Caches und Stages in Mauern

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

galadhdil
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Beitrag von galadhdil » Mi 26. Sep 2007, 10:24

spectra hat geschrieben:Damit das Ganze nicht in Vergessenheit gerät:

http://www.geocaching.com/seek/log.aspx ... 0095c8e7d1

Zwei Bilder sagen mehr als 1000 Worte...

Als Owner muss ich eben immer mit Cachern rechnen, die nicht ganz so vorsichtig sind. Und wenn jeder nur ein kleines bisschen kaputt macht, kommt trotzdem sowas dabei raus.

Ansonsten gilt natürlich: Wenn man sich sicher ist, dass nix kaputt gehen kann usw. usw. dann gibt's Ausnahmen

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Schmusebär & Indidde
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Beitrag von Schmusebär & Indidde » Do 27. Sep 2007, 13:18

Bei uns in der Nähe gibts einen Multi, bei dem mehrere Filmdosen in einer mehrere Jahrhunderte alter Stadtmauer versteckt sind. Hab mir das Ganze einmal vor Ort angesehen, aber konnte es mir verkneifen an der Mauer herumzuklettern. Wie kommt man auf solche Verstecke? :x

PS: Den Cache gibts nur bei OC, also reviewerfrei! :roll:
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greiol
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Beitrag von greiol » Do 27. Sep 2007, 13:26

Schmusebär & Indidde hat geschrieben:PS: Den Cache gibts nur bei OC, also reviewerfrei! :roll:

mach dir keinen kopf, der würde auch mit reviewer durchgehen, denn der kann nicht erkennen wo genau das ding nun liegt.
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widdi
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Beitrag von widdi » Do 27. Sep 2007, 18:52

Hier in der Gegend gibts auch 2 dieser Sorte... dereine mit der Mauer ist kein Problem.. die hat soviele Loecher, da löiegen ueberall kiesel drin...

aber der "Neue" ist bei einer kleinen Kapelle am Wegrand.
Da gabs ne Mikroschwemme im Umkreis, so dass da halt auch einer gelandet ist. Die Cacher haben die Pflastersteine zur Haelfte rausgerissen und wer weiss, wieviel m² als Weg/Einfriedung um so ne Kapelle Platz hat.
Ein Kumpel meinte schon, als ich dort war, dass da vorher nur 1, 2 Steine locker waren.. bei mir waren es schon ca 30.... aber der Cache lag offen da!
Mittlerweile ist der Cache umplaziert worden.. aber das Pflaster gehoert definitiv gerichtet... war imo keine so gute Idee...
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Vascodagama
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Beitrag von Vascodagama » Fr 28. Sep 2007, 11:00

spectra hat geschrieben:Zumal ich an der Stelle sagen muss, der betroffene Stage war sehr simpel zu finden


Dann gehst Du also davon aus, dass die Cacher die Dose alle ganz schnell gefunden und die Mauer dann anschließend aus Freude zerstört haben? :lol:

Bei Stages und Caches in Mauern kommt es sicher immer auf den Einzelfall an. Aber hier sprechen die Bilder ja wohl eine eindeutige Sprache: Ganz offensichtlich haben die Owner nicht mitgedacht. Immerhin haben sie ihren Fehler eingesehen und die Stage rausgenommen. Davor darf man den Hut ziehen. Das nächste Versteck wird sicher besser.

ABER: Wer aber die Schuld nun auf irgendwelche "Wildschweincacher" schiebt, macht es sich definitiv zu leicht. Nicht alles, was einem als Owner offensichtlich erscheint, ist vom Suchenden ähnlich schnell zu durchschauen.

Und es gibt nun mal auch Owner, die Stages bewusst so verstecken, dass man tonnenschwere Quader bewegen muss, um dranzukommen. Oder Hinweise mit Absicht nicht an "offensichtliche" Stellen (z.B. große Lücken in der Mauer) legen. Woher soll man (zumindest als Ortsfremder) vor Ort wissen, ob man es hier mit einem Brachial- oder Korrekt-Verstecker zu tun hat? Und auch bei bestem Empfang ist immer mit mindestens 5m-Suchradius zu rechnen.

Und schließlich gibt es ja auch noch Besserverstecker... Und Cacher, die zum Beispiel in der Dämmerung anrücken und bei Tag "offensichtliche" Löcher erst nach genauer Inaugenscheinnahme benachbarter Mauerrisse entdecken. Wodurch diese natürlich aufgepuhlt werden - und für nachfolgende Cacher interessant. Nach ein paar Besuchen ist dann nur noch ein Trümmerhaufen übrig.

Nicht jeder zieht dann die Konsequenz und Leine - erst recht nicht bei Multis, wenn man sich u.U. über Kilometer zur fraglichen Stage durchgearbeitet hat.

Und inzwischen helfen ja (bei Tradis) nicht einmal mehr ausführliche Hinweise im Listing, da viele längst nur noch mit dem PDA oder den Koords im GPSr ausrücken und sich einen Dreck um Erläuterungen zum Cache scheren.

Aus diesen Gründen - und nicht wegen angeblicher "Wildwscheincacher" - muss man als Owner "robuste" Suchmethoden heut einfach einkalkulieren. Wer das nicht tut, ist leider einfach naiv oder unerfahren.

Das gilt übrigens auch für andere Verstecke. Ich kenne Baumstümpfe, die auf Grund sehr guter (zu guter?) Tarnung nach wenigen Wochen aussahen, als ob da Termiten drüber hergefallen wären...

Hoffen wir also, dass auch dieser "Unfall" anderen eine Lehre sein wird.

Aber vielleicht ist ja auch nur jemand mit dem Cachemobil zu nah rangefahren :wink:

Ciao

V

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Travelling Jack
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Beitrag von Travelling Jack » Fr 28. Sep 2007, 11:19

Zur freundlichen Beachtung:

"Denkmalschutz dient dem Schutz von Kulturdenkmalen. Sein Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass Kulturdenkmale dauerhaft erhalten und nicht verfälscht, beschädigt, beeinträchtigt oder zerstört und dass Kulturgüter dauerhaft gesichert werden. Denkmalschutz ist Kulturgutschutz."
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Denkmalschutz
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<Goethe>; eine Aussage, die generell auch fürs Schreiben anwendbar ist!
Warnung: Obiges Posting enthält u. U. unvermeidbare Anteile von Ironie, Sarkas- oder Zynismus.

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Beitrag von spectra » Fr 28. Sep 2007, 12:21

Vascodagama hat geschrieben:
Dann gehst Du also davon aus, dass die Cacher die Dose alle ganz schnell gefunden und die Mauer dann anschließend aus Freude zerstört haben? :lol:


Hast prinzipel recht. Wollte damit sagen, dass gerade dieser Stage, auch wenn er dummerweise in einer restaurierten Mauer lag, mit Hilfe von Spoiler und Listing sehr leicht zu finden war, ohne dass die Mauer zerlegt werden muss. Da gibt es andere Mauercaches, wo die Koordinaten gleich mal 30m daneben liegen. Dann ist´s natürlich krass und verständlich.

Man darf aber nicht nur den Ownern Schuld geben. Wenn man bedenkt, an was man beim Legen alles beachten muss, dann kann man den Cache wirklich nur noch im Wald unter eine Wurzel pfeifen.

Natürlich ist der Owner erstmal primär am Schaden schuld, wenn er ein derartiges Versteck wählt, aber dafür nicht verantwortlich. Das ist nicht mal Anstiftung zur Sachbeschädigung.

Rein rechtlich ist der Suchende (Zerstörende) der Übeltäter. Der Owner kann maximal vorbeugend handeln.

Ein Mauerverbot in den GC-Guidlines könnte Wunder wirken.

[X] Dieser Cache bzw. Stage befindet sich nicht in einer Mauer.

Gruss
Hendrik

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Travelling Jack
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Beitrag von Travelling Jack » Fr 28. Sep 2007, 14:01

spectra hat geschrieben:Natürlich ist der Owner erstmal primär am Schaden schuld, wenn er ein derartiges Versteck wählt, aber dafür nicht verantwortlich. Das ist nicht mal Anstiftung zur Sachbeschädigung.


Nein, das IST lt. Definition schon Sachbeschädigung - jedenfalls wenn es sich um ein denkmalgeschütztes Objekt handelt.

Für mich persönlich ist das Verstecken eines Caches/einer Stage tolerabel, wenn es sich
a) NICHT um ein Denkmalgeschütztes Objekt handelt und
b) es sich um eine unkritische Stelle handelt, bei der eine Beschädigung oder -bei kritischer Betrachtung- eine zukünftige Beschädigung durch das Vorhandensein des Caches/der Stage und dessen/deren Suche erwartungsgemäß relativ unwahrscheinlich ist.

Man sollte dabei immer bedenken, dass es sich bei Bauwerken i.d.R. um Fremdeigentum handelt.

TJ.
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