Vermutlich Hundephobie

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

DocW
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Beitrag von DocW » Di 12. Sep 2006, 16:42

Reich doch mal die Hundekuchen rüber..... 8)
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Christian und die Wutze
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Beitrag von Christian und die Wutze » Di 12. Sep 2006, 16:50

auch etwas Pfeffer dazu? :roll:
persönlicher Held des Tages[TM] und Spielverderber

Du möchtest auch Spielverderber sein? Bitte schön.

DocW
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Beitrag von DocW » Di 12. Sep 2006, 17:06

Christian und die Wutze hat geschrieben:auch etwas Pfeffer dazu? :roll:

Gerne! reich' mal die Spraydose rüber!
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dr_megavolt
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Beitrag von dr_megavolt » Di 12. Sep 2006, 22:15

Eigentlich schade, daß hier schon wieder Friede, Freude, Eierkuchen herrscht... ein paar Tips für möglichst wenig "sach?"beschädigende Maßnahmen für die Hundeabwehr - ich betone, ohne äußere Provokation angreifender Tiere - würden mich ja schon interessieren, ganz offensichtlich bewegen sich ja Cacher und Hundehalter schon gelegentlich auf gleichem Terrain, und offensichtlich kann es ja zu Vorfällen kommen...

Nicht jeder hier gehört einer Wehrsportgruppe oder Türstehervereinigung an und ist entsprechend waffenerfahren... und nicht jeder ist ein so toller Hundepsychologe und -flüsterer, daß er einen Angriff immer vermeiden kann, manche werden auch einfach nur so zerfleischt... ich habe leider beruflich schon zuviele Leute gesehen, die von Hunden, z.T. den eigenen Familienhunden, das Gesicht oder Extremitäten zerfleischt bekommen haben, häufig auch in Situationen, wo auch Zeugen keine Provokation des Angegriffenen haben erkennen können... wäre schon nett, wenn man das vermeiden könnte, den Rest seines Lebens verstümmelt durch die Gegend zu laufen... notfalls bezahl ich halt den Hund... vom Schmerzensgeld wird man ja hierzulande nicht gerade wohlhabend... letztens ein Hundehalter zu meiner Schwester, die beim Spazierengehen angefallen worden und tief in den Oberschenkel gebissen worden ist: "Joo, das hat er schon einmal gemacht..." Aha... sehr hilfreich...

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Mensa2
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Beitrag von Mensa2 » Di 12. Sep 2006, 22:30

dr_megavolt hat geschrieben:notfalls bezahl ich halt den Hund...

Oh, Oh, volle Deckung... :shock:

Aber jetzt mal ohne Flachs.
Wie verhalte ich mich den "richtig" wenn so ein Wesen auf mich zuläuft?
Stocksteif stehenbleiben, Luft anhalten und beten das alles gut ausgeht?
Wild mit den Armen fuchteln und schreiend davonlaufen?
Ich hab auch schon gehört, man soll keine Angst zeigen :wink: notfalls entschlossen auf ihn zugehen und die Hand entgegenstrecken, damit er einen beschnuppern kann...
Aber normalerweise versuche ich die Tiere konsequent zu ignorieren, also auch den Rücken zudrehen und notfalls auch in eine andere Richtung zu gehen

Was rät der erfahrene Hundehalter ?
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alex3000
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Beitrag von alex3000 » Mi 13. Sep 2006, 08:19

mensa2 hat geschrieben:Wie verhalte ich mich den "richtig" wenn so ein Wesen auf mich zuläuft?


Schwer zu sagen. Man sollte erkennen können, was der Hund "will". Aber selbst da kann man nicht 100%ig sagen, was richtig wäre, denn die Stimmung kann auch gleich umschlagen.

Stocksteif stehenbleiben, Luft anhalten und beten das alles gut ausgeht?


Ich würde ganz normal weitergehen - nicht zu langsam, nicht zu schnell.

Wild mit den Armen fuchteln und schreiend davonlaufen?


Auf keinen Fall hektische Bewegungen oder schreien, das könnte reizen.

Ich hab auch schon gehört, man soll keine Angst zeigen :wink: notfalls


Sagt sich so leicht... Nicht dem Hund in die Augen schauen, nichts machen, was den Hund provozieren oder erregen könnte.

entschlossen auf ihn zugehen und die Hand entgegenstrecken, damit er einen beschnuppern kann...


Würde ich nicht tun, damit greifst Du ihn an wenn er es so versteht. Natürlich kann er sich auch darüber freuen, aber weiß man das vorher?

Aber normalerweise versuche ich die Tiere konsequent zu ignorieren, also auch den Rücken zudrehen und notfalls auch in eine andere Richtung zu gehen


Ist wohl das beste.
Top in concert:
1. Fanta 4 - Coburg 2008
2. Metallica - München 1996
3. Genesis - München 2007

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Beitrag von Ilsebilse » Mi 13. Sep 2006, 08:31

dr_megavolt hat geschrieben:und nicht jeder ist ein so toller Hundepsychologe und -flüsterer, daß er einen Angriff immer vermeiden kann,


Das kann sowieso keiner, wer das behauptet, hat ganz offensichtlich keine Ahnung von Hunden:roll: .

dr_megavolt hat geschrieben:ich habe leider beruflich schon zuviele Leute gesehen, die von Hunden, z.T. den eigenen Familienhunden, das Gesicht oder Extremitäten zerfleischt bekommen haben, häufig auch in Situationen, wo auch Zeugen keine Provokation des Angegriffenen haben erkennen können...


In der Situation sieht kein Zeuge irgendeine Provokationen, da das Kernproblem (falsche Sozialisation) meist schon jahrelang besteht. Es fängt mit Banalitäten an, wie dem Hund sein Futter geben, bevor man selber isst (bei Wölfen fressen immer die ranghöheren Tiere zuerst). Wenn der Hund nicht hört, wird er an der Leine geführt, Mensch bleibt natürlich stehen, wenn Hund irgendwo Schnuppern will - der Hund gibt also beim Spaziergang den Ton an. Hund liegt in der Wohnung im Weg rum, Mensch geht drum herum - aha, denkt sich Hund, der Mensch macht mir Platz, also bin ich wohl ranghöher. Irgendwann fängt Hund dann an zu knurren, wenn man ihm sein Spielzeug wegnehmen will....aus Unwissenheit wird der Hund langsam aber sicher darin bestärkt, dass er Rudelführer ist. Trotzdem beissen viele Hunde nie - individuelle Agressionsschwelle und die Menschenverhalten spielen da mit rein.

Es gibt aber auch Fälle, in denen gut erzogene Hunde einfach abdrehen - was da in den Tiefen der Hundepsyche passiert, ist letztendlich egal, denn das lässt sich nicht vorhersehen.
Leitplankenmicros? Sinnlose Filmdosen im Wald? Frustriert? Besucht die Brigade Eisenberg in Thüringen! Hier gibt es noch Caches, für die man ZU FUSS auf Berge steigen muß.

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Beitrag von Ilsebilse » Mi 13. Sep 2006, 08:36

@ Alex: Volle Zustimmung!

Letzendlich muß man schon ein wenig Hundeerfahrung haben, um abschätzen zu können, was der Hund will. Feste Regeln gibt es da leider nicht.

Unter Hunden ist es jedoch so, dass "dominante" selbstbewußte Tiere nervige Artgenossen links liegen lassen - und bei wiederholtem Generve sich kurz umdrehen und anknurren/anspringen.
Ich verhalte mich ähnlich, frei nach dem Motto: Wenn ich mich wie ein ranghöherer Hund verhalte, wird ein Hund mich auch am ehesten so sehen.

Aber Garantien gibt es da nicht.

Wer ernsthaft Angst vor Hunden hat, sollte vielleicht mal einen örtlichen Hundeverein aufsuchen, um Hunde besser kennenzulernen und sich das Verhalten erklären zu lassen - überspielte Angst riecht für einen Hund nämlich immer noch nach Angst.
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KoenigDickBauch
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Beitrag von KoenigDickBauch » Mi 13. Sep 2006, 09:08

mensa2 hat geschrieben:[Wie verhalte ich mich den "richtig" wenn so ein Wesen auf mich zuläuft?


Bei "so ein Wesen" da hilft nur der nächste Baum, wenn man ihn noch erreicht, oder die Schrotflinte.

Zum Glück sind aber die "so ein Wesen" eine sehr sehr gleine Minderheit gegen den Rest der Hunde. Selber kenn ich nur Leute, die Leute kennen, die gehört haben... oder aus der Presse.

Gehen wir mal von dem unerzognene Nachbarshund aus. Da würde ich das verhalten als "dominantes ignorieren" oder "dominates begrüßen" bezeichnen wollen, je nachdem ob man spielen will oder nicht.

mensa2 hat geschrieben:Stocksteif stehenbleiben, Luft anhalten und beten das alles gut ausgeht?


nein normales weitergehen und den Hund aus den Augenwinkel beobachten, sollte er dich berühren, hochspringen oder der gleich, feste weg stubsen und "pfui" schrein. Hört sich albern an, aber das Wort ist wohl das einzige, was man den Hunden irgend wann beigebracht hat. Je nach Aufdringlichkeit kann, das stupsen sehr heftig ausfallen. Die Hunde lassen dann meist ab: "der will nicht spielen" auch kommt meist Herrchen oder Frauchen auch schon erschrocken angetapert.

Nun ein anzweifelbare Methode, die ich bei eigenen Hunden erfolgreich angewendet habe, bei fremden aber nicht unbedingt gern gesehen wird.

Bei kleineren Tölen, da kann man auch versuchen die Dominaz durch setzen durch FangZuDrücken und Rückendrehen. Halten bis sich der Kleine beruhigt hat und dann streicheln und liebkosen. Jetzt hagelt es sicher verbale Brügel, aber Antiautoritäre Erziehung hilft bei Hunden nicht.

mensa2 hat geschrieben:Wild mit den Armen fuchteln und schreiend davonlaufen?


Auf keinen Fall weglaufen. Der will ja spielen, denkt sich der Hund, und zum Spielen gehört das schnappen, nicht beisen. Da wir aber nur auf zwei Beinen laufen, fallen wir hin und es entsteht eine Situation "Hund größer Mensch", die man nicht mehr als dominat bezeichnen kann. Was daraus entsteht ist mehr als offen, da kann auch eine Töle gefährlich werden.

mensa2 hat geschrieben:Ich hab auch schon gehört, man soll keine Angst zeigen :wink: notfalls entschlossen auf ihn zugehen und die Hand entgegenstrecken, damit er einen beschnuppern kann...


Letztlich lief eine übergroßer schwarzer Schäferhund mit 9Monaten, wie ich später erfuhr auf mich zu. Da bin ich so vorgegangen. Den Hund erschreckt indem ich mich groß machte (Jacke ausbeiten) und laut sitz rief. War selber überrascht, wie schnell der Hund sitz machte. Lies sich von mir an der Halsung nehmen und wir konnten uns normal begrüßen. Ohne hochspringen oder umrennen. Der Besitzter kam dann auch gleich und hat sich sehr entschuldigt. Die Hundeschule hatte bei Herrchen noch nicht gewirkt.

mensa2 hat geschrieben:Aber normalerweise versuche ich die Tiere konsequent zu ignorieren, also auch den Rücken zudrehen und notfalls auch in eine andere Richtung zu gehen


Ignorieren und andere Weg gehen, das ist schon gut, aber nie den Rücken zudrehen.

mensa2 hat geschrieben:Was rät der erfahrene Hundehalter ?


Bin mit Hunden aufgewachen. Zum Teil mit einer Gruppe von acht Hunden gleichzeitig. Einige wurden jagtlich geführt. Als Treiber habe ich schon Hunde in Jagdtfieber gesehen, aber auch die haben immer noch gewust was ein Mensch ist. Erfahrung sollt ich haben, aber einen Hundeflüsterer würde ich mich nicht bezeichen.

KDB
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Starglider
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Beitrag von Starglider » Mi 13. Sep 2006, 11:28

Ich würde zuerst mal kurz schauen, was eigentlich hinter mir los ist. Hunde sehen sich sehr selten dazu veranlasst, auf wildfremde Menschen zuzulaufen. Fast immer wenn man denkt, ein fremder Hund rennt auf einen zu, befindet sich das eigentliche Ziel irgendwo hinter einem: Der Halter, ein Artgenosse, ein guter Bekannter...

Wenn man mit einem Hund keinen Kontakt will gibt man am besten ein eindeutiges Haltsignal: Flache Hand am ausgestreckten Arm in Richtung Hund mit der Handfläche zum Hund, am besten kombiniert mit einem lauten, unfreundlich klingenden Ruf. "Nein" wäre dabei eine gute Wahl, denn im Gegensatz zu "pfui" wird dieses Kommando auch heute noch gelehrt :wink: . Es ist aber eigentlich vollkommen wurscht, was man dabei ruft, der Tonfall ist entscheidend. Diese "bleib mir vom Leib"-Geste verstehen die meisten Hund einstinktiv und ohne Training.

Bei mir hat sowohl bei bei den nervigen "Spiel mit mir"-Hunden als auch bei den wenigen aggressiv wirkenden konsequentes Ignorieren immer am besten funktioniert:
Nicht weglaufen, denn das machen nur Beutetiere, sondern mit dem was man gerade macht fortfahren und den Hund dabei aus den Augenwinkeln beobachten. Direktes "in-die-Augen-Starren" sollte man unbedingt vermeiden, denn das ist eine dominante/provozierende Geste (übrigens auch unter Menschen, weshalb es mich wundert warum das so wenige Leute wissen).

Dazu braucht man zugegebenermaßen gute Nerven, denn ein Hund der einen einschüchtern will fährt mit Zähnefletschen, knurren und dem lauten Gebell ein im Lauf der Evolution auf universelle Verständlichkeit und maximale Wirkung optimiertes Programm ab.
Was man wissen sollte ist, das Hunde im allgemeinen zwar ganz große Angeber sind, aber keine Helden. Sie brechen normalerweise eine Attacke ab sobald sie merken dass das Gegenüber sich nicht wie ein Opfer verhält.

Erstaunlich viele Katzen habe diesen Dreh heraus und flüchten eben nicht, wenn ein Hund auf sie zukommt sondern bleiben buckelnd und fauchend stehen. Damit halten sie sich auch körperlich um ein vielfaches überlegene Hunde vom Leib. Wir haben in der Nachbarschaft einen Siamkater der seit Jahren regelrecht Jagd auf Hunde macht und sie so sehr erfolgreich vertreibt.

Von dem von KönigDickbauch erwähnten Schnauzengriff kann ich nur dringend abraten, denn den muss man geübt haben um ihn sicher anwenden zu können.
Gerade bei einem bellenden, herumspringenden Hund braucht man dafür sehr gutes Timing. Wenn der Versuch misslingt hat man die Finger höchstselbst genau zwischen die Hundezähne verfrachtet und sollte vom Ergebnis nicht überrascht sein. :lol:

Der Hund darf die Hand dabei nicht kommen sehen, deshalb muss sie von hinter/über dem Kopf kommen. Für den Hundehalter, dessen Hund irgendwen oder irgendwas ankläfft, ist das kein Problem, denn er steht in diesem Moment normalerweise hinter dem Hund. Aber wie will man das machen wenn der Hund vor einem steht und einen anschaut?

Der Illusion, man könnte den Hund von vorne damit überraschen und schneller sein als er sollte man sich nicht hingeben. Die Reaktionszeit von Hunden beträgt weniger als ein Drittel der eines Menschen und gerade kleinere Hunde sind sehr wendig.
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