Quo vadis, Dosensuchen...?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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Grauer Star
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Beitrag von Grauer Star » Do 17. Mai 2007, 08:42

Ich finde man darf das alles nicht so schwarz sehen. Im Grunde ist man beim Cachen doch viel viel freier in seinen Entscheidungen als bei manch anderem Hobby.

- ich kann cachen gehen wann ich will
- ich kann cachen gehen wo ich will
- ich kann die Caches besuchen die ich will
- ich kann, wenn ich will, in einer Gruppe cachen
- ich kann Caches legen wie & wo ich will (so lange ich mich an gewisse Grundregeln halte)
- möchte ich es noch freier -> OC ;-)

Ich sehe da wenig Probleme, außer man macht sich selbst welche. Wie man unschwer erkennen kann fahre ich Wildwasser im Verein, was da so an Orga und Vereinsmeiereien manchmal abgeht, das sind wirkliche Probleme (zumal man sich real damit außeinander setzen muß) !!! Der eine will dies nicht, der andere das nicht. Machen wir eine Tour, machen wir keine Tour. Zu kalt, zu warm, zu wenig Wasser, .... es regnet ;-).

Beim cachen hat man doch die wunderbare Möglichkeit das alles einfach zu ignorieren und einfach nur seinen Spaß zu haben. :D
Grüße aus Bingen,
Mahatma Grauer Star der Beleuchtete aka Sturnus Canus, bekannt aus Funk & Fernsehen
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Dreiradcacher

Beitrag von Dreiradcacher » Do 17. Mai 2007, 08:52

Der TE hat viele Punkte genannt die auch mir sauer aufstossen und deren Opfer ich auch sehr häufig bin. Mein Angst geht dahin, daß es bald eine 2-Klassen Gemeinschaft gibt. Die mit viel Geld und Zeit die Super-Caches legen können und im Ansehen immer mehr steigen und diejenigen die ihre Ideen mangels Geld nicht verwirklichen können, oder die einfach nicht so mobil sind...beim Amateurfunk fällt das nicht so auf, aber bei Geocaching schon allein aufgrund der Logs und der Stammtische. Das wäre nicht so schlimm wenn es nicht welche gäbe die Caches von oben herab beurteilen und nur nach den Maßstab der Cacher mit mehr Möglichkeiten gehen. Meistens treffen sich dann "Elite-Grüppchen" die ihre Nasen so hoch tragen, daß sie Caches nicht einmal mehr loggen oder nur Caches bestimmter Owner machen. Nicht daß ich sage, es ist jeder so. Wegen mir soll auch jeder machen was er will. Aber ich finde es schade. Am Anfang hat mir die Gemeinschaft sehr gefallen und jetzt werde ich von vielen -auch alten Hasen- immer mehr enttäuscht. Ich habe zugegebenermaßen auch meine Fehler und muß aus Mobilitäts- und anderen Gründen auch immer mehr selektieren und langsam zurückstecken, aber ich würde niemals jemanden von oben herab behandeln, nur weil sein Cache unter aller Sau ist oder irgendwelche Fehler gemacht hat, ich würde mich nie in ein Grüppchen begeben und z.B. nur Klettercaches machen und über die anderen dann verächtlich sprechen.
Was mich auch stört ist, daß es immer mehr Reglements gibt. Was soll das? Ich will nur suchen, finden, evtl.tauschen und/oder TB*s oder Coins weiterschicken. Mehr nicht.
Ich will nicht Punkte oder TB´s sammeln oder meinen Proffessor in Mathematk nachholen. Aber dann darf ich hier nicht hin, darf das nicht tun...besonders beim auslegen. Abstand und Privatgrund ist ja klar, aber der Rest?
Der TE hat noch vergessen:
Gerüchte über andere erzählen
Schlechtmachen von bestimmten Cachern
Zweitaccount bei GC zum ärgern und veralbern
Böse Logs

Trotz allem werde ich -wenn auch eingschränkt- dem Hobby auf meine Weise treu bleiben. Wenn nicht bei GC dann bei OC. Dort gibts es zwar nicht viele Logs..aber auch nicht so viele Spinner.Und wenns mir hier zuviel wird, komme ich einfach nicht ;)

Ach ja..nochmal zum Thema Geld. Wenn es bald diese geldwerten Caches gibt, die nur von besser betuchten Klientel gemacht werden können, wird bald auf die ordinären Geocacher verachtlich herabgeschaut. Ich seh sie schon die Typen die sonst Rallye in Russland fahren mit ihren Edel-GPS und Edel-Caches mit Goldbarren-Inhalt zum tauschen gegen Diamanten, nur machbar mit Geländewagen und Hubschrauber. Bäääähhh!!!!! :evil:

Dreiradcacher

Re: Quo vadis, Dosensuchen...?

Beitrag von Dreiradcacher » Do 17. Mai 2007, 08:56

mensa2 hat geschrieben:oder haben wir wirklich einen Trend das manche das Hobby
viiiiel zu ernst nehmen, zeitweiligen Realitätsverlust erleiden
und sich von ihrer schlechtesten Seite zeigen?


Damit habe ich die meisten Probleme!!!!!
(das andere das Hobby zu ernst nehmen und u.a.Cacherpolizei oder Schiedsrichter spielen)

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Beitrag von Grauer Star » Do 17. Mai 2007, 09:31

Dreiradcacher hat geschrieben:Die mit viel Geld und Zeit die Super-Caches legen können und im Ansehen immer mehr steigen und diejenigen die ihre Ideen mangels Geld nicht verwirklichen können, oder die einfach nicht so mobil sind...


Also bei zählt immer noch 99% der Weg und die Location, und 1% die Dose - da schaffen auch preiswerte Caches ein super Ranking ;-). Ich laufe doch nicht für Dose & Inhalt ;-)
Grüße aus Bingen,
Mahatma Grauer Star der Beleuchtete aka Sturnus Canus, bekannt aus Funk & Fernsehen
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familysearch
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Beitrag von familysearch » Do 17. Mai 2007, 11:16

Vielleicht blasen hier etliche den Nostalgie-Blues:
Damals, ja damals in der guten alten Geocaching-Zeit...

Nur so ein Eindruck,
familysearch

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Beitrag von Grauer Star » Do 17. Mai 2007, 11:26

Seid ich 40 geworden bin sehe ich das alles lockerer, ich mag mich wegen nichts mehr aufregen, wofür soll das gut sein 8) :?: Leben und leben lassen :!: :D
Grüße aus Bingen,
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Dreiradcacher

Beitrag von Dreiradcacher » Do 17. Mai 2007, 11:35

Naja nach sieben Pannen in sieben Monaten mit dem Dreirad, davon die letzten beiden in einen Tag aufeinander rege ich mich eigentlich auch nicht so leicht auf..... ;)
Nur dann will ich meine Ruhe beim cachen haben..... Ein Hobby mit GRRRR reicht schon ;)

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Beitrag von Grauer Star » Do 17. Mai 2007, 11:42

Leicht OT.: aber Dreirad, habe heute eins' in Bingen auf der Saarlandstraße gesehen 8) witzig :D
Grüße aus Bingen,
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morsix
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Beitrag von morsix » Do 17. Mai 2007, 11:47

Grauer Star hat geschrieben:
Dreiradcacher hat geschrieben:Die mit viel Geld und Zeit die Super-Caches legen können und im Ansehen immer mehr steigen und diejenigen die ihre Ideen mangels Geld nicht verwirklichen können, oder die einfach nicht so mobil sind...


Also bei zählt immer noch 99% der Weg und die Location, und 1% die Dose - da schaffen auch preiswerte Caches ein super Ranking ;-). Ich laufe doch nicht für Dose & Inhalt ;-)


Genau ;)
Bei mir ist auch nicht der Reichtum ausgebrochen (wesswegen ich mich z.B. aus der amateurfunkszene zurückgezogen habe) und mobil bin ich mit dem Fahrrad. Das man trotzdem Caches legen kann, und zwar nicht zu knapp, und offensichtlich auch caches die den Leuten gefallen wie dieser hier:
Zombie World Finale
zeigt, daß caches legen eben weder etwas mit Mobilität noch Geldmitteln zu tun hat.
Selbst wenn ich ein Auto hätte, würde ich meine Caches immer in brauchbarer Reichweite legen, damit man eben mal schnell zu warten gehen kann, notfalls zu Fuss.

Einen gute cache zu legen hat damit zu tun:
- Kreative Ideen haben
- Wahnsinns Locations gibts auch vor der Haustüre, man muß sie nur finden

Grüße
Rudi
Die Kinder des Kometen küssen die blaue Perle
Palm? Geotools!
Umbau Palm 32GB
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greiol
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Re: Quo vadis, Dosensuchen...?

Beitrag von greiol » Do 17. Mai 2007, 12:31

mensa2 hat geschrieben:auch proportional die Zahl der Schwachmaten zunimmt

Meinst du damit die Menge der Leute die solche und ähnliche Freds alle paar Tage lostreten? :wink:

Früher war alles besser!
Diese Jugend von heute!

Auch beim Cache gilt: Die Zeiten ändern sich und wir verändern uns in ihnen.

Es wird immer und in allen Bereichen (nicht nur beim Geocachen) Menschen geben die das nicht wahrhaben wollen und davon träumen das Rad der Zeit zurück zu drehen.

Als die Musik die herrschaftlichen Zirkel bei Hofe verließ, waren Radio und Rock 'n Roll ja nur die logische Konsequenz des Verfalls.

Dann war da noch der Irre der mit seinen beweglichen Lettern unausweichlich auf das Erscheinen der Groschenromane hingearbeitet und so das geschriebene Wort entehrt hat.

Es war schon klar erkennbar, dass man bei Fuchsschwänzen an Mantas enden würde als man aufhörte Benzin in der Apotheke zu kaufen (auch wenn die heutigen Preise noch daran erinnern ;)).

Das Angebot an Caches hat sich geändert wie das Angebot an Musik, Literatur, Autos, Gastronomie, Elektrogeräten usw. Ich genieße die Auswahl. Ich kann mir 'nen schnellen Magnetmikro reinpfeifen oder ein 15km Luxusmenü. Aber diese Freiheit kommt natürlich nicht ohne Preis. Ich muss mir darüber klar werden was ich selber will, mich auf dem Markt informieren, vielleicht auch ein paar Testberichte lesen und dann eine Entscheidung treffen. Ich kann aber nicht hergehen und verlangen, daß man mir bitte nur noch solches Caches servieren möge, die ich auch mag.

Wer erinnert sich noch an Statler und Waldorf? Waren die nicht herrlich lächerlich?
Wer vom Ziel nicht weiß, kann den Weg nicht haben
(Christian Morgenstern)

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