Versteckerfrust, oder wieviel Aufwand betreibt Ihr?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

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Versteckerfrust, oder wieviel Aufwand betreibt Ihr?

Beitrag von Rechercheuse » So 27. Mär 2005, 17:27

Sorry, das wird jetzt lang, aber ich muß mal Frust abladen :o

Ich kenne einige Supercaches, bei denen die Verstecker sich sichtlich Mühe gegeben haben und natürlich auch einige Gegenbeispiele...

Meine ersten eigenen Caches, gefallen mir persönlich überhaupt nicht mehr, weil meine Ansprüche seither ziemlich gestiegen sind. Deshalb habe ich lange keinen Cache mehr gelegt, sondern versuche über trade ups, oder auffüllen von leeren caches etc. meinen Teil zur community beizutragen.

In den Foren tummeln sich hier ja einige Kreative mit der Lizenz zum Löten, die auch noch tolle Locations kennen und selbst die Beschreibungen noch mit viel Phantasie ausarbeiten. Neidvoll, muß ich mir eingestehen, irgendwie gehöre ich nicht zu denen. :oops:

Jetzt habe ich also seit Monaten rumgehirnt, wie ich es hinbekomme, einen interessanten Cache zu legen, bei dem man keine Zaunpfähle zählen muß, um sich dann bei stage XY zu verrechnen.
Schon allein beim Auskundschaften der Locations habe ich etliche Tage investiert und viele Locations wieder verworfen. Dasselbe gilt für die Aufgaben.

Mein neuer Cache, eine schwere Geburt, ist nun endlich gelegt! :roll:
Wirklich zufrieden damit bin ich aber nicht, weil so ziemlich alles schief ging:

Die meisten erkundschafteten Orte, waren mir zu langweilig. Der Ort, den ich interessant fand (und letztlich auch genommen habe) bietet aber nur begrenzt Versteckmöglichkeiten. Die ursprünglich geplanten Stages, scheiterten an der technischen Umsetzung. Für die Ersatzideen, mußte ich dann andere Behälter besorgen....usw, usw... es nahm einfach kein Ende. Beim Vorbereiten der letzen Dinge (Aufkleber, Cachnotes etc.) verließ mich dann auch noch diverses Equipment....Eigentlich hätte ich spätestens dann aufgeben sollen und mir denken, es hat nicht sollen sein.
Ich habe ihn jetzt zum Trotz gerade erst recht gelegt. Bin aber alles andere als zufrieden. Der Cache ist nicht wirklich scheisse, aber halt auch nur ok. Der Aufwand steht also (meines Erachtens nach) in keinem Verhältnis zum Ergebnis...

Nun, ob er gefällt oder nicht, werden wohl andere entscheiden. Wie lange er hält, werden auch andere durch ihr Verhalten an Stationen mit hoher Muggeldichte auch beeinflussen...
Aber ich schiebe trotzdem Frust. :cry:
In der Zeit hätte ich, was weiss ich wie viele tolle Caches entdecken können und per trade up, maintenance oder wie auch immer etwas an die Community zurückgeben können.
Geht Euch das manchmal auch so? Wie lange habt Ihr Eueren aufwändigsten Cache vorbereitet? Wieviel investiert Ihr in Caches (Zeit, Geld, Nerven...)? Wann gebt Ihr's auf? Wie zufrieden seid Ihr mit Euerem Ergebnis? Habt Ihr erst die Idee, dann die Location, oder umgekehrt?Jetzt macht mir bitte keine Vorwürfe, nach dem Motto "selber schuld" :wink: , erzählt mir lieber, wie das bei Euch so läuft! :P

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Beitrag von radioscout » So 27. Mär 2005, 17:35

Wenn Du ein paar gute Locations gefunden hast, die aber weiter auseinanderliegen spricht nichts dagegen, unabhängige Caches zu legen.
Und wenn Du verschiedene Ideen hast, kannst Du auch jede einzeln an einem Cache umsetzen anstatt einer Stage eines Multis.
Um, wenn gewünscht, dem ganzen zumindest teilweise den Charakter eines Multis zu geben, kannst Du einen Bonuscache hinzufügen.

Wie wär's mit folgender Aussage: Ein Cache ist dann fertig, wenn man nichts mehr weglassen kann und nicht, wenn man nichts mehr hinzufügen kann.

Oder: Ein interessantes Objekt (an dem man ohnehin vorbeikommt) wird nicht schöner, wenn man daran irgendwas zählt.
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Beitrag von PHerison » So 27. Mär 2005, 17:59

Eine schoene Location wird durch einen Cache natuerlich noch schoener :D.
Wenn das aber dann in ein krampfhaftes Suchen nach einem sicheren Versteck ausartet, oder das auffinden eines realen Cache- / Stagebehaelters spaeter durch entsprechende Muggeldichte fast unmoeglich ist, wuerde ich darauf verzichten. Dafuer lieber einen Hinweis einbauen, wo man die Buechse etwas weiter abseits der Location finden kann (offset), oder die Stage mit "zaehle $OBJEKTE / lies $SCHILD" als eine Stage in einen groesseren Multi einbauen.
Nichts ist frustrierender (als Owner) als staendig die Buechse zu ersetzen weil sie gemuggelt wurde, oder (als Cacher) die Buechse nicht heben zu koenne weil allenaslang einer kuckt.

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Beitrag von radioscout » So 27. Mär 2005, 18:31

Ob es wirklich nötig ist, irgendwas zählen zu lassen, wenn die Location sehenswert ist? Wenn ein paar 10-100 m von der Dose entfernt etwas wirklich sehenswertes zu finden ist, wird sich das wohl kaum einer entgehen lassen.
Weniger ist manchmal (meistens) mehr.
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Beitrag von shia » So 27. Mär 2005, 18:59

Ich hatte letztes Jahr eine Gegend entdeckt, wo sich ein Cache wirklich gelohnt hätte, hab die Feinplanung aber jahreszeitlich bedingt verschoben.
(Als Radfahrere mag ich nicht bei jedem Sauwetter unterwegs sein, und Tagcaches lassen sich bei Dunkelheit nach dem Büro auch schlecht planen).

Und nun gibt es in besagter Gegend einen ganze netten Tradi und einen tollen Multi. Der Multi hat mir so gut gefallen, dass ich nun erstmal abgeschreckt bin, selber in die Gegend noch einen dritten zu legen, der da vielleicht nicht 'rankommt.
Mir gefällt an diesem Multi besonders, dass er ohne große Zählerei und Rechnerei auskommt. Alles funzt mit Landmarken, wie markanten Bäume, usw., Richtungs- und Entfernungsangaben, also schnell einzutippenden Wegpunktprojektionen. So kann man auch von zu Hause aus nur die ersten ein, zwei Stages ausrechnen, danach kann man nur vor Ort weitermachen.
Einfachste Mittel - voller Erfolg :D

Nur: soll ich mich nun freuen, dass ich nicht die Arbeit habe, aber zwei neue Caches, oder soll mich doch noch daran machen, in der Gegend einen dritten zu legen, der dann halt nur noch einer unter vielen ist?

Ich denke, es ist zwar gut, sich seine Ziele hoch zu stecken, aber man wird gerade bei diesem Hobby eh oft nicht seine Caches so legen können, wie und wo man gerne möchte.
Und sei es, dass man den Cache seines Lebens in der regelmäßig bevorzugten Urlaubsregion legt und ihn dann nicht approved bekommt...
Gruß,
shia

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Beitrag von Rechercheuse » So 27. Mär 2005, 19:04

@radioscout
Ich gebe ja zu, daß ich oben viele Worte gebraucht habe, um diese Frage zu stellen. :oops:
Aber ich wollte einfach mal hören, wieviel Aufwand andere für ihre caches betreiben und in welchem Verhältnis zum Ergebnis.

Ich wollte nicht die alte Multi versus Trad Diskussion lostreten oder was einen cache gut macht oder nicht, die gab es ja schon zu genüge.. . Denn beides ist sehr subjektiv. :roll:
Ich brauche in diesem Fall auch keine Ratschläge, wie ich einen Cache legen soll, damit er einem bestimmten Cacher gefällt (no offence!), es geht hier um Vorbereitung, wer wie wo wielange....?
Gruß
Rechercheuse :lol:

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Beitrag von radioscout » So 27. Mär 2005, 19:11

Um Deine Frage nach der Vorbereitungszeit konkret zu beantworten:
Bisher habe ich meine Caches immer sehr spontan versteckt. Schöne Location gesehen (oder schon eine gekannt und spontan entschieden, einen Cache zu verstecken), hingefahren und Dose versteckt.
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Beitrag von Lakritz » So 27. Mär 2005, 19:25

Hm. Ich habe ja bisher nur 6 eigene Caches, die mit Meisterwerken nicht viel gemeinsam haben. (Aber das ist ja auch nicht Voraussetzung, oder? ;) )

Für meinen ersten Cache habe ich schon recht viel Aufwand betrieben. Ich kannte eine tolle Location, und musste erst stundenlang suchen, bis ich sie wiedergefunden habe. Dann habe ich noch zweimal lange das Gelände begutachtet, um das passende Versteck zu finden und mir darüber klar zu werden, dass ich lieber keinen ewig langen Rundweg baue, sondern nur eine Zwischenstation einflechte, von der aus man direkt (oder auch gerne auf Umwegen) zum Cache gelangen kann. Beim 4. Besuch hatte ich dann die Dose dabei und den Cache gelegt.

Bei den anderen Caches war ich vorher besser vorbereitet, weil ich vorher genau wusste, was ich wollte, und das Gelände gut kannte. Vier habe ich praktisch "im Vorbeigehen" gelegt (wenn man Webcam und Earthcache mitzählt) und zuhause den Rest ausgearbeitet. Und bei einem bin ich zweimal die Tour gelaufen, weil ich ein besseres Versteck suchen und die Koords nochmal überprüfen wollte.

Zusammengefasst: Mit den Ideen gehe ich immer relativ lange schwanger, aber beim Verstecken bin ich dann recht schnell und entscheide spontan, was geht und was nicht.

Vielleicht habe ich nicht besonders hohe Ansprüche an Caches, aber bisher war ich mit den Ergebnissen doch relativ zufrieden.
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Beitrag von nontoxicprinting » So 27. Mär 2005, 19:44

Bei meiner Hügelgräber-Serie hatte ich die Idee eben drei Caches zum selben Thema zu machen — eben Hügelgräber.
Faszinierende Orte voller, na sagen wir mal assoziativer Kraft ... oder so.

Die Suche nach Locations hat mich an unzählige Gräber gebracht, die zum Großteil nicht in Frage kamen.
Interessant waren die Ausflüge trotzdem. Es hat aber Wochen gedauert.

Beim zweiten der Drei habe ich unheimlich gehirnt, bis ich eine vernüftige hübsch schwere aber doch lösbare Kopfaufgabe raus hatte,
der erste ging fast spontan.

Nur der dritte wollte und wollte nicht kommen, da bin ich einfach hin und habe so ne Art Letterboxing draus gemacht. Null Instalationen, absolut Abrißbirnensicher und als Belohnung schön einfach...

Ich versuche bisher, möglichst geringe Installationen zu machen, da ich nicht wirklich Lust habe, regelmäßig irgendwas zu richten.
Lötereien kann ich nicht, und für GANZ kreative Stages habe ich einfach zu wenig gute Ideen, deswegen lege ich besonders viel Wert auf schöne Orte, denn irgendwas sollte schon dransein am Cache :-)

Geld? Pro Cache ca. 15 Euronen mit Dose und Inhalt etc.

nontox

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Beitrag von Lairsdragon » So 27. Mär 2005, 20:07

Hi!

Mit meinem ersten Cache bin ich recht lange Schwanger gegangen. Nachdem dann der Vorgänger an der Location nach längerem Leiden erlöst wurde, hab ich mich kurz entschlossen für 2 Std. auf den Weg gemacht und die Dose versteckt. Zusammen mit diversen Foto´s u.A. auch von der Schautafel und Google dann die Cachebeschreibung in 3-4 Stunden geschrieben und online gestellt.

Der zweite war mehr von der Sorte "die Dose muss weg". Kleiner Spaziergang um die 4 Ecken und dann eine passenden Platz gefunden wo die Dose unterschlupfen kann. Insgesamt vielleicht 2 Std Aufwand.

Mit meinem derzeitigen Projekt geht es mir ähnlich wie Rechercheuse: Es soll ein Cache zum Geburtstag meines Sohnes werden, aber alle Anforderungen unter einen Hut zu bekommen ist wirklich schwierig

Da ist
  • der eigene Anspruch
  • die Location
  • die Aufgaben die für 11-12 Jährige geeignet und interessant sein müssen
  • etc


Bisher bin ich da seit 4 Wochen bei und hab rd. 30 Std mit gefühlt mässigen Erfolg ´reingesteck, Eine Woche hab ich noch dann hat der Sohnemann Geburtstag :shock: :? :oops:

Ich denke es wird bis dahin wohl "Mut zur Lücke" werden aber bevor ich Ihn als GC Cache online stellen kann werde ich wohl noch mal dran feilen müßen :(

PS: Möchte Jemand nächstes WE betatesten? :oops:
cheerio Steve
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