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Tipp: Exakte Peilung mit Einstiegs-GPS (explorist100, etrex)

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

Die Baumanns
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Beitrag von Die Baumanns » Di 13. Nov 2007, 11:02

dancing_geocachers hat geschrieben:Ich habe den Beitrag doch nur in Geotalk reingeschrieben und nicht in Vermessungskunde. Mit einfacher Trigonometrie bin ich jetzt wohl am Ende :)
Wie war das noch mit dem Teufel, den man rief :twisted:

dancing_geocachers hat geschrieben: 0. UTM = Gitter-Nord, Geographische Koordinaten = Geographisch Nord?
Richtig, wobei Gitternord von den verschiedenen Projektionen abhängt.
Neben UTM (6°) gibt es noch Gauß-Krüger (3° im Westen und 6° im Osten)
dancing_geocachers hat geschrieben: 1. Bei der Umwandlung von geographischen Koordinaten in UTM Koordinaten tritt immer eine Meridiankonvergenz auf, die maximal -2°40' bis + 2°40' betragen kann?
Die Angebe steht für Nordrhein Westfalen, ansonsten siehe Tabellen auf der LVERMA Seite, eine Über sicht über die Kartenblätte gibt es hier NRW
Ich habe da beim Überfliegen maximal 2,63° entdeckt.
Das macht aber dann 45 m auf 1000 m Projektion aus.
dancing_geocachers hat geschrieben: 2. Würde also in einer Cache-Beschreibung stehen, dass man 40° bezogen auf Gitter-Nord peilen soll, würde das UTM-basierte Peilungsverfahren ohne Fehler funktionieren?
Das würde funktioneren, aber dafür müßten die geocacher Ihr Koordinatensystem umstellen :roll:
Das stellt manche schon wieder vor Problemen.
dancing_geocachers hat geschrieben: 3. Dass man sich bei einer Peilung auf magnetisch Nord bezieht kann doch eigentlich ausgeschlossen werden, oder? Der magnetische Nordpol ändert sich doch ständig, weswegen ständig Messungen dazu durchgeführt werden. Cache-Beschreibungen sollten doch Beständigkeit haben, deswegen ist doch eigentlich nur die Meridiankonvergenz eine Fehlerquelle bei dem von mir beschriebenen mathematischen Peilungsverfahren.
Optimal wäre es wenn alle geographisch (Magellan exakt, Garmin glaube ich wahr, andere wie auch immer einstellen), dann sollte das ganze eindeutig sein, aber damit ist Dir nicht geholfen.
Aber bei 3° und 9° (Mittelmeridian) ist die Meridiankonvergenz = 0, je weiter Du dich entfernst, desto größer größer wird die Meridiankonvergenz (bei 6° am größten mit ca. 2,6°)
dancing_geocachers hat geschrieben: Noch mal Danke, für den wirklich hilfreichen Link.
Gerne :)
Gruß Guido
Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten! (Dieter Nuhr)
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Beitrag von dancing_geocachers » Di 13. Nov 2007, 11:21

Optimal wäre es wenn alle geographisch (Magellan exakt, Garmin glaube ich wahr, andere wie auch immer einstellen), dann sollte das ganze eindeutig sein, aber damit ist Dir nicht geholfen.
Aber bei 3° und 9° (Mittelmeridian) ist die Meridiankonvergenz = 0, je weiter Du dich entfernst, desto größer größer wird die Meridiankonvergenz (bei 6° am größten mit ca. 2,6°)
Ich habe gerade mal in mein Explorist 100 reingeschaut. Dort ist per Standard als Nordreferenz "Magnetisch" eingestellt. Was mich nun irritiert: Auch bei UTM kann ich als Nordrefrenz Magnetisch einstellen. Ich dachte zunächst die Meridiankonvergerenz sei Koordinantensystem-spezifisch und bei UTM hätte man immer Gitter-Nord. Nimmt das Gerät in dem Fall eine eigene Korrektur der UTM-Koordinaten vor, so dass ich auch hier eine geographische Nordreferenz habe? Erhält das GPS die magnetische Nordreferenz von den Satelliten?

Die Baumanns
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Beitrag von Die Baumanns » Di 13. Nov 2007, 11:47

Die Nordreferenz ändert sich ja nicht sehr schnell, und für die Halbwertzeit eines GPS Empfängers wird vermutlich eine interne Tabelle, oder Formal reichen.
Mit der Wanderung des Nordpols habe ich mich bisher noch nicht auseinandergesetzt.
Aber was das Projezieren angeht, da habe ich einen schönen Cache von mir, der eigentlich recht einfach zu lösen ist.
Der sollte auch bei Dir in Deiner Reichweite liegen.

Vasco da Gama
Da könntest Du das mal ausprobieren.
Die echten Peilungen kannst Du ja herausbekommen und dann das ganze in UTM kleingrechnet lösen, würde mich mal interessieren wo Du rauskommst.

Gruß Guido
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LouGarou1981
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Re: Tipp: Exakte Peilung mit Einstiegs-GPS (explorist100, et

Beitrag von LouGarou1981 » Do 16. Sep 2010, 12:58

Ich verstehe nicht ganz wieso ihr das mit UTM macht.

Also ich hab auch nur ein Garmin eTrex H und nen wissenschaftlichen Taschenrechner (also mit cosinus und sinus - Funktion). Ich rechne einfach:

xxx= s * sin (a) * 0,00054 / cos [Nordkoordinate als Dezimalzahl]
yyy= s * cos (a) * 0,00054

Zum Beispiel:

N 49° 53.267 E 007° 54.369 als Startpunkt, von hier aus 117 m nach 213°

xxx= 117 * sin (213) * 0,00054 / cos [49+53,267/60] = - 0,0534
yyy= 117* cos (213) * 0,00054 = - 0,0529
Das Ziel ist also bei N 49° 53.214 E 007° 54.316

Das 0,00054 usw. ist halt irgendein Korrekturfaktor. Bisher war das bei mir eigentlich immer sehr präzise.
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KoenigDickBauch
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Re: Tipp: Exakte Peilung mit Einstiegs-GPS (explorist100, et

Beitrag von KoenigDickBauch » Mo 20. Sep 2010, 09:56

LouGarou1981 hat geschrieben:Ich verstehe nicht ganz wieso ihr das mit UTM macht.

...

Das 0,00054 usw. ist halt irgendein Korrekturfaktor. Bisher war das bei mir eigentlich immer sehr präzise.
Es gibt immer Näherungen, die für einen bestimmten Bereich funktionieren. Nur sollte man diesen Bereich kennen.

Code: Alles auswählen

    1m N 49° 53.2670 E 7° 54.3690 -> N 49° 53.2665 E 7° 54.3685
       N 49° 53.2670 E 7° 54.3690 -> N 49° 53.2665 E 7° 54.3685
       ->    0.01m

   10m N 49° 53.2670 E 7° 54.3690 -> N 49° 53.2625 E 7° 54.3645
       N 49° 53.2670 E 7° 54.3690 -> N 49° 53.2624 E 7° 54.3645
       ->    0.08m

  100m N 49° 53.2670 E 7° 54.3690 -> N 49° 53.2218 E 7° 54.3235
       N 49° 53.2670 E 7° 54.3690 -> N 49° 53.2214 E 7° 54.3237
       ->    0.79m

 1000m N 49° 53.2670 E 7° 54.3690 -> N 49° 52.8146 E 7° 53.9143
       N 49° 53.2670 E 7° 54.3690 -> N 49° 52.8105 E 7° 53.9161
       ->    7.82m

10000m N 49° 53.2670 E 7° 54.3690 -> N 49° 48.7414 E 7° 49.8287
       N 49° 53.2670 E 7° 54.3690 -> N 49° 48.7022 E 7° 49.8402
       ->   73.95m
Je nach Cacheversteck könnte man diese Formel vielleicht bis 1000m anwenden. ~8m Fehler kann man akzeptieren.

Wer selber spielen möchte:

Code: Alles auswählen

program Aproximation;

VAR
   Lat1, Lon1: real;
   Lat2, Lon2: real;
   Lat3, Lon3: real;
   d, w: real;
   xxx, yyy: real;
   i: integer;
begin
   Lat1 := 'N 49° 53.267';
   Lon1 := 'E 007° 54.369';
   d := 117;
   w := 213;

   for i := 0 to 4 do begin
      d := power(10, i);
      MakeProjection(Lat1, Lon1, d, w, Lat2, Lon2);

      Writeln(d: 5: 0, 'm ', Wgs84(Lat1, Lon1), ' -> ', Wgs84(Lat2, Lon2));

      xxx := d * sin(w / 180 * pi) * 0.00054 / cos(Lat1 / 180 * PI);
      yyy := d * cos(w / 180 * pi) * 0.00054;

      Lat3 := Lat1 + xxx / 60;
      Lon3 := Lon1 + yyy / 60;
      Writeln('       ', Wgs84(Lat1, Lon1), ' -> ', Wgs84(Lat3, Lon3));
      writeln('       -> ', Distance(lat2, lon2, lat3, lon3): 7: 2, 'm');
      writeln
   end;
end.
.
"Di fernunft siget!" (J.J.Hemmer 1790 Mannheim)
Bild

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