Geocaching - mediale Pfade - bundesweites Event für Jugend

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

sondala
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Beitrag von sondala » So 5. Aug 2007, 15:31

Spieler hat geschrieben:
@sondala

Bitte nicht persönlich nehmen!
Ich kenne dich ja auch nicht.

Ich habe nur leider etwas, na ja sagen wir "prägende" Erfahrungen mit Pädagogen gemacht.


Die hat ja nun fast jeder - die meisten schaffen es dennoch, nicht alle über einen Kamm zu scheren..

Spieler hat geschrieben:Warum schnappst du dir nicht ein GPS und gehst mit den Kids einfach los??? :?:


Mach ich regelmäßig. Da du ja aufmerksam mein Posting gelesen und recherchiert hast, hast du sicher auch das gelesen..

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Rollsplittkalle
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Beitrag von Rollsplittkalle » So 5. Aug 2007, 18:26

sondala hat geschrieben: Da meist die Jugendlichen, die von mir betreut werden, nur äusserst schwer zu motivieren sind, in die Natur zu gehen, sich aktiv einer Freizeitbeschäftigung zu widmen, war ich äusserst überrascht, wie viel Spaß sie an Geocaching hatten, und wie gerne sie sich plötzlich in der freien Natur bewegten..

Meine Motivationsausbeute:
Von meinen beiden Töchtern sind nur 50% motivierbar mich beim cachen zu begleiten :lol:

Insofern wünsch ich dir viel Erfolg für dein interessantes Projekt mit einer höheren ausbeute. :wink:

Gruß Karsten

sondala
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Beitrag von sondala » Mo 6. Aug 2007, 12:31

Rollsplittkalle hat geschrieben:Meine Motivationsausbeute:
Von meinen beiden Töchtern sind nur 50% motivierbar mich beim cachen zu begleiten :lol:


50% Beteiligung ist super! Gratulation :-)

Rollsplittkalle hat geschrieben:Insofern wünsch ich dir viel Erfolg für dein interessantes Projekt mit einer höheren ausbeute. :wink:

Gruß Karsten


Besten Dank!

Gruß
Daniel

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Beitrag von Spieler » Mo 6. Aug 2007, 17:20

Die hat ja nun fast jeder - die meisten schaffen es dennoch, nicht alle über einen Kamm zu scheren..


Ich nicht. :D

Mach ich regelmäßig. Da du ja aufmerksam mein Posting gelesen und recherchiert hast, hast du sicher auch das gelesen..


Habe nur den ersten Satz gelesen... :lol:


"Provokationsmodus An"
Da ich dich nicht in so kurzer Zeit von der Unsinnigkeit dieser Aktion überzeugen kann, wünsche ich dir viel Spaß.
"Provokationsmodus Aus"

Also im Ernst ,ich wünsch dir viel Erfolg mit der Sache und hoffe das du einige Jugendliche mit dem Virus Natur und Geocaching infizieren kannst.

Gruß, der nicht immer ganz ernste und gern provozierende

Spieler



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JamesDoe
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Beitrag von JamesDoe » Mo 6. Aug 2007, 17:58

sondala hat geschrieben:... startete ich irgendwann mit den von mir betreuten (verhaltensauffälligen) Jugendlichen eine Geocaching-Aktion ...


Wenn ich sowas lese, muss ich immer an Aktionen denken wie "ihr ward unartig, zur Strafe fahren wir mit euch in den Erlebnisurlaub in die Karibik".

Wenn ich sehe was hier an verhaltensauffälligen Jugendlichen herumläuft, ohne jeglichen Respekt vor Eigentum, bin ich mir sicher, dass die Caches je nach Erreichbarkeit nur noch eine sehr kurze Haltbarkeit hätten.

Außerdem frage ich mich dann immer "wo sind die Eltern, was steuern die zur Erziehung bei?"

In meiner Jugend haben die Eltern ihren Sprösslingen gezeigt was verhaltensauffällig ist. Und das ist in Maßen genossen auch nicht schädlich.
Wenn ich früher mal im Feld Erdbeeren oder anderes Obst geklaut habe und wurde erwischt (mir zum Glück nicht passiert), gab es von Aufpasser oder Besitzer eine hinter die Ohren. Das war auch zu meiner Zeit schon verboten, aber ich hätte mich ja bei meinen Eltern beschweren können, mit der Folge das ich noch eine gefangen hätte. Geschadet hat es weder mir noch meinen Freunden, denen es in so einer Situation genau so gegangen wäre. Heute muss der Bauer den Mund halten, weil er sonst unter Umständen seine Gesundheit riskiert.

Generell ist Jugendarbeit ja in Ordnung. Aber ich bin der Meinung das der Staat eher dafür sorgen sollte dass die Eltern ihren Verpflichtungen nachkommen anstatt als Ersatz einzuspringen.

Der Staat oder sämtliche andere Organisationen sind meiner Meinung nach genau da am richtigen Platz wo die Eltern von Natur aus nicht helfen können. Es gehört irgendwo zu den nötigen Erfahrungen mal mit Gleichaltrigen ohne Eltern unterwegs zu sein (Jugendfahrten mit der Feuerwehr, THW, Naturfreunde, etc pp.)

Gruß aus Godesberg

Jens
Der Vorteil der Klugheit liegt darin,
dass man sich dumm stellen kann.
Das Gegenteil ist schon schwieriger.

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sondala
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Beitrag von sondala » Mo 6. Aug 2007, 18:08

JamesDoe hat geschrieben:Wenn ich sehe was hier an verhaltensauffälligen Jugendlichen herumläuft, ohne jeglichen Respekt vor Eigentum, bin ich mir sicher, dass die Caches je nach Erreichbarkeit nur noch eine sehr kurze Haltbarkeit hätten.


Um mal onTopic zu bleiben:
Die Caches für die Aktion werden extra angelegt und dann auch wieder eingesammelt, um o.g. zu verhindern. Trotzdem entspricht es nicht meiner Erfahrung, das bei entsprechender Aufklärung nicht genügend Respekt da wäre, insbesondere beim geocachen.

Rest der Diskussion gerne, aber da ist hier vermutlich nicht der richtige Platz dafür, Vorschläge gern per pn

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-tiger-
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Beitrag von -tiger- » Mo 6. Aug 2007, 19:04

sondala hat geschrieben:
JamesDoe hat geschrieben:Wenn ich sehe was hier an verhaltensauffälligen Jugendlichen herumläuft, ohne jeglichen Respekt vor Eigentum, bin ich mir sicher, dass die Caches je nach Erreichbarkeit nur noch eine sehr kurze Haltbarkeit hätten.


Um mal onTopic zu bleiben:
Die Caches für die Aktion werden extra angelegt und dann auch wieder eingesammelt, um o.g. zu verhindern. Trotzdem entspricht es nicht meiner Erfahrung, das bei entsprechender Aufklärung nicht genügend Respekt da wäre, insbesondere beim geocachen.


Den Gedanken von JamesDoe finde ich nicht vollkommen abwegig, ähnliches ist mir auch schon durch den Kopf gegangen. Die Jugendlichen, die sich für Geocaching begeistern lassen, haben sicher den nötigen Respekt. Wenn aber allgemeine Institutionen der Jugendpflege, die ja u.u. eher Anlaufstellen für die nicht ganz unproblematische Jugend sind (bevor jemand Meckert, ich spreche aus Erfahrung, ich habe selbst einige Jahre in der Jugendpflege gearbeitet), Geocaching als Freizeitgestaltung anbieten, könnte dies ungewollte Aufmerksamkeit auf das Hobby lenken. Mal ein Beispiel aus meiner Zeit in der Jugendarbeit: Es gabe in unserem Jugendhaus eine gruppe begeisterter Skateboader, die mit viel Einsatz bei der Sache waren und sich eine eigene Miniramp gebaut haben. Das gab ihnen Selbstvertrauen und der "Skater Style" nebenher noch jede Menge Anerkennung und auch gewissen Erfolg bei den Mädels. Bei anderen Gruppen hat das Neid und Mißgunst geschürt, eine A-nti Skater Bewegung hat sich formiert. Letztendlich stand die mit mühsam gesammelten Sponsorgeldern finanzierte Rampe in Flammen. Die Täter wurden erwischt, da sie sich im Jugendtreff mit ihrem Erfolg gebrüstet haben.

Wie soll verhindert werden, daß wir auf dem Weg ein paar nette neue Nachwuchscacher bekommen, aber auch ein Rudel weniger nette neue A-nticacher? Das muß nicht so kommen, etwas Fingerspitzengefühl ist aber IMHO angebracht, wenn man Geocaching und allgemeine Jugendarbeit zusammenbringen will.

Tiger

P.S. meine "-" Taste Klemmt nicht, ohne lässt das v* s* f* Forum das Wort "A-nti" nicht zu, ist ja ein gaaanz böses Wort :roll:
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Beitrag von Spieler » Mo 6. Aug 2007, 19:15

Die Caches für die Aktion werden extra angelegt und dann auch wieder eingesammelt, um o.g. zu verhindern.


:lol: Du scheinst ja viel Vertrauen in die Jungs und Mädels zu haben. :lol:
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sondala
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Beitrag von sondala » Mo 6. Aug 2007, 21:01

Spieler hat geschrieben:
Die Caches für die Aktion werden extra angelegt und dann auch wieder eingesammelt, um o.g. zu verhindern.


:lol: Du scheinst ja viel Vertrauen in die Jungs und Mädels zu haben. :lol:


;-)
Naja, wie oben schon von -tiger- erwähnt - das mutwillige zerstören kann Thema sein, muss es aber nicht. Bei so einer Aktion kann es natürlich auch Kids geben, die einmalig teilnehmen, sich für die Sache gar nicht interessieren, aber ein neues Hobby entdecken, um auf sich aufmerksam zu machen (Ich glaube es ehrlich gesagt nicht, aber man muss es ja nicht provozieren). Dies will ich durch o.g. Vorgehen verhindern.
Wenn aber schonmal selbst Caches gelegt wurden, wie bei der Aktion geplant, und bewusst wird, wieviel Arbeit dahinter steckt, so kann das auch an die Kids vermittelt werden und die Betreuer werden entsprechend achtsam mit vorhandenen Caches umgehen (soweit die Theorie - klar kann anderes Verhalten nicht verhindert werden und klar steigt mit mehr Zulauf zum Geocaching auch das Risiko, das nicht so achtsam umgegangen wird..)

Aber der eigentliche Vorteil in Geocaching, wie ich finde, liegt darin, das schon vorbereitete "Spiele"/Caches mit den Jugendlichen bestritten werden können, was der Jugendarbeit sehr viel mehr entspricht - meist ist nicht die Zeit im kleinen Juze für ein paar wenige Kids eine große Aktion auf die Beine zu stellen - immer wieder, aber nicht regelmäßig..
Viel praxistauglicher, z.B. auch im Wohngruppenalltag ist es, genau dann einen vorhandenen Cache zu gehen, wenn die Kids Zeit und darauf Lust haben - und das macht sich nunmal nicht an vorgegebenen Zeiten fest..

-tiger- hat geschrieben:Wie soll verhindert werden, daß wir auf dem Weg ein paar nette neue Nachwuchscacher bekommen, aber auch ein Rudel weniger nette neue A-nticacher? Das muß nicht so kommen, etwas Fingerspitzengefühl ist aber IMHO angebracht, wenn man Geocaching und allgemeine Jugendarbeit zusammenbringen will.


Gute Frage - bisher sind mir vor allem Information und eigene Erfahrung der Jugendeinrichtungen dazu eingefallen - beides versuche ich u.a. durch o.g. Lösung, weitere Ideen sind willkommen!

JamesDoe
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Beitrag von JamesDoe » Mo 6. Aug 2007, 23:31

sondala hat geschrieben:Aber der eigentliche Vorteil in Geocaching, wie ich finde, liegt darin, das schon vorbereitete "Spiele"/Caches mit den Jugendlichen bestritten werden können, was der Jugendarbeit sehr viel mehr entspricht - meist ist nicht die Zeit im kleinen Juze für ein paar wenige Kids eine große Aktion auf die Beine zu stellen - immer wieder, aber nicht regelmäßig..
Viel praxistauglicher, z.B. auch im Wohngruppenalltag ist es, genau dann einen vorhandenen Cache zu gehen, wenn die Kids Zeit und darauf Lust haben - und das macht sich nunmal nicht an vorgegebenen Zeiten fest..


sondala hat geschrieben:Die Caches für die Aktion werden extra angelegt und dann auch wieder eingesammelt, um o.g. zu verhindern. Trotzdem entspricht es nicht meiner Erfahrung, das bei entsprechender Aufklärung nicht genügend Respekt da wäre, insbesondere beim geocachen.


Wiedersprichst Du Dir da nicht gerade. Auf der einen Seite möchtest Du Caches extra für die Aktion angehen, auf der anderen Seite einen bereits gelegten suchen?

Außerdem beinhaltet eine solche Aktion nicht gerade geringe Kosten.

Es müssen ja entsprechende Gerätschaften (GPSr) vorhanden sein, und davon nicht nur einer pro Jugendzentrum. Es sei denn Du willst in einer kleinen Gruppe von maximal vier Leuten losgehen. Sonst läuft der Rest nur nebenher und langweilt sich -> Ziel verfehlt.

Einen eigenen Cache anzulegen bedarf auch einer gewissen Planung und einer gewissen Vorbereitungszeit. Wenn Du nicht gerade eine Dose lieblos in den Wald schmeißen möchtest, musst Du Dir schon was für die Stationen zwischen drin einfallen lassen.

Und wenn Du dann feststellst, dass ein halbwegs interessanter Cache (Multi?!) mehrere Stunden der Vorbereitung benötigt, dann kannst Du Dir auch vorstellen warum ich etwas bedenken habe. Im Übrigen betreiben viele Cacher einen nicht unerheblichen finanziellen Aufwand bei der Erstellung der Caches.

Ich habe eine Dose selber gebaut, die alles in allem etwa 50€ kostet (Material) - und ungefähr 30 Stunden Arbeit.

Da würde ich sehr sauer sein wenn der Dose was passiert. Wobei eine eindeutige Zuordnung des Verursachers kaum möglich ist.

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Was vielleicht viel interessanter wäre als Ansatz.

Die Betreuer/Pädagogen selber müssen erstmal eine Reihe an Caches gefunden haben, damit sie überhaupt wissen worum es geht.

Danach könnte man zum Beispiel zwei Gruppen (oder mehr) bilden, die sich unter der Anleitung der dann etwas erfahrenen Pädagogen selber Caches ausdenken und legen. Zum Abschluss suchen die Gruppen dann jeweils die Caches der anderen Gruppe. Damit kann man gleich feststellen wie viel Aufwand in der Planung und Durchführung stecken kann, vielleicht gibt diese Erfahrung dann den nötigen Respekt um die Jugendlichen auf Caches der Allgemeinheit los zu lassen.

Schon bei der Vorbereitung wird sich dann wohl ein Großteil der Spreu vom Weizen trennen. Dem verbliebene Rest kann dann ein gewisses Grundinteresse unterstellt werden.

Gruß aus Godesberg

Jens
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