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"'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

thomas_st
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Re: "'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Beitrag von thomas_st » Do 24. Apr 2008, 09:07

Na klasse :erschreckt: . Dass hier ein Einsatz der örtlichen Sicherheitskräfte ausgelöst wurde, erschreckt mich ja (leider) nicht mehr. Erschrecken tut mich, dass hier anscheint die bösen Geo-Catcher (sic!) auch dann noch gesucht werden, wenn klar ist, dass der Behälter ungefährlich ist. Für mich sieht es so aus, als ob hier ein Schuldiger gesucht werden soll, bei dem man sich hinsichtlich der Einsatzkosten schadlos halten kann.
Man stelle sich das mal vor: man macht etwas total harmloses und erlaubtes (anders Beispiel: Vergessen eines Rucksacks - soll vorkommen), löst einen Polizeieinsatz aus und darf dann dafür blechen :motz:
muggleschreck hat geschrieben:Dachte, daß die Polizei mittlerweile etwas mehr Ahnung hat, um sowas rechtzeitig als harmlos zu erkennen!
Das hatte ich auch vermutet - von Flörsheim bis Wiesbaden sind es nur 15km, da hätten die Infos schon mal fließen können. Ist aber anscheinend nicht so. Vielleicht können die hier mitschreibenden Beamten ja was dazu sagen, wie gut die Polizeireviere über GC informiert sind. Oder ob hier persönliche Mitteilungen bzw. Ereignisse in den Revieren notwendig sind. Gibt es ein Informationsnetz?

Ansonsten wünsche ich den Beteiligten, dass das Ganze glimpflich ausgeht, auch wenn ich hinsichtlich Einsatzkosten eher pessimistisch bin. ... allerdings, ich bin kein Anwalt.

Viele Grüße,
Thomas(_st)

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boerni
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Re: "'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Beitrag von boerni » Do 24. Apr 2008, 09:19

Monchi1980 hat geschrieben:Ganz ehrlich ich verstehe euch nicht, und zwar aus folgenden Gründen
1.
2.
3.
Das unterschreibe ich in allen drei Punkten.
Es ist nun mal so, dass wir Cacher uns in den Augen anderer verdächtig benehmen. Wenn dann die Polizei gerufen wird, stört mich das natürlich als direkt Betroffener, aber generell ist es richtig.
Damit das möglichst selten passiert, muss man eben auch mal den Mumm haben, einen Cache nicht zu suchen, wenn die Gegend zu heikel ist. Und vor allem: Als Owner muss man sich auch mal zwingen, einen Cache an einem heiklen Ort nicht zu legen (bevor die Aufschreie kommen: Natürlich muss jeder Cacher selbst wissen, ob er einen Cache angeht - s.o. - aber die Verantwortung lässt sich nicht ganz abtreten [ich meine das nicht in rechtlicher Hinsicht]).
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Monchi1980
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Re: "'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Beitrag von Monchi1980 » Do 24. Apr 2008, 09:25

thomas_st hat geschrieben:
muggleschreck hat geschrieben:Dachte, daß die Polizei mittlerweile etwas mehr Ahnung hat, um sowas rechtzeitig als harmlos zu erkennen!
Das hatte ich auch vermutet - von Flörsheim bis Wiesbaden sind es nur 15km, da hätten die Infos schon mal fließen können. Ist aber anscheinend nicht so. Vielleicht können die hier mitschreibenden Beamten ja was dazu sagen, wie gut die Polizeireviere über GC informiert sind. Oder ob hier persönliche Mitteilungen bzw. Ereignisse in den Revieren notwendig sind. Gibt es ein Informationsnetz?
Und was dann? Wenn jemand meldet, dass eine Bombe versteckt ist, sollen die zuständigen Polizisten dann erstmal bei geocaching.com schauen, ob an dieser Stelle vielleicht ein Cache versteckt ist?

Oder soll einer hingehen und den vermeintlichen Cache öffnen -> Explosion, Polizist leider tot, aber macht ja nichts.

Klar ist das jetzt überspitzt dargestellt, aber wir können doch nicht erwarten, dass sich jeder nur noch nach unserem Hobby ausrichtet.

Schlau wäre vielleicht, wenn man einen Cache an so einer Stelle platziert einfach mal zur nächsten Poliziedienststelle zu fahren und dort zu erzählen, was man vorhat. Entweder wissen die dann Bescheid, wenn es mal zu einem Einsatz kommen sollte, oder die sagen "ist nicht, lassen Sie das sein". Wenn man ihn dann trotzdem da platziert, dann ist man auch selber Schuld, wenn es zu einem Polizeieinsatz kommt und man vielleicht zahlen muss.
Aber nein, es ist ja einfacher auf die böse Polizei zu schimpfen, die lediglich ihre Arbeit macht.

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_Ciragord_
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Re: "'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Beitrag von _Ciragord_ » Do 24. Apr 2008, 09:34

Hi Zielgruppe,

wisst Ihr, was eigentlich das Schlimme an solchen Geschichten ist?
Wir werden nur noch von Angst geleitet.
Fand man früher einen herrenlosen Koffer am Bahnhof, so brachte man ihn ins Fundbüro.
Heute ruft man das Bombenkommando.
Früher hätte man auch fragen können "Was tun Sie da an der Mülltonne?" ohne
Angst zu haben, gleich erschossen zu werden.
Wenn Ihr mich fragt, so haben die Terroristen ihr Ziel erreicht:
Alle haben ANGST und MISSTRAUEN sich gegenseitig.
Schade, dass diese Zeiten unsere sein müssen, findet

Ciragord
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pom
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Re: "'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Beitrag von pom » Do 24. Apr 2008, 09:34

Monchi1980 hat geschrieben: Schlau wäre vielleicht, wenn man einen Cache an so einer Stelle platziert einfach mal zur nächsten Poliziedienststelle zu fahren und dort zu erzählen, was man vorhat.
Genau, bin ich voll und ganz Deiner Meinung! Wir müssen alle sofort zur Polizei gehen und unsere Caches melden.
Denn alle guten Dinge sind drei! Bislang ist es aber erst zwei Mal passiert, dass deutsche Polizeibehörden alles über die Bürger wissen mussten.


Wer es nicht kapiert hat: :kopfwand:
Zuletzt geändert von pom am Do 24. Apr 2008, 09:54, insgesamt 1-mal geändert.
Geht Ihr ruhig weiter Schnitzel jagen oder Schätze suchen!
Ich gehe derweil cachen.

thomas_st
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Re: "'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Beitrag von thomas_st » Do 24. Apr 2008, 09:45

Monchi1980 hat geschrieben:[Eine GC-"Bombe" wurde versteckt]
Und was dann? Wenn jemand meldet, dass eine Bombe versteckt ist, sollen die zuständigen Polizisten dann erstmal bei geocaching.com schauen, ob an dieser Stelle vielleicht ein Cache versteckt ist?

Oder soll einer hingehen und den vermeintlichen Cache öffnen -> Explosion, Polizist leider tot, aber macht ja nichts.
Nein! und unterstelle mir bitte nicht, dass mir der Tod eines Menschen nichts ausmachen würde ("Polizist leider tot, aber macht ja nichts").
Aber zurück zum Thema: wenn die die Beamten über GC informiert gewesen wären, hätte meiner Meinung nach der Behälter (Mikro: also vermutlich Filmdose oder Petling) relativ schnell als Cache enttarnen werden können. So weit ich weiß, sind im Nachgang der Sodalampe Bilder an die Polizei gegangen, wie typische Caches aussehen. (... und ja, ich weiß jetzt kommt gleich das Argument: also werden Bomben in typischen Cachebehältern versteckt)
Monchi1980 hat geschrieben:Schlau wäre vielleicht, wenn man einen Cache an so einer Stelle platziert einfach mal zur nächsten Poliziedienststelle zu fahren und dort zu erzählen, was man vorhat.
... und genau das hat ein Cacher bei seinem Multi gemacht. Finde ich in diesem Fall gut! Nur was macht man, wenn dieser Multi durch das Gebiet von vier (oder waren es sogar fünf) Polizeirevieren läuft? Das kann auch bei einem Tradi passieren: Du informierst ein Revier und der Passant ruft beim anderen an. Soll heißen: die Idee ist gut und würde ich bei problematischen Caches auch befürworten (freiwillig - nicht wie in London), aber die Realisierung muss noch verfeinert werden.

Viele Grüße,
Thomas(_st)

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Kalyptus
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Re: "'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Beitrag von Kalyptus » Do 24. Apr 2008, 09:47

Monchi1980 hat geschrieben:
Kalyptus hat geschrieben:Oh ja Bomben überall sind Bomben. Es fliegen ja in Europa überall jeden Tag dutzendevon Bomben in die Luft. Jeden Tag ziehen Horden von Anderstdenkenden durch Deutschland und vergewaltigen unsere wohnungen und verwüsten unsere Frauen, .... oder so.

Mal weniger Bildzeitung lesen und den gesunden Menschenverstand einsachalten. Welchen militärischen Wert hat den so eine Mülleimerkolonie ?
Ich bin ganz sicher kein Bildzeitungs-Leser. Dennoch ist es in meinen Augen richtig die Polizei zu rufen, wenn mir etwas verdächtig vorkommt.
Da musste eher mal wieder teuer vom Steuerzahler angeschafftes Material bewegt werden um sein unützes Darsein zu bestädigen.
Schon klar, die Polizei hat sicher nichts besseres zu tun, und die fühlen sich bei so einem Einsatz, wo keiner weiß, ob da nicht vielleicht doch eine Bombe platziert ist, bestimmt sauwohl. Die lieben solche Einsätze, die sie nur machen, um unser Geld zu verschwenden... Bei solchen Aussagen kann ich mir echt nur an den Kopf fassen.
Äh mein Schwager und mein Trauzeuge sind Polizisten. Sie tippen beide ihre Berichte noch auf Schreibmaschienen. Sie haben einen Computer auf der Dienststelle, braucht Minuten bis er eine Seite aufbaut, dafür ist kein Geld da.
Das in einen Hinterhof mit Mülltonnen keine Bombe ist, ist genauso wahrscheinlich wie der gute Helmut nochmal Bundeskanzler wird. Da wird vielleicht gezündelt oder wild gepinkelt.
Da hat sich wieder mal ein selbsternannter Sheriff wichtig gemacht und der ganze Apperat mit ihm.
Einer der ersten Cache welche ich gemacht habe war der im Mannheimer HBF währe ich da jemand aufgefallen, dies hätte ich ja noch verstenden.
Hätte Jesus ne Knarre gehabt, würde er heut noch Leben.

bsterix
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Re: "'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Beitrag von bsterix » Do 24. Apr 2008, 10:14

Kalyptus hat geschrieben: Das in einen Hinterhof mit Mülltonnen keine Bombe ist, ist genauso wahrscheinlich wie der gute Helmut nochmal Bundeskanzler wird.
Da hat sich wohl ein kleiner Tipfehler eingeschlichen :ops: ohne k passts besser
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muggleschreck
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Re: "'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Beitrag von muggleschreck » Do 24. Apr 2008, 10:35

konnte mich nicht zurück halten und hatte der Pressestelle eine mail geschrieben:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

dies ist meiner Meinung nach ein klassischer Fall von mangelnder
Information. Abgesehen davon, dass das Geocaching falsch geschrieben und
beschrieben wurde, hätte man den ganzen Wirbel auch recht problemlos
vermeiden können.
Ich selbst bin auch einer von vielen Geocachern in Deutschland und habe nach
lesen des Artikels genau 1 Minute benötigt, um zu recherchieren, welcher
Geocache hier als Sprengkörper verwechselt wurde.

Wenn die Beamten Vorort ein wenig besser informiert gewesen wären, was
Geocaching bedeutet, so hätte die Sache 5 Minuten nach dem ersten
Passanten-Hinweis geklärt sein können. In vielen Polizeidienststellen sind
die Beamten mittlerweile recht gut informiert, was Geocaching ist und wo
diese Gegenstände ungefähr liegen. Leider gibt es da aber offensichtlich
keine zentral gesteuerten Informationen an die Dienststellen. Da es
mittlerweile alleine in Deutschland über 50.000 solcher Geocaches gibt,
halte ich es für notwendig, dass ein Polizeibeamter von der Existenz dieser
Freizeitbeschäftigung weiss und wie man solch einen Cache recht schnell
identifizieren und somit als harmlos erkennen kann."


und hier die Antwort vom Pressesprecher:

"Guten Tag Herr xxx,

zunächst vielen Dank für Ihre Anregungen. Mir persönlich war der Begriff Geocaching durchaus bekannt. Es gab seinerzeit einen Vorfall im Main-Taunus-Kreis, den ich ebenfalls verfolgt habe. Bezüglich der Schreibweise war ich mir jedoch nicht ganz sicher. Aus diesem Grund habe ich mich im Internet informiert, wo sich auch aktive Geocacher verewigt haben und diverse Informationen zu finden sind. Selbst Insider haben dort den Begriff in der Schreibweise "Geo-Catching" hinterlassen. Von daher stehe ich meinem "Schreibfehler" relativ gelassen gegenüber.

Im vorliegenden Fall hat die Beurteilung der Lage den Polizeieinsatz ausgelöst. Unabhängig davon, dass einigen Beamten das "Spiel" bekannt war, hat der Sachverhalt keine Alternativen offen gelassen. Führt man sich vor Augen, dass ein Attentäter eine "Geocaching-Attrappe" installiert und den Mülleimer darüber mit Sprengstoff füllt, sind die polizeilichen Maßnahmen durchaus nachvollziehbar.

Sie können davon ausgehen, dass insbesondere bei der Wiesbadener Polizei, der Fall in Dienstbesprechungen eingehend diskutiert werden wird. Von daher werden spätestens in einer Woche noch mehr Polizistinnen und Polizisten über das Spiel bescheid wissen.Auch die Informationen aus der Presse werden ihren Teil dazu beitragen. Dies wird einen Einsatzleiter jedoch in seiner Entscheidung bezüglich zu treffender polizeilicher Maßnahmen in Zukunft kaum beeinflussen.

Mit freundlichen Grüßen

xxx, Polizeihauptkommissar
Pressesprecher Polizeipräsidium Westhessen "

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London Rain
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Re: "'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Beitrag von London Rain » Do 24. Apr 2008, 11:12

muggleschreck hat geschrieben:Führt man sich vor Augen, dass ein Attentäter eine "Geocaching-Attrappe" installiert und den Mülleimer darüber mit Sprengstoff füllt, sind die polizeilichen Maßnahmen durchaus nachvollziehbar.

Ja ne, is klar. Bild
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