Abweichung beim Verstecken angeben

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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hcy
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Beitrag von hcy » Do 30. Nov 2006, 10:03

Also auf meinem Alan hatte ich schon Abweichungen von unter 2m. Da ist es schon interessant zu wissen, ob es dem Verstecker ähnlich ging. Und es gibt nun mal solche und solche Locations, bei manchen hilft das hier genügend strapazierte "Hirn einschalten" nicht viel weiter, da hilft nur stupides Abgrasen weil es einfach zu viele Möglichkeiten gibt.
Ich hatte neulich gerade den Fall, mein GPSr zeigte ca. 2m Abweichung aber an den Koordinaten war nichts zu finden. Im Umkreis gab' genügend Versteckmöglichkeiten, aber wo jetzt suchen, evtl. ist der Cache ja auch schon gemuggelt. Da hätte ich es schon ganz nützlich gefunden wenn ich gesehen hätte, ob die Koordinaten auf 2m oder auf 10m genau waren beim Verstecken, das ist bei bestimmten Locations schon ein himmelweiter Unterschied.
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TantchensOnkelchen
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Beitrag von TantchensOnkelchen » Do 30. Nov 2006, 14:39

Hmmm...

nachdem sich aber bedingt durch Umlaufbahnschwankungen der Satelliten und durch Verzerrungen durch unterschiedliche Luftschichten bei wechselnden Wetterlagen schon Abweichungen von 4 m möglich sind, und diese vom GPSr gar nicht berücksichtigt werden, kann es also bei Deiner Anzeige leicht passieren, dass Du mit einer Genauigkeit von +- 2m, 4m neben Deinem Ziel stehst, und dann im Glauben an die Genauigkeitsangabe gar nicht auf die Idee kommst, mal "da drüben" zu schauen, sondern erst mal alles vor Dir zerpflügst.

Falsche Genauigkeitsangaben sind noch schlimmer als ungenaue Koordinatenangaben.

- Leute die meinen, mit der Planierraupe einen Cache heben zu müssen, lassen sich auch von einer Genauigkeitsangabe nicht davon abhalten.
Im Gegenteil. Sie werden eher noch schlimmer wüten, wenn sie wie oben dargestellt, "hundertprozentig wissen, dass der Cache hier sein muss".

- Wenn man als Owner beim legen wirklich extrem ungenaue Empfangssituationen hat, kann man mit einem Hint "Achtung teilweise schlechter / ungenauer GPS-Empfang" darauf hinweisen, ohne den Suchenden mit trügerischen Genauigkeitsangaben in die Irre zu führen.

- Als "ordentlicher" Cacher sollte man immer davon ausgehen, dass die Koordinaten ungenauer als 10m sind.

- An kritischen Orten (dies erkennt man als Owner ja durchaus) ist ein Spoilerbild viel hilfreicher und deutlich genauer.


Viele Grüße
Onkelchen
Zwei Starrachsen, vier Blattfedern und die Himmelsrichtung auf dem GPS ...

justus
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Beitrag von justus » Do 30. Nov 2006, 19:32

TantchensOnkelchen hat geschrieben:- Als "ordentlicher" Cacher sollte man immer davon ausgehen, dass die Koordinaten ungenauer als 10m sind.


Ich bezweifele Deine „Theorie der Ungenauigkeit“ immer noch! Die wirkliche Empfangsgenauigkeit Deines Gerätes solltest Du mal auf freiem Feld an verschiedenen Tagen und Zeiten bei unterschiedlichen Wettersituationen prüfen. Die Ergebnisse sind genauer, als Du glaubst. Voraussetzung sollte natürlich sein, daß Du die Koordinaten sorgfältig aufnimmst, also wirklich mal an einem Punkt 10 Minuten oder mehr misst.
GPSMAP 62s, OREGON 550t und TOPO Deutschland 2010 und V3

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Beitrag von jmsanta » Do 30. Nov 2006, 21:24

da musst Du nicht zweifeln, sondern einfach nur lesen. u.a. hier:
http://www.kowoma.de/gps/Genauigkeit.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Global_Pos ... bestimmung
http://en.wikipedia.org/wiki/GPS#Accuracy

und Messergenisse und deren Auswertung ansehen. Z.B. die hier:
http://www.gartrip.de/long_d.htm
http://users.erols.com/dlwilson/gps.html

Hier im Thread wird vereinzelt bei den GPS-Empfängern eine Genauigkeit angenommen/erwartet, wie sie sich tatsächlich nur mit den kostenpflichtigen Diensten der Vermessungsämter erzielen lassen. Das ist mir vollkommen unverständlich.

Deine "Theorie der Genauigkeit" ist ziemlich schwammig, während Onkelchen es allenfalls unvollständig beschrieben hat.
Mt 5,3-11 (Lut. '84)

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Beitrag von familysearch » Do 30. Nov 2006, 21:35

TantchensOnkelchen hat geschrieben:- Wenn man als Owner beim legen wirklich extrem ungenaue Empfangssituationen hat, kann man mit einem Hint "Achtung teilweise schlechter / ungenauer GPS-Empfang" darauf hinweisen, ohne den Suchenden mit trügerischen Genauigkeitsangaben in die Irre zu führen.


Hier darf von mir folgender Hinweis nicht fehlen:
Wenn ein Owner möchte, dass der Cacher etwas liest, darf diese Information EIGENTLICH nicht in den Hint geschrieben werden, sondern sollte in den Cachetext integriert werden.
Es soll ja Cacher geben, die den Hint erst lesen, wenn sie wirklich nicht weiter kommen..., jedenfalls wird das oft behauptet...
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Beitrag von familysearch » Do 30. Nov 2006, 21:40

justus hat geschrieben:Die Ergebnisse sind genauer, als Du glaubst. Voraussetzung sollte natürlich sein, daß Du die Koordinaten sorgfältig aufnimmst, also wirklich mal an einem Punkt 10 Minuten oder mehr misst.


Meine (geringen) Erfahrungen mit ZWEI gleichzeitig betriebenen GPS-Geräten, haben bei mir den Eindruck erweckt, dass die Koordinaten ungenauer sind, als man glaubt...
O.k., ich werden die Geräte mal öfter reglos auf einer Stelle liegenlassen und schauen, ob sich die Koordinaten angleichen...
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