langsam wird es unübersichtlich !!!

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

Fobrokel
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Beitrag von Fobrokel » Mo 18. Sep 2006, 09:55

Mein Senf dazu: Ich finde die Möglichkeit (also kein Muss!), mit seinem Log ein Rating abzugeben, wünschenswert. Die Wahlmöglichkeiten -/0/+ würden mir schon reichen, und da braucht man gar nicht viel zu erklären, wie diese Wertung nun gemeint ist (natürlich subjektiv, wie jede Wertung). Auch eine Fünfer-Skala --/-/0/+/++ ist noch selbsterklärend. Ich würde das daraus abgeleitete Durchschnittsrating eines Caches durchaus per PocketQuery (ja, ich logge bei GC.com) für die Cacheauswahl in fremden Regionen nutzen. Wenn ich mal ganz optimistisch fantasieren darf: Vielleicht würden etliche mies bewertete Caches auf lange Sicht wirklich seltener oder gar nicht mehr besucht und dann vom Owner archiviert werden.

Natürlich findet ein Rating bereits jetzt explizit oder implizit in den Logs statt, aber Wertungen in den Logs sind nun mal nicht quantifizierbar und in obigem Sinn auswertbar.

Hat jemand mal recherchiert, ob es zum Ansinnen eines Cache-Ratings schon ein Statement von Jeremy gibt?

Und jetzt hopfet drauf rum...

Fobrokel

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Klarschiff
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Beitrag von Klarschiff » Mo 18. Sep 2006, 10:25

Fobrokel hat geschrieben:Hat jemand mal recherchiert, ob es zum Ansinnen eines Cache-Ratings schon ein Statement von Jeremy gibt?

Eine Aussage von Jeremy aus 2004:

We haven't had one so far because most rating systems online are crap. Most of them average scores (bad) or can be easily circumvented (also bad).

Es gab damals einen Vorschlag, daß Cacher ihre Favoriten in einer Top 10%-Liste führen können. Taucht ein Cache besonders häufig in solchen Listen auf, könnte er z.B. ein bestimmtes Symbol bekommen. Dieser Vorschlag hatte im blauen Forum (und auch bei Jeremy) durchaus Anklang gefunden, aber da wird heute noch drüber diskutiert...

ksmichel
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Beitrag von ksmichel » Mo 18. Sep 2006, 10:43

Die Meinungen zum Cache-Rating gehen genauso auseinander wie über einzelne Caches an sich. Die einen mögen lange Multis mit vielen Rätseln, die anderen Filmdosen in Mauerritzen.

Ein Rating würde aber nur einen Durchschnittsgeschmack kundtun. Nichts Schlechtes, aber eben auch kein absoluter Maßstab für Qualität im engeren Wortsinn. Eher die Aussage: Das hat mehreren Besuchern so und so gut gefallen.

Im Prinzip regelt sich die Beliebtheit eines Caches doch jetzt schon von allein: Zu "guten" Caches sind die Logeinträge meistens "euphorischer", was dennoch nicht heißen muss, dass dies mehr Besucher zur Folge hat (zum Beispiel bei ungünstig gelegenen Caches in der Wallapampa).

Absolute "Dreckscaches" sind ebenso erkennbar durch knappe Logs oder gar deutliche Worte.

Zugegeben, wenn wir in eine Gegend zum Cachen fahren, fragen wir auch nach Empfehlungen, aber auch die anderen, nicht empfohlenen Caches bergen manche angenehme Überraschung für uns.

Bei einem Rating-System könnte es dazu kommen, dass einzelne Caches gehypt werden. "Gehypte" Caches wiederum unterliegen der Gefahr der Sabotage durch Neider, wie einige traurige Fälle ja zeigen.

Gerade neue Caches müssten sich erst mühsam im Ranking "hochdienen", bis sie von "Cache-Touristen" überhaupt wahrgenommen werden würden.

Eine Parallele, die die mutmaßliche Handhabung von Ratings kennzeichnet, findet sich bei den Produkttests. Viele Kaufinteressierte interessieren sich nicht mehr für individuelle Stärken und Schwächen eines Produktes, sondern kaufen plump den Test-Sieger in der Annahme: "Damit kann ich nichts falsch machen!" Dass ein anderes Produkt vielleicht viel besser passt, fällt hinten rüber. Will sagen: Auch Cacher sind normale Menschen und vor einem solchen Vorgehen nicht gefeit. Wer Caches dann nur nach dem "Massengeschmack" auswählt, dem entgehen vielleicht ein paar Caches, die besser zu seinem individuellen Geschmack passen würden.

Grundsätzlich missfällt mir beim Cachen, wenn ich mich dabei einem Leistungs- und Bewertungsdruck aussetzen müsste - sowas habe ich im Job schon und brauche es nicht auch noch im Hobby.

Bis bald im Wald,
ksmichel
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Beitrag von radioscout » Mo 18. Sep 2006, 12:40

Ein anonymes Rating kann nicht funktionieren, denn es gibt Caches mit sehr vielen Logs, die man aber nicht mögen darf und die man negativ bewerten muß. Und es gibt Caches, die man loben muß, die aber keiner sucht.
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Beitrag von Starglider » Mo 18. Sep 2006, 12:56

Mit einer pauschalen gemittelten gut/schlecht Bewertung könnte ich persönlich wenig anfangen.

Das müsste schon differenzierter sein, mit Punkten in verschiedenen Kategorien damit ich gezielt nach Caches suchen kann, die in bestimmten Kategorien besonders gut abschneiden. Also im Prinzip das, was die Cacheattribute eigentlich leisten sollten, nur besser und basiert auf den Erfahrungen der Cacher und nicht rein aus Ownersicht.

Ach ja:
Sollten bei einem Bewertungssystem auch Nichtfinder bewerten dürfen? Das könnte Ärger geben, weil die ja meistens gefrustet sind. Und wenn man einen Cache nicht mal suchen muss, um ihn bewerten zu können, würden manche schon die Cachebeschreibung bewerten ohne je vor Ort gewesen zu sein.
Andererseits wäre es auch irgendwie ungerecht bzw. würde ein falsches Bild ergeben, wenn von 100 Suchern nur die 10 Finder bewerten dürften.
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Beitrag von radioscout » Mo 18. Sep 2006, 13:09

Also zwei Bewertungen: für Nichtfinder und für Finder.
Es wird interessant, die zu vergleichen.
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Beitrag von Starglider » Mo 18. Sep 2006, 13:27

radioscout hat geschrieben:Also zwei Bewertungen: für Nichtfinder und für Finder.
Es wird interessant, die zu vergleichen.

Das wäre es tatsächlich.
Ich habe schon Cacher gesehen (mich selbst eingeschlossen), die während der Suche an manchen Stellen wie ein Rohrspatz über den Owner und seine bescheuerten Ideen geschimpft haben. Kaum war der Cache gefunden war das alles nicht mehr wichtig und am Ende stand ein recht positiv klingendes Log im Netz. :D
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Martin
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Re: langsam wird es unübersichtlich !!!

Beitrag von Martin » Mo 18. Sep 2006, 13:27

Homer Jay hat geschrieben:Bei Reisen innerhalb Deutschlands fällt es zwischenzeitlich immer schwerer gute von schlechten Caches unterscheiden zu können.

Wie macht Ihr das ?


Hi,

ich mache das so: Die Caches in der Gegend werden auf meinen Garmin geladen (Tradi, Diff/Terr nicht zu hoch). Im Urlaub wird dann einer gehoben wenn ich zufällig dran vorbeikomme, bzw. ein kleiner Schlenker gemacht.

Spezielle Caches bekomme ich durch GoogleEarth raus (was liegt in der Gegend) und wenn die dann "nett klingen" werden sie ausgedruckt und zusätzlich mitgenommen.

Ich mache also eher die Caches, die vorhanden sind, als vorher spezielle rauszusuchen. Meistens schaffe ich dann immer noch nicht alle, die ich mir vorgenommen habe...

Liebe Grüße
Martin
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Beitrag von Klarschiff » Mo 18. Sep 2006, 13:43

Eigentlich ist es ja unsinnig, das ganze Thema "Cachebewertung" zu diskutieren. Im blauen Forum laufen seit Jahren Diskussionen und inzwischen sind wahrscheinlich sämtliche Varianten und Pros&Cons mehrfach durchgenudelt worden. Eine Suche nach "cache rating" im blauen Forum gibt Lesestoff für Stunden.

Der letzte Ansatz, den Jeremy andiskutiert hatte, ist folgender: Jeder Cacher kann Caches als "empfehlenswert" markieren, diese Wertung bekommt aber niemand direkt zu sehen. Auf Basis der eigenen Empfehlungen kann man dann Caches suchen, die von Cachern mit ähnlichen Interessen empfohlen worden sind.

Also z.B.: A und B finden Cache1 gut, A außerdem auch Cache2 - also könnte B auch Cache 2 gefallen.

Wenn der Algorithmus dahinter gut durchdacht ist, halte ich die Idee für gar nicht mal so schlecht.

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Beitrag von Rokop » Mo 18. Sep 2006, 16:11

Oh ja, ein Bewertungssystem ist toll. Dann könnte ich all den Cachern, die ich nicht mag, eins überbraten. Und für meine Eigenen würde ich mir mindestens 10 Fake Accounts anlegen und allen die Höchstpunktzahl geben :D :D :D
Jo Jeremy, mach mal ! :P
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