Verantwortung/ Haftung von gelegten Caches

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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radioscout
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Beitrag von radioscout » Sa 9. Dez 2006, 23:41

movie_fan hat geschrieben:wenn da steht, achtung du musst mit keltter zeugs umgehen können, und das auch benutzen,

Problematisch sind eher die Klettercaches, die man ohne Kletterausrüstung erreichen kann. Ein paar Meter den den Baum oder Felsen hoch, etwas, was viele einfach mal versuchen und sich dabei dann verletzen. Die richtig extremen Sachen wird wahrscheinlich (hoffentlich) keiner einfach mal so versuchen.
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Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

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Hubatt
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Beitrag von Hubatt » So 10. Dez 2006, 00:30

radioscout hat geschrieben:Ein paar Meter den den Baum oder Felsen hoch, etwas, was viele einfach mal versuchen und sich dabei dann verletzen.
Du traust den Leuten auch wirklich gar nichts zu. Oder?

pom
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Beitrag von pom » So 10. Dez 2006, 07:37

Hubatt hat geschrieben:Du traust den Leuten auch wirklich gar nichts zu. Oder?

Vielleicht war er der, der aus irgendwelchen Gründen immer unten warten musste, während die anderen Kinder in den Bäumen rumgeklettert sind.
Geht Ihr ruhig weiter Schnitzel jagen oder Schätze suchen!
Ich gehe derweil cachen.

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doc256
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Beitrag von doc256 » So 10. Dez 2006, 09:34

radioscout hat geschrieben:Problematisch sind eher die Klettercaches, die man ohne Kletterausrüstung erreichen kann. Ein paar Meter den den Baum oder Felsen hoch, etwas, was viele einfach mal versuchen und sich dabei dann verletzen. Die richtig extremen Sachen wird wahrscheinlich (hoffentlich) keiner einfach mal so versuchen.


Ich denke auch, die eindeutigen Terrain-5-Caches sind nicht das Problem, denn da wird sich kaum einer ohne entsprechende Fachkenntnisse rantrauen. Aber eine Stufe drunter haben sicher die meisten von uns schon Sachen erlebt, die nicht ganz ohne waren. Und wenn ich so an den einen oder anderen Lost Place denke, bin ich schon froh, dass man so wenig von Verletzungen hört.
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morsix
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Beitrag von morsix » So 10. Dez 2006, 09:37

radioscout hat geschrieben:
morsix hat geschrieben:Jeder, der eine Klettertour in den Alpen beschreibt oder eine rasante steile MTB Tour müsste sich ja vor Selbstvorwürfen aufhängen - da gabs schon reale Tote im Gegensatz zum cachen in Deutschland.

MTB- und Klettertourenbeschreibungen werden üblicherweise von MTB-Fahrern und Kletterern gelesen, die die Risiken genau kennen.


Na, so stimmt das auch wieder nicht. Unter anderem gibts desswegen viele Unfälle in den Alpen, weil die Verunfallten eben nicht das Risiko richtig eingeschätzt haben bzw. ihre Fähigkeiten und Wissen über Gelände und Wetter masslos überschätzt haben.
Gerade unter den Hobby-MTBlern gibts auch ne Menge (ich kenne persönlich mehr als einen) die meinen, ach, das ist doch easy, da brauchst ja nur runtergurken, radeln kann doch jeder Depp ... Aber dann mit Gips aus dem Wochenende zurückkommen, weil man die Kurve zu schnell angefahren hat und 8m tief gestürzt ist. Wow, nur ein Gips am Arm, der Kerl hat echt Schwein gehabt.

Da sitz ich gerne vormittags um elf auf der Veranda von der Armin-Alm im Spitzing und gönn mir ein feines Weissbier (nach dem ich schon um 5 Uhr morgens los bin und auf der Brecherspitze den Sonnenaufgang bewundert habe). Da sitz ich also so und sehe Menschen, welche mit Sandalen und anderen "brauchbaren" Schuhwerk auf die Brecherspitze gehen. ok, so schwer ist der Berg nicht und man braucht an den Kraxlstellen auch kein Seil, aber, diese Schuhe, das ist 100% Lebensgefährlich. Da fragen mich die Leute, gehts da zur Brecherspitze und ich sag. Nein, mit den Schuhen nicht, weil die Bergwacht hat am Sonntag auch keinen Spaß dran hier raufzulatschen weil sie im Abgrund liegen. Krieg ich nur dumme Antworten :)

Grüße
Rudi
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Beitrag von JeeperMTJ » So 10. Dez 2006, 10:11

radioscout hat geschrieben:Cachebeschreibungen werden auch von Cachern gelesen, die keinerlei Klettererfahrungen haben. Viele probieren dann mal etwas, was sie nicht richtig können und wahrscheinlich auch nie getan hätten, wenn dort keine Dose läge.


Passiert wenn Leute vergessen, dass sie 18 und volljährig sind. Ich muss einfach mal das Hirn einschalten und mich fragen "Schaffe ich das". Ich mache ja auch keine Tauchcaches.

Ich habe z.B. einen Cache mit T4 und dort sind ständig Logs a la "Ist das gefährlich, Total schwer, Rutschig". Hallo? Keiner hat sie gezwungen da hochzugehen, wenn sie so ungelenkig sind. Andere machen da in 1min hoch.

Am besten min. 10m Distanz und Seilzwang. Dann kommen auch nur die Leute, die was davon verstehen.

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Beitrag von geoBONE » So 10. Dez 2006, 11:28

pom hat geschrieben:
Hubatt hat geschrieben:Du traust den Leuten auch wirklich gar nichts zu. Oder?

Vielleicht war er der, der aus irgendwelchen Gründen immer unten warten musste, während die anderen Kinder in den Bäumen rumgeklettert sind.

Du meinst: Alle Kinder hatten Spass, nur nicht radioscout, der hat nur zugeschout?

scnr

D-Buddi

Beitrag von D-Buddi » So 10. Dez 2006, 11:58

SYSTeam hat geschrieben:Ich denke mal wir sind alles erwachsene Menschen und können selbst entscheiden was wir uns zumuten oder auch nicht.Keiner wird gezwungen irgendeinen Cache zu machen der irgendwie gefährlich erscheint.Wenn mir etwas nicht ganz geheuer erscheint dreh ich mich um und gehe.

Stefan


So würde ich das im Prinzip auch sehen, aber das dürfte eher die moralische Sicht sein die der rechtlichen nicht unbedingt entsprechen muß. Ich denk da an Urteile die Leuten helfen die ihr Geld auf dümmste Art und Weise investiert haben und dann vor Gericht klagen sie hätten die Folgen nicht absehen können...

MfG Jörg

Laszlo
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Beitrag von Laszlo » So 10. Dez 2006, 18:03

Also, die verschiedenen Meinungen finde ich echt interessant. Ich selber glaube auch, dass wenn das Cache wirklich nur in einer Höhe ist den man mit Kletterausrüstung und Erfahrung erreichen kann, das dann auch nur die hingehen, die etwas davon verstehen.

Von der moralischen Seite habe ich eigentlich (momentan) auch eher weniger bedenken wenn sich jemand verletzt. Jeder erwachsene Mensch soll da selber die Verantwortung für sich übernehmen. Ist ja auch so in eingerichteten Klettertouren der Fall. Sollte man dort stürzen, kann man ja auch nicht den Erstbesteiger und Einrichter der Klettertour dafür verantwortlich machen.

Dennoch könnte es sein, dass beim Geocachen rechtlich die Sache anders aussieht, oder? Naja,, vielleicht mache ich mir da auch zuviele Gedanken...

Gruß, Laszlo

chriz
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Beitrag von chriz » So 10. Dez 2006, 19:29

Vielleicht ergibt sich aus meiner kleinen Anfrage im Forum von recht.de etwas mehr Klarheit...
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