langsam wird es unübersichtlich !!!

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

umhasi
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Beitrag von umhasi » Mo 18. Sep 2006, 16:16

Angestachelt durch das Thema "Statistikcache" sowie diesem Thread hier habe ich mir am Wochenende auch mal so meine Gedanken zum Thema Rating gemacht.
Ich bin nach wie vor der Meinung, daß eine Cachebewertung von 1-5 einen groben Überblick schaffen würde. Natürlich würde so ein Ranking nur den Massengeschmack widerspiegeln, andererseits könnten sich echte Nieten auch nicht mehr verstecken.
Aber da Jeremy diesen Service nicht anbieten will muss die Community wohl selbst aktiv werden. Inwieweit dies funktionieren kann (Fairness) und inwieweit dies auch gewünscht ist vermag ich nicht zu sagen.
Meine Idee wäre eine Datenbank, in der ein Owner seinen Cache anmelden kann. Ein Link (mit der aktuellen Bewertung) in der Cachebeschreibung führt dann auf die Bewertungsseite. Hier muss sich jeder Cacher zuvor anmelden und kann dann genau einmal den Cache bewerten.
Ich denke, ich werde mal sowas in php realisieren, und es einfach zur Verfügung stellen. Wer es dann mag, der mag es, die anderen nutzen es dann eben nicht.

Grüße,
Harry aka UmHasi
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Starglider
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Beitrag von Starglider » Mo 18. Sep 2006, 16:41

umhasi hat geschrieben:Meine Idee wäre eine Datenbank, in der ein Owner seinen Cache anmelden kann.

Das wäre schon mal sehr fair.
umhasi hat geschrieben:Hier muss sich jeder Cacher zuvor anmelden und kann dann genau einmal den Cache bewerten.

Das war der Schwachpunkt bei dem letzten Bewertungssystem, dessen Name mir gerade nicht einfällt. Da machten sich einige Leute den "Spaß", offensichtliche Gurken in die Top 10 zu pushen.

Ich fände es übrigens gut, wenn man die abgegebeneb Wertungen nachträglich noch ändern könnte.
Mit wachsender Erfahrung bewertet man Caches schließlich anders: Was man als tolles Highlight empfunden hat als man nur 50 Caches kannte stellt sich vielleicht als gehobenes Mittelmaß heraus wenn man mal dreistellig ist oder eine andere Cacheregion kennengelernt hat.
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Klarschiff
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Beitrag von Klarschiff » Mo 18. Sep 2006, 17:19

Ein Bewertungssystem für Caches gibt es z.B. hier auf geocaching.dk. Wenn ich die dänischen Rubriken richtig verstehe, werden die Caches nach Umgebung, Platzierung, Idee, Ausführung, Allgemein und Gesamt bewertet.

Wie auch bei den ehemaligen Top50 von 4lagig-deluxe dürfte aber der Haken sein, daß sich zwar eine eindeutige Spitze herauskristallisiert, sich darunter aber eine wilde Mischung aus unterschiedlichsten Caches bildet, die aus unterschiedlichsten Gründen gelobt werden.

Das ist letztendlich wie mit den Musikcharts. Ein Lied in den Top 10 mag noch einer breiten Masse gefallen, aber spätestens ab Position 20 tummeln sich da oft Songs, die höchstens einer Geschmacksrandgruppe gefallen werden.

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Carsten
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Beitrag von Carsten » Mo 18. Sep 2006, 17:21

Wir haben das Thema Bewertungssystem bei Opencaching auch schon mal diskutiert, sind aber damals auch übers diskutieren nicht hinaus gekommen. Wenn sich aus diesem Thread (oder woanders) ein sinnvolles und möglichst manipulationsfreies System zur Cachebewertung ergibt, steht einer Umsetzung generell eigentlich nichts im Wege.

Ich persönlich favorisiere dabei eher das Top10%-Modell. Gerne auch zusätzlich Flop10% ;) Dadurch wäre schon mal sichergestellt, dass ein User fremde Caches nicht in beliebiger Anzahl schlecht bewerten kann, da der Anteil ja auf 10% seiner Founds begrenzt ist. Für die Anzeige der Bewertung müßte man sich dann noch einen cleveren Algorithmus überlegen, der aus der Anzahl der Funde sowie der Häufigkeit des Auftauchens auf Top/Flop-Listen eine Note berechnet.

@umhasi: vielleicht wäre die Integration in OC ja auch etwas für dich, anstatt eine eigene externe Lösung zu basteln ;)

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Beitrag von familysearch » Mo 18. Sep 2006, 19:57

Ich Gegensatz zu einigen früheren threads zu dem Thema, bei denen rankings eher prinzipiell abgelehnt wurden, scheint hier der Tenor zu sein: Im Prinzip gut, aber im Detail problematisch.
Ich sehe es genauso. So sehr ich spontan die Idee eines Rankings begrüße, sehe ich im zweiten Schritt die hier schon genannten vielen Klippen.
Der Benefit zu wissen, dass ein cache grandios, ein anderer cache geistlos ist, ist eigentlich gering. Mich interessieren nicht nur die grandiosen caches, und ich bin bei geistlosen caches nicht wirklich ärgerlich. Eine Differenzierung bei caches der Mittelklasse würde mit einem rating wohl nicht gelingen.
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Beitrag von Rokop » Mo 18. Sep 2006, 20:48

familysearch hat geschrieben:Ich Gegensatz zu einigen früheren threads zu dem Thema, bei denen rankings eher prinzipiell abgelehnt wurden, scheint hier der Tenor zu sein: Im Prinzip gut, aber im Detail problematisch.


Nö, ist es nicht. Hier diskutieren nicht einmal ein Promille aller Cacherowner, geschweige denn, das alle die hier lesen und oder schreiben es gut finden. Ich sehe durchaus mehr Nach- als Vorteile. Außerdem bilde ich mir gern selbst eine Meinung ob ein Cache "gut" oder "schlecht" ist. Früher oder später mache ich so ziemlich alle Caches in meiner Umgebung , egal ob die Jemand top oder flop findet (bin nämlich einer der bösen Statistikcacher). :twisted:
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Fobrokel
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Beitrag von Fobrokel » Mo 18. Sep 2006, 23:12

Mein Eindruck ist, dass ein Rating schon deshalb nicht eingeführt werden kann, weil jeder das Haar in der Suppe sucht und ein ganzes Fell findet. Ich kann keinen Schaden in einem Ranking sehen. Welchen Nutzen man daraus zieht, mag jeder einzelne für sich entscheiden. Wer keinen Nutzen sieht, ignoriere doch einfach das Rating, wenn es denn eingeführt würde.

Warum nicht eine einfache Version eines Ratings einführen und ausprobieren? Andere Dinge wurden doch auch eingeführt und nach Bewährung belassen oder bei Nichtfunktionieren wieder entfernt.

Und jetzt hat wieder die "Ja, aber..."-Fraktion das Wort.

Hopfet drauf rum.

Fobrokel

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Beitrag von marit- » Di 19. Sep 2006, 00:02

Ein gutes Ranking wie ich es mir vorstellen könnte ist in der Realität nicht durchsetzbar.
Jeder Cache hat seinen besonderen Reiz. Der eine ist toll weil er in einer genialen Gegend liegt, der nächste weil man vorher an einem langweiligen Winterabend viel herumrätseln darf und der nächste weil da die eigene Taktik gefragt ist wenn man versucht zwischen den Muggels einen Mikro von einem Gebäude zu pflücken, und der nächste ist genial weil man sich lange vorher vorbereiten muss und man einen Träger für die Ausrüstung braucht.
Ein brauchbares Ranking bringt doch nur etwas, wenn da nicht nur +,0,- steht. Weil jeder Cache aus einem anderen Grund gut ist.

Man braucht also ein Ranking bei dem man verschiedene Bereiche bewertet:
Beschreibung, Ort, Rätselspaß, Wegstecke, Gestaltung des Cache, Ideenreichtum ...

Damit könnte man dann gleich sehen ob der Cache im eigenen Lieblingsgebiet gute Bewertungen hat. Nur wie sieht das dann aus wenn man den Cache logt, da muss man dann für jeden Cache bei 5-n Optionen eine Bewertung abgeben.
Bevor ich mich nach einem Caching Wochenende oder Urlaub hinsetze und bei 10 Caches mich durch Bewertungen klick, schreibe ich lieber ein interessantes log oder gebe jedem Cache neutrale Bewertungen.

Was mir aber für die Beurteilung von Caches bei GC etwas fehlt ist die Zeit und Kilometer Angabe. Gerade wenn ich auf der Durchfahrt bin und ich mir mal die Beine vertreten will, dann möchte ich das nicht bei einer 10km Wanderung oder einem cache für den ich 2h brauche.
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Beitrag von radioscout » Di 19. Sep 2006, 00:16

marit- hat geschrieben:Bevor ich mich nach einem Caching Wochenende oder Urlaub hinsetze und bei 10 Caches mich durch Bewertungen klick, schreibe ich lieber ein interessantes log oder gebe jedem Cache neutrale Bewertungen.

Das würde sicher eines der Hauptprobleme sein. Bereits jetzt loggen viele mit einem Standardtext, wahrscheinlich unter Nutzung dieses automatischen Logdienstes.
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Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

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Beitrag von Starglider » Di 19. Sep 2006, 01:32

Rokop hat geschrieben:Früher oder später mache ich so ziemlich alle Caches in meiner Umgebung , egal ob die Jemand top oder flop findet (bin nämlich einer der bösen Statistikcacher). :twisted:

Um die Caches in der Umgebung geht es ja nicht vorrangig. Von denen erfährt man mit etwas Geduld sowieso irgendwann in Gesprächen mit den Kollegen, ob sie interessant sind oder nicht. Oder man kennt den Owner und seinen Stil und weiß, was einen erwartet.

Ein funktionierendes Bewertungssystem wäre vor allem für die Planung von Cachetouren außerhalb des eigenen Reviers nützlich wo man sich eben nicht auskennt und in wo die Zeit knapper und wertvoller ist.
-+o Signaturen sind doof! o+-

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