Panikmache Zecken ?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

jmsanta
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Beitrag von jmsanta » Mi 10. Okt 2007, 14:16

dieser Link ist IMHO gemeingefährlich und stark verhamlosend bei der Unterlassung von Impfungen. Unglaublich!
Mt 5,3-11 (Lut. '84)

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MiK
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Beitrag von MiK » Mi 10. Okt 2007, 14:48

jmsanta hat geschrieben:dieser Link ist IMHO gemeingefährlich und stark verhamlosend bei der Unterlassung von Impfungen. Unglaublich!

Das ist eigentlich auch meine Meinung. Ich wollte es nur nicht so hart ausdrücken.

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Joggl
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Beitrag von Joggl » Mi 10. Okt 2007, 15:21

MiK hat geschrieben:
jmsanta hat geschrieben:dieser Link ist IMHO gemeingefährlich und stark verhamlosend bei der Unterlassung von Impfungen. Unglaublich!

Das ist eigentlich auch meine Meinung. Ich wollte es nur nicht so hart ausdrücken.


Sollte man aber durchaus bei dem Thema Impfgegner machen!
Sicher soll jeder machen wie er möchte, aber wenn dann Kinder nicht mehr geeimpft werden und von vermeidbaren Krankheiten irgendwelche Spätfolgen davontragen hörts auf!

Nur meine 5 Pfennig...
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Lakritz
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Beitrag von Lakritz » Mi 10. Okt 2007, 15:43

Joggl hat geschrieben:Sicher soll jeder machen wie er möchte, aber wenn dann Kinder nicht mehr geeimpft werden und von vermeidbaren Krankheiten irgendwelche Spätfolgen davontragen hörts auf!

Deshalb finde ich es auch sittenwidrig, Kinder mit auf Cachetouren zu schleppen!
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jmsanta
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Beitrag von jmsanta » Mi 10. Okt 2007, 15:48

Lakritz hat geschrieben:
Joggl hat geschrieben:Sicher soll jeder machen wie er möchte, aber wenn dann Kinder nicht mehr geeimpft werden und von vermeidbaren Krankheiten irgendwelche Spätfolgen davontragen hörts auf!

Deshalb finde ich es auch sittenwidrig, Kinder mit auf Cachetouren zu schleppen!

Habe ich den Ironietag übersehen? BTW, ich tendiere auch klar dafür Kinder vor Fernseher und Spielekonsole zu verwahren - wer weiß was ihnen draußen so alles zustoßen kann, wenn sie womöglich in Kontakt mit der sogenannten "Natur" kommen.
Mt 5,3-11 (Lut. '84)

snaky
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Beitrag von snaky » Mi 10. Okt 2007, 16:48

Lakritz hat geschrieben:
Joggl hat geschrieben:Sicher soll jeder machen wie er möchte, aber wenn dann Kinder nicht mehr geeimpft werden und von vermeidbaren Krankheiten irgendwelche Spätfolgen davontragen hörts auf!

Deshalb finde ich es auch sittenwidrig, Kinder mit auf Cachetouren zu schleppen!


Hmm? Was ist der Unterschied zwischen einer Cachetour oder den regelmäßigen Waldausflügen im Kindergarten? Dann lieber die Cachetour, denn da weiß ich, dass ich gleich Zuhause mein Kind auf Zecken untersuchen sollte. Beim Waldausflug haben sich die Zecken zumindest schon festgebissen, bis ich mein Kind untersuchen kann.

Aber vielleicht hat da doch nur der Heiterkeitsanzeiger gefehlt?
Mein Posting war zu blöd? Schlag mich!
Hier

Ilsebilse
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Beitrag von Ilsebilse » Do 11. Okt 2007, 16:20

Joggl hat geschrieben:
MiK hat geschrieben:
jmsanta hat geschrieben:dieser Link ist IMHO gemeingefährlich und stark verhamlosend bei der Unterlassung von Impfungen. Unglaublich!

Das ist eigentlich auch meine Meinung. Ich wollte es nur nicht so hart ausdrücken.


Sollte man aber durchaus bei dem Thema Impfgegner machen!


Mach ich dann mal: Die verlinkte Seite wimmelt von pseudowissenschaftlichem Blödsinn, Widersprüchen und falschen Aussagen.

Nur ein Beispiel:
Impfgegner hat geschrieben: Bei der Zulassung von Impfstoffen wird nicht etwa der Nachweis der tatsächlichen Krankheitsverhinderung verlangt, sondern nur ein als ausreichend angesehener Anstieg des Antikörperspiegels im Blut. Dieser ist jedoch selbst nach Meinung des Robert-Koch-Instituts (RKI), der zuständigen Bundesgesundheitsbehörde, nur eine „Ersatzmeßgröße“ für Immunität und nicht mit Immunität gleichzusetzen. 7 Für FSME-Impfstoffe wurden demnach niemals direkte Beweise für ihren Nutzen erbracht!


Eine kurze Literaturrecherche bei PubMed zeigte mir mehrere internationale Veröffentlichungen, die die Wirksamkeit im Tiermodell bewiesen haben. Tierversuche (impfen , infizieren und gucken, ob wer krank wird) sind nach wie vor zwingend für die Zulassung von Impfstoffen vorgeschrieben. Abgeschafft wurden sie in der Qualitätsprüfung einzelner Impfstoffchargen, weil die Anzahl der Tierversuche reduziert werden soll.
Die Methodik dazu wurde am Paul-Ehrlich-Institut entwickelt - das ist die Bundesbehörde, die für die Zulassung zuständig ist. Für die Arbeit gab es übrigens einen Tierschutzpreis

Direkte Versuche (impfen , infizieren und gucken, ob wer krank wird) sind beim Menschen ethisch nicht vertretbar; es kann aber überprüft werden, ob Impfen die Häufigkeit der Erkrankung verringert. Genau das wurde in Österreich (Hochrisikogebiet, flächendeckende Impfungen) gemacht: Die Erkrankungshäufigkeit ist massiv zurückgegangen, seit geimpft wird.

Wen's interessiert:hier findet sich die Zusammenfassung des Artikels.

Btw: Stellungnahme des Robert-Koch-Instituts (das die Impfgegner selber zitieren) zu Impfgegnern und findet sich hier.
Leitplankenmicros? Sinnlose Filmdosen im Wald? Frustriert? Besucht die Brigade Eisenberg in Thüringen! Hier gibt es noch Caches, für die man ZU FUSS auf Berge steigen muß.

jmsanta
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Beitrag von jmsanta » Mo 15. Okt 2007, 09:41

Ilsebilse hat geschrieben:
Joggl hat geschrieben:
MiK hat geschrieben:
jmsanta hat geschrieben:dieser Link ist IMHO gemeingefährlich und stark verhamlosend bei der Unterlassung von Impfungen. Unglaublich!

Das ist eigentlich auch meine Meinung. Ich wollte es nur nicht so hart ausdrücken.


Sollte man aber durchaus bei dem Thema Impfgegner machen!


Mach ich dann mal: Die verlinkte Seite wimmelt von pseudowissenschaftlichem Blödsinn, Widersprüchen und falschen Aussagen.

Danke!
Mt 5,3-11 (Lut. '84)

Zendisto
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Beitrag von Zendisto » Mo 15. Okt 2007, 18:37

Impfungen sind wie Versicherungen: Es gibt keinen 100%igen Schutz. Und selbst der Versuch, einem solchen nahe zu kommen, kann teuer werden, im Zweifelsfall aber nutzlos sein.

Es gibt einige Impfungen, die fraglos unbedingt notwendig sind.
Bei FSME bin ich mir da nicht so sicher, denn es bleibt dann immer noch die Lyme-Borreliose, gegen die es (noch) keine Impfung gibt. Und was die anrichten kann, habe ich beim Nachbarn und im Bekanntenkreis direkt vor Augen. Und die Leute wussten, was Wanderröte bedeutet und dass es Tests gibt. Nur hat ihnen das nichts geholfen. Übrigens können einheimische Zecken noch weitere für den Menschen gefährliche Krankheiten übertragen, die momentan scheinbar noch selten sind, jedoch schon diskutiert werden als Ursache schwerer Krankheitsbilder.

Was wirklich hilft, ist meiner Meinung nach eine Vermeidung der Exposition sowie Prophylaxe durch Applikation von Repellents und das Tragen geeigneter Kleidung. Das ist aber nur der erste Schritt, denn nach jeder potenzieller Exposition gehört das schnellstmögliche gründliche Absuchen der Körperoberfläche und ggf. sofortige Waschen getragener Kleidung bzw. gesonderte Aufbewahren derselben dazu.
Das liefert einen relativ guten Schutz sowohl gegen FSME als auch gegen Borreliose.

Was die Exposition angeht, so bekommt man wohl schon langsam einen Blick für Zeckenreviere. Das sind gerne mit hohem Gras / niedrigem Gesträuch verbuschte Wegränder oder Flächen, die oft noch von Wildwechseln durchzogen werden und eher feuchte Standorte darstellen.
Doch selbst das Vermeiden solcher Gebiete schafft keinen 100%igen Schutz. Ich fand selbst auf dem regelmäßig gemähten Rasen meines Gartens in der Stadt eine adulte Zecke - bzw. war die auf dem Weg, mich zu finden.

Auffällig war allerdings, dass es zumindest hier schon recht zeitig im Frühjahr Zecken gab, und zwar in Mengen, und das bis in den Frühsommer. Trotz aller Feuchte (oder vielleicht gerade deswegen?) war der Sommer absolut zeckenfrei, selbst der Hund fand keine einzige bzw. wurde von keiner gefunden. Erst vorgestern hatte er seit Monaten wieder eine einzige.

Mit dem Hund bin ich jeden Tag draußen in Feld, Wiese und Wald. Der meist frei laufende Hund hat im Frühsommer dieses Jahres etwa 40 Zecken eingesammelt, ich habe durch weitgehende Vermeidung bestimmter Zonen nur drei oder vier auf meiner Kleidung gefunden, die ich gleich an Ort und Stelle beseitigt habe.

Als Forstangestellter, Wehrdienstleistender oder sonstwie sehr häufig in der Natur beschäftigter Mensch ohne Möglichkeit der freien Zeiteinteilung (zur Suche nach den Tierchen) würde ich mich sehr wohl gegen FSME impfen lassen, um zumindest dagegen geschützt zu sein.
Solange ich aber in der Natur die von mir betretenen Gebiete selbst auswählen kann und währenddessen immer mal kontrollieren und mich danach gezielt absuchen kann, verzichte ich darauf ebenso wie auf eine Versicherung gegen Hubschrauberunfälle.

Diese Entscheidung muss letztlich aber jeder selbst treffen. Wer meint, dass dunkle Kleidung schick ist, dass man sich durch jedes Unterholz schlagen muss und dass nachfolgendes sorgfältiges Kontrollieren von Kleidung und Körperoberfläche überflüssige Zeitverschwendung darstellen, der sollte sich unbedingt impfen lassen. Vor Borreliose schützt das freilich nicht.
Hier könnte Ihre Signatur stehen

Ilsebilse
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Beitrag von Ilsebilse » Mo 15. Okt 2007, 22:58

Zendisto hat geschrieben:Es gibt einige Impfungen, die fraglos unbedingt notwendig sind.
Bei FSME bin ich mir da nicht so sicher, denn es bleibt dann immer noch die Lyme-Borreliose, gegen die es (noch) keine Impfung gibt.

Aber nur weil man gegen Borreliose noch nicht impfen kann, ist eine FSME-Impfung gleich sinnlos...?

Zendisto hat geschrieben:Was wirklich hilft, ist meiner Meinung nach eine Vermeidung der Exposition sowie Prophylaxe durch Applikation von Repellents und das Tragen geeigneter Kleidung. Das ist aber nur der erste Schritt, denn nach jeder potenzieller Exposition gehört das schnellstmögliche gründliche Absuchen der Körperoberfläche und ggf. sofortige Waschen getragener Kleidung bzw. gesonderte Aufbewahren derselben dazu.
Das liefert einen relativ guten Schutz sowohl gegen FSME als auch gegen Borreliose.


Das ist leider nur begrenzt richtig. Ich befolge alle diese (sehr sinnvollen!) Tips, Die Klamotten kommen in 'ne Plastiktüte, ich dusche, lasse mich gründlich absuchen - und habe nachts oder am nächsten Mittag auf einmal eine Zecken am Hals (im wahrsten Sinne des Wortes). Dieses Jahr hatte ich da kein Problem, aber letztes Jahr ist uns das mehrmals passiert. Problem: FSME wird bereits nach wenigen Minuten übertragen (die Viren sitzen schon im Speichel), Borreliose frühestens nach 12 (manche sagen 24) Stunden.

Zendisto hat geschrieben:Mit dem Hund bin ich jeden Tag draußen in Feld, Wiese und Wald. Der meist frei laufende Hund hat im Frühsommer dieses Jahres etwa 40 Zecken eingesammelt, ich habe durch weitgehende Vermeidung bestimmter Zonen nur drei oder vier auf meiner Kleidung gefunden, die ich gleich an Ort und Stelle beseitigt habe.

Hast Du ein modernes Repellent für Deinen Hund benutzt? Es gibt weitaus mehr böse Infektionskrankheiten, die sich Hunde durch Zecken holen können als der Mensch.... Bsp. Babesiose, die mittlerweile deutlich auf dem Vormarsch in Deutschland ist. Und die Repellents wirken auch gegen andere Blutsauger.

Zendisto hat geschrieben:Solange ich aber in der Natur die von mir betretenen Gebiete selbst auswählen kann und währenddessen immer mal kontrollieren und mich danach gezielt absuchen kann, verzichte ich darauf ebenso wie auf eine Versicherung gegen Hubschrauberunfälle.

Diese Entscheidung muss letztlich aber jeder selbst treffen. Wer meint, dass dunkle Kleidung schick ist, dass man sich durch jedes Unterholz schlagen muss und dass nachfolgendes sorgfältiges Kontrollieren von Kleidung und Körperoberfläche überflüssige Zeitverschwendung darstellen, der sollte sich unbedingt impfen lassen. Vor Borreliose schützt das freilich nicht.


Sorry, aber der Vergleich mit Hubschrauberunfällen ist eindeutig polemisierend und arrogant. Wie oben erwähnt achte ich sehr wohl auf Absuchen, Kleiderwechsel, Duschen etc. - aber "laust" Du Dein komplettes Kopfhaar durch? Da sitzen die Biester auch nach der Dusche noch - nicht nur bei mir sondern auch bei männertypischen Kurzhaarfrisuren. Zudem habe ich es während der WM auf gemähten Rasen erlebt, wie eine Zecke einem Bekannten seelenruhig das Bein hochkrabbelte. Und es gibt Studien die zeigen, dass NICHT der Aufenthalt im Wald sondern im GARTEN Risikofaktor Nr. 1 für Zecken ist.

Als ich noch in Niedersachsen wohnte, habe ich mich auch nicht gegen FSME impfen lassen - jetzt in Thüringen (Risikogebiet) sehe ich das anders. Natürlich muß jeder Risiko/Nutzen für sich selber abwägen. Aber wer wirklich zeckenfrei leben will, sollte im Sommer besser nicht das Haus verlassen und zumindest Garten und Parks meiden.
Leitplankenmicros? Sinnlose Filmdosen im Wald? Frustriert? Besucht die Brigade Eisenberg in Thüringen! Hier gibt es noch Caches, für die man ZU FUSS auf Berge steigen muß.

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