Bahnanlagen - Tabuthema?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

Livingdream
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Beitrag von Livingdream » Sa 10. Nov 2007, 13:11

feinsinnige hat geschrieben:Zum eigentlichen Thema zurück:
Wie schon geschrieben, sind mir mehrere neu reviewte Caches aufgefallen, die näher als die geforderten 45m an den Gleisen liegen. Wie sind Eure aktuellen Erfahrungen?

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Besonders bei Straßenbahngleisen gibt es sehr viele :D

Mal Spass beiseite: Im Unterschied zu den USA sind die Städte in Deutschland durchzogen von Bahngleisen. In DL macht die 45m Regel eben keinen Sinn.

Die USA tickt in vielen Belangen anders als die restliche Welt. Daher ist es unangebracht US Amerikanische Regelungen überzustülpen und wortgetreu anzuwenden.

Das ist der Kern der Diskussion. Und so lange diese unsinnige Regelung nicht ad akta gelegt wird, ist es meines Erachtens müßig, sich ellenlang über Erfahrungen mit Caches in Gleisnähe auszutauschen. Nach dem Motto: gut dass wir mal darüber geredet haben.
Zuletzt geändert von Livingdream am Sa 10. Nov 2007, 13:37, insgesamt 9-mal geändert.
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radioscout
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Beitrag von radioscout » Sa 10. Nov 2007, 13:25

Es kommt auffallend oft vor, daß "Moderator, mach mal zu" gerufen, wird wenn sich ein Fred inhaltlich so entwickelt, wie es dem, der die Schließung fordert, nicht gefällt. :lol:
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Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

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Beitrag von morsix » Sa 10. Nov 2007, 13:37

Ich mach hier nichts zu :) Die Diskussion ist imho einigermassen sachlich, auch wenn sie sich im Kreise dreht :)

Da sehe ich keinerlei Handlungsbedarf.

Grüße
Rudi
Die Kinder des Kometen küssen die blaue Perle
Palm? Geotools!
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jmsanta
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Beitrag von jmsanta » Sa 10. Nov 2007, 19:06

morsix hat geschrieben:Ich mach hier nichts zu :) Die Diskussion ist imho einigermassen sachlich, auch wenn sie sich im Kreise dreht :)

Da sehe ich keinerlei Handlungsbedarf.

dito!
Kurz zur Klarstellung: den einen Fred habe ich abgetrennt und dicht gemacht, weil ich der Meinung war der andere war noch aktiv. Dann kam dieser Fred hier und da gab's dann wohl kaum einen Anlass den einen wieder aufzumachen, denn zwei Freds zu dem Thema im Geotalk sind nun mal vollkommen überflüssig.
Fröhliches Kaugummikauen wünscht euch

Euer Weihnachtsmann
Mt 5,3-11 (Lut. '84)

DocW
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Beitrag von DocW » So 11. Nov 2007, 13:25

Livingdream hat geschrieben:
feinsinnige hat geschrieben:Zum eigentlichen Thema zurück:
Wie schon geschrieben, sind mir mehrere neu reviewte Caches aufgefallen, die näher als die geforderten 45m an den Gleisen liegen. Wie sind Eure aktuellen Erfahrungen?

f


Besonders bei Straßenbahngleisen gibt es sehr viele :D

Mal Spass beiseite: Im Unterschied zu den USA sind die Städte in Deutschland durchzogen von Bahngleisen.

Woher weisst Du das????
Ich würde mal annehmen, dass in USA mehr Städte von Bahnlinien durchzogen sind als in Deutschland. Für den Frachtverkehr spielt die Bahn eine grosse Rolle. Da der Panamakanal zu klein ist, entladen die an der Pazifikküste die grossen Containerfrachter auf Züge und karren alles an die Ostküste, um es dort wieder auf Schiffe zu verladen. Das sind einige hundert Züge pro Schiff, auch wenn die 130 Waggons haben.
Google-map dir mal z.B. Städte wie Anderson, IN, Kokomo, IN, Wellington, OH, Altoona, PA, oder Flagstaff, AZ. Die Bahnlinien, die du dort siehts, sind in Betrieb!! Teilweise verlaufen die über normale Strassen wie Strassenbahnen. Was glaubst du, wie man sich erschreckt, wenn da plötzlich so eine Riesendiesel Engine neben/hintereinem auftaucht!
Tückisch sind auch viele Überlandbahnlinien, auf denen teilweise nur einmal die Woche ein Zug fährt. So habe ich eine Bahnlinie gesehen, die wie aufgegeben aussah, aber einmal in der Woche kommt ein Kohlezug zur Versorgung eines Kraftwerkes...
Achja, die sogenannte 45m Regel wird dort anscheinend auch nach Vernunft-Parametern angewendet, Caches auf Friedhöfen, Fuss- oder Radwegen direkt neben Bahnlinien sind nichts ungewöhnliches.
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Livingdream
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Beitrag von Livingdream » So 11. Nov 2007, 13:52

DocW hat geschrieben:Ich würde mal annehmen, dass in USA mehr Städte von Bahnliniendurchzogen sind als in Deutschland

Der Vergleich hinkt fürchterlich. Allenfalls könntest du die USA mit Gesamteuropa vergleichen.Die Länge der Bahnstecken summieren sich in USA zwar auf ca 230.000 Kilometer aber diese sind ungleichmäßig verteilt auf eine sehr viel größere Fläche.

In DL gibt es noch etwa 38.000km aktiv befahrene Strecken, viele davon zwei und mehrgleisig und diese sind auf einer im Vergleich zu den USA sehr kleinen Fläche verteilt. Die Dichte der Bahnen ist hier bei uns allein durch den Personennahverkehr und die S-Bahnen in den gerade in den Städten und Ortschaften sehr hoch und auch sehr viel dichter befahren als in den USA.

Für den Frachtverkehr spielt die Bahn eine grosse Rolle. Da der Panamakanal zu klein ist, entladen die an der Pazifikküste die grossen Containerfrachter auf Züge und karren alles an die Ostküste, um es dort wieder auf Schiffe zu verladen

Richtig, für den transkontinentalen Frachtverkehr!
In USA findest du in der Summe sehr lange Strecken, meist eingleisig und für den Güterverkehr mit langsamen Lang-Zügen. Aber in vielen Großstädten aber gibt es überhaupt keine aktiven Bahnstrecken mehr, von kleinen und mittleren Städten ganz zu schweigen. Daher kann man USA und Westeuropa auch von daher nicht vergleichen.

Woher weisst Du das????

Weil ich lange genug dort auf dem Sektor gearbeitet habe.

Bemerkung am Rande: 1930 gab es in USA noch 690.000 km Eisenbahnstrecke, heute sind es nur noch 228.000 km!!!
Zuletzt geändert von Livingdream am So 11. Nov 2007, 14:58, insgesamt 31-mal geändert.
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Re: Bahnanlagen - Tabuthema?

Beitrag von Inder » So 11. Nov 2007, 14:01

feinsinnige hat geschrieben:Der Unterschied besteht darin, dass man sich beim Überqueren einer Bahnlinie idR nur selbst gefährdet, auf Autobahnen mit Selbststeuereinheiten dagegen Kettenreaktionen, die weitere Personen gefährden, möglich und sogar wahrscheinlich sind.)


Wenn Du mal mit einem Lokführer gesprochen hättest, nachdem dieser miterleben musste, wie sich jemand vor den Zug gestürzt hat, würdest Du in dem Punkt Deine Meinung nochmal überdenken. Viele der betroffenen Lokführer werden immer wieder von Alpträumen gequält und leiden unter den Erinnerungen. Vereinzelt sind sogar Berufsunfähigkeiten aus dem Trauma entstanden. Natürlich gibt es keine Massenkarambolage mit 35 Schwerverletzten dadurch. Aber Lokführer sind (trotz GdL-Streik) auch Menschen.

Ansonsten bin ich auch der Meinung, dass die 45m-Regel ein Quatsch ist. Sehr häufig sind Feld- und Wanderwege unmittelbar neben dem Gleisverlauf. Ein wenig Einsatz des eigenen Gehirns sollte beim Cachen möglich sein. Ich habe auch schon einen Cache gehoben, der keine 2m neben einem aktiven Bahngleis gelegen ist. In einer Langsamfahrzone mit weitläufigem Einblick in den Gleisverlauf sicher nicht gefährlicher als ein Leitplankencache an einer vielbefahrenen Straße. Dieser Cache ist leider später der Gleisbettsanierung zum Opfer gefallen.
Da aber auch hier die Gefahr groß ist, dass ein paar besonders coole Verstecker ihre Dose im Gefahrenbereich der Stromleitungen etc. verstecken könnten, verdienen diese Caches sicher die erhöhte Aufmerksamkeit der Reviewer. Das sollte aber kein generelles Verbot begründen.
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Beitrag von feinsinnige » So 11. Nov 2007, 15:34

DocW hat geschrieben:Achja, die sogenannte 45m Regel wird dort anscheinend auch nach Vernunft-Parametern angewendet, Caches auf Friedhöfen, Fuss- oder Radwegen direkt neben Bahnlinien sind nichts ungewöhnliches.


Das ist bemerkenswert! Hat es den US-Reviewern nun an Sprachverständnis gefehlt, sodass sie die (angeblich) so zwingende 45m-Regel nicht richtig erfasst haben, oder ist die Regel eben keine Regel sondern eine aus den US-Verhältnissen abgeleitete Empfehlung?

Ich frage mich immer noch, warum manche Reviewer vor geraumer Zeit vom jahrelang angewandten Vernunft-Parameter auf stur umgeswitcht haben, was die ganzen Unmutsäußerungen und Diskussionen hier erst ausgelöst hat.

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Re: Bahnanlagen - Tabuthema?

Beitrag von feinsinnige » So 11. Nov 2007, 15:56

Inder hat geschrieben:Wenn Du mal mit einem Lokführer gesprochen hättest, nachdem dieser miterleben musste, wie sich jemand vor den Zug gestürzt hat, würdest Du in dem Punkt Deine Meinung nochmal überdenken. Viele der betroffenen Lokführer werden immer wieder von Alpträumen gequält und leiden unter den Erinnerungen. Vereinzelt sind sogar Berufsunfähigkeiten aus dem Trauma entstanden.
Habe ich schon und es muß mir niemand erklären, was es für den Tf bedeutet, den Bremshebel bis zu letzten Raste durchzuziehen und trotzdem nichts mehr machen zu können. Statistisch trifft es jeden Tf mindestens ein Mal und das ist natürlich eins zu viel.

Inder hat geschrieben:Natürlich gibt es keine Massenkarambolage mit 35 Schwerverletzten dadurch.
Nur das wollte ich dabei herausstellen. Es ging um die von RS vertretene Meinung, dass das Gefahrenpotential an Autobahnen wesentlich geringer sei. Die mögliche Traumatisierung des Tf wollte ich keinesfalls bestreiten. Das Problem haben Berufskraftfahrer übrigens auch.

Inder hat geschrieben:Aber Lokführer sind (trotz GdL-Streik) auch Menschen.
[OT]Ohne Zweifel und sie haben meine volle Sympathie für den Streik. Es ist langsam eine Witznummer, wenn die DB-Vorstände nach jeder Streikrunde vor die Presse treten und doch nur alte Angebote in neuen Schläuchen anbieten. Die kämpfen längst um das eigene Überleben. Wie hieß doch gleich die Erfinderin des ach so kongenialen Tarifsystems?[OT]

Inder hat geschrieben:Ansonsten bin ich auch der Meinung, dass die 45m-Regel ein Quatsch ist. Sehr häufig sind Feld- und Wanderwege unmittelbar neben dem Gleisverlauf. Ein wenig Einsatz des eigenen Gehirns sollte beim Cachen möglich sein. Ich habe auch schon einen Cache gehoben, der keine 2m neben einem aktiven Bahngleis gelegen ist. In einer Langsamfahrzone mit weitläufigem Einblick in den Gleisverlauf sicher nicht gefährlicher als ein Leitplankencache an einer vielbefahrenen Straße. Dieser Cache ist leider später der Gleisbettsanierung zum Opfer gefallen.
Da aber auch hier die Gefahr groß ist, dass ein paar besonders coole Verstecker ihre Dose im Gefahrenbereich der Stromleitungen etc. verstecken könnten, verdienen diese Caches sicher die erhöhte Aufmerksamkeit der Reviewer. Das sollte aber kein generelles Verbot begründen.
Volle Zustimmung. Caches riskant verstecken kann man vielerorts, nicht nur in der Nähe von Bahnstrecken.

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Beitrag von feinsinnige » Mi 5. Dez 2007, 12:31

* schupps * :D

Gibt es hier etwas Neues oder bleibt es dabei, dass ein Teil der Reviewer auf diese absurden 45m besteht und ein anderer Teil der Reviewer nach Anschein oder Klärung mit Owner doch veröffentlicht?
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