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"'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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Sir Hugo
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Re: "'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Beitrag von Sir Hugo » Do 24. Apr 2008, 11:16

muggleschreck hat geschrieben:Dies wird einen Einsatzleiter jedoch in seiner Entscheidung bezüglich zu treffender polizeilicher Maßnahmen in Zukunft kaum beeinflussen.
Da hat der gute Mann nun mal recht....
Unsere geocaching Eckpunkte:
Norden: Reykjavik, Island N 64°07.832 W 021°55.117
Süden: Kapstadt, Südafrika S 33°53.998 E 018°25.510
(Nord-)Osten: St. Petersburg, Russland N 59°55.209 E 030°22.958
Westen: Key West, Florida N 24°33.664 W 081°48.104

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wallace&gromit
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Re: "'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Beitrag von wallace&gromit » Do 24. Apr 2008, 11:44

Nachdem Beamte grundsätzlich keine Fehler machen hätte die Antwort ja auch nicht anders lauten können! :kopfwand:
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D-Buddi

Re: "'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Beitrag von D-Buddi » Do 24. Apr 2008, 12:18

Monchi1980 hat geschrieben:1. Ihr regt euch darüber auf, dass die Polizei gerufen wurde
-> wenn es wirkich eine Bombe gewesen wäre und keiner hätte die Polizei gerufen und das Ding wäre in die Luft geflogen und es wären X Menschen gestorben, dann hätte sich jeder hinterher aufgeregt, wenn rausgekommen wäre, dass der Mann beobachtet worden ist. Meiner Ansicht nach nennt man in diesem Fall die Polizei rufen Zivilcourage.
also ich hätte unter Zivilcourage verstanden den Mann einfach mal zu fragen was er da macht, so finde ich das eher überzogen...
Monchi1980 hat geschrieben: 2. Ihr regt euch darüber auf, dass der Fotografierer den Mann nicht angesprochen hat
-> schon klar, wenn ich meine, da legt jemand eine Bombe, dann ist der bestimmt ganz harmlos und wenn ich ihn frage: Ey, was machen Sie da eigentlich? Dann wird der mir sicher erklären: Ich leg hier ne Bombe. Etwas realitätsfremd, oder? Wenn der Mann wirklich was Ungutes im Schilde geführt hätte, dann hätte er dem Fotografen vielleicht eher was über die Rübe gezogen. Man muss sich in Deutschland noch nicht selbst in Gefahr bringen, dafür greift wieder Punkt 1 -> wir rufen die Polizei wenn uns etwas nicht koscher vorkommt, dafür haben wir sie ja.
ich finds eher realitätsfremd immer gleich mit Bombenleger zu rechnen. Nein, eigentlich find ichs sogar eher lächerlich. Auch wenn man das Gefühl hat das in Deutschland einige Gestalten, vor allem aus Presse und Regierung, regelrecht drauf hoffen das es hier ein Bombenattentat gibt scheint man irgendwie schon fast deprimiert das sich nicht mal Terroristen für ein kleines popeliges Land wie Deutschland nicht wirklich interessieren...

Monchi1980 hat geschrieben: 3. Diese Diskussion um stellen oder nicht stellen
-> wenn ich der Owner wäre würde ich mich schon aus Prinzip bei der Polizei melden. Ich habe diesen Cache gelegt, ich bin dafür verantwortlich. Ich stehe dafür gerade, wenn damit irgendwas passiert. Das ist für mich keine Frage, sondern selbstverständlich. Klar suchen sie vielleicht nicht den Owner, sondern den Sucher, aber trotzdem ist er aus meiner Sicht in der Verantwortung, wenn nicht rechtlich, dann zumindest moralisch. Ich glaub noch nicht mal, dass es wirklich darum geht die Kosten für die Einsatz auf den Verursacher umzulegen. Es wird eher um ein Gespräch gehen.
was für ein Verantwortung? Das jemand einen Mülleimer untersucht???? Was passiert mit den ganzen Obdachlosen die die Mülleimer auf dem Hamburger Hauptbahnhof durchstöbern, werden die demnächst erst mal mit finalem Rettungsschuss erlegt bevor geschaut wird was los ist??

Ich finds wirklich langsam nervig das in Deutschland aus jeder Mücke gleich ein Elefant gemacht wird. Meiner Meinung nach hat die Polizei hier völlig überreagiert und sollte vielleicht auch mal über das eigenen Vorgehen nachdenken...

MfG Jörg

such Bär
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Re: "'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Beitrag von such Bär » Do 24. Apr 2008, 12:22

muggleschreck hat geschrieben: Führt man sich vor Augen, dass ein Attentäter eine "Geocaching-Attrappe" installiert und den Mülleimer darüber mit Sprengstoff füllt, sind die polizeilichen Maßnahmen durchaus nachvollziehbar.
Hmm, was ist mit McDonalds-Tüten-Attrapen oder Müllsack-Attrappen, leere-Bierflaschen-Attrappen oder evtl Auto-Attrappen? Ist jeder verdächtig der eine potzenzielle Müll-Attrappe in einen Mülleimer wirft?
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wallace&gromit
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Re: "'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Beitrag von wallace&gromit » Do 24. Apr 2008, 12:23

such Bär hat geschrieben: Hmm, was ist mit McDonalds-Tüten-Attrapen oder Müllsack-Attrappen, leere-Bierflaschen-Attrappen oder evtl Auto-Attrappen? Ist jeder verdächtig der eine potzenzielle Müll-Attrappe in einen Mülleimer wirft?
Eben! Alles nur noch pure Paranoia! :kopfwand:
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Re: "'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Beitrag von huzzel » Do 24. Apr 2008, 12:26

Die ganze Sache ist ein heikles Thema, kein Zweifel. Wie man es macht, einer Seite ist es eh nicht recht.
Ich mache jetzt einmal ein Vergleich mit einem anderen Thema, aber die Lösung die da getroffen wurde, könnte bei solchen Vorfällen weiterhelfen (ist zumindest meine Meinung):

Thema Vogelgrippe:
Als das letzes Jahr (oder vor zwei Jahren :???: ) so richtig hochgekocht ist und bei jedem toten Vogel ein Großalarm ausgelöst wurde um den toten Vogel zu beseitigen (teilweise Feuerwehr in Vollschutzanzügen!! )wurde das den Feuerwehren mit der Zeit zu blöde, teuer und zu aufwändig (nachvollziehbar). So hat man sich geeinigt, dass bei toten Vögeln nicht mehr das volle Programm abgespult wird (was die Öffentlichkeit aber scheinbar wollte :irre: :irre: ), sondern 1 - 2 Mann loszogen und das Vieh eingesammelt haben.

Um wieder zum Cachen zurückzukommen:
Warum wird bei so was nicht erst ein Polizist hingeschickt, der sich mit verdächtigen Gegenständen auskennt, und der schaut sich das in aller Ruhe an und wenn es mehr als eine Filmdose ist und wirklich nach einer Bombe aussieht, dann kann man doch immer noch das volle Programm loslassen.
Oder muss alle Zeit eine Bombendrohung (oder Bombenalarm) her, damit die Bevölkerung weiterhin an die Gefahr glaubt?? :irre: :irre:

P.S.
Wie viele kamen die letzten Jahre in D-Land durch Bombenanschläge ums Leben?
Also wir real ist die angeblich reale Gefahr??

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wallace&gromit
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Re: "'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Beitrag von wallace&gromit » Do 24. Apr 2008, 12:29

huzzel hat geschrieben: P.S.
Wie viele kamen die letzten Jahre in D-Land durch Bombenanschläge ums Leben?
Also wir real ist die angeblich reale Gefahr??
Wenn RTL, SAT1 und Bild deine Realität sind dann ziemlich hoch!
:roll:
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Re: "'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Beitrag von Triode » Do 24. Apr 2008, 12:35

„Die Polizei ist durch die Kofferbomben so sensibilisiert, dass die Entscheidung für den Zugriff fiel“, sagt ein Experte.

Die Kofferbomben waren für Polizei und Verfassungsschutz ein Schock. Denn keine Behörde hatte den Anschlagsversuch stoppen können. Die Folge ist, dass nun erst recht eine Null-Risiko-Strategie verfolgt wird.
Quelle:http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Die- ... 05,2079596
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Re: "'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Beitrag von thomas_st » Do 24. Apr 2008, 12:45

muggleschreck hat geschrieben:konnte mich nicht zurück halten und hatte der Pressestelle eine mail geschrieben:
Dafür ersteinmal meinen herzlichen Dank.
Pressesprecher hat geschrieben:Aus diesem Grund habe ich mich im Internet informiert, wo sich auch aktive Geocacher verewigt haben und diverse Informationen zu finden sind. Selbst Insider haben dort den Begriff in der Schreibweise "Geo-Catching" hinterlassen. Von daher stehe ich meinem "Schreibfehler" relativ gelassen gegenüber.
Da hätte er etwas präziser sein können - ich würde schon gerne wissen, wo aktive Geocacher vom Geo-Catching sprechen. Ich vermute mal Presse- oder Fernsehberichte, wo ich mich zu erinnern glaube, dass unser Hobby so schon geschrieben wurde.
Pressesprecher hat geschrieben:Führt man sich vor Augen, dass ein Attentäter eine "Geocaching-Attrappe" installiert und den Mülleimer darüber mit Sprengstoff füllt, sind die polizeilichen Maßnahmen durchaus nachvollziehbar.
... und da ist es, das Argument :kopfwand: Aber die Argumentationslinie mit dem mit Sprengstoff gefüllten Mülleimer über dem Cache ist neu. [Ironie]Als Attentäter würde ich auch immer neben der Bombe noch eine Cacheattrappe installieren und nicht einfach diese wie normaler Müll in den Mülleimer werfen[/Ironie]
Pressesprecher hat geschrieben: Sie können davon ausgehen, dass insbesondere bei der Wiesbadener Polizei, der Fall in Dienstbesprechungen eingehend diskutiert werden wird. Von daher werden spätestens in einer Woche noch mehr Polizistinnen und Polizisten über das Spiel bescheid wissen.
Und wenigstens etwas positives kommt bei der Sache raus ...
Pressesprecher hat geschrieben:Dies wird einen Einsatzleiter jedoch in seiner Entscheidung bezüglich zu treffender polizeilicher Maßnahmen in Zukunft kaum beeinflussen.
Und auch das ist gut so, schließlich trägt er die Verantwortung - auch wenn er hier in meinen Augen überregiert hat.

Viele Grüße,
Thomas(_st)

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Re: "'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Beitrag von adorfer » Do 24. Apr 2008, 12:45

huzzel hat geschrieben:Wie viele kamen die letzten Jahre in D-Land durch Bombenanschläge ums Leben?
Also wir real ist die angeblich reale Gefahr??
Durch Blitzschlag werden in Deutschland jährlich 3 bis 7 Mitbürger getötet.

Was aber angesichts der mehr als 4000 jährlichen Verkehrstoten zum Glück wenig sind.
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