Vermutlich Hundephobie

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

Ilsebilse
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Beitrag von Ilsebilse » Mo 11. Sep 2006, 13:51

Catfriend38 hat geschrieben:... leider ist mein Liebling aber inzwischen sehr betagt und hat dazu noch eine kaputte Leber (Nein, getrunken hat sie nicht!), so das sie of rumnölt wenn wir sie denn schon wieder wegen dem doofen cachen alleine lassen :cry:. Am liebsten sieht sie zusammen mit mir Fern, Tiersendungen, das findet sie geil :wink: .


Dann tun wir sie doch mit meinem zusammen, der ist 18 1/2 Jahre alt. Etwas behäbig aber topfit, trotz heimlichen Schokoladen-Konsums. Die können dann zusammen auf dem Sofa sitzen und fernsehen gucken. Und sich gegenseitig annölen :twisted: !
Leitplankenmicros? Sinnlose Filmdosen im Wald? Frustriert? Besucht die Brigade Eisenberg in Thüringen! Hier gibt es noch Caches, für die man ZU FUSS auf Berge steigen muß.

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Catfriend38
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Beitrag von Catfriend38 » Mo 11. Sep 2006, 13:58

:arrow:
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jennergruhle
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Beitrag von jennergruhle » Mo 11. Sep 2006, 14:07

kohlenpott hat geschrieben:Wir haben damals unseren Hund immer rangerufen und meistens an die Leine genommen (mindestens aber am Halsband festgehalten) wenn andere Leute in der Nähe waren.

Das machen wir mit unserem nur dann, wenn wir:
- drum gebeten werden
- die Gegend es erfordert (größere Menschenmenge/Rummel/pöbelndes Volk o.ä.)
- andere Hundehalter mit angeleintem großem Hund in Sichtweite kommen, und Hund und/oder Halter nervös wirken, oder die Hunde bei Erblicken unseres Hundes sofort angeleint werden

In allen anderen Fällen war es nicht nötig - leinenlose Hunde laufen eh viele herum, untereinander vertragen die sich meist. Wenn Schwierigkeiten bekannt sind (anderer Hund oder Halter schon negativ aufgefallen) oder zu erwarten sind (Goldketten-Proll oder Glatze mit Kampfhund) ist weiträumig ausweichen ohnehin besser.
Feierabend- und Urlaubscacher und bekennender DNF-Logger

marit-
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Beitrag von marit- » Mo 11. Sep 2006, 14:59

Ich habe auch Angst vor Hunden, vor allem vor nicht angeleinten. Ganz besonders, wenn kein Halter sichtbar ist.
Ich hatte da einfach schon etwas zu viele unangenehme Begegnungen.
Ich bin zweimal von Hunden gestellt worden. Wegen einem nicht angeleinten Wachhund (von einer anderen Familie) konnten mehrfach der Postbote und der Hausarzt nicht zu meiner Großtante weil sie von dem Viech gestellt wurden.
Dann durfte ich beobachten wie ein angeblich ganz braver Hund der ja nie was macht (alle Köter von der Dame sind nur harmlos) über den Gartenzaun gesprungen ist und einen anderen Hund angegriffen hat. Und dann durfte ich auch noch mit ansehen wie der Nachbarshund meinen Drachen angegriffen und zerfetzt hat. Mit dem Kommentar des Halters: „Naja, des is halt ein Jagdhund, der hat geglaubt der Vogel da drauf ist echt“

Meine Erfahrungen sind aber eher das die Halter das Problem sind.
Vor ca. vier Wochen habe ich in der Stadt folgendes erlebt (in der Stadt gilt Leinenzwang seit es mehrere Unfälle mit Hunden gab):
Auf dem Gehweg an der Hauptstrasse läuft ein Kind mit seinem Vater. Der Vater geht etwas vor raus zum Auto. Plötzlich stürmt ein kleiner, schwarzer kläffender Hund aus einem Geschäft direkt auf das Kind zu. Das erschrickt macht entsetzt einen Schritt rückwärts und stolpert dabei vom Gehweg auf den Parkplatz. Der Hund springt jetzt weiter bellend auf das am Boden liegende Kind zu, das jetzt schreit und versucht dem Hund auszuweichen. Dabei gerät es immer weiter in Richtung Straße. Gerade als etwa 10cm neben dem Kind ein LKW vorbeibraust kann der Vater das panische Kind am Arm greifen und auf die Beine zerren. Dann stellt er sich zwischen Kind und Hund. Da der Hund nicht aufhört deutet er mit dem Fuß einen kick an und springt auf den Hund zu um ihn zu verscheuchen.
Dann taucht endlich die Halterin auf und beschimpft den Vater was er denn mit dem armen Hund macht. Der kleine ist doch nur kurz aus dem Laden gerannt, da wäre doch nichts dabei, und wenn er den Hund angreift wäre es ja kein Wunder das der so kläfft.
Den Hinweis, das der Hund das Kind zu Tode erschreckt hat und auf das Kind zugesprungen ist, ignoriert sie ganz. Und dann verhätschelt sie ihren Armen Hundi der ja von dem bösen Mann so schlecht behandelt wurde.
Beim nächsten Mal macht der Hund doch wieder so was weil er weiß, das er dafür belohnt wird wenn er kläffend auf Kinder zuspringt.

Zum Thema Jogger: Ich denke die Sorge vieler Jogger und Radfahrer ist das sie vom Hund für Beute gehalten werden. Oder das die Hunde versuchen sie zu jagen. Das ist nämlich auf der Joggingstrecke meines Dozenten mal passiert, der danach einen richtigen Hass auf Hundehalter entwickelt hat.

Wenn ein Leinenloser Hund auf das Kommando, komm her reagiert, habe ich vor dem Hund deutlich weniger Angst wie bei einem der nicht reagiert.
Vor zwei Wochen bei Cachen, der Hund läuft frei herum in meine Richtung, ich stehe gerade etwas Abseits vom Weg. Halter: „Komm her, hier geblieben, komm zurück, wir gehen unten entlang, KOMST DU WOHL HER“ Ergebnis: Der Hund ist schnüffelnd an mir vorbei außerhalb vom Weg entlang gelaufen. Halterin und Freundin sind unten entlang und um die Kurve und irgendwann ist der Hund ihnen nachgerannt.
Wie soll ich da dem Hund oder dem Halter vertrauen? Wenn der Hund sich irgendwie Provoziert fühlen würde haben die doch keine Chance den Hund zurückzuhalten.

PS: sorry, ist etwas lang geworden
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alex3000
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Beitrag von alex3000 » Mo 11. Sep 2006, 15:11

Tja, das ist das Problem vieler: Der Hund ist ein Teil der Familie, aber an falscher Stelle. Denn ein Hund ist nur ein Hund, er hat sich den anderen unterzuordnen. Wenn das Hundi dann auf das Sofa darf, bei jedem Betteln ein Leckerli kriegt usw. ist das Viech gleich verdorben.
Der Hund gehört sich von klein auf erzogen. Nur, wenn man sich einen aus dem Tierheim holt, weiß man nix über die Vorgeschichte und merkt die "negativen" Seiten erst später. Und dann den Hund wieder zurückgeben finde ich auch nicht gut. Wobei man einen älteren Hund aber auch noch erziehen kann - nur die Mühe will sich keiner machen. "Oh, schaut der aber lieb! Der darf jetzt mit ins Bett..." So fängt's an...
Top in concert:
1. Fanta 4 - Coburg 2008
2. Metallica - München 1996
3. Genesis - München 2007

Ilsebilse
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Beitrag von Ilsebilse » Mo 11. Sep 2006, 15:26

alex3000 hat geschrieben:Tja, das ist das Problem vieler: Der Hund ist ein Teil der Familie, aber an falscher Stelle. Denn ein Hund ist nur ein Hund, er hat sich den anderen unterzuordnen. Wenn das Hundi dann auf das Sofa darf, bei jedem Betteln ein Leckerli kriegt usw. ist das Viech gleich verdorben.
Der Hund gehört sich von klein auf erzogen.


1000% Zustimmung!
Ärgerlich nur, wenn unwissende Mitmenschen die Rangordnung unterlaufen, indem sie die Hunde vor den Besitzern begrüßen, die Besitzer scheel anschauen, wenn sie erzählen, dass der Hund grundsätzlich nach ihnen zu essen bekommt, etc. etc....
Dabei ist es doch für jeden Hund von großem Vorteil, wenn er gut erzogen und sozialisiert ist: Er kann mit zum Einkaufen, in den Biergarten, auf Partys, darf frei Laufen, mit anderen Hunden spielen...

Deshalb leine ich mich meine Gasthunde auch nur an, wenn die Situation es wirklich erfordert: Da sie auf's Wort hören, dürfen sie sich auch frei bewegen. Mittlerweile weiß Spike auch, dass er im Wald an Ecken auf uns warten muß, bevor er weiter darf :wink:
Leitplankenmicros? Sinnlose Filmdosen im Wald? Frustriert? Besucht die Brigade Eisenberg in Thüringen! Hier gibt es noch Caches, für die man ZU FUSS auf Berge steigen muß.

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Beitrag von familysearch » Mo 11. Sep 2006, 19:52

Auch wenn es manche doof finden werden, - ich werde mir ein kleines Pfefferspray zulegen.
Nicht, dass ich es anwenden möchte, - aber es gibt einem ein sichereres Gefühl, wenn man es in der rechten Jackentasche umklammert, wenn ein Hund aggressiv auf einen zugerannt kommt.
Ansonsten soll wohl Ignorieren, ruhig und aufrecht (keine Angst zeigen) weitergehen (Laufen einstellen) und auf die Erde (nicht in die Augen schauen) das Beste sein. Stehenbleiben umstritten.
Die wenigsten Hunde wollen einen beißen.
Die Spaziergängerhunde, auch die großen freilaufenden, beschnüffeln einen (in der Regel) nur.
Hofhunde können einen auch schon mal bellend und knurrend "stellen", ohne dass sie beißen (wollen). Ob dann bestimmendes, autoritäres Rufen sinnvoll ist, ist umstritten.
Sollte wirklich ein Angriff stattfinden, kann vielleicht ein herzhaftes Zutreten Richtung Nase helfen.
Bei einem Kampfhund hilft wohl alles nichts. (Pefferspray vielleicht, weil der Schmerz für den Hund ungewohnt ist, andere Schmerzen machen ihn nur aggressiver),
Bei Angriffen normaler Hunde soll auch ein einfacher Spritzer aus der Wasserflasche (Tip aus Joggerforum) zumeist helfen. .
Daneben werden auch noch Ultraschall-Abwehr-Geräte (Dazer II) vertrieben, die für Menschen unschädlich sind...
Ich bin wirklich kein Hundehasser und auch nicht wirklich phobisch, mein Nachbar (Bauernhof) hat einen Berner Sennenhund, den streichele ich sogar, - vermutlich wird sich dieser Hund aber auch von jedem Einbrecher streicheln lassen...
Happy hunting ohne Hundeangst
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Beitrag von 5509 » Mo 11. Sep 2006, 20:22

Pfefferspray ist sehr wirkungsvoll. Wenn ein Hund aggressiv auf jemanden zugelaufen kommt und man sich bedroht fühlt, dann würde ich dem aber empfehlen, das Spray gleich in die Hand zu nehmen und ggf. zu benutzen. Man sollte sich nicht darauf verlassen, dass man den Hund sofort sicher trifft - Pfefferspray wirkt nur bei Schleimhäuten, d. h. ich muss Nase, Mundinnenraum, Augen treffen. Wenn ein Hund bereits negative Pfeffererfahrung hatte, dann wird in der Regel das Zielen mit dem Gerät im Hund eine Fluchtreaktion hervorrufen. Oft reicht auch schon das Besprühen an sich, auch wenn man nicht trifft.

Wenn es das Budget hinsichtlich Pfefferspray hergibt, dann würde ich zwei kaufen und eines mal im Wald irgendwo testen. Damit kann ich sehen: Wie weit geht es, wie schnell kann ich es einsetzen, wie leicht/schwer ist das zielen.

Ach ja: Natürlich sollte man auf die Windrichtung achten ...


Und wegen der von goldkettchentragenden Zuhältertypen oder Glatzen geführten Hunden würde ich mir weniger Sorgen machen. Deren Hunde sind in der Regel gut erzogen, weil diese Flachpfeifen ja Macht ausüben und ihren tollen Kumpels zeigen wollen, wie toll Thor, Odin oder Brutus hören. Außerdem habe ich noch nie einen dieser mit Minderwertigkeitskomplexen behafteten Personen gesehen, die ihren Hund ohne Leine geführt hätten (schon allein aus dem Grund, weil sie eben Macht ausüben und zeigen wollen, dass der Hund zu ihnen gehört). Problematischer sind eher die verzogenen Familienhunde, denen nach dem Kacken sogar der Hintern abgewischt wird (übertrieben gesagt), weil diese sich als Chef im Ring fühlen (aber die wollen ja nur spielen, auch wenn sie zähnefletschend und kammstellend auf einen zugerast kommen). Auch Hofhunde sind eher problematisch, weil meist den ganzen Tag angeleint, vernachlässigt und verhaltensgestört. Da ist es wirklich schlimm, wenn so einer von der Leine kommt (aus welchem Grund auch immer).

Wie ich schon schrieb: Hunde sind vom Wesen her keinen Deut besser oder schlechter als Menschen. Aber auch Menschen werden nie das Recht haben, mich anzugreifen, ohne dass ich mich wehre. Und i. d. R. bin ich so frei/fair, meine Absicht, mich zu wehren, vorher anzukündigen.

Leider wird das Thema von vielen Hundebesitzern sehr emotional behandelt. Ich freue mich, dass es hier so sachlich abgeht.

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KoenigDickBauch
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Beitrag von KoenigDickBauch » Mo 11. Sep 2006, 21:04

Na ich weiß nicht ob Pfefferspray wirklich eine Hilfe ist.

Zum einen werden die meisten Bisse von Hunden innerhalb der Bekanntschaft gemacht und zum anderen die Hunde die einen Fremden anfallen ist der Pfefferspray egal, den bei denen hat das Großhirn schon abgeschaltet.

Ich denke der Pfefferspray ist ein trügericher Schutz, aber vielleicht mehr als nix.

KDB
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Beitrag von 5509 » Mo 11. Sep 2006, 21:31

Ich habe bisher mit Pfefferspray sehr gute Erfahrungen gemacht und auch andere Leute, die es benutzt haben, sprachen von einem guten Erfolg.

Natürlich darf ich mich nicht allein auf das Spray verlassen, zumal es 5 - 10 Prozent Hunde gibt, bei denen es nicht wirkt (aber der Sprüheffekt doch oft hilft). Man sollte sich immer noch andere Möglichkeiten offenhalten, wie z. B. Wanderstecken, Tritt gegen die Schnauze, "geschützten Arm" anbieten, Messer, ... .

Natürlich erfolgen die meisten Hundebisse im Bekannten-/Verwandtenkreis. Aber das Thema war ja irgenwie der Hund, der einen beim Geocachen angeht.

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