Verantwortung/ Haftung von gelegten Caches

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

Laszlo
Geonewbie
Beiträge: 5
Registriert: Do 23. Nov 2006, 11:14
Wohnort: Berlin-Pankow

Verantwortung/ Haftung von gelegten Caches

Beitrag von Laszlo » Sa 9. Dez 2006, 15:40

Hallo ans Forum,

ich habe eine generelle Frage zu caches, die man selber irgendwo plaziert:
Wer haftet eigentlich bei Unfällen, die bei der Suche von Caches passieren? Ist es der Cache-Leger selber oder ist jede Person selber für sich verantwortlich, wenn er sich z.B. in unwegsamen Gelände ein Bein bricht oder sogar bei einem Cache, der hoch oben im Baum oder in Kletterfelsen versteckt ist, abstürzt und sogar dabei stirbt?

Ich frage deshalb, weil ich gerne einen "anspruchsvollen" Cache in einem Baum legen möchte, den man definitiv nur mit Klettermaterial und Wissen ums Kettern loggen kann. Gibt es dazu irgendwas vom Gesetzgeber?

LG, Laszlo

Werbung:
Zai-Ba
Geowizard
Beiträge: 1117
Registriert: Mi 20. Okt 2004, 16:21
Wohnort: 63542 Hanau
Kontaktdaten:

Beitrag von Zai-Ba » Sa 9. Dez 2006, 16:19

Cachebeschreibung hat geschrieben:You assume all risks involved when seeking a cache. By using this printout you agree to the disclaimer posted at http://www.geocaching.com/about/disclaimer.aspx


Wie das jetzt ist, wenn du Cacher zu was illegalem verleitest bin ich mir nicht sicher. Ich denke aber, dass das eigendlich die Rewiever rausfiltern sollen. Und was durchrutscht bekommt nen SBA

keep caching, Zai-Ba (der sich auch schon überlegt hat, was er macht, wenn jemand bei Shorty I verunfallt.)
Abenteuer ist eine von der richtigen Seite betrachtete Strapaze.
Gilbert Keith Chesterton (1874-1936)

Laszlo
Geonewbie
Beiträge: 5
Registriert: Do 23. Nov 2006, 11:14
Wohnort: Berlin-Pankow

Beitrag von Laszlo » Sa 9. Dez 2006, 16:42

Hallo Zai-Ba,

Dein Baumcache ist in ungefähr das, was ich mir vorgestellt habe. Ich glaube, Berlin kann sowas auch gebrauchen.

Das einzig illigale was ich mir vorstellen kann ist, das das Bekelttern von Baumen im Wald/Park vielleicht verboten ist. (Obwohl als Kind habe ich das ständig gemacht..!?) Habe aber keine Ahnung gegen welches Gestez man das verstößt.

Mal sehen, villeicht gibt es noch anderen Stimmen zu diesem Thema...Laszlo

Benutzeravatar
BS/2
Geomaster
Beiträge: 435
Registriert: Mi 13. Apr 2005, 22:14

Beitrag von BS/2 » Sa 9. Dez 2006, 19:59

Es gelten die allgemeinen Haftungsregeln (ein Disclaimer wie der von Groundspeak ist in kontinentaleuropäischen Rechtssystemen ohnehin unbeachtlich).

BS/2
Bild Bild

greg
Geomaster
Beiträge: 783
Registriert: So 9. Jul 2006, 20:50

Beitrag von greg » Sa 9. Dez 2006, 20:12

Ich habe vorgestern einen riesigen Bernadiner überfahren der urplötzlich aus dem Gebüsch gerannt ist. Hat ganz schön geschäpert. Hund tod, Auto Stoßstange und sonstiger kostspieliger Plastikschaden sowie ein traumatisierter Bauer der mit einer Schaufel auf mich zugerannt ist :cry:

Und alles nur, weil dort in der nähe ein Cache versteckt ist! Sonst wäre ich da nie mit dem Auto entlang gefahren....

Es gibt zwar einen Kausalen Zusammenhang zwischen Cache und Unfall. Das der Cacheleger aber dafür strafrechtlich und finanziell verantwortlich gemacht werden könnte... hmm wäre in meinem Fall schön :lol: geht nur nicht. Ist eben persönliches Pech.

Die Klettersache sehe ich unproblematisch... bau in den Text paar Warnungen ein und gut ist. Wenn Gewissensbisse hast, das durch deinen Cache es doch zu einem tragischen Unfall kommen könnte, dann lass es lieber sein bevor dir dein ganzes Leben lang wegen der Fahrlässigkeit eines Cachers vorwürfe machst.

SYSTeam
Geocacher
Beiträge: 281
Registriert: Di 22. Mär 2005, 16:16

Beitrag von SYSTeam » Sa 9. Dez 2006, 20:18

Ich denke mal wir sind alles erwachsene Menschen und können selbst entscheiden was wir uns zumuten oder auch nicht.Keiner wird gezwungen irgendeinen Cache zu machen der irgendwie gefährlich erscheint.Wenn mir etwas nicht ganz geheuer erscheint dreh ich mich um und gehe.

Stefan
BildBild

Benutzeravatar
radioscout
Geoking
Beiträge: 22765
Registriert: Mo 1. Mär 2004, 00:05
Wohnort: Aachen

Beitrag von radioscout » Sa 9. Dez 2006, 20:28

greg hat geschrieben:Wenn Gewissensbisse hast, das durch deinen Cache es doch zu einem tragischen Unfall kommen könnte, dann lass es lieber sein bevor dir dein ganzes Leben lang wegen der Fahrlässigkeit eines Cachers vorwürfe machst.

Das sollte man sich wirklich einmal ernsthaft überlegen. Wie würde man sich fühlen, wenn es tatsächlich zu einem tödlichen Unfall kommt?
"Jeder ist für sich selbst verantwortlich" ist ja leicht gesagt aber die Praxis zeigt, daß viele Leute es nicht vertragen, wenn sie an einem Unfalltod irgendwie beteiligt sind, auch wenn sie keine Chance hatten, es zu verhindern und juristisch absolut unschuldig sind.
Bild
Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

morsix
Geowizard
Beiträge: 2919
Registriert: Do 3. Jun 2004, 09:37
Kontaktdaten:

Beitrag von morsix » Sa 9. Dez 2006, 22:06

radioscout hat geschrieben:
greg hat geschrieben:Wenn Gewissensbisse hast, das durch deinen Cache es doch zu einem tragischen Unfall kommen könnte, dann lass es lieber sein bevor dir dein ganzes Leben lang wegen der Fahrlässigkeit eines Cachers vorwürfe machst.

Das sollte man sich wirklich einmal ernsthaft überlegen. Wie würde man sich fühlen, wenn es tatsächlich zu einem tödlichen Unfall kommt?
"Jeder ist für sich selbst verantwortlich" ist ja leicht gesagt aber die Praxis zeigt, daß viele Leute es nicht vertragen, wenn sie an einem Unfalltod irgendwie beteiligt sind, auch wenn sie keine Chance hatten, es zu verhindern und juristisch absolut unschuldig sind.


Dann kann man aber gleich aufhören, etwas anspruchsvollere Caches als 1* zu verlegen und sich wieder ganz dem extremen Schachsport widmen. Eta 80% meiner Caches sind so angelegt, daß was passieren könnte. Allerdings bin ich mir da bei der deutschen Rechtssprechung auch nicht sicher, in wie weit ich haftbar bin, wenn jemand bsp. auf einen Baum klettert und abstürzt oder aber im (bei gc.com nicht gelisteten) Hell caching bastard mode LP durchs Dach bricht.

Ich persönlich wäre zwar nicht angetan, einen Mitcacher zu verlieren, allerdings, so hart es klingt, wirklich für mein Leben fertig und voller Vorwürfe, so wäre ich nicht. Da siegt dann doch mein verstand der sagt: Jeder ist für sich selbst verantwortlichm ich habe niemanden gezwungen da rumzuklettern.
Jeder, der eine Klettertour in den Alpen beschreibt oder eine rasante steile MTB Tour müsste sich ja vor Selbstvorwürfen aufhängen - da gabs schon reale Tote im Gegensatz zum cachen in Deutschland.

Im Übrigen habe ich auch schon bei caches aufgegeben, weil sie mir ohne Ausrüstung und wegen der aktuellen Wetterlage zu gefährlich waren.

Grüße
Rudi
Die Kinder des Kometen küssen die blaue Perle
Palm? Geotools!
Umbau Palm 32GB
Bild

Benutzeravatar
radioscout
Geoking
Beiträge: 22765
Registriert: Mo 1. Mär 2004, 00:05
Wohnort: Aachen

Beitrag von radioscout » Sa 9. Dez 2006, 22:34

morsix hat geschrieben:Dann kann man aber gleich aufhören, etwas anspruchsvollere Caches als 1* zu verlegen
...
wenn jemand bsp. auf einen Baum klettert und abstürzt oder aber im (bei gc.com nicht gelisteten) Hell caching bastard mode LP durchs Dach bricht.

Es ist schon ein (psychologischer) Unterschied, ob jemand bei einem "normalen" Cache, dessen Gefahr in etwa einem Waldspaziergang entspricht zu Schaden kommt oder bei einem, der deutlich riskanter ist: "Wegen meines Caches ist der da raufgeklettert, ich wußte, daß das gefährlich ist und jetzt ist es schwer verletzt".


morsix hat geschrieben:Jeder, der eine Klettertour in den Alpen beschreibt oder eine rasante steile MTB Tour müsste sich ja vor Selbstvorwürfen aufhängen - da gabs schon reale Tote im Gegensatz zum cachen in Deutschland.

MTB- und Klettertourenbeschreibungen werden üblicherweise von MTB-Fahrern und Kletterern gelesen, die die Risiken genau kennen.
Cachebeschreibungen werden auch von Cachern gelesen, die keinerlei Klettererfahrungen haben. Viele probieren dann mal etwas, was sie nicht richtig können und wahrscheinlich auch nie getan hätten, wenn dort keine Dose läge.
Bild
Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

movie_fan
Geoguru
Beiträge: 3339
Registriert: Do 8. Jun 2006, 16:07
Wohnort: Frankfurt

Beitrag von movie_fan » Sa 9. Dez 2006, 23:32

radioscout hat geschrieben:Cachebeschreibungen werden auch von Cachern gelesen, die keinerlei Klettererfahrungen haben. Viele probieren dann mal etwas, was sie nicht richtig können und wahrscheinlich auch nie getan hätten, wenn dort keine Dose läge.


was willste denn machen?!?
jeden menschen an die hand nehmen?!?
wenn da steht, achtung du musst mit keltter zeugs umgehen können, und das auch benutzen, und wer kommt da ohne irgendwas kletterfähiges an und hat nochnie sowas gemacht, dann isses doch wohl sien prob, wenn es ihn dabei zerlegt...(klingt jetzt auch hart, ich weiß)

irgendwann sollte schon der normale menschenverstand einsetzen der einem sagt.. äääääääääähhhh.. momentmal, das haste ncohnie gemacht, hast net das richtige dabei also lass es sein!
es würde auch keiner freiwillig di ewüste durchqueren mit nur einer flasche wasser (jaja ich weiß... die megahardcoreextremkrasssportler würden das machen...) da würde auch der gesund emenschenverstand einsetzen udn sagen.. ne so net...

wenn du den net beim cachen vorraussetzt, kannste es echt knicken auhc nur etwas zu machen, wo man sich in der natur bewegen muss, du kannst auch ganz doof auf nen stein treten, der kippelt udn du so umknikst, udn bei der gelegenheit dir nen bänderris im spunggelenk zuziehst... (ich hab das geschafft, also jetzt ncihts sagen, und ich hatte wanderschuhe an! war aba net beim cachen)


mehr als darauf hinweisen, das es nru mit spezialausrüstung udn wissen geht kann man net machen, wenns doch wer macht kann man doch ncihts dafür, es ist kein zwang irgendwas zu machen, nur weil da nen döschen liegt... höchtens nen anreiz...

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder