Lange Logs, kurze Logs?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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spuchtfink
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Beitrag von spuchtfink » Mo 19. Nov 2007, 22:46

Ich bekam heute ( nach einem emil-wechsel ) folgendes:

"bei unseren caches bestimmen wir die regeln,
aus dem guten grund und mit eben diesem recht: weil jeder dieser caches uns sehr viel arbeit machte.
verbieten können wir es natürlich keinem, sie zu suchen.
eben deswegen erwarten wir - ebenfalls zu recht - dass man diesem immensen aufwand wenn schon nicht mit begeisterung, so doch wenigstens mit anstand und respekt gegenüber steht, zum beispiel durch einen logeintrag, der wenigstens mehr als 3 worte hat..... "

no comment
Tammo ( spuchtfink )
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Beitrag von Mensa2 » Mo 19. Nov 2007, 23:07

dann schreib doch:

Im Rahmen eines Ausfluges in die wunderschöne Cacheregion XY haben wir bei Z Wetter auch diesen tollen Cache finden dürfen. Blablabla etc pp

da haben sie mehr als 3 Worte :wink:
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Fedora
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Beitrag von Fedora » Mo 19. Nov 2007, 23:22

Mir wär's zwar zu blöd solche Mails zu verschicken, aber ich finde sie gerechtfertigt (zumindest im Kern, ich weiß nichts von dem vorangegangenen Schriftverkehr).
Man ärgert sich einfach über Minimal-Logs. Es ist was anderes "wenig" zu schreiben, aber offensichtlich ging es hier um unter 3 Wörter und dem Text nach zu urteilen haben die Schreiber auch keinen Zwischendurch-am-Straßenrand-Tradi-Mikro gelegt.
Zuletzt geändert von Fedora am Mo 19. Nov 2007, 23:22, insgesamt 1-mal geändert.
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radioscout
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Beitrag von radioscout » Mo 19. Nov 2007, 23:22

Das ist ja eine Logbedingung. Ist der Cache als "?" gelistet?

Wir haben den Cache mit viel Mühe und Aufwand versteckt. Waren wir gut?! Nun schreibt auch alle, wie gut wir waren. Kritik ist unerwünscht denn wir haben uns viel Arbeit gemacht.

Solche Leute sollten eine Vorlage oder Anleitung mitliefern, damit jeder weiß, wie das Log auszusehen hat.
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Beitrag von Fedora » Mo 19. Nov 2007, 23:23

radioscout hat geschrieben:Kritik ist unerwünscht denn wir haben uns viel Arbeit gemacht.

Das steht da nicht und ist sicher nicht so gemeint.
Konstruktive Kritik enthält aber ebenfalls mehr als drei Wörter.
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Beitrag von radioscout » Mo 19. Nov 2007, 23:29

Fedora hat geschrieben:Man ärgert sich einfach über Minimal-Logs. Es ist was anderes "wenig" zu schreiben, aber offensichtlich ging es hier um unter 3 Wörter und dem Text nach zu urteilen haben die Schreiber auch keinen Zwischendurch-am-Straßenrand-Tradi-Mikro gelegt.

Evtl. drückt das Minimal-Log auch hier aus, wie gut dem Cacher der Cache wirklich gefallen hat?
Daß der Owner sich Mühe gegeben und viel Aufwand getrieben hat bedeutet nicht, daß der Cache gut ist und nicht, daß er jedem gefällt.
Warum sollte man z.B. einen Cache loben, bei dem man 10 oder 20 km auf nicht besonders interessanten Wegen herumläuft, am "besten" noch durch die Stadt, dabei Schilder abliest, Zaunpfähle zählt, Micro-Stages unter "Muggel-Aufsicht" aus versüfften Verstecken holt und komplizierte Berechnungen ausführt? Egal, wie hoch der Aufwand für den Owner war: sowas hat ein ehrliches Log verdient.
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Beitrag von gartentaucher » Mo 19. Nov 2007, 23:35

Mühe alleine sagt nichts über die Qualität eines Caches aus. Ich kenne einen, der hat sehr viel Mühe gemacht. Ich war fast-Erstfinder und habe heftig geflucht. Zum 2. Anlauf habe ich mein Rudel mitgenommen, weil ich am Finale (als T1 eingestellt) gescheitert war. Da habe ich das längste Log meines Lebens geschrieben. Der Verstecker redet zwar noch mit mir, danach hat es aber niemand anderes mehr probiert. Der Cache ist nämlich einfach mit zu viel Mühe gemacht, das will dann keiner mehr können.

Da kenne ich auch kleine Hin-und-Weg-Caches, bei denen man nur "schnell gefunden" schreiben kann, die aber viel mehr Spaß machen.
LG Friederike - gartentaucher

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Beitrag von radioscout » Mo 19. Nov 2007, 23:41

Mal ein ganz anderer Aspekt:
Je mehr Zeit man mit sinnlosem Herumlaufen und Schilder ablesen verschwendet, desto weniger Zeit bleibt fürs Loggen.
Je weniger Zeit man für den Cache benötigt, desto mehr Zeit bleibt für ein ausführliches Log.
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Beitrag von warrel » Mo 19. Nov 2007, 23:52

Ich orientier mich am Motto "wie man in den Wald ruft"... Ein gut gemachter Cache, wo man merkt, dass der Owner Herzblut reingesteckt hat (und nicht nur Kraft beim Dosenweitwurf) verdient entprechend mehr Logtext.
Logtext gibt's von mir nur im I-Net, nicht im Buch.
Ich denke, dass die Folge von Logs auch den späteren Cachern signalisieren kann, wie "lohnend" der Besuch ist.
Andererseits gibt es auch bei den Cachern Plaudertaschen und Introvertierte. Da sollte nicht der Stab über den einen oder anderen gebrochen werden.

"Immer die Kirche flach halten.. und den Ball im Dorf" :lol:

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Beitrag von gartentaucher » Mo 19. Nov 2007, 23:55

Dann gibt es auch noch die 350-Anschläge-10-Finger-Blindschreiber und die mit-1-Finger-in-1-Minute-1-Buchstaben-Finder. Da kenne ich Leute, für die ist ein 3-Zeilen-Log mit 5 Min. Tastaturquälen verbunden, da zählt das schon zu Plauderei. :twisted:
LG Friederike - gartentaucher

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