Ist Geocaching selbsterklärend?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

familysearch
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Ist Geocaching selbsterklärend?

Beitrag von familysearch » So 14. Jan 2007, 14:45

Eigentlich funktioniert Geocaching auch ohne Studium der Seite recht einfach und ist weitgehend selbsterklärend.
Bis auf, - Travelbugs und Geocoins!
Der Umgang mit Travelbugs scheint nicht selbsterklärend zu sein.
Ich glaube nun sicher zu wissen, weswegen Geocoins (und Tbs) aus Caches verschwinden:
Es sind nicht böse Sammler oder Muggels, nein, Geocoins und Tbs verschwinden aus Caches, wenn ein Newbie, der noch keinen Tb geloggt hat, einen Cache mit Tb findet. Vermutlich werden sie - ohne böse Absicht - aus dem cache entfernt. Immer wenn eine Coin vor mir oder aus einem meiner Caches verschwindet, hat kurz zuvor ein Newbie diesen Cache gefunden. Das kann kein Zufall mehr sein!
Ich bin überzeugt, das viele Newbies nicht wissen, was ein Travelbug oder eine Geocoin ist, und das der Hauptgrund für ihr Verschwinden ist!
Dem könnte leicht abgeholfen werden.
Statt Caches immer aufwendiger zu "Reviewen", sollte bei einem Neuaccount zunächst mal der Cacher "approved" werden. Dazu dürften acht Multiple-Choice-Frage mit jeweils vier Antwortmöglichkeiten ausreichen.
O.k., vielleicht schiesse ich (in meinem Frust) mit dem Vorschlag für eine Eingangsprüfung über das Ziel hinaus.
Andererseits, statt einen Katalog für eine Cache-Zertifizierung könnte ja mal jemand versuchen, Fragen für einen Cacher-Führerschein zu formulieren.
Von meiner These, dass ahnungslose Newbies maßgeblich zum Geocoin-Schwund beitragen, lasse ich mich nicht abbringen.
Vorschläge, wie man erreicht, das Anfängercacher keinen Travelbugfehler machen, sind willkommen.
Happy hunting
familysearch

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Philipp, pl24.de
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Beitrag von Philipp, pl24.de » So 14. Jan 2007, 15:10

Wenn bei jedem TB/jeder Coin dran steht, dass es kein regulärer Tauschgegenstand ist und die "Newbies" lesen können, sollte das eigentlich kein Problem sein...

morsix
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Re: Ist Geocaching selbsterklärend?

Beitrag von morsix » So 14. Jan 2007, 15:19

familysearch hat geschrieben:Von meiner These, dass ahnungslose Newbies maßgeblich zum Geocoin-Schwund beitragen, lasse ich mich nicht abbringen.
Vorschläge, wie man erreicht, das Anfängercacher keinen Travelbugfehler machen, sind willkommen.
Happy hunting
familysearch


Kann gut sein das Du da Recht hast, aber ein Führerschein wird m.E. nicht viel bringen, Multible Choice kann man auch schaffen (bei bloss 8 Fragen) ohne die Fragen/Antworten zu lesen :) - na gut, es kommt darauf an, wieviel Antwortmöglichkeiten es gibt ... :)

Statt m.c. könnte man natürlich auch ein Flash (Bäh) oder java-Adventuregame spielen lassen "My first virtual cache found" hihi :) Habe mir sowiso mal überlegt sowas zu basteln und die ermittelten Koordinaten aus dem virtuellen Multi ergeben die Koordinaten der realen Dose. Vorteil, ohne Probleme und hohe Kosten können Multistationen in aller Welt und sogar auf dem Mars gemacht werden.

Ich würde dann aber eher den Newbe anschreiben. Besser noch ist es natürlich, sowohl an TB's wie auch Münzbehältern eine eindeutige Anleitung dranzuhängen "Kein normaler tauschobjekt, Info hier, nicht behalten, etc etc". Am besten natürlich in deutsch und englisch, je nach Mission auch Italienisch, Spanisch, Türkisch, Griechisch :)

An meinen TB's hängt immer sowas dran und bisher sind nur zwei verschwunden, dabei war eindeutig klar, daß die Dinger richtig absichtlich geklaut wurden, da noch nicht mal ein Found bei gc.com gemacht wurde. Heisst, der TB verschwand in der Zeit zwischen meinem Found und dem nächsten Finder, es fehlte dabei auch nie was aus den Dosen ausser meinen TB's und anderen "brauchbaren" Tauschitems. Da die Dose unversehrt und wieder ordentlich versteckt war, tippe ich hier auch weniger auf Muggels als auf einen geocacher der sich sagt: Super Tradeitems, nehm ich mit, kann ich halt nicht loggen ... Dabei denke ich schon, nunja, ein usb Memorystick mit läppischen 32MB Speicher mag ja noch den einen oder andeern Hirni zum Diebstahl verleiten, aber eine billige Gummiquitschente, das ist schon eigenartig.

Grüße
Rudi
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Beitrag von mity! » So 14. Jan 2007, 15:24

...genau diese Frage habe ich mir kürzlich auch gestellt.
Wir haben hier in Berlin nämlich gerade den Fall, dass da ein bestimmt wohlmeinender (Neu-) Geocacher einem TB den weiten Sprung von Dubai nach Berlin spendiert hat. Soweit so prima!
Dummerweise hat er gleich den gesamten Cache mittransportiert... :?
Etwas ausführlicher steht's hier.

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Re: Ist Geocaching selbsterklärend?

Beitrag von -tiger- » So 14. Jan 2007, 15:37

familysearch hat geschrieben:Ich bin überzeugt, das viele Newbies nicht wissen, was ein Travelbug oder eine Geocoin ist, und das der Hauptgrund für ihr Verschwinden ist!


Ich kann mich noch an meinen ersten TB-Fund erinnern (ebenfalls ohne eine Ahnung zu haben, was das ist). Im Cache war ein Plüsch-Tier mit einer Hundemarke um den Hals. Das Interesse war geweckt und ich habe als erstes den Text auf der Hundemarke gelesen. Da stand irgendwas von "going from place to place" und "visit gc.com to learn more". Das war ausreichend, daß mich das Gefühl beschlichen hat, daß mit dem Tauschgegenstand irgendwas besonderes sein muss, also mal auf der Webseite geschaut, kapiert wie es funktioniert und den TB wieder brav ausgesetzt. Bei halbwegs denkenden Cachern sollte vermutlich nichts schief gehen.

Die Sache geht natürlich in dem Moment in die Hose, wenn der Finder kein Englisch kann. Dagegen hilft ein laminierter Zettel mit TB-Anleitung in deutsch. Und trotzdem liegt einer meiner TBs seit ewigkeiten bei einem Cacher (der selbst TBs hat) rum und wird nicht wieder ausgesetzt. Das Problem ist einfach mangelnde soziale Kompetenz, die kann man auch mit einem Eingangstest nicht abfragen.

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Beitrag von Xellos » So 14. Jan 2007, 16:33

Philipp, pl24.de hat geschrieben:Wenn bei jedem TB/jeder Coin dran steht, dass es kein regulärer Tauschgegenstand ist und die "Newbies" lesen können, sollte das eigentlich kein Problem sein...

So ist es. Wenn, sollte und lesen können (bzw. lesen wollen). :roll:


morsix hat geschrieben:Kann gut sein das Du da Recht hast, aber ein Führerschein wird m.E. nicht viel bringen, Multible Choice kann man auch schaffen (bei bloss 8 Fragen) ohne die Fragen/Antworten zu lesen :) - na gut, es kommt darauf an, wieviel Antwortmöglichkeiten es gibt ... :)

Ich denke, wenn durch Ausprobieren bis zur richtigen Ankreuzung etwas vom Text hängenbleibt, ist schon etwas gewonnen. Der Auto-Führerschein funktioniert ja auch so. Die Leute lernen doch nicht wirklich Verkehrsregeln und Fahrkompetenz. Die lernen, welches Kreuzchen bei welcher Frage wohin muß. Funktioniert größtenteils auch. Bei manchen vielleicht nur bis zur praktischen Prüfung, wenn man sich manche Verkehrsteilnehmer so anschaut... Aber es ist besser als das, was ich so auf dem Wasser bei führerscheinfreien Booten sehe (denn die Wasserverkehrsregeln hat man nicht im Kindergarten gelernt, darum: Fahrrad ohne FS ok, Boot auf Schiffahrtsstraßen ohne FS nicht ok - in meinen Augen.)

MC hat auch den unschlagbaren Vorteil, daß es automatisch auswertbar ist, also keinen Menschaufwand erfordert; und daß keine inhaltlich richtigen Antworten abgewiesen werden können, weil sich der Pingelbot an Schreibfehlern aufhält (kenne das aus Chat-Quizzes).

morsix hat geschrieben:Vorteil, ohne Probleme und hohe Kosten können Multistationen in aller Welt und sogar auf dem Mars gemacht werden.

Das wäre dann aber kein GeoCaching mehr, sondern AreoCaching. :wink:

morsix hat geschrieben:Besser noch ist es natürlich, sowohl an TB's wie auch Münzbehältern eine eindeutige Anleitung dranzuhängen "Kein normaler tauschobjekt, Info hier, nicht behalten, etc etc". Am besten natürlich in deutsch und englisch, je nach Mission auch Italienisch, Spanisch, Türkisch, Griechisch :)

Dazu mal ne Frage... woher bekommt man entsprechende Übersetzungen?
Die maschinellen sind nicht wirklich brauchbar, wenn es der Leser auch verstehen soll. :?
Also, Englisch ist ja kein Problem... Französisch und Spanisch wird schon schwerer, aber Türkisch?
Und wenn ich Griechisch zusammenbastele, wird das für heutige Griechen klingen wie für Deutsche das da: "phol ende vvodan vvoren zi holza. do ward demo balderes volen sin vuos berenkit." (Ja, das ist Deutsch! :mrgreen:)

Grüße, Andreas
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Beitrag von aircologne » So 14. Jan 2007, 17:24

wie schon geschrieben: Wenn an jedem TB und vor allem an jedem Coin eine Note hängt, die das "Spie im Spiel" erklärt, gabe es das Problem wohl nicht.
Ich kann mir jedenfalls sehr gut vorstellen, dass sonst ein schöner Coin als Trophäe eingesackt wird, ohne das es böse Absicht ist

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Beitrag von morsix » So 14. Jan 2007, 17:36

Xellos hat geschrieben: wie für Deutsche das da: "phol ende vvodan vvoren zi holza. do ward demo balderes volen sin vuos berenkit." (Ja, das ist Deutsch! :mrgreen:)
Grüße, Andreas


Ach sooo

du uuart demo Balderes volen sin vuoz birenkit. thu biguol en Sinthgunt, Sunna era suister;. thu biguol en Friia, Volla ers suister;. thu biguol en Uuodan, ... im Ganzen:

Merseburger Zaubersprüche:

Eiris sazun idisi, sazun hera duoder,
suma hapt heptidun, suma heri lezidun,
suma clubodun umbi cuniowidi:
insprinc haptbandun, invar vigandun!
Vol ende Wodan vuorun zi holza,
do wart demo Balderes volon sin vuoz birenkit.
thu biguolen Sinthgunt, Sunna era swister.
thu biguolen Friia, Volla era swister,
thu biguolen Wodan, so he wola conda,
sose benrenki, sose bluotrenki,
sose lidirenki:
ben zi bena, bluot zi bluoda;
lid zi geliden, sose gelimida sin!

und den hab ich auch noch:

gang uz, nesso, mit niun nessinchilinon,
uz fonna demo marge in deo adra,
uonna den adrun in daz fleisk,
fonna demu fleiske in daz fel,
fonna demo uelle in diz tulli !
gang ut, nesso, mid nigun nessiklinon,
ut fana themo marge an that ben,
ut fan themo bene an that flesg,
ut fan themo flesgke an thia hud,
ut fan thera hud an thesa starla !

Übersetzung:
kriech heraus, wurm, mit neun anderen würmern,
aus dem mark in die adern, von den adern in das fleisch,
von dem fleisch in die haut, aus der haut in die hufsohle,
kriech heraus, wurm mit neun anderen würmchen,
aus dem mark in die knochen, von den knochen in das fleisch,
von dem fleisch in die haut, aus der haut auf diesen pfeil,
(Anmerkung: damit man dich fortschießen kann !)

(beschwörungsformel für Entwurmung bei Pfernden, Deutschland, etwa 9. Jhd.)

grüße
Rudi
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Beitrag von familysearch » So 14. Jan 2007, 17:54

Das Argument, dass ein Zettel an einer Coin viele Mißverständnisse vermiede, ist nicht von der Hand zu weisen.
Dennoch halte ich es für ein sinnvolles Ansinnen, dass jeder Cacher eine Geocoin (einen TB) ohne Zusatzzettel erkennt.
fs

Hubatt
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Re: Ist Geocaching selbsterklärend?

Beitrag von Hubatt » So 14. Jan 2007, 18:25

familysearch hat geschrieben:O.k., vielleicht schiesse ich (in meinem Frust) mit dem Vorschlag für eine Eingangsprüfung über das Ziel hinaus.

Ja. :wink:

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