Cachen und Politik

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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blackbeard69
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Beitrag von blackbeard69 » Sa 4. Aug 2007, 22:29

Lieber greiol,

das war nicht ironisch gemeint. Genau so funktioniert Lobby-Arbeit, das ist viel Klein-Klein. Die scheinen andere besser zu machen als die Geocacher.

greiol hat geschrieben:ansonsten kannst du dich ja hier anschliessen?

Ich habe gerade eine Email an einen befreundeten Lehrer geschickt. Er leitet eine Geocaching-AG an einer weiterführenden Schule. Danke.

Thomas
Der Weg ist das Ziel; die Dose der Anlass, ihn zu gehen.

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greiol
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Beitrag von greiol » Sa 4. Aug 2007, 22:42

blackbeard69 hat geschrieben:das war nicht ironisch gemeint.
Das ist (aus meiner Sicht) bedauerlich, aber wohl nicht zu ändern.
blackbeard69 hat geschrieben:Genau so funktioniert Lobby-Arbeit, das ist viel Klein-Klein. Die scheinen andere besser zu machen als die Geocacher.
Die Frage ist ob Geocacher überhaupt Lobby-Arbeit machen wollen, oder?

Wir haben schon lange nicht mehr über die Gründung eine Dachverbandes diskutiert. Wollen wir mal wieder? :D
Wer vom Ziel nicht weiß, kann den Weg nicht haben
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familysearch
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Beitrag von familysearch » Sa 4. Aug 2007, 23:14

Also ich halte den Cache für unproblematisch.
Nicht-CDU-Anhänger dürfte er kaum anlocken.

Es soll Leute geben, die vielleicht politisch aktiv werden wollen.
Falls der Cache von der "richtigen" Partei gelegt wurde, haben Leute doch durchaus einen Anknüpfungspunkt, weswegen sie da auflaufen, und sofort einen Owner und Geocachinggesinnungsgenossen als Ansprechpartner.

Also wenn der Cache in meiner Nähe wäre,
und nicht von der CDU, sondern von der Partei xy,
vielleicht würde ich da mal vorbeischauen...

Nur so ein Gedanke
familysearch

Nivi
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Beitrag von Nivi » So 5. Aug 2007, 01:16

diesen Cache habe ich auf ignore gestellt. Wenn wir Lobbyarbeit machen wollen, dann sollten wir einen Cache auslegen und die Parteien einladen. Aber nicht unser Hobby für Werbung mißbrauchen lassen.
Und das mag ich gar nicht an Opencaching, daß dort so ein Müll zugelassen wird. Ist für mich leider zu "open". Und damit leider auch open für NPD, DVU. Was macht Opencaching bei einem Sommerevent von solchen Parteien, wenn die nicht gegen die Richtlinien verstoßen ????

Grüße Nivi

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Black-Jack-Team
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Beitrag von Black-Jack-Team » So 5. Aug 2007, 11:14

Scenario:
Zur nächsten Bundestagswahl stellt die CDU automatisiert 299 virtuelle Caches bei opencaching.de ein. Für jeden Wahlbezirk einen. (ersatzweise etliche zehntausend, für jedes Wahllokal einen!)
Stellvertretend ist die Koordinate eines zentralen Wahllokals dieses Wahlbezirks genannt.
Der Cache kann von jedem Geocacher als "gefunden" geloggt werden, wenn er den Vornamen der (noch) amtierenden Bundeskanzlerin als Log-Passwort eingibt.

Wollt ihr das?
Übrigens: Ich geh' jetzt cachen ... :)
Tut ihr es auch, oder wollt ihr nur darüber reden? :D
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blackbeard69
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Beitrag von blackbeard69 » So 5. Aug 2007, 11:21

greiol hat geschrieben:
blackbeard69 hat geschrieben:Genau so funktioniert Lobby-Arbeit, das ist viel Klein-Klein. Die scheinen andere besser zu machen als die Geocacher.
Die Frage ist ob Geocacher überhaupt Lobby-Arbeit machen wollen, oder?

Wir haben schon lange nicht mehr über die Gründung eine Dachverbandes diskutiert. Wollen wir mal wieder? :D

Da scheine ich ja was verpasst zu haben, das war offenbar vor meiner Zeit hier :wink:

Ich lese hier nur immer wieder das Gezeter "Cacher und Jäger" (die haben ja auch so 'ne Lobby) oder "Cacher und Naturschutz" (der Nabu sitz am langen Hebel).

Jetzt hat eine Partei mal gewagt, Geocacher vor ihren politischen Karren spannen zu wollen, damit mehr Leute zu ihrer Veranstaltung kommen. Wenn wir da gekommen wären, dann hätten wir bei Problemen in den nächsten 12 Monaten nur noch eine Wunschliste abgeben müssen.

Nivi hat geschrieben:diesen Cache habe ich auf ignore gestellt. Wenn wir Lobbyarbeit machen wollen, dann sollten wir einen Cache auslegen und die Parteien einladen.

Und genau da beginnt das Problem. Natürlich hast Du Recht! Bloß warum soll so ein Politiker jetzt zu Deinem Cache kommen? Warum soll er sich vor Deinen Bock spannen lassen, wenn Du ihn bei seiner Veranstaltung mit Missachtung strafst? Zum Nehmen gehört immer auch ein Geben dazu, gerade in der Politik.

Thomas
Der Weg ist das Ziel; die Dose der Anlass, ihn zu gehen.

..........

Beitrag von .......... » So 5. Aug 2007, 13:29

Genau sowas fehlt uns noch:
Eine Geocaching-Lobby im deutschen Bundestag. Damit werden alle unsere Probleme mit einem Schlag gelöst und wir sind eine in Deutschland anerkannte Interessengemeinschaft, die sich hinter Nicknames und Avataren versteckt.

Soll nicht persönlich sein, aber es wird Zeit, dass das Forum aus dem Sommerloch rauskommt.

Ich werde für meinen Teil politisch motivierte Caches, wie dem der CPD oder auch von der SDU ignorieren. Warum schalten die Parteien keine Bandenwerbung in der Bundesliga? An Geldmangel kann es nicht liegen...

kruemelmonster
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Beitrag von kruemelmonster » So 5. Aug 2007, 13:50

Black-Jack-Team hat geschrieben:Scenario:
Zur nächsten Bundestagswahl stellt die CDU automatisiert 299 virtuelle Caches bei opencaching.de ein. Für jeden Wahlbezirk einen. (ersatzweise etliche zehntausend, für jedes Wahllokal einen!)


Au weia! Ich kann mir noch ganz andere Szenarien ausmalen. Bösartige Kriminelle locken ahnungslose Opfer unter dem Vorwand von Geocaches in finsteren Wäldern in heimtückische Hinterhalte. Bundesweit an 300 Orten gleichzeitig. :wink:

Ernsthaft: Die Wahrscheinlichkeit, dass ich Freund oder Wähler der CDU bin, ist sehr gering. Trotzdem stört mich der hier genannte Event-Cache nicht weiter. Ich muß nicht daran teilnehmen. Ich gestehe anderen Menschen andere politische Meinungen zu. Für ihre Meinungen können sie meinetwegen werben, sofern dies mit dem GG vereinbar ist.

Darf Geocaching nur von 'echten' Geocachern betrieben werden? Das Spiel ist mittlerweile von vielen Institutionen, Vereinen, Verbänden entdeckt worden. Es ist Thema auf Schulfesten, Betriebsausflügen und Jugendfreizeiten. Nun versucht die Ortsgruppe einer Partei sich mit dem Geocaching. Na und? Ich muß nicht daran teilnehmen und ich muß mich nicht damit identifizieren. So lange keine verbotene Organisation den Cache organisiert oder der Cache strafrechtlich relevant ist bzw. zu strafbaren Handlungen aufruft, ist für mich alles im grünen Bereich.

Man stelle sich vor, Fußball dürfte nur von echten Fußballer/innen gespielt werden. Kein Fußball in der Unterrichspause, keine Hobbyturniere von Thekenmannschaften, kein Betriebssport und natürlich auch kein Kick zwischen dem SPD- und dem CDU-Ortsverein.

Darf eine Kirchengemeinde anläßlich ihres Pfarrfestes ein paar Geocaches auslegen? Was, wenn die Gemeinde (mal stellvertretend für alle anderen) beschließt, dass ihr Gotteshaus samt Gelände auch nur noch für die originären Belange der Gemeinde benutzt und betreten werden darf?
Über den Mißbrauch von Notrufsäulen mag ich erst gar nicht nachdenken.

Ist "Leben und leben lassen" nicht eine rheinische Weisheit? :wink:

Olli

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Beitrag von radioscout » Mo 6. Aug 2007, 00:56

Black-Jack-Team hat geschrieben:[...]
299 virtuelle Caches
[...]
Wollt ihr das?

In dieser Form nicht. Aber gerne, wenn es richtige Dosen sind.
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Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

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Beitrag von radioscout » Mo 6. Aug 2007, 00:58

Elchrich Elch hat geschrieben:Ich werde für meinen Teil politisch motivierte Caches, wie dem der CPD

Glaubst Du wirklich, daß die Christliche Pfadfinderschaft Deutschlands politisch motivierte Caches versteckt?

Und wenn sie es täte, würde ich diese Caches, wie bisher alle Pfadfindercaches die ich gefunden habe, mit dem größten Vergnügen loggen.
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