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"'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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UF aus LD
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Re: "'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Beitrag von UF aus LD » Do 24. Apr 2008, 15:19

Triode hat geschrieben:
Oder man kontaktiert den Owner... vorausgesetzt, an der "Bombe" ist auch der entsprechende
Cacheaufkleber mit Kontaktdaten dran.
Der Einsatzleiter geht von einer akuten Gefahrenlage aus.
hier Bombenverdacht an einer stark frequentierten Hauptstr. gegenüber des Staatstheaters.
Und versucht Kontakt herzustellen. ????
Du hast da was falsch verstanden! *Ironie an* : Wenn ein Einsatzleiter von einer Gefahrenlage (Bombenverdacht) ausgeht ist es doch wohl das mindeste, was wir für unsere Steuergelder verlangen können, dass er 1. im Internet sucht ob da ein Cache liegt, 2. zu dem Ort geht, nachsieht ob da ein Aufkleber dran oder drin ist und dann 3. den Owner, Reviewer oder... kontaktiert. Wenn alles da nicht fruchtet, kann er ja notgedrungen die Straße sperren lassen und ein Beschäftigungsprogramm für unterbeschäftigte Polizisten starten! *Ironie aus*
Liebe Leute gehts noch????
Über die Frage wie viel Angst jeder vor Anschlägen hier haben muss kann man sicher trefflich und fruchtlos streiten (Angst ist nicht rational)
Gruß Uwe
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huzzel
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Re: "'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Beitrag von huzzel » Do 24. Apr 2008, 15:33

@UF aus LD:
richtig, solchen Dingen muss nachgegangen werden! Aber müssen immer gleich die größten Geschütze benutzt werden (um dann in 99,95 % der Fälle doch nur max. auf Spatzen zu schießen) :???: :???: ??

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Team 'zZZz'
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Re: "'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Beitrag von Team 'zZZz' » Do 24. Apr 2008, 15:43

huzzel hat geschrieben:@UF aus LD:
richtig, solchen Dingen muss nachgegangen werden! Aber müssen immer gleich die größten Geschütze benutzt werden (um dann in 99,95 % der Fälle doch nur max. auf Spatzen zu schießen) :???: :???: ??
Auch wenn's vielleicht nicht immer so einsichtig ist: JA, das muß so sein!

Denn das WorstCase-Szenario des anderen Extrems wäre ja letzten Endes eine kleines Kästchen, daß ein paar Menschenleben fordert (und selbst wenn's nur eins ist!), nur weil da jemand zu seinem Kollegen gesagt hat: "Ach quatsch, das ist hier wieder so ein Catch - ein Large, glaube ich" ...

Wenn die Einsatzkräfte schon alarmiert wurden und vor Ort sind, dann bitte mit dem größtmöglichen Respekt vor der theoretischen Gefahr!

Just my 2 cents
Dirk

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UF aus LD
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Re: "'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Beitrag von UF aus LD » Do 24. Apr 2008, 15:53

huzzel hat geschrieben:@UF aus LD:
richtig, solchen Dingen muss nachgegangen werden! Aber müssen immer gleich die größten Geschütze benutzt werden (um dann in 99,95 % der Fälle doch nur max. auf Spatzen zu schießen) :???: :???: ??
Wenn "Bombenverdacht" besteht gehst du und hälst deinen Kopf hin um zu schauen ob es ein Cache oder eine Bombe ist?
Ich persönlich würde mich zurückhalten.
Richtig, ich bin Feigling!
Sag doch einfach mal:
Was soll ein Einsatzleiter anderes machen als Absperren und dann jemanden gucken lassen der sich auskennt? Was konkret kann er anders machen außer den eigenen Kopf hinhalten?
Im bequemen Sessel lässt sich sooo einfach diskutieren und besserwissen....
Gruß aus der Pfalz
Uwe

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Re: "'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Beitrag von huzzel » Do 24. Apr 2008, 15:55

Um wieder eine Parallele zur Feuerwehr zu ziehen (die sich ja schließlich auch um unsere Sicherheit bemüht):
bei Zweifelhaften Alarmierungen wird häufig erst einmal so klein wie möglich alarmiert um die Lage zu checken. Was ist an dieser Herangehensweise schlecht??

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Kappler
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Re: "'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Beitrag von Kappler » Do 24. Apr 2008, 16:01

Also bei der Feuerwehr kenn ich das anders:

Wenn bei uns in der Firma Alarm ist, dann rückt die ganze Mannschaft an (2 große + 1 kleines Fahrzeug), auch wenn es sich zum wiederholten mal um einen Fehlalarm handelt.

Ich habe auch von einem Fall aus der Umgebung gehört (aus berufenem Mund - vom Kreisbrandmeister):
In einem Supermarkt war häufig Fehlalarm, und daher hat irgendwann der Kommandant eigenmächtig beschlossen, bei Alarm nur ein kleines Team loszuschicken und bei Bedarf Verstärkung zu rufen.

Was ist nicht passiert: Großbrand, nur die 2 Männeken vor Ort (der Rest später) und die Hütte ist abgebrannt.

Der Kommandant hat den größten Ärger bekommen und ist hinterher noch verknackt worden (fragt mich jetzt nicht nach Einzelheiten, aber soweit ich mich erinnern kann, wurde er zivilrechtlich belangt).
Gruß aus dem (badischen) Schwarzwald, Andreas (1/4 Kappler)
Bekennender Fremdlogleser und Rosinenpicker

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Re: "'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Beitrag von huzzel » Do 24. Apr 2008, 16:13

Das Problem ist, dass der Einsatzleiter so oder so seinen Kopf hinhalten muss:

war was: warum mit so wenigen Mittel
war nix: warum immer gleich mit allem (und damit Geld verschwendet)

Aber das aller schlimmste ist ja, wie auch hier schon geschrieben, dass langsam jeder hinter allem was böses bis sehr böses vermutet :nosmile: :nosmile: :nosmile:
Und das ist das traurigste an der ganzen Sache.

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Re: "'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Beitrag von dl8tom » Do 24. Apr 2008, 16:16

Hallo,

also zum Thema Feuerwehr:
Das ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Weil Brandschutz Landesrecht ist. Teilweise gibt es dann auch noch unterschiede von Landkreis zu Landkreis.
Bei uns ist das so, es ruft einer in der ILST an und meldet irgendwas. Anhand der Meldung wird der Brand oder was auch immer es ist eingestuft und dementsprechend alarmiert. Sprich meldet einer "da brennt ein Mülleimer" kommt ein Auto meldet einer im Sommer "im Wald ist ein feuer" wird "Waldbrand groß" ausgelößt und in allen an das betreffende Waldstück angrenzenden Ortschaften heulen die Sirenen.
Beim Auslösen einer Brandmeldeanlage in einem Supermarkt oder so, gibt es genaue Alarmpläne was zu passieren hat. Da steht dann drin was dort gelagert ist welche Gefahren zu erwarten sind und dementsprechend was alrmiert werden muß. Da eine Brandmeldeanlage nicht meldet "es sind 3 rauchmelder und ein wärmesensor" angegangen sondern nur "da is irgendwas" kann die Leitstelle das nicht einschätzen und muß stur nach Alarmplan alarmieren. Ist es eine "normale" Bürofirma wird wohl ein Löschzug kommen, ist es ein Betrieb mit Gefahrstoffen entsprechend mehr. Auch dann wenn nur ein Abfalleimer brennt weil in diesem Fall weiß das ja vorher keiner.
Kostenmäßig ist das so. Brandschutz darf nichts kosten => der Einsatz ist kostenlos auch wenn es ein Fehlalarm ist. Ist es mutwilliger Alarm (absichtliches betätigen eines Feuermelders ohne Grund) muß der Verursacher zahlen.
Dann gibt es da noch die "3 mal ist umsonst" Regel die besagt wenn eine Brandmeldeanlage nachweislich ständig (öfter als 3 mal in Folge) Fehlalarme produziert wird jeder folgeeinsatz verrechnet. Das dient aber nicht dazu die Kasse zu füllen sondern ist als Erziehungsmaßnahme zu sehen, das die Firma gezwungen ist mehr Geld in die Brandmeldeanlage zu investieren.
Sachen wie "da schaun wir erst mal obs wirklich brennt" oder " da schicken wir erst mal einen" dürfte es zumindest in Bayern nicht geben. Wenn doch ist das ein Fehlverhalten des Entscheidungsträgers. Wie das in anderen Bundesländern so ist weiß ich nicht....

Gruß,
Thomas

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huzzel
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Re: "'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Beitrag von huzzel » Do 24. Apr 2008, 16:22

Richtig, bei Brandmeldeanlagen gibt es keine Spielräume. Bei Anrufen schon. Und wenn sich die Sache sehr Zweifelhaft anhört (z.b. aus eine Telefonzelle aus einem ganz anderen Ort wird ein Brand gemeldet), dann wird sehr klein alarmiert. Wie gesagt, bei sehr zweifelhaften Anrufen!

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Re: "'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Beitrag von adorfer » Do 24. Apr 2008, 16:47

huzzel hat geschrieben:Richtig, bei Brandmeldeanlagen gibt es keine Spielräume. Bei Anrufen schon.
unvermeidbare Spielräume gibt es immer wenn es reale Gefahren für Leib und Leben geht:

Deutsche Touristin direkt vor einem Krankenhaus in Dänemark gestorben. Obwohl ihr Mann in der Klinik mehrfach einen Arzt verlangte, kam erst nach 75 Minuten Hilfe - doch da war die Frau bereits tot.

Man stelle sich vor, wenn selbige Touristin an einer auf dem Parkplatz gezündeten Bombe gestorben wäre. Dann wäre mindestens ein Brennpunkt und diverse Experten-Talkrunden im TV fällig.
Adorfer
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