Hinweis auf Schützen gesucht!

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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doc256
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Beitrag von doc256 » Mo 5. Nov 2007, 08:30

radioscout hat geschrieben:Es spricht alles dagegen, daß es ein Jäger war.


:shock: Was bitte spricht dagegen? :shock:

Allenfalls die bloße Tatsache, dass ein Jäger, der seine Tätigkeit und die damit verbundenen Auflagen ernst nimmt, sich nicht so verhält. Ansonsten spricht schon die bloße Wahrscheinlichkeit sehr wohl dafür - auch wenn das kein abschließender Beweis ist. Aber welcher Personenkreis sitzt mit einem Gewehr ausgestattet auf Hochsitzen herum - außer Jägern?

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D-Buddi

Beitrag von D-Buddi » Mo 5. Nov 2007, 09:02

wow, unten unter den Texten ist jetzt Werbung für Tierabwehr zu sehen, da sieht man wieder mal das Robots manchmal SEHR kontraproduktiv sind!

MfG Jörg

Hubatt
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Beitrag von Hubatt » Mo 5. Nov 2007, 09:17

D-Buddi hat geschrieben:(…) da sieht man wieder mal das Robots manchmal SEHR kontraproduktiv sind!
Wieso? Paßt doch hundertprozentig … mittlerweile … :roll:

Lord Gundolf
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Beitrag von Lord Gundolf » Mo 5. Nov 2007, 19:45

DunkleAura hat geschrieben:In dem Fall würde ich zur Selbstjustiz schreiten da die Bullen sicher nicht helfen werden "denn es ist ja nur ein Hund" vielleicht sogar ein "Kampfhund" (Was es meiner ansicht nach gar nicht gibt!) der dank dem jetzt unschädlich ist.

Los finde heraus wer es war und schike ihn auf einen Parcour ala SAW genau so gnadenlos wie er es war.

Kein erbarmen. Wenn jemand meinem Wautier etwas antun würde, den würde ich an seinen allerwertesten Extremitäten aufhängen!

Gruss von einem Mitgenommenem DunkleAura


?!! OK, das nenne ich mal ein Statement!
Selber Führer eines Hundes, muß ich gestehen, daß auch ich schockiert bin und dem Schützen mit großer Wahrscheinlichkeit nachgesetzt wäre. Und in dem Augenblick hätte mich wahrscheinlich auch jegliche Vernunft verlassen...! Das oben geäußerte ist jedoch eine wenig über das Ziel hinaus geschossen! Doch leider stimmt es, daß in der BRD ein Hund eine Sache ist. Der Schuß in die Nähe des Menschen ist jedoch schon heftiger.
Auf daß keiner von uns in diese Situation kommt!
Justus

EDIT: Sorry, hatte übersehen, daß es noch weitere Seiten gab. Auch daß ein Hund eben nicht nur eine Sache ist, war mir nicht klar. Aber was jetzt weiter passiert, wäre schon interessant!

spooky
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Beitrag von spooky » Di 6. Nov 2007, 08:36

Genau, ist nur Sachbeschädigung.

Wenn der unangeleint rumrannte würde ich, je nach Gesetzeslage, sagen armer Hund mit dem Herrchen...

Der Schütze sollte natürlich ne schöne Tracht kassieren.
Ohne Orientierungssinn sieht man viel mehr von der Welt.
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Ilsebilse
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Beitrag von Ilsebilse » Di 6. Nov 2007, 11:02

spooky hat geschrieben:Genau, ist nur Sachbeschädigung.


Ist es eben nicht.

Daher für alle noch mal der §1 des TierSchG:

"Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen."

Und ein Auszug (mit Kommentar) aus dem BGB:

Das Gesetz zur Verbesserung der Rechtsstellung des Tieres im bürgerlichen Recht, vom August 1990, besagt im Artikel 1,Punkt 2,

§ 90a "Tiere sind keine Sachen. Sie werden durch besondere Gesetze geschützt."

Punkt 4. Dem § 903 wird folgender Satz angefügt:

" Der Eigentümer eines Tieres hat bei der Ausübung seiner Befugnisse die besonderen Vorschriften zum Schutz der Tiere zu beachten."

II. Zu den einzelnen Vorschriften 3. Zu Artikel 1 Nr. 4:Begründung

„Die vorgeschlagene Ergänzung des §903 BGB bringt zum Ausdruck, dass auch nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch eine besondere Verpflichtung und Verantwortung des Menschen besteht, dem Tier als Lebewesen besonderen Schutz und Fürsorge zuteil werden lassen.“

Begründung

II. Zu den einzelnen Vorschriften

3. Zu Artikel 1 Nr. 4:

"Die vorgeschlagene Ergänzung des §903 BGB bringt zum Ausdruck, dass auch nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch eine besondere Verpflichtung und Verantwortung des Menschen besteht, dem Tier als Lebewesen besonderen Schutz und Fürsorge zuteil werden lassen. Die doppelte Funktion des Eigentums, die Sache nach Belieben zu nutzen und Dritte von jeder Einwirkung auszuschließen, lässt sich auf das immer noch mögliche Eigentum an einem Tier nicht übertragen. Daher bestimmt die vorgeschlagene Regelung, dass sich die Eigentumsrechte an einem Tier nur nach Maßgabe des Tierschutzgesetzes und anderer tierschützender Vorschriften ausrichten."

Soweit die deutsche Rechtslage.
Leitplankenmicros? Sinnlose Filmdosen im Wald? Frustriert? Besucht die Brigade Eisenberg in Thüringen! Hier gibt es noch Caches, für die man ZU FUSS auf Berge steigen muß.

Lord Gundolf
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Beitrag von Lord Gundolf » Di 6. Nov 2007, 12:53

spooky hat geschrieben:Genau, ist nur Sachbeschädigung.

Wenn der unangeleint rumrannte würde ich, je nach Gesetzeslage, sagen armer Hund mit dem Herrchen...
[...]


Auch nicht ganz richtig! Solange sich der Hund im Einflußbereich des Hundeführers befindet, ist das Anleinen nicht Pflicht, wenn man sich dort aufhält, wo das anleinen nicht vorgeschrieben ist. Natürlich setzt das voraus, daß andere (zB Geocacher mit Kindern) nicht gefährdet werden. Hier weichen die Gesetze der Bundesländer jedoch von einander ab. Natürlich gibt es noch weitere Vorschriften, die das Führen eines Hundes in der Stadt regeln. Außerdem ist der Einflußbereich des Hundeführers ein sehr dehnbarer Begriff! Manche Hundeführer haben keinen Einfluß selbst wenn der Hund ihnen auf den Füßen sitzt, während andere noch aus 500m Entfernung Kommandos geben können, die dann auch prompt und zuverlässig befolgt werden.

In Schleswig - Holstein steht in der Hundeverordnung folgendes:
§2 Absatz 2
Hunde sind an einer zur Vermeidung von Gefahren geeigneten Leine zu führen

1. in Fußgängerzonen, Haupteinkaufsbereichen und anderen innerörtlichen Bereichen, Straßen und Plätzen mit vergleichbarem Publikumsverkehr,

2. bei öffentlichen Versammlungen, Aufzügen, Volksfesten und sonstigen Veranstaltungen mit Menschenansammlungen,

3. in der Allgemeinheit zugänglichen umfriedeten oder anderweitig begrenzten Park-, Garten- und Grünanlagen mit Ausnahme besonders ausgewiesener Hundeauslaufgebiete,

4. bei Mehrfamilienhäusern auf Zuwegen, in Treppenhäusern, in Aufzügen, in Fluren und in sonstigen von der Hausgemeinschaft gemeinsam genutzten Räumen,

5. in öffentlichen Gebäuden und öffentlichen Verkehrsmitteln,

6. in Sportanlagen und auf Zelt- und Campingplätzen,

7. auf Friedhöfen,

8. auf Märkten und Messen.

Quelle




Mal ganz von der Gesetzeslage abgesehen; was wäre es für ein Leben für den Hund, wenn der IMMER an der Leine laufen müßte?!! Auch ziemlich sinnfrei und vor allen Dingen im krassen Widerspruch zu den von Ilsebilse geposteten Zitaten (vielen Dank dafür! Ich bin auch davon ausgegangen, daß ein Tier in der BRD eine Sache ist, wie oben, über meinem EDIT zu lesen ist).
Netter Gruß

arbalo
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Beitrag von arbalo » Di 6. Nov 2007, 14:49

wunderbar haben wir wieder den zustand erreicht, das die deutsche-foren-halbjuristenschaft ihre inkomp........äh ihr achtelwissen zu markte trägt..........
smilodon überlebender.

GeoFaex
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Beitrag von GeoFaex » Di 6. Nov 2007, 15:12

Da die Mittagspause zu kurz ist für alle Postings hab ich mal Seite 2-6 übersprungen....

Frag mich nur wer sich - ausser dem Jäger - mit Gewehr auf nem Hochsitz befindet und dann auch noch meint das Wild gegen nen Hund verteidigen zu müssen....? Und das "beim nächsten Mal knalle ich ihn richtig ab" heisst ja schon das er da wohl öfter sitzt....auf jeden Fall würd ich den/die Jäger mal anzeigen, denn so jemand sollte keine Waffe tragen dürfen! Vor allem weil er ja so wie ich das verstanden habe auch in Richtung Herrchen geschossen hat dürfte es auch im Interesse des Staatsanwalts liegen. Nen Hund anzuschiessen dürfte ja leider nur eine Sachbeschädigung sein - hab mal nen Bericht über einen Versicherungsvertreter gesehn der für ne getötete Katze nur die hälfte des Wiederbeschaffungswertes angesetzt hat, weil das Tier schon 4 Jahre alt und damit zur hälfte "verbraucht" war....kein Scherz!

Bin zwar auch gegen Selbstjustiz, aber wenn das meinem Hund passieren würde müsste mich wohl jemand zurückhalten nicht auch mal auf die Pirsch zu gehn....

Gruß,
GeoFaex

TantchensOnkelchen
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Beitrag von TantchensOnkelchen » Di 6. Nov 2007, 15:26

Mal eine Frage:

War das eigentlich der Hund des Threadstarters, oder hat der Threadstarter die Sache auch nur aus der Presse ?

Nur, um ein wenig den Wahrheitsgehalt und die Darstellungsform einschätzen zu können.

Viele Grüße
Onkelchen
Zwei Starrachsen, vier Blattfedern und die Himmelsrichtung auf dem GPS ...

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