Statistikpunkte

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

Statistikpunkte

Umfrage endete am Di 20. Mär 2007, 11:36

- sind sehr wichtig, ich liebe Statistiken
34
22%
- sind eher wichtig, aber natürlich nicht entscheidend
38
25%
- sind unwichtig, aber abschaffen sollte man sie nicht
45
30%
- sind unwichtig, kann man meinetwegen abschaffen
10
7%
- sollte man abschaffen, wäre gut fürs Geocaching
25
16%
 
Abstimmungen insgesamt: 152

bzed
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Beitrag von bzed » Mo 19. Feb 2007, 01:35

Doofe Statistiken braucht niemand :) Vor allem sagen sie nichts darueber aus, wieviel Muehe und Zeit es wirklich gekostet hat, die Caches zu heben. 50 Tradis, moeglichst einfach zu finden und nahe beienander sind keine Herausvorderung. Die hat man in kurzer Zeit gemacht. Vermutlich hab ich für den letzten Mystery (dessen Koordinaten ich weiss, aber den ich dank Erkältung imemr noch nicht gehoben habe) schon _viel_ mehr Zeit gebraucht - und hab noch nicht mal eine Log.

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radioscout
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Beitrag von radioscout » Mo 19. Feb 2007, 11:49

wallace&gromit hat geschrieben:Wie sonst lässt sich erklären, dass jemand 300km weit fährt und anschliessend sauer ist, weil er zuhause nicht loggen kann.

Weil man ihm ohne notwendigen Grund die Möglichkeit genommen hat, seine Funde in sein persönliches Geocaching-Online-Log einzutragen.
Z.B. zum später nachlesen, wo er war.

Bis jetzt haben 38 % von denen, die hier abgestimmt haben angegeben, daß ihnen die Pünktchen sehr wichtig oder eher wichtig sind. Warum sollte man denen ihr Vergnügen an den Pünktchen und Ranglisten nehmen? Weil alles weg muß, was man selbst nicht mag? Egal ob bestimmte Caches oder Fund-Zahlen?

62 % haben erklärt, daß ihnen die Pünktchen unwichtig sind oder sie abgeschafft werden sollen. Trotzdem loggen nahezu alle Cacher auch online.

Es gibt nämlich noch viele andere Gründe für ein Onlinelog als nur ein paar Pünktchen.

Ich habe übrigens kürzlich gesehen, daß jemand eine größere Anzahl Caches nur online geloggt hat. Einfach nur so durch Zufall, ohne danach gesucht zu haben.
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Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

Bandicoot
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Beitrag von Bandicoot » Mo 19. Feb 2007, 11:50

Eigentlich dürfte ich hier nicht mit reden, denn bei 45 Founds in 8 Monaten verstehe ich wohl nicht viel vom Statistik-Cachen. Aber ein bisschen habe ich ja auch reingeschmeckt und ...

... mich erinnert das ein bisschen an den Bankräuber "Babyface Nelson" in dem Film "O Brother where art thou?", der tagsüber den Rekord in Banken-Überfallen bricht und abends das viele Geld am Lagerfeuer verschenkt - weil es ihn nicht glücklich macht.

Was ich sagen will: Unsre Handeln ist immer davon bestimmt, was uns "happy" macht. Und ich glaube nicht, dass es jemand das ultimative Glücksgefühl gibt, wenn abends dann der Counter von 1323 auf 1373 springt. Das ist doch nur eine doofe Zahl. Das kann es einfach nicht sein! Es ist wohl doch das Suchen und Finden selbst das die Euphorie erzeugt. Und wenn dann in einem kleinen Wäldchen 50 Dosen in einer Reihe liegen, kann das für manchen die willkommene Überdosis sein. Der Statisik-Counter ist dann nur die nachträgliche Bestätigung und der stolze Beweis. Ob das nun gesund, intelligent oder gar ästhetisch ist, weiß ich nicht. Ist mir auch egal. Leute machen verrücktes Zeug. Jeden Tag. Beim Geocaching und anderswo erst recht.

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radioscout
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Beitrag von radioscout » Mo 19. Feb 2007, 11:55

bzed hat geschrieben:Doofe Statistiken braucht niemand :) Vor allem sagen sie nichts darueber aus, wieviel Muehe und Zeit es wirklich gekostet hat, die Caches zu heben. 50 Tradis, moeglichst einfach zu finden und nahe beienander sind keine Herausvorderung. Die hat man in kurzer Zeit gemacht.

Es ist ja auch keine Statistik, es ist einfach nur ein Zähler, der anzeigt, wie viele Dosen man gefunden hat. Mehr nicht.
Man sollte da nichts reininterpretieren. Für Vergleiche ist die Zahl völlig ungeeignet. Sie sagt nur aus, wie viele Dosen jemand gefunden hat. Keine Information darüber, wie lange er schon dabei ist, was für Caches das sind, wie viele Dosen in der Umgebung des Wohnortes liegen usw.
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Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

leseesel
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Beitrag von leseesel » Mo 19. Feb 2007, 12:09

"Verehrter " Radioscout,
Kann es sein das Online geloggt wird um dem Owner auch im Netz zu sagen ,wie schön , wie schwierig oder wie dämlich mann sich beim nachdenken ,finden und heben des Caches angestellt hat :?:
Das ist wie Wappen auf dem Auto sammeln oder diese Klimperanhängerchen für Bettelarmbänder.
Das ist wie Stecknadeln in einer Landkarte !
Da war ich schon und da auch ecetera,ecetera....:roll: :lol:
Denn meistens hat mann nicht die Zeit oder den Platz halbe Romane in die Logbücher zu schreiben :!:
Es gibt zwar Tage oder Momente wo so müde ist und das loggen vergißt :roll:
Aber gerade ich mit meinem Ceno Ergo Sum bin um jeden Log mit Tausch-eintrag begeistert und zufrieden :lol:
Oder möchtest du nicht wissen wie den anderen deine Caches gefunden haben :?:
Online loggen ist Komplimente und Kritik verteilen :!:
Und nur darum geht es dabei ,oder :roll:
Es regte zum Nachdenken an
die LeseeseL

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Beitrag von radioscout » Mo 19. Feb 2007, 12:28

leseratte hat geschrieben:Kann es sein das Online geloggt wird um dem Owner auch im Netz zu sagen ,wie schön , wie schwierig oder wie dämlich mann sich beim nachdenken ,finden und heben des Caches angestellt hat :?:
[...]
Online loggen ist Komplimente und Kritik verteilen :!:


Sag ich doch:
> Es gibt nämlich noch viele andere Gründe für ein Onlinelog als nur ein paar Pünktchen.
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Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

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Beitrag von leseesel » Mo 19. Feb 2007, 12:30

Ach wie schön ist es Recht zu haben und zu bekommen :lol: :wink: 8)

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BlueGerbil
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Beitrag von BlueGerbil » Mo 19. Feb 2007, 13:10

Ich mag meine Statistik und stehe dazu. Mir muss es Spaß machen und was der Rest der Cacher-Gemeinde darüber denkt, ist mir von Herzen egal.

Wobei natürlich ein schöner Multi (Artefakt...) mehr Spaß macht als eine lieblose Dose an beliebiger Stelle. Andererseits gibts auch witzige Traditionals - also: Die Statistik gibt nur die Anzahl der Funde wieder, die empfunde Freude oder Langweile beim Cachen wäre (bedingt) durch eine Benotung erfaßbar, was aber unter Garantie zu Mißbrauch führt - ergo: es ist gut, wie´s ist!

Audax
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Beitrag von Audax » Mo 19. Feb 2007, 13:11

Gemorje!

Online-Loggen ist wie das Führen eines Tagesbuches. Mit verschiedensten Tools kann man sich anschauen, wann man in der Vergangenheit besonders aktiv war. Das find ich gut bei Online-Logs.

Aus den Online-Logs erliest man manchmal etwas über die Qualität eines Caches. Bei 50 Logs mit dem Eintrag "gefunden" ist das bestimmt kein liebvoll gestalteter Multi mit aufwendigen Stationen. Bei solchen Caches liest man andere Einträge! Wenn ich erst vor der Dose stehen muß, um zu lesen, daß die anderen den Cache auch nicht toll fanden, dann ist das schlicht gesagt sch...ade. Das find ich gut bei Online-Logs.

Ich bekomme recht schnell ein Feedback zu meinen eigenen Caches, wie ehrlich das auch immer ausfällt. Vieles kann man, wenn man selbstkritisch genug ist, zwischen den Zeilen lesen. Das find ich gut bei Online-Logs.

Sei's drum:

Bei mir ist es wie bei vielen anderen auch: manchmal liebt man kniffelige, schwierige Caches wie Enigma#1 oder den Indy-Nachtcache, an anderen Tagen liebt man die Herausforderung so viele Caches wie möglich zu heben - öfters mal was anderes.

Was sagen die Pünktchen schon aus? Wie toll der Geocacher ist oder wieviel Zeit er für sein Hobby hat? Es gibt Personen, die haben weit über 500 Dosen gefunden, stehen aber verzweifelt im Wald herum und ziehen irgendwelche Telefonjoker, sobald der Cache etwas komplizierter versteckt ist. SO WHAT? Das sagt doch alles nichts aus!

Es gibt doch keine Gewichtungen bei den Caches! Ist ein (5/5) soviel wert wie 5 (1/1)er? Das einzige, was man mit Sicherheit sagen kann ist: Cache <> Cache.

Unser Hobby hat viele Facetten und Möglichkeiten. Jeder darf sich raussuchen was er will und wird zu nichts gezwungen. Man muß nicht jeden Cache gefunden haben, ist das nicht cool? :lol:

Wenn man dann irgendwann begreift, daß man selbst nicht der Mittelpunkt des Geocaching ist, sondern daß es da noch andere Leute mit anderen Interessen gibt, dann hat man viel erreicht. Und wenn jemand zu mir kommt und sagt: "Hey, AUDAX ich habe aber schon 500 und Du erst 200 und ich bin erst viiiiiel kürzer dabei als Du!", dann freu ich mich für ihn, daß er die Rente schon durch hat und keiner von denen ist, die den ganzen Tag vor der Glotze hängen und nichts tun.

Man muß nur mal das Prinzip verstanden haben, daß nicht nur Cache <> Cache gilt, sondern auch Cachesucher <> Cachesucher ...

Deshalb lasst den Punktesammlern ihre Punkte, laßt den Power-Cachern ihre Serien, laßt den Motorrad-Cachern ihre Leitplanken-Caches, laßt den Gefahrensuchern ihre Lost-Places, laßt den Familien mit Kindern ihre Kinder-Caches und nehmt Euch selbst weniger wichtig!

Amen!

Nodda
AUDAX
[edit: etwas entschärft]

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Zerber
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Beitrag von Zerber » Mo 19. Feb 2007, 13:19

Hallo AUDAX,

das ist jetzt mal eine extrem sympathische Einstellung! :) :)
Ich hoffe das dies jetzt von ganz vielen Leuten hier gelesen wird, Du bringst es auf den Punkt.
Bleibt nur zu hoffen das es auch alle verstehen, bzw. verstehen wollen.

Ich stimme Dir auf jeden Fall in vollem Umfang zu.
Es gibt zu viele Wichtigtuer, die überhaupt nichts Wichtiges tun!

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