Das Sterben der Ur-Cacher

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

ReKa
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Beitrag von ReKa » Mi 28. Mär 2007, 23:20

also, ich kenne 2 "Urcacher": Vinnie & Nici.

Als Arbeitskollege habe ich mit Vinnie das eine oder andere Mal übers Geocachen gesprochen, seit ich selbst dabei bin (grad mal ein halbes Jahr).

Nach seinen Erzählungen war das früher etwas besonderes. Da ist man schon mal 100km am Wochenende gefahren, um einen Nachmittag im Wald zu verbringen und einen Cache zu finden. Damals gab es grad mal 100 Caches in Deutschland.

Dazu hat er heute mit 2 Kindern einfach keine Zeit mehr. Und es sei "auch irgendwie der Reiz verloren gegangen" denn "es macht ja schon fast jeder".

Vor 2 Jahren hat er den letzten Cache geloggt. Stand heute. Er ist kürzlich zu seiner ersten Flugreise mit seinen Kindern aufgebrochen und war am Tag davor bei geocaching.com eingeloggt und wollte sich was ausdrucken ;)

Ich konnte ihn kürzlich auch mal zum Rätseln begeistern, als ich an einem der berüchtigten Film-Mysteries von Mortimer B. (GCTMT9) rätselte, er hat auch einen entscheidenden Beitrag zur Lösung geleistet, aber das Loggen hat ihn dann nicht mehr interessiert. Lag wohl an der Filmdose...


Also, wie es scheint, sind da einige Faktoren schuld, warum mancher "Urcacher" nicht mehr so aktiv ist...

PS: er hat sich auch darüber aufgeregt, daß man sich auf GC.com "neuerdings" einloggen muß, um die Koordinaten angezeigt zu bekommen ^^
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radioscout
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Beitrag von radioscout » Mi 28. Mär 2007, 23:48

ReKa hat geschrieben:Nach seinen Erzählungen war das früher etwas besonderes.
[...]
Und es sei "auch irgendwie der Reiz verloren gegangen" denn "es macht ja schon fast jeder".

Und viele haben das Golf spielen aufgegeben, weil das mittlerweile fast jeder macht.
Wenn man ein Hobby nur interessant findet, wenn es möglichst exclusiv ist, muß man sich entweder etwas ganz teures suchen oder etwas ganz neues und aufhören, wenn andere den selben Spaß für sich entdecken.



ReKa hat geschrieben:PS: er hat sich auch darüber aufgeregt, daß man sich auf GC.com "neuerdings" einloggen muß, um die Koordinaten angezeigt zu bekommen ^^

Aufmerksame Forenleser wissen, bei wem wir uns dafür "bedanken" dürfen.
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Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

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Mensa2
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Beitrag von Mensa2 » Mi 28. Mär 2007, 23:54

radioscout hat geschrieben:
ReKa hat geschrieben:PS: er hat sich auch darüber aufgeregt, daß man sich auf GC.com "neuerdings" einloggen muß, um die Koordinaten angezeigt zu bekommen ^^

Aufmerksame Forenleser wissen, bei wem wir uns dafür "bedanken" dürfen.

und die anderen sterben dumm?
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radioscout
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Beitrag von radioscout » Do 29. Mär 2007, 00:03

Bei den "spiderern" oder "scrapern", die durch automatisches Abrufen aller Cachebeschreibungen eine lokale Kopie der gc-Datenbank erstellen wollten.
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grisu1702

Beitrag von grisu1702 » Do 29. Mär 2007, 00:05

ReKa hat geschrieben:also, ich kenne 2 "Urcacher": Vinnie & Nici.

Als Arbeitskollege habe ich mit Vinnie das eine oder andere Mal übers Geocachen gesprochen, seit ich selbst dabei bin (grad mal ein halbes Jahr).

Nach seinen Erzählungen war das früher etwas besonderes. Da ist man schon mal 100km am Wochenende gefahren, um einen Nachmittag im Wald zu verbringen und einen Cache zu finden. Damals gab es grad mal 100 Caches in Deutschland.

Dazu hat er heute mit 2 Kindern einfach keine Zeit mehr. Und es sei "auch irgendwie der Reiz verloren gegangen" denn "es macht ja schon fast jeder".

Vor 2 Jahren hat er den letzten Cache geloggt. Stand heute. Er ist kürzlich zu seiner ersten Flugreise mit seinen Kindern aufgebrochen und war am Tag davor bei geocaching.com eingeloggt und wollte sich was ausdrucken ;)

Ich konnte ihn kürzlich auch mal zum Rätseln begeistern, als ich an einem der berüchtigten Film-Mysteries von Mortimer B. (GCTMT9) rätselte, er hat auch einen entscheidenden Beitrag zur Lösung geleistet, aber das Loggen hat ihn dann nicht mehr interessiert. Lag wohl an der Filmdose...


Also, wie es scheint, sind da einige Faktoren schuld, warum mancher "Urcacher" nicht mehr so aktiv ist...

PS: er hat sich auch darüber aufgeregt, daß man sich auf GC.com "neuerdings" einloggen muß, um die Koordinaten angezeigt zu bekommen ^^


Bist Du sein Sprachrohr? Du sabbelst nur in der Er-Version!

Vor 2 Jahren hat er den letzten Cache geloggt. Stand heute. Er ist kürzlich zu seiner ersten Flugreise mit seinen Kindern aufgebrochen und war am Tag davor bei geocaching.com eingeloggt und wollte sich was ausdrucken ;)


Und, hat er es geschafft?

Christian und die Wutze
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Beitrag von Christian und die Wutze » Do 29. Mär 2007, 01:53

grisu1702 hat geschrieben:
Vor 2 Jahren hat er den letzten Cache geloggt. Stand heute. Er ist kürzlich zu seiner ersten Flugreise mit seinen Kindern aufgebrochen und war am Tag davor bei geocaching.com eingeloggt und wollte sich was ausdrucken ;)


Und, hat er es geschafft?
So gut, wie der Server zurzeit zu erreichen ist? Wohl kaum... :wink:
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Du möchtest auch Spielverderber sein? Bitte schön.

greiol
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Beitrag von greiol » Do 29. Mär 2007, 09:29

ich denke ja, daß es eines tages eine tüte mit urcachern zum selberzüchten als beilage in einem jugendmagazin geben wird.
Wer vom Ziel nicht weiß, kann den Weg nicht haben
(Christian Morgenstern)

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Beitrag von Hubatt » Do 29. Mär 2007, 09:58

greiol hat geschrieben:… zum selberzüchten als beilage in einem jugendmagazin …
:lol:

War das vor Urzeiten mit den Urviechern Yps?

Edit: Jupp …

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Windi
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Beitrag von Windi » Do 29. Mär 2007, 17:57

Hubatt hat geschrieben:
greiol hat geschrieben:… zum selberzüchten als beilage in einem jugendmagazin …
:lol:

War das vor Urzeiten mit den Urviechern Yps?

Edit: Jupp …

Ich oute mich auch als ehemaliger Yps-Fan und Urzeitkrebszüchter.
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..........

Beitrag von .......... » Do 29. Mär 2007, 21:31

Nochmal aufs Thema zurückzukommen.
Gibt es tatsächlich einen Massenexodus von Urcachern?

Könnte es einfach sein, dass sich die Interessen bei einigen gewandelt haben, genauso wie sich das Hobby wandelt? Und wir reden uns diesen Exodus nur ein? Ist das Wort Hobbyaufgabe wirklich so unbekannt?

Könnte man sich auch fragen, warum so viele Neulinge nach kurzer Zeit das Hobby wieder sein lassen, weil die Caches so ungemein langweilig sind?


Ein sehr fragender Elch*


*Und einstiger stolzer Besitzer des Ostereierbaumes

:mrgreen:

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