Geocaching - eine Gefahr für´s öffentliche Leben?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

Grampa65
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Beitrag von Grampa65 » So 10. Apr 2005, 12:15

radioscout hat geschrieben:
Grampa65 hat geschrieben:P.P.S.: Persönlich muß ich den Beiträgen vor mir zustimmen: ich finde, eine Handgranatenattrappe
als TB ist völlig daneben. Wenn ich sowas in einem Cache finde, ist er weg und Du kriegst ne Mail, wo Du ihn abholen kannst.

Ich halte eine Handgranatenattrappe auch für absolut ungeeignet, würde mir aber nie anmaßen, einen TB zu "entfernen", nur weil er mir nicht gefällt.
Das Eigentumsrecht ist höher zu bewerten als persönliche Präferenzen.


Wenn ich diesen TB entfernen wollte, dann würde ich ihn rausnehmen und wegwerfen. Dann wäre er von der Bildfläche verschwunden und das Problem wäre für mich gelöst.

Aber Du hast Recht, 'eigentlich' gehört mir der TB ja nicht, deswegen würde ich ihn dem Owner wieder zukommen lassen. Daher die Email.

Rausnehmen aus dem Cache würde ihn auf jeden Fall, sowas hat nichts in einem Cache verloren. Ich finde, der Owner sollte mitkriegen, daß TBs dieser Art keine gute Idee sind.
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-tiger-
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Re: Geocaching - eine Gefahr für´s öffentliche Leben?

Beitrag von -tiger- » So 10. Apr 2005, 12:16

cachekiller hat geschrieben:Admin:
Hallo,
informiere dich doch mal bitte, was der Gesetzgeber unter dem Begriff "Anscheinswaffe" versteht.. ;-)
(Als Anscheinswaffen werden Schusswaffen ( nicht Handgranaten ), die ihrer äußeren Erscheinung nach den Eindruck einer vollautomatischen Krigswaffe erwecken, genannt. So gab es das G3 lediglich in einen anderen Schaft gepackt mit halbautomatischer Schussabgabe. Diese Waffen sind als Folge des Erfurter Amoklaufs verboten worden.)


Ich bin kein Rechtsanwalt, kann daher nur mein Laien-Halbwissen hier zum Besten gehen, aber soweit ich das verstanden habe, wurde im novellierten Waffengesetz der besagete "Anscheinsparagraph" gestrichen. Kriegswaffen-Attrappen sind also seit Erfurt erlaubt, nicht verboten. Warum das so ist, muß niemand verstehen. Eine Handgranaten-Attrappe wäre aber auch vorher nicht davon erfasst worden, es handelt sich bei einer Handgranate nicht wirklich um eine Schusswaffe.

Abgesehen davon kann ich die Argumentation gegen so ein Teil im Cache aber nachvollziehen. Je nach Position des Caches ist zwar ein Zufallsfund eher unwarscheinlich (und ggf. kommt das Bombenräumkommando auch ohne Handgranate im Cache, siehe Karlsruhe) aber es gibt gewisse Dinge, die ich als Cache-Inhalt einfach als geschmacklos bezeichnen würde. Handgranaten, Tretminen und ähnliches Getier haben nun mal keinen wirklich guten Ruf und wurden auch nicht zur Belustigung der Menschheit erfunden, daher stößt man mit sowas eben nicht unbedingt auf positive Resonanz. Dem einen oder anderen fällt beim Anblick eines solchen Teils vielleicht spontan der eigene Opa ein, der an so einem Teil gestorben ist oder ähnliches, das muß nicht sein. Und cachende Kinder müssen auch nicht unbedingt mit Waffenattrappen spielen.

Wer ein historisches oder wie auch immer gelagertes Interesse an Waffen hegt, darf das gerne tun, da habe ich persönlich keine Probleme mit. Man kann Waffen (und Repliken) sammeln, im Rahmen des erlaubten im Schützenverein oder bei Druckluftwaffen auch im eigenen Keller damit rumballern, aber die Vermischung der Thematik mit Geocaching finde ich unpassend. Viele Leute, nicht nur ein paar Approver, können mit Waffen, die nun mal ursprünglich zum Töten anderer Menschen erfunden wurden, nichts anfangen. Bei einem Hobby mit so breitem Publikum wie Geocaching sollte man da Rücksicht drauf nehmen finde ich. Hier haben bestimmt viele irgendwelche Hobbies und Vorlieben, die nicht so ganz "Massenkompatibel" sind, das ist vollkommen legitim. Aber muß man die übrigen Cacher wirklich an allem teilhaben lassen? Wann kommt der erste Dildo im Cache? Also stell die Handgranate ins Regal und bring deinen Cache ohne den TB an den Start, damit die Suche losgehen kann. Das ist doch der Sinn des ganzen hier ;)

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Re: Idiotische Idee

Beitrag von Trailchaser » So 10. Apr 2005, 12:17

PHerison hat geschrieben:
Black-Jack-Team hat geschrieben:Eine Handgranatenattrappe ist kein geeignetes Objekt für einen TB oder als Tauschgegenstand.

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Beitrag von radioscout » So 10. Apr 2005, 12:19

DocW hat geschrieben:
radioscout hat geschrieben:Dummes Zeug mit dem Eigentumsrecht! Der Eigentümer hat das Ding in den Umlauf gegeben, also muss er mit Verlust rechnen.


Aber wie gesagt, das wäre das einzige Mal, wo ein Tauschobjekt kommentarlos verschwinden würde.
Achso: Müll (Lebensmittel, Propagandamaterial) habe ich schon aus Caches entfernt, das ist aber was anderes.

Der Owner des TB hat ihn zwar in Umlauf gegeben, aber er bleibt sein Eigentum. Der TB wird mit dem Ziel, viele Caches zu besuchen, auf den Weg geschickt.
Bei Tauschgegenständen ist das anders. Diese werden in einen Cahe gelegt, damit andere Cacher sie mitnehmen und behalten.
Zuletzt geändert von radioscout am So 10. Apr 2005, 12:22, insgesamt 1-mal geändert.
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tobsas

Re: Idiotische Idee

Beitrag von tobsas » So 10. Apr 2005, 12:21

DocW hat geschrieben:Die Argumentation von ApproV (Der übrigens ein Zweitaccount ist, daher die Fundzahl) ist logisch, nachvollziehbar und absolut richtig.
Würde ich je eine nachgemachte Handgranate - auch als TB - in einem Cache finden, dann würde dieses Objekt auf wundersame Weise "verschwinden". Das wäre für mich die absolute Ausnahme, so zu handeln.
Ich glaube, bei euch hakts!!
Das hat doch nichts mit die Sache zu ernste sehen zu tun!
What he said. Maximal würde ich anbieten, den Tag gegen vorherige Erstattung von Porto- und Verpackungsgebühren zu schicken, die Attrappe würde ich aber garantiert nicht liegen lassen und garantiert nicht verschicken. Sie würde den selben Weg gehen, den auch Patronenhülsen gehen. Und mir kann nun wirklich niemand vorwerfen, ich würde gegen TBs oder die Idee von TBs arbeiten.

Viele Grüße,
Tobias

PS: Warum nun der Cache nicht frei gegeben ist: Ich denke, wenn ein TB, der zum Auffinden des Caches notwendig ist laut seiner Beschreibung, so dermaßen daneben ist, dann kann auch der Cache nicht freigegeben werden, so lange Du diesen TB nicht änderst. My 2 cents. Ob es weitere Probleme mit den Regeln gibt, klärst Du am besten persönlich mit Deinem Approver.

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Beitrag von Sandman633 » So 10. Apr 2005, 12:22

Sofern ApproV seine Zustimmung nicht gegeben hat oder gar nicht erst gefragt wurde: Es ist ausserordentlich unhöflich, Emails ganz oder auszugsweise zu veröffentlichen.


Es ist sogar strafbar. Jeder hat die Rechte an seinen Worten, Bildern und Schriften. Und sofern keine Zustimmung vorliegt, könnte der Poster sogar richtig Stress bekommen.

Sollte dieser TB jemals in einem unserer Caches landen, würde ich diesen sofort entnehmen und du könntest ihn dir bei mir abholen kommen.
Sollte ich sowas mal irgendwann in einem Cache finden, bringe ich es dem Owner persönlich vorbei. :evil: :evil: :evil: Und dazu noch ein paar pasende warme Worte.

Ebenso sind bei verschiedenen Caches Behälter verwendet worden, die sehr einer Rohrbombe ähneln. Dagegen befindet sich der TB Handgranate immer in einer der Cachebehälter, umgeben von Firlefanz wie Ü-Eierfiguren, Schlüsselhaken oder dem übliche Mist den man im Caches findet. Kann das zu einer Grossaktion der Polizei, THW oder eines Sprengstoffräumkomandos führen? Eher nicht. Wenn, ist es wahrscheinlicher das dass durch das Auffinden eines Cachebehälters passiert. Das wäre z.B. gleichzustellen mit einem herrenlosen Koffer im Flughafengebäude.


Also Deine Ansätze sind echt daneben. Wenn ich (wir) auf Cachejagd gehen, dann oft mit kleinen Kindern. Die den Cache auch dann (nach einer kleinen Hilfe durch uns natürlich ) selbstständig heben. Beim Cachebehälter an sich geht man davon aus, das es eine Tupperdose, Muni-Kiste, oder anderes geeignetes Behältnis ist. Doch wenn ich sehen würde, das nach dem ausbuddeln einer der Kidds mit einer Handgranate (auch wenn es nur eine Atrappe ist) rumspielt....

Es gibt genug Irre auf der Welt (siehe Deinen herrenlosen Koffer)..

Thx god for Admins....

Greetz Sandman633
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Beitrag von Black-Jack-Team » So 10. Apr 2005, 12:23

@radioscout. Schwafel nicht.
Wenn einer ne Handgranate in meinen Cache packt, kommt die raus und basta! Das ist mein Cache! Da darf noch längst nicht jeder reinpacken was er will.
Übrigens: Ich geh' jetzt cachen ... :)
Tut ihr es auch, oder wollt ihr nur darüber reden? :D
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Beitrag von bumpkin » So 10. Apr 2005, 12:23

Was hat der Cache an sich mit den darin befindlichen TBs zu tun?
Warum verbindest Du die Existenz des Caches so fest mit den TBs die in ihm liegen sollen?
Warum läßt Du den Cache nicht ohne TBs approven?
Die kannst Du, sollte Dir nichts Besseres einfallen, dann immer noch reinlegen.

Auch ich halte den "TB Handgranate" für unklug. Mal abgesehen von den bereits angesprochenen Punkten, die Aufgabe eines TBs ist doch primär das Reisen. Er überquert dabei Ländergrenzen und Ozeane, wird dafür in PKWs, Bahnen, Flugzeugen oder was auch immer transportiert...
Vielleicht denkst Du darüber mal nach!

Es gibt zigtausende Sachen die man problemlos als TB verwenden kann.
Warum muß es ausgerechnet eine Handgranatenattrappe sein?

Gruß Thomas
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Re: Geocaching - eine Gefahr für´s öffentliche Leben?

Beitrag von radioscout » So 10. Apr 2005, 12:25

-Tiger- hat geschrieben:
cachekiller hat geschrieben:aber soweit ich das verstanden habe, wurde im novellierten Waffengesetz der besagete "Anscheinsparagraph" gestrichen. Kriegswaffen-Attrappen sind also seit Erfurt erlaubt, nicht verboten.

Die Guidelines von Groundspeak lassen sowas nicht zu, auch wenn sie ansonsten erlaubt sind.
Ein Taschenmesser ist auch nicht verboten, aber versuch mal, eins mit ins Flugzeug zu nehmen.
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Beitrag von Sandman633 » So 10. Apr 2005, 12:29

@radioscout. Schwafel nicht.
Wenn einer ne Handgranate in meinen Cache packt, kommt die raus und basta! Das ist mein Cache! Da darf noch längst nicht jeder reinpacken was er will.



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