorchen", sondern darin, wie ein Hund sich in einer Menschengruppe einfügt.
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Beitrag von alex3000 » Mo 11. Sep 2006, 11:35

Es sagt sich leicht, aber man muss selbstbewusst dem Hund zeigen, wer der Chef ist. Die meisten wollen wirklich nur mal schauen, wie weit sie gehen können bzw. mal so testen, wer der Chef ist. Mit dominantem Anbrüllen hab ich schon so manchen Hund vertrieben, der bellend und aggressiv auf mich zu ist. Aber man kann auch an den Falschen geraten, der es austragen möchte. Dann hat man ein Problem.

Wer keine Erfahrung mit Hunden hat bzw. auch Angst hat, sollte den Hund am besten ignorieren und - ganz wichtig - nicht in die Augen schauen. Keine hektischen Bewegungen, vor allem nicht mit den Armen.
Top in concert:
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2. Metallica - München 1996
3. Genesis - München 2007

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Beitrag von DocW » Mo 11. Sep 2006, 11:36

Starglider hat geschrieben:
DocW hat geschrieben:Ganz im Gegenteil beim Laufen, da kann man echt zum Hundehasser werden; irgendwann bekommt so eine Scheisstöle einen Tritt. Oder besser der Hundehalter.

Und solche Leute glauben tatsächlich, jedermann müsste auf sie Rücksicht nehmen. Muss man ein übersteigertes Ego nachweisen, um Joggen zu dürfen?

Wie jeder andere Verkehrsteilnehmer sind auch Jogger und Radfahrer verpflichtet, ihr Tempo der Situation anzupassen. Laut BGH-Urteil ist es dabei auch zumutbar, wegen einem Hund langsamer zu machen und ggf. auszuweichen.
Du hast als Jogger keinerlei Vorrang vor anderen Passanten.


Umgekehrt wird ein Schuh draus. Es geht mir nicht um Vorrang, es geht um gegenseitige Rücksichtsnahme! Und da gehören immer zwei dazu!

Und es gibt viel zu viele Hundhalter, die mit einer unendlichen Ignoranz gesegnet, es ist unfassbar! "Der tut nichts!", "Der will nur spielen". Viele Hundehalter nehmen für sich das Recht in Anspruch für sich und Waufie einen 30m Radius um sich herum als private zone (in der Bello sein Unwesen treibt) zu beanspruchen, egal was sonst so los ist in Park, Wald und Flur. Und alles was sonst noch unterwegs ist, vom Spaziergänger, Kinder oder Läufer, die sind erstmal Eindringlinge in diese Zone. Wer hat denn da das übersteigerte Ego?

Der einsame Läufer zieht einfach nur sein Bahn mit konstanter Geschwindigkeit, beisst nicht, springt niemanden an. Üblicherweise verliert er auch nichts und kackt auch selten auf den Weg.
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