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Club der Microcacheverächter

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

Bidone
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Beitrag von Bidone » Mo 28. Jan 2008, 07:10

Ich denke man sollte mit gutem Beispiel vorrangehen und selbst Regulars verstecken.
Es ist natürlich auch eine preisliche Frage, Munikiste + Inhalt ca.15€.
Eine (gute) Tupperdose kostet auch ein paar Euro. Das schreckt viele Cacher ab. Eine Filmdose gibts kostenlos und daher ist die schneller versteckt.
Ich versuche weitestgehend immer eine gute Munikiste oder wenigstens einen Small zu verstecken, außer wenn die die Kiste wegkommt gibt es einen Micro als Ersatz.
Aber ich freue mich mehr über einen neuen Micro (an interessanter Stelle) als über Cacher, die rumnörgeln und selbst nach hunderten finds keinen selbst versteckten Cache vorzuweisen haben, das ist für mich parasitär. (Anwesende ausgeschlossen)
Aber egal, muß jeder selbst wissen ob er einen schnellen Micro abwirft oder was richtiges versteckt.

Gruß Bidone

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gartentaucher
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Beitrag von gartentaucher » Mo 28. Jan 2008, 10:40

Z. Zt. bin ich gerade am Basteln meines ersten großen Multis, bei dem es außer dem Finale keinerlei Dosen gibt. Jetzt weiß ich, warum andere Leute nur eine Filmdose hinter das nächste Verkehrsschild kleben.
- Ich musste in diverse Läden, um mein spezielles Zubehör zu erstehen. -> kostet Zeit und Geld
- Ich musste überlegen, wie ich die verschiedenen Stationen verschieden erstelle. -> kostet Zeit, Gehirn nutzt sich ab
- Jetzt war ich schon 3x dort und bin immer noch nicht fertig. -> kostet Zeit und Benzin
- Bin am Drucken, Laminieren, Kleben, Heften ... -> noch mehr Zeit

Aber da ich momentan viel mehr Lust zum Verstecken als zum Suchen habe, ist das schon in Ordnung. Schließlich wird der dann auch schööööön. :D

Gegen Mikros habe ich nicht automatisch was. Es kommt mir mehr auf den Ort an. Leider bieten die sich ja an, um sie an jede dämliche Bushaltestelle zu legen. Wenn ich an einem Tag 20 davon abgeklappert habe, war ich zwar ausgiebig unterwegs, aber es kann schon mal passieren, dass ich die Logs verwechsele. Da sind die Cacheleger aber selbst dran schuld.
LG Friederike - gartentaucher

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Carnosaurus
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Beitrag von Carnosaurus » Mo 28. Jan 2008, 13:08

Bidone hat geschrieben:Ich denke man sollte mit gutem Beispiel vorrangehen und selbst Regulars verstecken.
Es ist natürlich auch eine preisliche Frage, Munikiste + Inhalt ca.15€.
Eine (gute) Tupperdose kostet auch ein paar Euro. Das schreckt viele Cacher ab. Eine Filmdose gibts kostenlos und daher ist die schneller versteckt.
Naja, das kann ich so nicht ganz gelten lassen:

Ich selber habe bei einem lokalen Billigmarkt ein Set von Lock&Lock-Boxen (1 Regular und 6 Small) für 15,- Euro erstanden (Munitionskisten gab es zwar im Armyshop in Dortmund, aber leider ohne Dichtung). Logbuch und Bleistift/Kuli fallen nicht ins Gewicht, und nette Tauschgegenstände (fernab von dem "normalen" Ü-Ei-Müll) hat man oft im Haus, sei es CDs, die man nicht mehr hört, oder Computerspiele, die man durchgespielt hat oder etwas höherwertige Werbegeschenke wie Taschenrechner, usw.

Eine andere kostenlose Möglichkeit für einen Small-Behälter: ein sauberes, gespültes Erdnussbutter"glas" (aus Plastik).

Desweiteren finde ich das Kostenargument irgendwie putzig: da wird ordentlich Kohle für GPS-Empfänger, Utensilien, Fahrtkosten zu den Caches, evtl. Geocoins, Premium Membership bei Groundspeak ausgegeben, aber ein paar Euro für ein größeres Behältnis soll nicht drin sein?

IMHO ist das Problem nicht die Kosten, oder die Größe des Behälters, sondern alleine die Fantasie des Versteckers - und meiner (noch relativ geringen) Erfahrung korreliert das leider durchaus: bei Mikros ist die Wahrscheinlichkeit höher, das der Cache lieblos und fantasielos gemacht ist als bei größeren Behältern (wobei ich schon sehr gute Mikros gefunden habe).

Mikrocaches haben IMHO durchaus ihre Berechtigung, wenn sie maßvoll eingesetzt werden - aber aktuell sieht es fast so aus, als wären Mikros Standard :roll:
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Beitrag von HoPri » Mo 28. Jan 2008, 13:36

eigengott hat geschrieben:
morsix hat geschrieben:Es gibt genügend schöne Beispiele für echt tolle Caches die am Ende "nur" eine Microdose haben
Das bezweifelt wohl niemand.

Aber wenn ca. 90% aller Microcaches eher uninteressant sind, kann man sich die Arbeit extrem damit erleichtern, gleich alle Micros zu ignorien. Inklusive der 10% interessanten. Man verliert nichts, es sind genügend grosse Dosen da. Wer weder Hubschrauber noch Privatjet besitzt, muss sowieso 99% aller Caches ignorieren, weil sie ausserhalb des Aktionsradius liegen.
Wer sich für ein paar der interessanten 10% interessiert: Lohnende Micros

Gruss,
HoPri

Bidone
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Beitrag von Bidone » Mi 30. Jan 2008, 06:34

@Carnosaurus

Du darfst jetzt nicht von dir persönlich ausgehen. Mir fällt es auch nicht schwer Munikisten zu kaufen und zu verstecken.
Aber es gibt auch viele Cacher, denen es nicht so leicht fällt ein "paar" Euros auszugeben. Denke mal an Schüler Arbeitslose und Geringverdiener mit Familie... Man sollte das nicht so leicht dahersagen.
Übrigens mußt du US_Kisten kaufen, die haben dann auch eine Dichtung. Die BW Kisten sind ohne... Preislich liegen die um die 5€ das Stück.
Lock&Lock Dosen haben wirklich ihre Berechtigung, die haben wir im Geschäft rumliegen und liegen so bei 1-2€ das Stück. Habe auch schon ein paar davon versteckt.
Allerdings wirst du merken, das Kunststoffdosen eben nicht die Lebensdauer einer Munikiste haben. Wenn die ersten Cacher einen größeren Stein zum abdecken nehmen wird es schon eng. Risse oder verzogene Dosen sind dann möglich. Dann muß die Dose ersetzt werden und das kostet mit Anfahrt mehr als gleich einmal richtig gemacht.
Gebrauchte Lebensmitteldosen halte ich für weniger gelungen, da habe ich leider schon viele nasse und vergammelte Caches in alten Eisdosen gefunden.

Gruß Bidone

bevema
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Beitrag von bevema » Mi 30. Jan 2008, 12:30

Bidone hat geschrieben:Aber es gibt auch viele Cacher, denen es nicht so leicht fällt ein "paar" Euros auszugeben. Denke mal an Schüler Arbeitslose und Geringverdiener mit Familie... Man sollte das nicht so leicht dahersagen.
Die genannten Gruppen haben aber schon mit der Finanzierung eines GPS-Empfängers ein gehöriges Problem, dass sie wohl vom Geocachen abhalten wird.
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Beitrag von Carnosaurus » Mi 30. Jan 2008, 13:54

Bidone hat geschrieben:@Carnosaurus

Du darfst jetzt nicht von dir persönlich ausgehen. Mir fällt es auch nicht schwer Munikisten zu kaufen und zu verstecken.
Aber es gibt auch viele Cacher, denen es nicht so leicht fällt ein "paar" Euros auszugeben. Denke mal an Schüler Arbeitslose und Geringverdiener mit Familie... Man sollte das nicht so leicht dahersagen.
Doch, das kann ich - weil ich selbst zu der Gruppe der Arbeitslosen gehöre :? Gebrauchten GPS-Empfänger/PDA (iQue 3600) habe ich durch Rückzahlung von Heizkosten finanziert :D, zum Cachen fahre ich mit ÖPNV. Das Geld sitzt bei mir wirklich nicht locker, dennoch ist eine einmalige Ausgabe von 15,- € für 6 Lock&Lock-Dosen drin. (Leider hat der Armyshop zwar US-Munitionskisten, diese haben aber keine Dichtung und hatten innen schon ein wenig Rost).

Wie gesagt, das Kostenargument kann ich nicht nachvollziehen - bei der Mehrzahl der Cache, die zum Cachen mit dem Auto fahren und die Beschreibungen auf dem Tintenstrahldrucker ausdrucken, da spielen die paar Euro für einen anständigen Cache keine Rolle.

Gruß,
Mark
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Beitrag von thofol » Mi 30. Jan 2008, 14:36

Zum Thema arme Schüler: Also wenn ich mittags durch die Innenstadt gehe und sehe, wie die "armen" Schüler sich das teure Fastfood reinziehen und nebenher mit Handy und MP3-Player rumhantieren (mal zu schweigen von den obligaten Markenklamotten), dann ist klar, dass für sonst nicht mehr viel übrig bleibt.

Als Schüler bzw. Student hatte ich auch immer Geld für meine Hobbies und das habe ich mir durch Nebenjobs verdient. Und die waren stets etwas kostenintensiver als Geocaching.

BTW ist Geocaching sowieso ein sehr preiswertes Hobby - gerade was die Grundausrüstung anbelangt.
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Wenn der letzte Fisch gerodet und der letzte Baum gegessen ist, werdet Ihr merken.... dass Ihr irgend etwas verwechselt habt.

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Beitrag von radioscout » Mi 30. Jan 2008, 18:15

Speziell für jemanden, der nur wenig Geld hat, ist es schon ein Unterschied, ob er sich einen GPSr kauft, der gut gepflegt wird und lange hält oder ob man von seinem mühsam ersparten Geld Dosen kauft, die oft sehr schnell gemuggelt werden.
Wenn man nur mühsam und unter einigem Verzicht am Monatsende fünf oder zehn Euro übrig hat, sieht man das wahrscheinlich anders als jemand, für den solche Beträge unbedeutend sind.

Ich kann jedenfalls sehr gut nachvollziehen, wenn jemand möglichst wenig Geld für Dosen ausgeben will.

Und mir ist jede alte Dose lieber als keine.
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Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

Oschn
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Beitrag von Oschn » Mi 30. Jan 2008, 18:27

thofol hat geschrieben:BTW ist Geocaching sowieso ein sehr preiswertes Hobby - gerade was die Grundausrüstung anbelangt.
Au contraire, mon ami - zumindest nicht auf den zweiten Blick.

Denn was man so im Auftrag von Jeremys Kolonnen, immer in der Hoffnung auf ein außergewöhnliches Funderlebnis mit entsprechendem Lustgewinn, an fossilen Brennstoffen durch den Auspuff jagt, schlägt sich ausgesprochen negativ auf dem Kontoauszug nieder.
Übrigens einer der wesentlichen Gründe für mich, die drei miesesten meiner Mikros zu archivieren (zugegeben, es existieren da noch etlich andere, aber die liegen wenigstens direkt an einer Hauptstraße und lassen sich "im gelegentlichen Vorbeifahren" einsammeln).

Denn ich ärgere mich zunehmend, wenn ich feststelle, wieder mal für fünf Euro Sprit vergurkt zu haben und doch nichts anderes als langweilige Filmdosen in beliebigen Astgabeln/Baumwurzeln/Mauerfugen/you name it gefunden zu haben. Und weil ich andersrum auch anderen nicht länger zumuten wollte, an entlegene Orte zu reisen, nur weil es mir einmal gefallen hat, dort eine Filmdose abzuwerfen, habe ich sie kassiert und den Platz für andere - hoffentlich bessere - Caches geräumt. In der Hoffnung auf Nachahmung oder zumindest, um mal zum Nachdenken anzuregen, habe ich eben jenen Cache publiziert, der weiter vorne in diesem Fred schon - wie erwartet - sehr kontrovers diskutiert wurde. Zumindest eine hier hat feinsinnig meine (wie ich finde nicht unlautere) Absicht erkannt, vielen Dank übrigens!

Betrachtet es doch einfach mal so: Das "Mikro-A*" bietet die einmalige Chance, für die Entsorgung Eures Geomülls auch noch einen Punkt zu kassieren (und darüber hinaus verspreche ich auch noch eine recht ansehnliche Dose, die das, was sich hierzulande gerade zum Standard zu entwickeln scheint, bei weitem übertrifft).

To cut a long story short: Nein, Geocaching ist, wenn man es intensiv betreibt, bestimmt kein preiswertes Hobby - zumindest nicht preiswerter als andere Freizeitvergnügen.

Jm2c
Dietmar

P.S.: Wieso wird *A N T I B I O T I K U M zensiert?

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