Gibt es immer mehr Egoisten beim Geocaching???

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

Don Cerebro
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Beitrag von Don Cerebro » Mi 10. Jan 2007, 09:26

Ich finde wenige gute Caches besser als langweilige Mikros an Parkbänken, Supermärketn/Fast-Food-Bratern oder Wegkreuzen.
Dann soll jemand lieber erstmal ein paar 100 Caches finden und dann gute Ideen umsetzen als einfach alle 160m einen Mikro aus dem Auto zu schmeissen. Und wenn jemand keine Ideen hat, dann soll er meinetwegen zum sog. Cache-Schmarotzer werden.
Mails an den Reviewer bitte immer an diese Adresse: don.rocbeer@googlemail.com

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greiol
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Beitrag von greiol » Mi 10. Jan 2007, 09:52

wallace&gromit hat geschrieben:Dann leb ich wohl im Randgebiet! :D

Das ist aber genau der Punkt. Bei mir liegen 200 Dosen im Umkreis von 13,5 km. Da ist ohnehin schon mehr bedost als sehenswert ist.
Auf der grünen Wiese sieht das natürlich völlig anders aus. Aber soll ich deshalb jetzt noch schnell in der Stadt ein Gotteshaus mit einer Filmdose versehen?
Wer vom Ziel nicht weiß, kann den Weg nicht haben
(Christian Morgenstern)

Knopfauge
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Beitrag von Knopfauge » Mi 10. Jan 2007, 10:26

In Haag i. Oberbayern inkl. 10 km Umkreis gibt es noch keinen einzigen Cache - ein netter Effekt bei der Darstellung auf Karten mit PQ.

Dort jetzt aber einen Cache zu verstecken mit der Aufgabe, daß jeder, der den Cache loggen will, wieder einen Cache versteckt - das führt nur zu Massen-1/1-Caches, die entsprechend lieblos sind (langsam fahren - Fenster auf - Dose raus). Und mich als Anfänger nicht dazu bewegt hätte, bei diesem Spiel mit zu machen.

Im Prinzip übertragbar auf das gesamte Thema.

Es gibt einfach Cacher, die lieber verstecken und andere, die lieber suchen. Ein Gleichgewicht zu erzwingen wird nicht funktionieren oder nur lieblose Caches fördern.

Noch ein Vergleich:
Immer einfältiger werden die Logs bei auch aufwändigen Caches.
"TFTC" - das ist alles für das Verstecken eines Caches? Da will ich erst gar nicht neue Caches in dieser Qualität.

Einen Zusammenhang zwischen Qualität der Caches bzw. Logs und PM kann ich nicht erkennen.

T:o)m
Das Image ist des, was man bräucht, daß die anderen denken, das man so ist wie man gerne wäre.
(Frank-Markus Barwasser)

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Beitrag von knipser » Mi 10. Jan 2007, 12:09

Kurz gesagt:
Ich bin gegen eine „Pflicht“ einen eigenen Cache zu legen. Im Zweifel kommt da dann nur ein sehr „einfallsloser“ Cache dabei raus und evt. werden Anfänger verschreckt.

Bis vor einer Woche habe ich auch zu den „nur suchenden“ gehört. Irgendwann kommt dann aber dann der Wunsch auf was eigenes zu machen :D . Ich denke mal dieser Punkt kommt bei der Mehrzahl der Geocacher irgendwann auf (wenn sie das Hobby schon länger betreiben). Daher ist das, in meinen Augen, eigentlich kein gravierendes „Problem/Thema“.
Und man sollte auch nicht vergessen, dass ein eigener Cache auch immer mit Geld (wenn auch nur sehr wenig), Arbeit und Verantwortung zu tun hat. Jeder der sich daher beklagt (das er so etwas nicht sehen will (nur Founds, keine eigenen Caches)), sollte mal darüber nachdenken, wann er sich das letzte mal bei seinem/seiner Verein/gemeinnützige Organisation (in dem er Mitglied ist), sich freiwillig um einen Posten/Arbeitseinsatz (ehrenamtlich) beworben hat.

Hätte ich gleich am Anfang einen eigenen Cache legen müssen, dann bin ich mir nicht sicher wie „gut“ dieser geworden wäre oder ob ich diese Verantwortung gleich am Anfang übernehmen wollte (und damit das Hobby überhaupt weiter ausgeübt hätte).
Mir hat es viel gebracht erstmal (bei mir waren das ca. 50) fremde Caches zu besuchen. Da hab ich einiges gelernt wie man einen Cache am besten selbst ausstattet und welche Möglichkeiten es eigentlich so gibt (Versteckmöglichkeiten, Aufbau eines Multi, verschiedene Cachearten, Locationwahl, Cacheinhalt/Beschriftungen,…). Hab zwar einiges dazu im www gelesen, aber das selbst zu „erfahren“ ist was anderes.

Ich würde das evt. über eine freiwilligen „Ehrencode“ versuchen zu lösen (gibt es eigentlich so etwas schon? (unabhängig von den bekannten Guidelines)).
So nach dem Motto:
„Du musst, um dieses Hobby auszuüben, nicht selbst einen Cache legen. Aber der Fairness den Anderen gegenüber solltest Du über eigene Caches nachdenken und auch den ein oder anderen platzieren. Es würde die (Geocacher)Community sehr freuen wenn du dich dadurch aktiver in die Community einbringst. Das Verhältnis gefunden/eigen Caches sollte ca. 50/1 (um mal eine Bsp.-Zahl zu nennen) betragen. Das ist aber keine Verpflichtung, sondern nur ein Anhaltspunkt. Es ist auch keine Ausrede um “langweilige“ Caches zu rechtfertigen“ :D

Man könnte evt. da auch noch einfügen, das „Fremdwartung“ von gefundenen Caches (z.B. ersetzen der Plastiktüte), Uptrading, TBs/Geocoins in Umlauf bringen, etc…. auch was mit „einbringen in die Community“ zu tun hat.
So etwas kenne ich von der ein oder anderen Plattform (die nichts mit Geocaching zu tun hat) auch. Funktioniert halbwegs :o

Ich selbst „verurteile“ deshalb niemanden aufgrund der Tatsache das er nur Caches sucht. Er wird dafür seine Gründe dafür haben. Auch unterstelle ich niemanden der nur „Founds“ hat, das er nicht beurteilen kann wie schwer es eigentlich ist einen Cache zu legen oder das er eine Tendenz zum „Downtrading“, „ausnutzen anderer“…. etc. hat.

Gruß
knipser-germany
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wallace&gromit
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Beitrag von wallace&gromit » Mi 10. Jan 2007, 12:44

Gutes Statement!
Here we all are, born into a struggle, to come so far but end up returning to dust.

joschi_1998

Beitrag von joschi_1998 » Mi 10. Jan 2007, 12:46

alex3000 hat geschrieben:Hier wurde schon oft von verschiedenen Leuten geäußert, dass man einen eigenen Cache erst nach 100 bis 200 Finds legen sollte.

Eine These, der ich mich nur zu gern anschließe. Das soll keineswegs als ehernes Gesetz gelten, aber taugt durchaus als Faustformel, die ich allzu enthusiastischen Newbies stets mitgebe, wenn sie mir zufällig über den Weg laufen und nicht schnell genug weglaufen :D.

Klar, in einer Region wie der Euren mit geringer Cacher-Dichte ist auch die Cache-Dichte nicht allzu hoch. Umso mehr erstaunt mich, daß ausgerechnet aus Eurer Ecke Unmut laut wird über Leute wie mich, die nur auf eine popelige Found/Hidden-Ratio kommen von 50:1 oder noch schlechter. Wer bei Euch cachen geht und nach ein paar Wochen (wenn die Verstecke vor Ort allesamt abgegrast sind) immer noch den Enthusiasmus aufbringt zu cachen (dann zwangsläufig verbunden mit immer länger werdenden Anfahrtswegen), der legt doch irgendwann auch sicher seinen ersten eigenen Cache. Der ist auch so gottfroh um jede neue Tupperdose, die er suchen darf, daß er gar nicht auf den Gedanken kommt zu meckern. Freut Euch doch im Gegenteil darüber, daß Euch noch so viele tolle Locations bleiben zum Verstecken!
Bei uns dagegen blockieren doofe Leitplanken-Micros den immer knapper werdenden Cacher-Raum oder - je nach Betrachtungsweise - machen blöde Abzähl-Multis quadratkilometerweise beste Tradi-Jagdgründe platt. Entsprechend wird gemeckert, wenn mal wieder eine nicht so wirklich spitzenklassemäßige Dose 81433,2 Quadratmeter Cacheotop kaputt macht. Wenn ausgerechnet ein Newbie frech im verbrieften Revier eines Alteingesessenen wildert. Wenn ein quasi im Vorbeigehen fallengelassener Tradi die wochenlange Vorbereitung eines mordaufwendigen Multi zunichte macht. Wenn der Platz so knapp wird, daß die ersten Verstecker schon 100km ausweichen müssen mit ihren neuen Caches ;).

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Beitrag von doc256 » Mi 10. Jan 2007, 16:52

movie_fan hat geschrieben:also da fühle ich mich ja mal angesprochen *gg*

bin ja genau so einer *lol*

ich hab hier im nahen umkreis einige discounter, kirchen, und jedemenge leitplanken die ich bedosen könnte...


Nein, bitte nicht!!!!!


movie_fan hat geschrieben:hab ich aba net gemacht, weil ich die nie sooo dolle finde...


Danke!!!!
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Beitrag von eigengott » Mi 10. Jan 2007, 17:09

knipser hat geschrieben: „Fremdwartung“ von gefundenen Caches (z.B. ersetzen der Plastiktüte)


s/ersetzen/entfernen/g

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Beitrag von Rokop » Mi 10. Jan 2007, 17:29

Ich stehe zu meinen Kirchen, Wasserhäusen, Notrufsäulen, Wasserkraftanlagen usw. Und ich werde die auch weiterhin auslegen. Die nordhessischen Cacher sind über jeden Einzelnen Cache froh und aus allen Teilen der Republik strömen die Leute mittlerweile hierher. Wer sie nicht mag, soll wo anders hinfahren.
Wenn ich in D unterwegs bin, hätte ich gar keine Zeit Eure all so anspruchsvollen 10 Sterne Caches zu suchen, es sei denn, ich fahre gezielt nach Solchen los. Ich freu mich dann über diese "lieblosen" Caches, die manchmal anspruchsvoller und netter sind, als manch einer glaubt.
Und nein, ich werde meine Meinung nicht ändern :)
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Beitrag von radioscout » Mi 10. Jan 2007, 18:36

joschi_1998 hat geschrieben:Bei uns dagegen blockieren doofe Leitplanken-Micros den immer knapper werdenden Cacher-Raum oder - je nach Betrachtungsweise - machen blöde Abzähl-Multis quadratkilometerweise beste Tradi-Jagdgründe platt.

Kam es wirklich schon mal vor, daß ein Leitplanken-Micro die Bedosung von etwas wirklich sehenswertem verhindert hat? Was findet man denn interessantes in 160 m Umkreis um eine Leitplanke?


joschi_1998 hat geschrieben:Wenn ausgerechnet ein Newbie frech im verbrieften Revier eines Alteingesessenen wildert. Wenn ein quasi im Vorbeigehen fallengelassener Tradi die wochenlange Vorbereitung eines mordaufwendigen Multi zunichte macht.

Pech gehabt. Das gehört dazu, genau wie ein DNF. Keiner hat einen Anspruch darauf, eine bestimmte Location als erster zu bedosen. Sowas kann man nicht reservieren, genau so wenig wie einen FTF, auch wenn man sich schon wochenlang darauf freut.
Und wo ist das Problem? Wenn es eine interessante Finallocation ist, dann liegt dort eben eine andere Dose (die mir in diesem Fall sogar besser gefällt). Den Zweck, die Location zu zeigen, erfüllt sie mindestens genau so gut.
Und wenn es kein besonderes Final oder nur eine Stage ist: Man wird doch eine Alternative finden. 161 m sind nicht viel.

Und wenn man sicher gehen möchte, schreibt man eine nette Bitte ins Forum und an die Cacher in der entsprechenden Region.
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Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

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