Geocaching mit ohne Technik?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

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Kleinalrik
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Geocaching mit ohne Technik?

Beitrag von Kleinalrik » Do 3. Feb 2005, 17:25

Geht den?

Ich bin (wie man meinem kurzem Vorstellungsposting entnehmen kann) ein Pseudo-Neo-Geo-Muggle und hab (noch?) keinen GPS-Empfänger, habe auch aktuell nicht vor, mir einen zuzulegen.

Derzeit versuche ich mich an lokalen Caches, indem ich die Vorzüge von Onlinemaps nutze (URL von Hand abändern und flugs habe ich die Kartenansicht von der gewünschten Location; Links habe ich von Euch, Vielen Dank!) und außerdem online Zugriff auf eine erstaunlich detaillierte Luftbildkarte habe.
Ich hege die Illusion, daß ich somit Caches auf ca. 10x10m, schlimmstenfalls 20x20m eingrenzen kann. Dazu kommt, daß in den Hints schon ziemlich detaillierte Hinweise stehen, so daß ich die Behauptung aufstelle, daß man 30% aller Caches ohne GPS-Empfänger auffinden kann.

Meine Frage: Wie genau sind denn die GPS-Angaben mit ihren fünf Nachkommastellen?
Andersrum gefragt: Wie nahe kommt Ihr den Caches, wenn Ihr Euch nur auf die technischen Angaben verlaßt?
Wie schätzt Ihr meine Chancen ein, Caches zu finden, mit der von mir genannten Methode (bislang habe ich noch keinen einzigen gerissen, habe mich aber auch erst um einen einzigen ernsthaft bemüht)?
Ist meine Methode irgendwie "unkoscher"? Also, meine damit, ist sowas zu kommentieren mit:"So was tut man nicht, leg Dir endlich einen Etrex Yellow zu!" Oder paßt das eher zum Kommentar "Hab ich auch schon mal probiert, kann Spaß machen."?

Und überhaupt sollte man nicht tippen, wenn man zwei doppelte Obstler intus hat (Kollege ist Vater geworden).

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Beitrag von radioscout » Do 3. Feb 2005, 17:33

Genauigkeit mit GPS: wenn der Cacheowner genaue Koordinaten aufgenommen hat und der Empfang beim Suchen gut ist, kommt man auf unter 5 m Genauigkeit. Manchmal führt einen der GPSr direkt zur Dose und zeigt ca. 1 m Restentfernung, wenn man den Cache hat, manchmal führt einen das Gerät auch sinnlos durch die Gegend und man findet den Cache nur mit der "Wo hätte ich ihn versteckt"-Methode.

Es gibt einige Cacher, die kein GPS benutzen. In den USA hat jemand mehrere hundert Caches ohne GPS gefunden und Mapweazle (.de) hatte auch so um die 100 (oder mehr), bevor er ein GPS gekauft hat.
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Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

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Beitrag von º » Do 3. Feb 2005, 17:37

Unkoscher ist das sicher nicht - mir macht es wie gesagt Spaß auch mal ohne GPSr loszuziehen und Caches, die man ohne GPSr finden kann gibt es nicht gerade wenige:
http://www.geocache-forum.de/viewtopic.php?t=1433

Dummerweise weiss man das meistens nicht vorher, ob ein Cache dazu geeignet ist.
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Beitrag von whitesun » Do 3. Feb 2005, 17:37

Kleinalrik hat geschrieben:Ist meine Methode irgendwie "unkoscher"?


Nö. Warum das nicht so versuchen? Hat sicherlich auch seinen Reiz. Zumal die Karten der Cachebeschreibungen doch recht genau sein können.

Kleinalrik hat geschrieben:Meine Frage: Wie genau sind denn die GPS-Angaben mit ihren fünf Nachkommastellen?
Andersrum gefragt: Wie nahe kommt Ihr den Caches, wenn Ihr Euch nur auf die technischen Angaben verlaßt?


Das ist verschieden. Das geht von:"Na wo isser denn nun? Ach ich stehe direkt drauf!" bis hin, daß man ein ziemliches Areal abgrasen muß! Kommt ein wenig drauf an wie frei die Sicht zum Himmel ist.

Kleinalrik hat geschrieben:Und überhaupt sollte man nicht tippen, wenn man zwei doppelte Obstler intus hat (Kollege ist Vater geworden).


:D 8)

Gruß

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Re: Geocaching mit ohne Technik?

Beitrag von Schnüffelstück » Do 3. Feb 2005, 17:45

Vorneweg: Ich finde so manchen Technik-Overkill zwar an sich sehr geil, aber beim Geocachen selten förderlich. Oft zitiert sind drei Leute hier in München, die zusammen an die 1000 Caches mit GPSen ohne Kartenfunktion gefunden haben. Kompass? Barometer? Schuhaufblaskompressor? Mir geht nix über einen Richtungspfeil und eine Entfernung.

Kleinalrik hat geschrieben:Andersrum gefragt: Wie nahe kommt Ihr den Caches, wenn Ihr Euch nur auf die technischen Angaben verlaßt?


Technik ist eine gute Hilfe, aber ohne Augen auf und lösungsorientiertes Denken geht einfach nix.
So geschehen bei meinem Nachtcache in Hannover: Wohl wegen Schneegriesel waren bei der Ersterstürmung am Cache 20m Abweichung zu den Koordinaten. Dabei war das Versteck m.E. extrem offensichtlich. Egal.
Schon wegen möglicher Abweichungen suche ich immer auch im weiteren Umfeld und meist springt einen das Versteck ja auch an. Also ist cachen ohne GPS vielleicht garnicht so blöd, da trainiert man die Augen und die Spürnase.

Kleinalrik hat geschrieben:Wie schätzt Ihr meine Chancen ein, Caches zu finden, mit der von mir genannten Methode (bislang habe ich noch keinen einzigen gerissen, habe mich aber auch erst um einen einzigen ernsthaft bemüht)?


In der Funkerausbildung mussten wir nach UTM navigieren - ohne GPS. Also: Es sollte schon gehen, kommt aber sehr auf den Einzelfall an. Liegt der Cache an einem Ort den man über die Karten (Kreuzung Waldrand/Straße, dann 200m am Waldrand entlang...) oder mit Karte und Kompass gut anpeilen kann, warum nicht?
Druck Dir eine Karte und einen Planzeiger aus, steck Dir einen brauchbaren Kompass ein und los gehts. Multis sind natürlich schwierig, weil Du da nur schlecht auf Onlinekarten wie den Bayernviewer zugreifen kannst. Bleibt immer noch Karte und Kompass.

Kleinalrik hat geschrieben:Ist meine Methode irgendwie "unkoscher"? Also, meine damit, ist sowas zu kommentieren mit:"So was tut man nicht, leg Dir endlich einen Etrex Yellow zu!" Oder paßt das eher zum Kommentar "Hab ich auch schon mal probiert, kann Spaß machen."?


Jeder, der anders cacht als ich ist ein Ketzer und einfach kein offizieller Geocacher. Du wirst bei GC.com und hier rausgeworfen, exkommuniziert und musst für den Rest Deines Lebens "Sachen versteckeln ohne GPS ist unlöblich" auf die Mauern des Bundestags schreiben.
Naja, vielleicht doch nicht? Hey, ist doch cool, dass jemand mal ganz anders an die Sache rangeht! Also mich würde es echt interessieren, was bei Deiner Suche so rauskommt
Und wenn es jemand blöd kommentiert, na und? Hauptsache ist, es macht Dir Spaß.

Edit: Typo
Zuletzt geändert von Schnüffelstück am Fr 4. Feb 2005, 09:13, insgesamt 1-mal geändert.
Schnüffelstück

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Beitrag von moenk » Do 3. Feb 2005, 18:16

Mindestens drei meiner Caches sind mit der Karte von Mapquest (direkt bei GC anklickbar) und Lampe problemlos zu finden. Du solltest bei allen Traditionals mit Spoiler-Bild meist gut zurecht kommen, insbesondere wenn der entsprechende Baum noch einen Reflektor für Nachtsuche hat. Spannende Abwandlung übrigens, Caches ohne GPS finden zu wollen, nur zu!
Bild Denkst Du noch selber oder bist Du schon Schwarm?

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Beitrag von Eliveras » Do 3. Feb 2005, 19:08

Ich würde es wie folgt klassifizieren:
    Harte Frauen/Männer cachen mit Topo und Kompass
    Weicheier benötigen technischen Schicki-Micki
    Uncoole lösen Couch-Potato Caches

Da ich nur ein Weichei mit GPSr bin, gehört der Kategorie 1 meine ungeteilte Bewunderung.
Es muß auch weitergehen, wenn Bush wieder in den Krieg zieht.
Wer später bremst, fährt länger schnell.

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Beitrag von º » Do 3. Feb 2005, 19:27

@GPS-less Cachers:
Nur so zum üben. Die beiden Multis (Biberpfad & Schatzinsel) lassen sich ohne GPS finden. Dazu muss man zuerst die Position vom Cache ermitteln. Wenn ihr wollt könnt ihr mir die Lösung mailen und ich sag Euch ob's richtig ist:
http://www.geocaching.com/seek/nearest.aspx?u=GeoMobil
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Beitrag von hheng » Fr 4. Feb 2005, 08:25

Ich habe meine ersten Caches auch ohne GPS gesucht, um mache es auch jetzt noch gerne, wenn es sich anbietet. Die Auswahl ist relativ einfach:
Multis sind idR blöd, wenn du dein Notebook o.ä. nicht dabei hast. Dann must du die Postion auf der Karte einzeichnen oder nach Hause. Traditionals eignen sich meist.
Die Positon muß über topografische Merkmale verifizierbar sein. Ein Cache mitten auf einer 500ha Wiese in Norddeutschland ist eher schwer zufinden, der am Fuße eines Hochspannungsmastes leicht.
Sir, I never assault a position without a drink!

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Beitrag von HeatseekerGER » Fr 4. Feb 2005, 08:41

Also meinen ersten Cache habe ich auch ohne GPS gemacht, war ein 10 Stationen Multi, beidem die Stationen schon vorgegeben waren und ich nur die Endposition ausrechnen sollte. Die einzelnen Stationen waren eignetlich ganz einfach zu machen mit Onlinekarten, beim Endpunkt gab's jedoch Probleme, da dieser nicht mehr in der Stadt lag und man auch kaum Orientierungspunkte auf der Karte hatte. Spoilerbild war auch nicht vorhanden, der Cacheowner hat mir jedoch freunlicherweise 2 Bilder der Gegend geschickt und mir auch gesagt, dass da ganz früher eine Bahnlinie langging, die heute aber nicht mehr in den Karten drinsteht. Caches die mitten im Wald liegen würde ich ohne GPS wohl nicht versuchen, aber der Rest, warum nicht.
Grüße
HeatseekerGER
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