Artikel - Geocaches als Attraktion für Touristen

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

carhu
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Beitrag von carhu » Fr 6. Jul 2007, 15:47

Christian und die Wutze hat geschrieben:...Die Arbeit, den Cache auszulegen, machst du
a) nur einmal (plus etwas Wartung natürlich) und
b) ohnehin (sonst wäre die Diskussionsgrundlage weg)

Der Veranstalter muss aber jedesmal
a) zusehen, dass er den Bus (Hallo Pom) voll bekommt
b) einen Bus (Hallo Pom) mieten
c) Verpflegung, GPS-Geräte... besorgen
d) Einführungsveranstaltung durchführen (Wat is ene Jiokäsch? Da stellen mer uns ma janz dumm...) ...

Also nochmal die Frage: Welchen Unterschied macht es für den Owner, ob eine Gruppe Cacher organisiert zum Cache gefahren wird oder sich hier im Forum verabredet, um bestimmte Caches zu suchen? Ich verstehe es wirklich nicht....

Ich probiere das mal an einem anderen Beispiel:

Nehmen wir an, du heißt llh und schreibst für das Tälerdorfer-Lokalblatt einen Artikel. Da dir das Thema am (im Osten schlagenden) Herzen liegt, nimmst du kein Honorar dafür. Auf deine flotte Schreibe, die sich sehr geschmeidig liest, wird auch ein Redakteur des "Anderen Blattes" aufmerksam und druckt das Ding (in ordentlicher Auflage) ab, ohne dich davon in Kenntnis zu setzten oder dir ein Honorar dafür anzubieten.
Wie jeden Wochentag muss das "Andere Blatt"
[a)] sehen, dass es seine Auflage unter die Leute bringt,
[b)] das "Andere Blatt" drucken lassen,
[c)] an die Verkaufstellen ausliefern,
[d)] Werbung machen und darauf vertrauen, dass die Leute noch lesen können.
Für dich als Autor macht das ja aber angeblich keinen Unterschied, schließlich hast du [a)] den Artikel sowieso geschrieben und [b)] vom Tälerdorfer-Lokalblatt ja gar kein Geld haben wollen.

Fakt ist doch, dass sich da jemand an geistigem Eigentum bedient, also an einer Leistung (so klein die Schöpfungshöhe bei einem hinter einem Straßenschild in den Boden gerammten PETling auch sein mag), die jemand anderes erbracht hat, ohne ihn um seine Zustimmung zu bitten.
Für mich wäre das ein Problem und für den völligst fiktiven llh sicher auch.
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Christian und die Wutze
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Beitrag von Christian und die Wutze » Fr 6. Jul 2007, 15:55

Nicht alles, was hinkt, ist auch ein Vergleich.

Ich bleibe dabei:
Meine Caches liegen da ohnehin, damit Cacher die Dinger suchen. Wenn jemand eine (bezahlte oder unbezahlte) Tour hin organisiert, ist mir das Schnuppe.
Wenn Änfänger dabei von einem "erfahrenen Cacheprofi" begleitet werden, der regelmäßig dort vorbeischaut, umso besser: Spart mir sogar noch Wartung (er will ja sein Geld damit verdienen, kümmert sich also bestimmt besser um das Ding, als manch andere Cacher).

Ach ja: Wenn du als Autor deinen Text bei der VG-Wort anmeldest, bekommst du trotzdem noch Geld für den Text.
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carhu
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Beitrag von carhu » Fr 6. Jul 2007, 16:06

Christian und die Wutze hat geschrieben:...Ich bleibe dabei...

Ich gebe auf. :lol:

Merkste was.
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movie_fan
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Beitrag von movie_fan » Fr 6. Jul 2007, 16:19

ich finde carhu seine argumentation sehr schlüssig, und ich fänd es ehrlich gesagt auch net dolle wenn jemand einfach so meine caches (ok so viel esind net, aba dennoch *gg*) benutzt um damit geld zu verdienen...

schau es dir z.b. in ner disco an...
nen künstler nimmt ne platte auf... investiert geld usw...
ne dicso kann jetzt net einfach so die music spielen ohne um erlaubnis zu fragen, bzw dem künstler geld dafür zu geben
(das der künstler eh kaum was bekommt, udn die plattenindustrie das meiste einstreicht hab ich mal der einfachheit halber weggelassen)

stell dir vor die würden das nicht machen...
die music wurde vom künstler auch für alle gemacht, aba dennoch musste zahlen, wenn du sie benutzen möchtest...


die leute die damit geld verdienen sollen ihre eigenen caches legen, die dann sogar noch sicherer sind, denn nur die kennen die, und die müssen keien angst haben, das grobmotorische cacher den cache im zwischenraum zwischen 2 touren zerstört, da sie ja immer dabei sind :)
bzw, wenn spontan nen cache archiviert wird, oda ne station fehlt oda sowas... dann steht der betreuende cache sicher dumm da...

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Beitrag von Christian und die Wutze » Fr 6. Jul 2007, 16:40

Oh man...
1) Musiker, deren Werke (Musik) in Diskotheken gespielt wird, betreiben das in der Regel gewerblich. Ich lege meine Caches nicht, um damit Geld zu verdienen.
2) Es hat mir noch niemand ein Beispiel gezeigt, dass überhaupt jemals "offizielle" Caches von GC, OC oder NC gewerblich von einer Reisegruppe besucht wurden (ob mit oder ohne Erlaubnis). Die Caches, die in BHs Buch erwähnt werden, haben mit dieser Diskussion nichts zu tun, werden also mal nicht berücksichtigt.
3) Was soll ich merken?

Ganz nebenbei (um auch mal ein Beispiel zu bringen, das nichts hiermit zu tun hat): Linux wurde und wird auch von vielen unbezahlten Leuten in deren Freizeit entwickelt. Andere nutzen dies, um damit Geld zu verdienen, z.B. in dem das Zeug nur auf CD gebrannt und verkauft oder Support angeboten wird. Regt euch doch darüber auf.

Und: Groundspeak verdient auch Geld mit euren Caches. Verlangt doch bitte euren Anteil, statt auch noch dafür zu bezahlen...
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Beitrag von Sir Hugo » Fr 6. Jul 2007, 17:58

Christian und die Wutze hat geschrieben:
Und: Groundspeak verdient auch Geld mit euren Caches. Verlangt doch bitte euren Anteil, statt auch noch dafür zu bezahlen...


Ein super Ansatz! Die würden nämlich ohne die von uns gelegten caches nicht einen Cent verdienen!!! Groundspeak muss mir eine "publishing fee" für jeden cache bezahlen, den ich bei ihnen einstelle: € 1,- für nen Micro-Tradi, € 5,- für nen guten Multi, Mysteries je nach Qualität rund € 10,- und nen Nachtcache mit Reflektorstrecke ist nicht unter € 20,- zu haben.... :lol:

Natürlich gewähre ich Mengenrabatt, aber wenn Jeremy zu geizig ist, dann wechsele ich komplett zu opencaching :mrgreen:
Unsere geocaching Eckpunkte:
Norden: Reykjavik, Island N 64°07.832 W 021°55.117
Süden: Kapstadt, Südafrika S 33°53.998 E 018°25.510
(Nord-)Osten: St. Petersburg, Russland N 59°55.209 E 030°22.958
Westen: Key West, Florida N 24°33.664 W 081°48.104

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Beitrag von radioscout » Fr 6. Jul 2007, 21:21

Sir Hugo hat geschrieben:Groundspeak muss mir eine "publishing fee" für jeden cache bezahlen, den ich bei ihnen einstelle:

Und Du musst den selben Betrag an Groundspeak dafür bezahlen, dafür daß Du Deinen Cache dort listen darfst. :lol:
Zuletzt geändert von radioscout am Fr 6. Jul 2007, 21:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von radioscout » Fr 6. Jul 2007, 21:22

Christian und die Wutze hat geschrieben:Wenn Änfänger dabei von einem "erfahrenen Cacheprofi" begleitet werden, der regelmäßig dort vorbeischaut, umso besser: Spart mir sogar noch Wartung (er will ja sein Geld damit verdienen, kümmert sich also bestimmt besser um das Ding, als manch andere Cacher).

Stimmt. Daran hatte ich bisher noch nicht gedacht. Wieder ein Grund mehr, warum ich nichts dagegen habe, daß meine Caches im Rahmen solcher Veranstaltungen gesucht werden.
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Beitrag von Border » Sa 7. Jul 2007, 06:58

Und ich seh das auch so! Wenn einer Leute findet, die bereit sind für Geocaching Geld zu bezahlen hat er eine Marktlücke entdeckt die sich lohnt. Alle Achtung!

Und wenn davon Regionen profitieren, ist doch voll okay.

Immer dieses Geheule, wenn irgendwann irgendwo irgendwer was macht um Geld zu verdienen. Ziehen wir uns weiter runter und schämen wir uns, dass wir ein paar Euro in der Tasche haben :cry: :wink:
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Wenn Du schon kein gutes Beispiel sein kannst,
dann sei wenigstens eine grausame Warnung!

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Beitrag von vonRichthofen » Fr 13. Jul 2007, 13:40

Border hat geschrieben:Und ich seh das auch so! Wenn einer Leute findet, die bereit sind für Geocaching Geld zu bezahlen hat er eine Marktlücke entdeckt die sich lohnt. Alle Achtung!

Und wenn davon Regionen profitieren, ist doch voll okay.

Immer dieses Geheule, wenn irgendwann irgendwo irgendwer was macht um Geld zu verdienen.


Kann ich nur unterschreiben.

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